Was ist Slack und was kann die Business-Kommunikationsplattform?

In immer mehr Unternehmen erfolgt Kommunikation außer mit dem Telefon mittlerweile über sogenannte „Enterprise Social Networks“. Das Programm Slack gehört in diesem Bereich mittlerweile zu den beliebtesten Lösungen. Was Slack ist, wie es funktioniert und wie Ihr Unternehmen davon profitieren kann, lesen Sie in diesem Beitrag.

 

Was ist Slack?

Slack ist ein webbasierter Instant-Messaging-Dienst, ähnlich wie WhatsApp. Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch, dass Benutzer:innen sich nicht mit ihrer Mobilfunknummer identifizieren, sondern via Registrierung auf der Slack-Webseite. Der Name Slack ist eine Abkürzung und steht für „Searchable Log of All Conversation and Knowledge“ (übersetzt: „Durchsuchbares Protokoll aller Gespräche und Wissensstände“).

Für wen ist die Nutzung von Slack sinnvoll?

Die wesentliche Zielgruppe von Slack sind Unternehmen beziehungsweise Kleingruppen. Das System eignet sich vor allem in Situationen, in denen Team-interne Kommunikation binnen weniger Minuten erfolgen muss. Wenn Ihr Unternehmen etwa Office-Arbeit über mehrere Standorte hinweg betreibt, bietet Slack Ihnen viele Vorteile.

Das Tool ermöglicht es Ihnen darüber hinaus, dass Teams innerhalb Ihres Unternehmens nicht im selben Raum sitzen müssen und trotzdem schnell Informationen austauschen können. Und selbst wenn viele Ihrer Mitarbeiter:innen im Homeoffice sitzen, können sie in Echtzeit mit anderen Teammitgliedern kommunizieren und Daten verschicken.

Ein großer Vorteil von Slack liegt darüber hinaus in seiner Skalierbarkeit: Wenn sich Ihre Teams vergrößern oder verkleinern, können Sie Slack-Gruppen sehr schnell und unkompliziert um die neuen Mitglieder:innen erweiteren. Besonders projektorientierte Unternehmen können daher von Slack profitieren.

 

Wie richte ich Slack ein?

Zuerst melden Sie sich auf der Website von Slack an. Als Team-Administrator:in erhalten Sie Zugriff auf alle verfügbaren Einstellungen. Nach Ihrer Anmeldung können Sie Ihre Mitarbeiter:innen auffordern, sich bei Slack anzumelden. Dies geschieht nach der Eingabe Ihrer individuellen Slack-Firmendomain. Am besten wählen alle Beteiligten ihre Echtnamen aus, die dann in den Channel- oder Direktnachrichten angezeigt werden.

Als Administrator:in sollten Sie im nächsten Schritt festlegen, wer aus ihrem Team Mitglied in welchem Channel wird. Mithilfe der sogenannten @channel-Nachrichten können die jeweils autorisierten Mitglieder:innen Textnachrichten in den Channel schreiben. Alle Mitglieder:innen des jeweiligen Channels bekommen dann eine Benachrichtigung und können diese Nachricht lesen.

Bei großen oder gar öffentlichen Channels können Sie festlegen, dass nur ausgewählte Nutzer:innen diese @channel-Nachrichten schreiben können. Ansonsten kann es unter Umständen schnell recht unübersichtlich innerhalb der Channel-Chatfenster werden.

Um innerhalb Ihres Firmen-Slack-Channels einem eventuellen „Wildwuchs“ an Kleingruppen vorzubeugen, sollten Sie die Möglichkeit für die Nutzer:innen zuvor einschränken, eigene Kanäle zu gründen. Nach Abschluss dieser Einrichtungen können Sie Ihre Teams zu Slack einladen.

Dies kann in Form individueller oder einer Masseneinladung geschehen. Die Eingeladenen erhalten dann eine E-Mail mit einer Einladung beziehungsweise eine Nachricht in Slack, dass sie zu einem bestimmten Channel eingeladen sind.

Wenn Sie Slack zunächst nur testen wollen, können Sie das Tool auf einem Desktop-Computer über den Browser betreiben. Um Slack jedoch vollumfänglich mit Zugriff auf die nützlichen Channel-Funktionen nutzen zu können, sollten Sie die Slack-Clients für Windows, MacOS, Android oder iOS installieren.

Sie erhalten nun den vollen Zugriff auf alle Features von Slack und können zum Beispiel von unterwegs an Gesprächen Ihrer Teams teilnehmen oder Daten empfangen und versenden. Die jeweiligen Chat-Verläufe werden dann auf allen Ihren Geräten synchronisiert, auf denen Sie die Slack-App installiert haben.

Vorteile von Slack

 

Nutzung per Browser, Client oder App möglich

Aber was unterscheidet Slack darüber hinaus von mobilen und meist im privaten Bereich genutzten Messenger-Diensten? Grundliegende Funktionen ähneln tatsächlich WhatsApp oder Telegram. Wie die genannten Dienste funktioniert Slack als ein webbasierter Instant-Messaging-Dienst.

Sie können Slack in Ihrem Web-Browser nutzen. Wirklich komfortabel ist die Bedienung des Messengers wie oben erwähnt jedoch über die Slack-App. Den Client gibt es für Android, iOSLinuxMacOS und Windows.

 

Intuitive Bedienung und Suchfunktion über alle Chats

Mit Slack können Nutzer:innen ihre Unterhaltungen in Channels organisieren, mit externen Partner:innen chatten, Dateien versenden und sich selbst Memos erstellen.

Wie bei WhatsApp stehen neben der Chatfunktion auch Einzel- und Gruppen-Telefonate und Videokonferenzen zur Verfügung. Die großen Vorteile von Slack sind die einfache, intuitive Bedienung und die umfassende Suchfunktion über alle Chats und Gruppenchats hinweg.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey verbringen Arbeitnehmer:innen rund 20 Prozent des Arbeitstages mit der Suche nach Informationen. Mit Slack lässt sich hier Zeit einsparen und diese effektiver nutzen.

 

Ordnung durch strukturierte Channels und Direktnachrichten

Theoretisch alle Mitarbeiter:innen können beliebige Channels einrichten. Dazu gibt es geschlossene Channels, zu denen neue Teilnehmer:innen nur eingeladen werden können und offene Channels, denen jede:r selbst beitreten kann.

Sie können Channels erstellen für

  • einzelne Projekte
  • für Teams
  • für bestimmte Personen
  • für Partner, Kunden oder Dienstleister

Neben den Channels bietet Slack auch sogenannte Direktnachrichten an, die niemand  außerhalb des Gesprächskreises einsehen kann. Diese Direktnachrichten-Chats sind nicht auf eine Person beschränkt. Der beim Erstellen des Chats festgelegte Personenkreis kann aber im Nachgang nicht erweitert werden, ohne eine neue Gesprächsrunde zu eröffnen. Alternativ besteht die Möglichkeit, aus einer vorhandenen Gesprächsrunde heraus einen Channel zu erstellen.

