Um die Vorgaben der BSI KRITIS-Verordnung nicht nur formal zu erfüllen, sondern auch wirksam im betrieblichen Alltag zu verankern, ist ein strukturiertes Vorgehen entscheidend. Neben den bereits genannten gesetzlichen Pflichten und technischen Maßnahmen spielen strategische, prozessuale und personelle Aspekte eine ebenso wichtige Rolle. Achten Sie auf folgende Punkte, um Ihre Organisation nachhaltig resilient aufzustellen:
1. Binden Sie die Geschäftsleitung aktiv ein!
Die Verantwortung für die Umsetzung der KRITIS-Anforderungen liegt auf oberster Ebene. Ohne klare Priorisierung durch das Management bleiben Sicherheitskonzepte wirkungslos.
2. Integrieren Sie Informationssicherheit in alle Geschäftsprozesse!
Sicherheitsmaßnahmen wirken nur, wenn sie fester Bestandteil der operativen Abläufe sind – von der Beschaffung über den Betrieb bis zur Wartung Ihrer Systeme.
3. Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden regelmäßig!
Das Sicherheitsniveau hängt maßgeblich vom Verhalten Ihrer Teams ab. Sensibilisierung und Awareness-Trainings müssen deshalb gezielt und kontinuierlich stattfinden.
4. Nutzen Sie etablierte Managementsysteme!
Orientieren Sie sich an Standards wie ISO 27001 oder branchenspezifischen Richtlinien, um Ihre Sicherheitsarchitektur strukturiert aufzubauen und regelmäßig zu überprüfen.
5. Dokumentieren Sie alle Maßnahmen nachvollziehbar!
Eine lückenlose Dokumentation erleichtert interne Audits, externe Prüfungen und den Nachweis gegenüber dem BSI. Sie ist Grundlage für Transparenz und Compliance.
6. Behalten Sie Änderungen und Anpassungen im Blick!
Die KRITIS-Verordnung unterliegt dynamischen Entwicklungen. Passen Sie Ihre Prozesse frühzeitig an neue Vorgaben an.