Gerade die gelungene Kombination aus Channels und Direktnachrichten sorgt für mehr Struktur in der Kommunikation eines Unternehmens – ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber E-Mail-Gruppen. So können Slack und andere sogenannte Enterprise-Social-Networks-Tools (ESN-Tools) das E-Mail-Aufkommen drastisch reduzieren.

Laut der oben genannten McKinsey-Studie sparen ESN-Tools wie Slack rund ein Viertel aller internen Meetings ein, da die Teilnehmer:innen via Gruppenchat informiert werden und aktuell diskutieren können. So bietet Slack auch das Teilen von Dokumenten oder Videokonferenzen mit Bildschirmteilen-Funktion an. Jedes Teammitglied ist damit immer auf dem aktuellen Stand.

Sie können wichtige Inhalte außerdem in den Chats markieren und pinnen.

Mit einem Klick Kunden in die Kommunikation einbinden

Slack ermöglicht es seinen Benutzer:innen auch, externe Personen in einzelne Chat-Kanäle einzuladen. So eignet sich Slack auch für die Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und/oder freien Mitarbeiter:innen, die nicht zum Unternehmen gehören.

Darüber hinaus können Sie mehrere sogenannte Workspaces aus verschiedenen Unternehmen in Slack zusammenführen und haben so Ihre gesamte Kommunikation immer im Blick. Die Workspaces bestehen wiederum aus den verschiedenen Kanälen (Channels), in denen Ihre Teams miteinander oder mit externen Personen kommunizieren.

 

Nachteile von Slack

 

Kollaboratives Arbeiten nur über Apps möglich

Bei allem praktischen Nutzen für die Team-Kommunikation: Für gemeinsames Arbeiten an Dokumenten ist Slack nur bedingt geeignet. Hierzu können Sie aber Apps in Slack einbinden, beispielsweise für Dropbox oder Google Drive.

Allerdings fehlen bei Slack wichtige Verwaltungswerkzeuge wie Versionierung oder Rechteverwaltung. Hier liegt gleichzeitig eine Stärke von Slack: Jede:r kann die eigenen Chaträume erstellen, bearbeiten und gegebenenfalls löschen. Dies setzt entsprechende Berechtigungen seitens der Slack-Administrat:ion voraus.

 

Datenspeicherung nicht nur in der EU

Slack hält sich nach eigenen Angaben beim Umgang mit Ihren Daten an die Regeln der in der Europäischen Union geltenden Datenschutzbestimmungen. Unter anderem speichert Slack Daten in Rechenzentren auf dem Gebiet der EU. Allerdings sagt das Unternehmen auch, dass nicht alle Daten zu 100 Prozent in EU-Standpunkten verarbeitet werden. So hostet Slack die Daten laut eigenen Angaben „mit Amazon Web Services“. Der Standard-Standort sei AWS in den USA. Daten, die somit bei Slack zur Kategorie „Sonstige Daten“ gezählt werden, können (und werden vermutlich) daher auch in den USA gespeichert sein. Dazu gehören beispielsweise Slack-Mitgliederprofile oder Informationen zu Mitgliedschaften in Workspaces und Channels.

 

Wie viel kostet die Nutzung von Slack?

Slack bietet Ihnen verschiedene Abo-Modelle, die je nach gebuchter Option unterschiedliche Kosten verursachen. Slack bezeichnet seine Abo-Modelle als „Pläne“. Der „kleinste“ Nutzungsplan für Slack ist die kostenlose Option, die jedoch nur den Rückgriff auf Chatverläufe der vergangenen 90 Tage erlaubt.

Der „Pro“-Plan erlaubt Ihnen den Zugriff auf alle bisher erfolgten Dialoge. Dazu gibt es mit dem Pro-Plan Audio- und Videounterhaltungen mit Bildschirmfreigabe für bis zu 50 Teilnehmer:innen. Dieses Abo-Modell ermöglicht Ihnen darüber hinaus unter anderem das Einladen von Gästen in die internen Dialoge Ihres Unternehmens sowie eine Verknüpfung mit anderen Tools und Apps.

Der „Business+“-Plan ermöglicht Ihnen laut Hersteller die Einhaltung von Compliance-Anforderungen dank Datenexport für sämtliche Nachrichten. Darüber hinaus steht Ihrem Unternehmen ein 24-Stunden-Service zur Verfügung. Der Hersteller garantiert Antworten vom Slack-Supportteam auf Anfragen binnen weniger Stunden.

Der „Enterprise-Grid“-Plan von Slack richtet sich vor allem an sehr große Unternehmen und bietet unter anderem eine Zusammenarbeit und Koordination mit Unterstützung für bis zu 500.000 Nutzer:innen. Um diese hohe Anzahl von Nutzer:innen angemessen „managen“ zu können, bietet die „Enterprise-Grid“-Option Ihrem Unternehmen ein sogenanntes Enterprise-Key-Management-Ad-on, mit dem Sie flexibel Accounts verwalten können.

 

Was ist ein Slack-Bot?

Ein Slack-Bot ist ein Chatbot auf Basis von künstlicher Intelligenz, der unter festgelegten Bedingungen bestimmte Nachrichten an Channels, Gruppen oder einzelne Nutzer:innen in Ihrem Slack-Netzwerk schickt.

Sie können einen Slack-Bot beispielsweise in einem Channel gestellte Fragen auf festgelegte Keywords hin durchsuchen lassen. Stellt ein:e Nutzer:in etwa die Frage nach einem bestimmten Passwort, kann der Slack-Bot automatisch eine Antwort in den Channel oder als Direktnachricht an den oder die fragende:n Nutzer:in schicken.

Sie können den Slack-Bot auch als automatisiertes Erinnerungs-Tool agieren lassen: Wenn Ihre Teams mit wiederkehrenden Ereignissen (zum Beispiel Deadlines oder Abrechnungszeiträume) konfrontiert sind, sendet der Slack-Bot an zuvor festgelegten Tagen oder Uhrzeiten eine individuelle Erinnerungs-Nachricht an bestimmte Channels.

Überblick der wichtigsten Slack-Slash-Befehle

Slack bietet die Möglichkeit, mithilfe von Slash-Kurzbefehlen Änderungen an Channels zu veranlassen oder Personen, Dateien oder Listen suchen zu können. Die wichtigsten Slash-Befehle lauten:

/archivieren: Sie archivieren den aktuellen Channel.

/anruf: Mit diesem Befehl starten Sie einen Anruf.

/ausblenden: Dieser Befehl bewirkt, dass Sie alle Bilder und Videos im aktuellen Channel ausblenden, die in Ihrem Fenster zu sehen sind. Um die Bilder wieder erscheinen zu lassen, tippen Sie /erweitern.

/dm [@PersonIhrerWahl]: Sie senden eine Direktnachricht (DM) an die in der Klammer genannte Person.

/ @jemanden einladen [#der zutreffende Channel-Name]: Ein Mitglied in einen Channel einladen

/verlassen: Sie verlassen den aktuellen Channel

/dn [#der zutreffende Channel-Name]: Sie senden eine Nachricht an einen Channel.

/erinnere mich [@Personenname oder #Channel-Name] an [was] [wen]: Sie legen eine bestimmte Erinnerung für ein Mitglied oder einen Channel fest.

/entfernen (oder /verabschieden) @Person: Sie entfernen die genannte Person aus dem aktuellen Channel.

[Neuer Channel-Name] /umbenennen: Mit diesem Befehl benennen Sie Channels um.

/Thema [text]: Sie legen das Channel-Thema fest.

 

Das Wichtigste über Slack in Kürze

  • Slack ist ein internetbasierter Instant-Messaging-Dienst ähnlich wie WhatsApp.
  • Das Tool ermöglicht räumlich verteilten Teams den schnellen Austausch von Informationen.
  • Am einfachsten ist die Bedienung des Messengers über die Slack-App.
  • Sie können Slack in verschiedenen Abo-Optionen buchen, die sich unter anderem nach der Größe Ihres Unternehmens richten.
  • Mithilfe des Slack-Bots können Sie automatisierte Antworten programmieren.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitales-business/digitaler-arbeitsplatz/slack-das-kann-die-business-kommunikationsplattform/

Förderprogramme zur Umsetzung Ihres Digitalisierungsprojekts

Bestimmt haben Sie sich schon des Öfteren mit der Digitalisierung von Prozessen in Ihrem Unternehmen beschäftigt und sind dabei auch auf entsprechende Förderprogramme und Consulting-Angebote aufmerksam geworden. Das Thema Fördermittel hat in den letzten Jahren und insbesondere für mittelständische Unternehmen erheblich an Relevanz gewonnen. Bei der Vielzahl an unterschiedlichen Förderprogrammen, spezifischen Voraussetzungen für die Antragstellung und Komplexität des Bewilligungsprozesses ist es jedoch gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten.

In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über die aktuelle Förderlandschaft von Bund und Ländern und erfahren, wie Sie das richtige Förderprogramm für Ihr Unternehmen finden. Außerdem geben wir Ihnen wertvolle Tipps aus der Praxis und lassen Sie von den Erfahrungen profitieren, die unsere Digital Coaches, Fördermittelberater:innen und Partner im Rahmen unterschiedlichster Kundenprojekte gesammelt haben.

 

Die aktuelle Fördermittellandschaft – Wer wird gefördert?

Gefördert werden in der Regel kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Grundsätzlich lässt sich zwischen Förderprogrammen der EU, des Bundes und der Länder unterscheiden. In verschiedenen Bereichen werden

  • Unternehmen der freien Wirtschaft,
  • Einzelunternehmen sowie
  • institutionelle Einrichtungen, also beispielsweise Hochschulen oder Universitäten, für definierte Vorhaben gefördert.

Der Großteil der Förderprogramme richtet sich an Unternehmen, die bis zu 249 Mitarbeitende haben. Teilweise sind Förderprogramme jedoch auch für Unternehmen ab 250 Mitarbeiter:innen verfügbar. Für viele Förderprogramme gilt zudem eine Umsatzgrenze von 50 Millionen Euro pro Jahr.

Welche Vorhaben werden gefördert?

Unternehmen, die investieren möchten, können von weit über 2.500 bestehenden Förderprogrammen profitieren. In den Bereichen Innovation, Technologie, Digitalisierung sowie Forschung und Entwicklung finden sich auf Bundes- und Landesebene über 400 Programme. Sich hier einen Überblick zu verschaffen, ist eine Herausforderung, die viele förderfähige Unternehmen abschreckt. Einen Großteil der bereitgestellten Mittel rufen Unternehmen somit gar nicht erst ab – die Chancen auf eine Bewilligung stehen also gut.

 

Welche Förderarten gibt es?

Bei den Förderarten wird unterschieden zwischen

  • Zuschüssen,
  • Darlehen und Krediten,
  • Bürgschaften und
  • Beteiligungen.

Bei den Zuschüssen erhalten Unternehmen eine Förderquote von 30 bis 80 Prozent auf die relevanten Ausgaben. Diese Mittel müssen im Gegensatz zu Darlehen und Krediten nicht zurückgezahlt werden und die gewährende Stelle erwirbt keine Anteile am Unternehmen. Es gibt allerdings Maximalbeträge, bis zu denen eine Bezuschussung möglich ist. Außerdem gibt es im Grunde immer einen Eigenanteil bei der Investition.

Darlehen und Kredite wiederum werden üblicherweise zu einem sehr niedrigen Zinssatz und auf zehn Jahre gewährt. Auch Haftungsfreistellungen und Tilgungszuschüsse sind nicht unüblich, hängen aber vom Einzelfall ab. Bürgschaften wiederum zielen darauf ab, Unternehmen die Kreditgewährung zu vereinfachen. Hier treten Bürgende für bestimmte Vorhaben bei Banken ein, was häufig für niedrige(re) Zinssätze und/oder höhere Kreditvolumina sorgt. Bei den Beteiligungen wiederum verkaufen Unternehmen Anteile am eigenen Vorhaben an Investoren, die wiederum mit oder ohne aktive Beteiligung in das Unternehmen eintreten.

Häufig gibt es konkrete Vorgaben hinsichtlich der Zahl der Mitarbeitenden, des Umsatzvolumens und natürlich des Firmensitzes. Diese Vorgaben gelten zwar für viele Förderprogramme, jedoch nicht für alle. Daher kann sich die Suche nach einem passenden Programm dennoch für Sie lohnen, auch wenn Ihr Unternehmen übliche Vorgaben hinsichtlich der Anzahl der Mitarbeitenden und dem Jahresumsatz übertrifft oder (wie beispielsweise bei Start-ups üblich) unterschreitet.

 

So finden Sie die passenden Förderprogramme für Ihr Unternehmen

Eine praktische Übersicht über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der EU finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Unter https://www.foerderdatenbank.de/ finden Sie eine Reihe an Informationen zu Förderprogrammen und Förderern. Und so gehen Sie vor:

Schritt 1: Geben Sie im Suchfeld zunächst Ihren Wunschbegriff ein. Dies kann beispielsweise eines der Schlagwörter „Digitalisierung“, „Innovation“ oder „Nachhaltigkeit“ sein. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, Ihre Suche anhand weiterer Kriterien einzugrenzen.

Schritt 2: Im nächsten Schritt erhalten Sie eine Auflistung von Förderprogrammen, die Ihren Kriterien entsprechen. Per Klick auf die einzelnen Programme erhalten Sie weitere Informationen sowie kurze Zusammenfassungen auf der jeweiligen Programmseite. Nun können Sie einen detaillierten Blick auf die Programme werfen, die für Ihr Unternehmen spannend sind und sich ausführlich über diese informieren.

Schritt 3: Nachdem Sie die für Sie interessanten Förderprogramme gefunden haben ist es wichtig, dass Sie sich die weiterführenden Links zum Förderer anschauen. Aufgrund der Vielzahl der Programme kann es durchaus passieren, dass in der Förderdatenbank noch Programme gelistet sind, die entweder ausgelaufen oder bei denen die Fördertöpfe bereits leer sind. Mit Klick auf die Website der Förderer sehen Sie direkt, ob das jeweilige Programm noch aktuell beziehungsweise verfügbar ist.

Schritt 4: Haben Sie sich für eines oder mehrere Förderprogramme entschieden? Oft lohnt es sich, Bewerbungen für gleich mehrere Fördertöpfe abzugeben oder zumindest vorzubereiten. Selbst wenn eine Mehrfachförderung ausgeschlossen sein sollte, sparen Sie in vielen Fällen Zeit beim Beantragungsprozess und können sich im Idealfall für das passendste Förderprogramm entscheiden.

Gerne können Sie uns auch direkt unter  kontaktieren. Wir versorgen Sie schnell und einfach mit Informationen zu Ihren konkreten Bedürfnissen, Ihrem Digitalisierungsvorhaben und zu passenden Förderprogrammen. Lassen Sie sich zunächst unverbindlich und produktneutral beraten.

Ausgewählte Förderprogramme des Bundes

Im Folgenden stellen wir Ihnen zwei besonders beliebte und häufig genutzte Programme vor, die bundesweit angeboten werden: „Digital Jetzt” und „go-digital”.

 

„Digital Jetzt”: Investitionsförderung für KMU

Bei „Digital jetzt” handelt es sich um eine Zuschussförderung des Bundes. Gefördert werden Investitionen in digitale Technologien und Investitionen in die Qualifizierung von Mitarbeiter:innen. Unternehmen können bis zu 50.000 Euro bei Einzelinvestitionen und bis zu 100.000 Euro bei Wertschöpfungsketten beantragen. Die Förderquoten sind gestaffelt nach der Anzahl der Beschäftigten und sehen wie folgt aus:

  • Bis 50 Beschäftigte: maximal 40 Prozent
  • Bis 250 Beschäftigte: maximal 35 Prozent
  • Bis 499 Beschäftigte: maximal 30 Prozent

Unter bestimmten Voraussetzungen können die Förderquoten erhöht werden: Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Ihr Unternehmen in einer strukturschwachen Region ansässig ist. Alternativ gilt dieser Fall auch, wenn Sie die Förderung für Themen im Bereich IT-Sicherheit mit Berücksichtigung von Datenschutzmaßnahmen beantragen.

Berechtigt für das Programm sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Handwerksunternehmen und Angehörige freier Berufe mit zwischen drei und maximal 499 Beschäftigten und Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.

„Digital Jetzt” besteht aus zwei Modulen, die Sie kumulativ oder alternativ in Anspruch nehmen können.

Förderfähig sind in Modul 1 Investitionen in digitale Technologien wie zum Beispiel die Implementierung von Hard- oder Software, die der externen sowie internen Vernetzung des Unternehmens dient. Hierzu zählen unter anderem Investitionen in IT-Sicherheit und Datenschutz, Cloud-Anwendungen, KI-Anwendungen, datengetriebene Geschäftsmodelle, Big-Data-Anwendungen und 3D-Druck.

In Modul 2 sind Investitionen in die Qualifizierung von Mitarbeiter:innen förderfähig. Insbesondere geht es hierbei darum,

  • die Belegschaft im Umgang mit digitalen Technologien weiterzubilden (beispielsweise in den Bereichen digitales oder agiles Arbeiten),
  • Basiskompetenzen zu erwerben und auszubauen und/oder
  • digitale Strategien im Unternehmen sowie beim Thema IT-Sicherheit und Datenschutz zu erarbeiten und umzusetzen beziehungsweise Mitarbeitende darin zu schulen.

Die Antragstellung erfolgt in einem zweistufigen Prozess. Die Auswahl der Fördermittelvergabe erfolgt via Zufallsprinzip. Um am Losverfahren teilzunehmen, ist eine Registrierung über das Förderportal Digital Jetzt https://www.digitaljetzt-portal.de/ notwendig. Die Ziehung erfolgt jeweils zum Monatsersten. Ausgewählte Unternehmen können im jeweiligen Folgemonat ihren Antrag einreichen.

Für die Antragstellung müssen Sie folgende Unterlagen übermitteln:

  • Daten zum Unternehmen (u. A. Anzahl Mitarbeitende, Beteiligungsverhältnisse)
  • Informationen zu bereits beantragten Förderungen
  • Digitalisierungsplan
  • Auskunft zu den geplanten Investitionen, Angebote externer Dienstleister, Höhe der Ausgaben
  • Informationen zum Eigenanteil (Quelle: BMWK – Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)

„go-digital“: Unterstützung für Klein- und Handwerksbetriebe

Mit seinen fünf Modulen „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, „Digitale Markterschließung“, „IT-Sicherheit“ , „Datenkompetenz“ und „Digitalisierungsstrategie“ richtet sich das Förderprogramm „go-digital” (Quelle: Innovation – Beratung – Förderung – Startseite (innovation-beratung-foerderung.de) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und an das Handwerk, die weniger als 100 Mitarbeiter:innen beschäftigen.

Kompetente Beratungsunternehmen wurden durch das BMWi autorisiert, Sie auf Ihrem Weg der Digitalisierung zu begleiten und zu unterstützen. Die Beratungsunternehmen übernehmen die Antragstellung für die Fördermittel, die Abrechnung und das Berichtswesen. Der maximale Zuschuss für Ihr Unternehmen beträgt 16.500 Euro.

 

Bundesweite Förderprogramme im Überblick

Die relevanten, bundesweiten Förderprogramme für die Digitalisierung sind derzeit (Änderungen vorbehalten, Stand: September 2022):

  • Digital Jetzt: Investitionszuschüsse für KMU von bis zu 50.000 Euro
  • go-digital: Zuschüsse für Digitalisierungsberatung in KMU bis 16.500 Euro
  • BAFA: Zuschüsse, z.B. für Marketingberatung von bis zu 3.200 Euro
  • go-inno: Zuschüsse (Innovationsgutscheine) im Wert von bis zu 20.000 Euro
  • KfW Digital: Kredite für die Digitalisierung von bis zu 25 Millionen Euro
  • KfW Mezzanine: Kredite für Forschung und Innovation von bis zu 5 Millionen Euro

 

Ausgewählte Förderprogramme der Länder

Auch auf Länderebene gibt es für Unternehmen eine Vielzahl von Förderprogrammen, die auch für Ihr Unternehmen spannend sein können. Im Folgenden stellen wir Ihnen diese in Kurzportraits vor. Alle ausgewählten Programme finden Sie mit weiterführenden Informationen auch auf den Seiten der Förderdatenbank: https://www.foerderdatenbank.de/.

Mit der „Digitalisierungsprämie Plus”, einer Zuschussförderung für Unternehmen in Baden-Württemberg beispielsweise, können Sie eine Fördersumme von bis zu 10.000 Euro beantragen. Im Programm gefördert werden Projekte im Bereich Strategie und Organisation, wie zum Beispiel

  • die erstmalige Nutzung von Cloud-Technologien,
  • Datensicherheitskonzepte,
  • die Digitalisierung von Produktion und Verfahren, sowie
  • die Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen.

Bis zu 15.000 Euro Zuschuss beziehungsweise eine Förderquote von 80 Prozent bei kleinen und 60 Prozent bei mittleren Unternehmen können Sie mit dem MID-Digitalisierungs-Gutschein in Nordrhein-Westfalen erhalten. Gefördert werden Themen zur Digitalisierung rund um die (Weiter-)Entwicklung intelligenter Produkte, Dienstleistungen und Produktionsverfahren.

Der Digitalbonus Niedersachsen hält eine Fördersumme von bis zu 10.000 Euro und eine Förderquote von 40 Prozent für kleine und 20 Prozent für mittlere Unternehmen für Sie bereit. Förderfähig sind Investitionen zur Digitalisierung von Prozessen, Dienstleistungen oder Produkten zur Verbesserung der IT-Sicherheit.

Ebenfalls eine Fördersumme von bis zu 10.000 Euro und eine Förderquote von bis zu 50 Prozent können Sie sich mit dem Digitalbonus Standard in Bayern sichern. Im Fokus des Programms stehen die Digitalisierung von Prozessen, Dienstleistungen und Produkten, die Migration und Portierung von IT-Systemen und IT-Anwendungen sowie die Verbesserung der IT-Security.

Die Förderprogramme nach Ländern im Einzelnen:

 

Förderprogramme in Baden-Württemberg

  • Digitalisierungsprämie Plus: Die Digitalisierungsprämie Plus (siehe oben) ist dazu da, Digitalisierungsprojekte sowie Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu fördern.
  • Umweltforschung BWPLUS: Passende Problemlösungen, die dem Klimawandel entgegenwirken, können bezuschusst werden.
  • Beteiligungsgesellschaft MBG: Haben Sie schon einmal über eine sogenannte „stille Beteiligung” eines Investors nachgedacht? Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg kann dabei helfen, Ihre Finanzierungsstruktur zu verbessern.

 

Förderprogramme in Bayern

  • Digitalbonus Standard: Die Programme Digitalbonus Standard und Digitalbonus Plus unterstützen Maßnahmen mit einfachem oder besonderem Innovationsgrad. Die Einführung von ERP-, CRM-, Dokumentenmanagement- oder Warenwirtschaftssystemen zählt zu den üblichen Digitalisierungsmaßnahmen, die hier gefördert werden.
  • Förderprogramm der Bayerischen Forschungsstiftung: Unter dem Namen „Hochtechnologien für das 21. Jahrhundert” können Zuschüsse für Verbundvorhaben beantragt werden. Zielgruppe sind Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Freiberufler.
  • „Energie Innovativ”: Mit diesem Angebot fördert Bayern den Ausbau regenerativer Energien: Beim Energiekonzept „Energie Innovativ” geht es vor allem um höhere Wirkungsgrade und mehr Energieeffizienz bei industriellen Anlagen.

 

Förderprogramme in Berlin

  • Innovationsassistent:in: Unternehmen, die entsprechend qualifizierte Hochschulabsolventen beschäftigen, bezuschusst das Land Berlin mit bis zu 50 Prozent der Lohnkosten.
  • ProFiT: Für Einzel- und Verbundprojekte von Unternehmen oder zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen können Sie Zuschüsse oder zinsverbilligte Darlehen erhalten.
  • GründungsBONUS: Überlegen Sie derzeit, sich in Berlin selbständig zu machen oder haben dies kürzlich getan? Dann können Sie einen Kostenzuschuss von bis zu 50.000 Euro vom IBB Business Team erhalten.

 

Förderprogramme in Brandenburg

  • Brandenburgischer Innovationsgutschein: Dieses Förderprogramm soll insbesondere kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Handwerksbetrieben unterstützen. Es zielt vor allem auf wissenschaftliche Untersuchungen, Forschungsprojekte und Digitalisierungsmaßnahmen ab.
  • ProFIT Brandenburg: Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Land Brandenburg können sich durch Darlehen und Zuschüsse unterstützen lassen: Etwa bei der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Technologien.
  • Landesbürgschaften: Das Land Brandenburg unterstützt Unternehmer:innen mit Investitionsvorhaben in Form einer Landesbürgschaft. Diese erleichtert die Verhandlungen mit Banken, wenn es um die Zuteilung von Krediten geht.

 

Förderprogramme in Bremen

  • PFAU: Bremen unterstützt das Thema Umweltinnovationen im Rahmen des „Programms zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken (PFAU)”. Unternehmer:innen können damit Vorhaben fördern lassen, die direkt oder indirekt positive Auswirkungen auf die Umwelt haben.
  • Beratungsförderungsprogramm zu Digitalisierung und Arbeit 4.0: Unsicherheiten bei der Einführung digitaler Technologien soll ein entsprechendes Beratungsförderungsprogramm entgegenwirken. Das Programm vermittelt passende Unternehmensberater:innen, die obendrein bezuschusst werden.

 

Förderprogramme in Hamburg

  • Das PROFI-Programm: Unter dem Namen PROFI Transfer Plus fördert das Land Hamburg Kooperationsprojekte mit dem Schwerpunkt Innovation mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten.
  • InnoRampUp: Sie möchten in Hamburg ein (Tech-)Unternehmen gründen? Dieses Förderprogramm bietet bis zu 150.000 Euro Zuschuss pro Start-up und eine Förderquote von bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben.
  • IFB Beratungscenter Wirtschaft: Das IFB ist eine zentrale Anlaufstelle zum Thema öffentlicher Förderung in den Bereichen Wirtschaft, Innovation und Umwelt. Hier können Sie sich bei Fragen zu den Fördermöglichkeiten in Hamburg beraten lassen.

 

Förderprogramme in Hessen

  • Elektromobilität: Das Land Hessen fördert insbesondere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, aber auch Pilot- und Demoprojekte zum Thema Elektromobilität.
  • Futury Venture Fonds Deutschland-Hessen: Der Futury-Venture-Fonds dient dazu, Unternehmer:innen in Hessen mit bis zu 20 Millionen Euro zu fördern. Möglich macht dies eine Zusammenarbeit zwischen der hessischen Landesregierung und privaten Investor:innen.

 

Förderprogramme in Mecklenburg-Vorpommern

  • Beratungsförderung: Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds Unternehmensberatung in bereits etablierten Unternehmen – zum Beispiel zum Thema Innovation und Digitalisierung.
  • Forschungsförderung: Sie haben eine Idee, die innovativ und durch technische Risiken geprägt ist? Dann können Sie diese auf vielfältige Weise im Verbund durch das Technologie-Beratungs-Institut GmbH unterstützen lassen.
  • Gründungsstipendium: Auch Stipendien können dabei helfen, innovative Ideen auf Marktreife zu testen und zu vermarktbaren Produkten reifen zu lassen. Mecklenburg-Vorpommern bietet hier Hilfestellung.

 

Förderprogramme in Niedersachsen

  • NBank-Innovationsförderprogramm: Dieses niedersächsische Förderprogramm der NBank unterstützt Unternehmen dabei, wettbewerbsfähiger zu werden. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen können bis zu eine Million Euro an Zuschüssen für Innovationsvorhaben erhalten. Auch der oben erwähnte „Digitalbonus“ wird von der NBank organisiert und vergeben.
  • Landesbürgschaften: Das Land Niedersachsen übernimmt Bürgschaften, damit Unternehmen leichter an Bankkredite gelangen können.
  • Der Niedersachsen-Gründerkredit: Ebenfalls die NBank vergibt Gründerkredite an Gewerbetreibende, Existenzgründer:innen und Freiberufler:innen.

 

Förderprogramme in Nordrhein-Westfalen

  • MID-Digitalisierungs-Gutschein: Das Programm MID-Digitalisierung ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen aller Branchen, konkrete Digitalisierungsprojekte umzusetzen. Dabei werden Digitalisierungsaufträge an externe Auftragnehmer vergeben, um Produkte, Dienstleistungen und Produktionsverfahren weiter- oder neu zu entwickeln.
  • NRW.BANK.Digitalisierungskredit: Dieser Förderbaustein soll Digitalisierungsmaßnahmen mit zinsgünstigen Darlehen unterstützen.
  • progres.nrw: NRW will regenerative Energien und die damit verbundene Wirtschaft fördern und den Ausbau unterstützen. Der Programmbereich Innovation der NRW.BANK hat hierzu ein eigenes Zuschussprogramm aufgesetzt.

 

Förderprogramme in Rheinland-Pfalz

  • Innovationsassistent:innen: Das Land Rheinland-Pfalz will die Wettbewerbsfähigkeit regional ansässiger KMU stärken. Hierzu werden Hochschulabsolvent:innen als sogenannte Innovationsassistent:innen zeitlich befristet eingestellt und gefördert.
  • INNOTOP: Kleine und mittelgroße Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz, aber auch große Unternehmen, können nicht zurückzahlbare Zuwendungen erhalten. Basis hierfür ist der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
  • Beratungsprogramm: Genau wie INNOTOP kommt auch das Beratungsprogramm für den Mittelstand von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Es fördert Beratungskosten von KMU mit bis zu 50 Prozent.

 

Förderprogramme im Saarland

  • Zentrales Technologieprogramm Saar: Unternehmer:innen, die im Saarland Technologieförderung erhalten wollen, können sich an die dortige Staatskanzlei wenden und über Mittel der Europäischen Union (EFRE) gefördert werden.
  • Go International: Die Programme „Go International” und „inKontakt” bieten umfangreiche Hilfestellung bei Auf- und Ausbau internationaler Kontakte.
  • Ausfallbürgschaften: Unternehmen verschiedener Branchen können unter bestimmten Bedingungen Bürgschaften des Saarlands erhalten und so leichter an benötigte Kredite gelangen.

 

Förderprogramme in Sachsen

  • KETs-Pilotlinien: Unternehmen, die im Freistaat Sachsen an Schlüsseltechnologien forschen, können mit Unterstützung durch die KETs-Pilotlinien rechnen. So sollen vielversprechende Forschungsergebnisse (schneller) in marktreife Industrieprodukte überführt werden.
  • Technologietransferförderung: Mit diesem Förderprogramm der Sächsischen Aufbaubank sollen in Sachsen ansässige Gewerbetreibende in die Lage versetzt werden, technologisches Wissen schneller in das eigene Unternehmen einfließen zu lassen. Insbesondere das Patent- und Lizenzwesen soll hierdurch gestärkt werden.
  • Innovationsprämie: Sie haben eine Idee, können aber die dazu notwendige Forschungs- und Entwicklungsarbeit nicht selbst leisten? Dann kann die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen sinnvoll sein. Dies wird in Sachsen umfangreich im Rahmen der EFRE-Technologieförderung unterstützt.

 

Förderprogramme in Sachsen-Anhalt

  • Digital Creativity: Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt bietet regional ansässigen KMU Unterstützung bei der Entwicklung von interaktiven, digitalen Inhalten oder Medienproduktionen mit wissenschaftlichem Hintergrund.
  • RESSOURCE: Unternehmen, die ökologischer und energieeffizienter handeln wollen, möchte das Land Sachsen-Anhalt ebenfalls helfen. Neben allgemeinen Umweltschutzthemen spielen Abfallvermeidung und -verwertung eine wichtige Rolle.
  • EGO.-INKUBATOR: Dieses Förderprogramm richtet sich speziell an Hochschulen. In seinem Rahmen soll nicht nur unternehmerisches Denken gefördert werden. Darüber hinaus stehen Lösungsansätze für praxisrelevante Problemstellungen und akademische Unternehmensgründungen im Vordergrund.

 

Förderprogramme in Schleswig-Holstein

  • FIT – Anwendungsorientierte Forschung, Innovationen und Technologietransfer: Eine der wesentlichen Herausforderungen bei Innovationsprozessen ist die Verzahnung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Bedürfnissen des freien Marktes. Das Programm FIT soll hierbei Unterstützung bieten.
  • IA – Innovationsassistent:in: Kleine und junge Unternehmen stehen oft vor dem Problem, genügend qualifizierte Fachkräfte zu finden. Mit einem:r Innovationsassistent:in können Sie sich dieses Vorhaben für einen begrenzten Zeitraum fördern lassen und auf Hochschulabsolventen als Arbeitskräfte zurückgreifen.
  • BFEI – Betriebliche Forschung, Entwicklung und Innovation: Schleswig-Holstein möchte die Entstehung von zukunftsorientierten Arbeitsplätzen fördern. Aus diesem Grund fördert das Bundesland bevorzugt spezialisierte Berufsbilder und Schlüsseltechnologien.

 

Förderprogramme in Thüringen

  • FTI-Förderung: Thüringen fördert besonders Forschungs-, Technologie- und Innovationsprojekte. Dazu zählen insbesondere Vorhaben in der industriellen Produktion, sowie in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und der Energiewirtschaft.
  • Digitalbonus Thüringen: Der Digitalbonus Thüringen zielt besonders auf kleine und mittelgroße Unternehmen ab. Das Förderprogramm unterstützt sie dabei, Software und Hardware im IuK-Bereich (Information und Kommunikation) anzuschaffen und dafür auch externe Dienstleister zu beschäftigen.
  • STIFT: Die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen will Gründer:innen dabei unterstützen, ihr Vorhaben zur Marktreife zu bringen und gängige Hürden bei der Neugründung zu überwinden.

 

Tipps und Tricks zum Thema Fördermittel

Abschließend haben wir noch einige Tipps und Tricks zum Thema Fördermittel für Sie zusammengefasst, die Ihnen in der Praxis weiterhelfen:

  1. Recherchieren Sie regelmäßig und planen Sie ausreichend Zeit ein!

Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Förderprogramme, deren Voraussetzungen und Fristen. Planen Sie ausreichend Zeit für die Antragstellung und Zusammenstellung der erforderlichen Dokumente ein. Und achten Sie darauf, wann das Digitalisierungsvorhaben umgesetzt werden sollte. In vielen Fällen darf das Projekt nicht vor dem Zuwendungsbescheid begonnen haben.

  1. Die Wahl des Förderprogramms richtet sich nach Ihrem Digitalisierungsvorhaben.

Je konkreter Sie Ihr Digitalisierungsvorhaben planen, desto einfacher fällt die Suche nach geeigneten Förderprogrammen. Priorisieren Sie Ihre Digitalisierungsprojekte und identifizieren Sie jene, die Sie notfalls auch ohne Förderung umsetzen sollten.

  1. Prüfen Sie auch, ob sich Programme kombinieren lassen!

Sobald Sie eine Vorauswahl an Programmen getroffen haben, die für Ihre Digitalisierungsprojekte in Frage kommen prüfen Sie, inwiefern sich diese kombinieren lassen. So holen Sie im Idealfall das Optimum aus der Förderlandschaft heraus.

 

Unterstützung bei der Auswahl und Beantragung von Fördermitteln

Wenn Sie jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt das Thema Digitalisierung und Fördermittelbeantragung in Ihrem Unternehmen vorantreiben möchten kann es sinnvoll sein, auf die Kompetenz und Erfahrung eines externen Partners zu vertrauen. Gerade im betrieblichen Alltag gehen Fördermittelanträge aufgrund von hausinternem Ressourcenmangel und fehlender Expertise häufig unter oder dauern unverhältnismäßig lange. Hinzu kommt, dass auch die Digitalisierungsberatung selbst und die Beantragung von Fördermitteln teilweise förderfähig ist.

Ihre Vorteile mit einem externen Partner:

  • Sie verschaffen sich einen schnellen Überblick über für Sie passende Fördermittel und -arten.
  • Sie sparen Zeit und Ressourcen bei der Antragsvorbereitung und -erstellung.
  • Sie beantworten eventuelle Rückfragen seitens der Förderstellen rechtzeitig und vollständig.
  • Sie vermeiden mögliche Fallstricke bei den Fördervoraussetzungen.
  • Sie sorgen im Rahmen der Förderung direkt auch für mögliche Zertifizierungen oder schaffen die Grundlage für weitere Fördermittel.

 

Unser Fazit: Die Suche nach Förderprogrammen ist nicht immer einfach. Mit ein paar Tipps und Tricks finden Sie aber dennoch schnell die für Ihr Unternehmen passenden Programme. Und auch wenn die Bewilligung von Förderprogrammen für Ihr Unternehmen hohe Relevanz hat, sollte sich die Suche nach Fördermitteln zwingend nach Ihren Digitalisierungsvorhaben richten – nicht umgekehrt.

Wichtig ist dafür, dass Ihr zu förderndes Vorhaben entweder einen Teil oder die Grundlage einer Gesamt-Digitalisierungsstrategie für Ihr Unternehmen bildet. Schließlich ist Digitalisierung nicht etwas, das man „auf Knopfdruck“ herstellt, sondern oft ein jahrelanger Prozess. Hierbei gilt es, stets eine Kosten-/Nutzenabwägung für den Einsatz moderner Technologie zu vollziehen und Schritt für Schritt vorzugehen.

Für Unterstützung bei den Themen Digitalisierung und Fördermittel kontaktieren Sie uns gerne unter . Wir beraten Sie gerne und identifizieren in einem kostenlosen Workshop gemeinsam die Digitalisierungsprojekte, die für Sie wichtig sind und unterstützen Sie natürlich auch bei der Umsetzung.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitales-business/digitale-geschaeftsprozesse/foerderprogramme-zur-umsetzung-ihres-digitalisierungsprojekts/

 

 

Künstliche Intelligenz: Das sind die führenden KI-Unternehmen 2023

In der sogenannten Industrie 4.0 sind Maschinen mit zahlreichen smarten Sensoren ausgestattet. Rund um die Uhr analysieren Algorithmen in einer cloudbasierten Software die Daten Ihrer Produktionsstraße. Das Ziel: Eventuelle Schäden oder Fehlproduktionen schon erkennen, bevor es zu spät ist. Um diese Unmengen von Daten richtig zu interpretieren und eventuell in Echtzeit Änderungen an Ihren Maschinen vorzunehmen, benötigt es fortschrittliche sogenannte künstliche Intelligenzen. Die Datenübertragung zwischen IoT-Sensoren und künstlicher Intelligenz kann dabei über 5G, Narrowband-IoT oder LTE-M erfolgen. Doch wer sind eigentlich die sogenannten Big Player der Branche und was zeichnet diese aus?

Immer mehr Unternehmen entwickeln innovative Lösungen, die mit Hilfe von Maschinenlernen, Big Data und digitalen Assistenten das Leben der Menschen vereinfachen wollen. Einige Firmen sind hier besonders aktiv und investieren erhebliche Summen in sogenannte künstliche Intelligenten (KI). Diese Unternehmen wollen wir Ihnen nachfolgend vorstellen.

 

Künstliche Intelligenz und das Internet – Google (Alphabet), Apple und Amazon sind ganz vorne dabei

Die großen Chancen haben die großen Internet-Player und Gerätehersteller wie Google (sowie der Mutterkonzern Alphabet), Apple und Samsung natürlich lange erkannt. Sie mischen beim Thema künstliche Intelligenz an vorderster Front mit.

Google gehört zu den Pionieren im Bereich der künstlichen Intelligenz, schließlich ist die intelligente Aufbereitung und Nutzung von Daten in der DNA des Internet-Giganten verankert. Bessere Suchergebnisse, optimale Navigation mit Google Maps oder Smarthome-Steuerung per Google-Home-Sprachbefehl: Google mischt im KI-Bereich ganz vorne mit. Der Google-Mutterkonzern Alphabet treibt Innovationen über eigene Unternehmensbereiche wie X (früher Google X) voran. X ist das Innovationslabor der Alphabet-Gruppe, in dem unter anderem am autonomen Fahren gearbeitet wurde.

Auch Apple sieht KI als riesigen Markt: Aus den Anfängen der Siri-Sprachsteuerung ist ein vollwertiger digitaler Assistent geworden, der künstliche Intelligenz einsetzt – unter anderem in der Spracherkennung. Apple verbessert zudem beständig seine eigene KI-Hardware in Form eines Chips. Diese Technologie namens „Apple Neural Engine” soll die Stimm- und Gesichtserkennung immer weiter verbessern.

Selbstverständlich setzt auch der weltgrößte Internet-Konzern Amazon auf KI-Verfahren. Über „Alexa“-Sprachbefehle steuern viele Konsumenten ihre Smart Home-Geräte, lassen sich die Wettervorhersage mitteilen oder lösen Bestellungen aus. Hinter den Kulissen profitiert Amazon von optimierten Logistikprozessen, Bestellvorhersagen und effizienten Lieferketten. Ein Großteil der Entwicklungsarbeit wird hierbei hausintern geleistet.

Künstliche Intelligenz ist weit mehr als nur Robotik und Sprachsynthese

Wer an künstliche Intelligenz denkt, stellt sich häufig menschenähnliche Roboter vor, die die Mensch-Maschine-Interaktion perfektionieren. Doch KI ist weit mehr als das: Sie verändert unsere Arbeitswelt, sei es in der Medizinbranche, in der Landwirtschaft oder im Marketing. KI-Lösungen übernehmen hier zukünftig Aufgaben, die für Menschen schwierig, gefährlich oder wegen der immensen Datenflut nicht zu bewältigen sind – intelligente Maschinen arbeiten in solchen Bereichen schnell und zu geringen Kosten.

Basierend auf dem Trendthema KI entstehen neue Wirtschaftszweige: statista erwartet im Jahr 2023 einen Umsatzzuwachs von über 17 Millarden US-Dollar. Die deutschen KI-Hochburgen sind laut statista unter andere Berlin, München und Hamburg. Aber auch Köln und Frankfurt am Main sind unter den KI-Hauptstädten in Deutschland mit entsprechenden Forschungsfeldern und KI-Firmen.

Erstaunlich hierbei: Erst neun Prozent der Unternehmen in Deutschland setzen laut einer aktuellen Bitkom-Studie Künstliche Intelligenz ein. 25 Prozent der deutschen Wirtschaft plant die KI-Nutzung oder diskutiert zumindest darüber. Ganz gleich also, ob Sie eigene Ideen zu KI als Geschäftsfeld haben oder sich für KI-Dienstleistungen interessieren: Es handelt sich um einen Wachstumsmarkt mit großem Potenzial.

 

Ohne das Internet der Dinge können kaum Daten gesammelt werden

Ein zuverlässiger und schneller Zugang zum Internet der Dinge (übersetzt: Internet of Things, kurz: IoT) ist notwendig, um Maschinen, Sensoren und andere Bereiche mit smarter Technik auszustatten. Die Vernetzung macht die Geräte einerseits intelligent, ermöglicht andererseits auch das Sammeln von weiteren Daten. Das US-amerikanische Unternehmen Zebra Technologies ist hier sehr aktiv. Sie entwickeln und vertreiben beispielsweise Barcode-Scanner, RFID-Lesegeräte und Coupon- oder Ticket-Drucker. So werden Produkte, Dienstleistungen und Vorgänge bis ins letzte Detail nachverfolgbar, was eine wesentliche Basis für intelligente Optimierung ist.

Damit Datensicherheit und Datenschutz auch für das IoT gewährleistet werden können, arbeiten Firmen wie CrowdStrike permanent an KI-basierten Erkennungsverfahren, um Schadsoftware zu erkennen. Es handelt sich teilweise um eine KI-gestützte Weiterentwicklung der bisher verbreiteten Heuristik-Mechanismen, wie sie in gängigen Virenscannern zum Einsatz kommen. Die Auswertung und Erkennung muss smart und effizient sein. So werden mögliche Bedrohung schnellstmöglich identifiziert, mit bekannten Fällen abgeglichen und passende Lösungsansätze initiiert.

Von Big Data zu Smart Data – ohne gezielte Auswertung keine intelligenten Entscheidungen

Um die großen Datenmengen im Bereich künstlicher Intelligenz auszuwerten, braucht es leistungsstarke Hardware wie die fließkommastarken Prozessoren moderner Grafikkarten und jede Menge Speicherplatz. Auch die zugrunde liegenden Algorithmen müssen fortlaufend optimiert werden, um aus dem „Datenwust“ logische und sinnvolle Entscheidungen ableiten zu können. Damit haben wir uns bereits unter dem Stichwort Smart Data-Verfahren beschäftigt.

IBM beschäftigt sich im Rahmen seines Watson-Projekts mit solchen Datenanalysen, und auch das US-amerikanische Unternehmen Splunk beschäftigt sich speziell mit solchen Auswertungen. Sie werten beispielsweise Transaktionsdaten, Netzwerkaktivitäten oder das Online-Klickverhalten von Kunden aus. Unter anderem die Deutsche Bahn und Bosch nutzen bereits die Dienstleistungen von Splunk, was den Aktienwert innerhalb von vier Jahren etwa vervierfacht hat.

Ein interessantes Beispiel ist micropsi industries, ein Unternehmen, das seine Wurzeln in der KI-Entwicklung hat. Ronnie Vuine,  CEO von micropsi industries, erzählt im Podcast „Digitale Vorreiter:innen” von der Gründung in Deutschland. Der Gastgeber Christoph Burseg erfährt von ihm unter anderem mehr darüber, wie Machine Learning für die Optimierung von Industrieautomatisierung eingesetzt wird.

KI in der Kundenkommunikation – automatisiertes CRM, Werbeanzeigen und Call-Center

Kennen Sie Salesforce oder nutzen die Customer Relationship Management-Software bereits? Neben jeder Menge Tools zur Kundenbetreuung hat das Unternehmen mit „Einstein” eine KI-basierte Unterstützungslösung entwickelt. „Einstein“ bietet intelligente Bestellvorhersagen, Empfehlungen und neue Automatisierungsprozesse.

Die Online-Werbebranche arbeitet ebenfalls schon längst mit KI-gestützten Auswertungs- und Optimierungsverfahren. Neben Google setzt auch „The Trade Desk” (USA) auf die KI-gestützte Optimierung von Werbeanzeigen. Kunden von Trade Desk erhalten automatisierte Werkzeuge, mit denen gezielt Anzeigen dort geschaltet werden, wo der Return on Investment potenziell am größten ist.

Mit der Optimierung von Call-Center-Lösungen beschäftigt sich unter anderem das Unternehmen Twilio. Das Team um den Gründer Jeff Lawson hat die Firma innerhalb kurzer Zeit zum größten Player im Bereich Kundenkommunikation heranwachsen lassen. Langfristiges Ziel ist es, das Call-Center-Prinzip vollständig durch KI-gestützte Cloud-Dienstleistungen zu ersetzen, bei denen nur noch im „Notfall” ein Mensch eingreifen muss. Eine weitere interessante, KI-basierte Lösung kommt von IBM und basiert auf deren Watson-System.

Der KI-Start-up-Markt boomt ebenfalls

Nicht nur etablierte Player tummeln sich in der KI-Branche und warten mit intelligenten Lösungen auf. Wie in Wachstumsmärkten üblich, kommen jede Menge Start-ups mit neuen Ideen, innovativen Produkten oder Dienstleistungen auf die Bühne. Über IoT-Start-ups lesen Sie an anderer Stelle hier im V-Hub, und auch im KI-Bereich gibt es in Deutschland zahlreiche junge Unternehmer, die die Branche revolutionieren wollen. Exemplarisch wollen wir hiervon einige nennen:

  • Eines der bekanntesten Start-ups derzeit ist Deep L (für „Deep Learning”): Die Gründer haben sich dem Thema Übersetzungen verschrieben und liefern Freitextübersetzungen basierend auf künstlicher Intelligenz.
  • Das mittlerweile an Qualcomm verkaufte Start-up Twenty Billion Neurons möchte den digitalen Avatar „Millie“ soweit trainieren, dass sie in der Lage ist, Menschen in bestimmten Problemlagen intelligente Lösungen vorzuschlagen. Das kann ein Autokauf, aber auch die Frage nach dem Weg zum nächsten Supermarkt sein. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch E-Bot 7. Das Unternehmen wirkt unter anderem bei der Optimierung von Chatbots mit.
  • Das Unternehmen Fraugster beschäftigt sich mit der Verhinderung von Kreditkartenmissbrauch. Aus den Daten, die zur Verfügung stehen, erstellt Fraugster eine Art „Story”, die hilft, die Glaubwürdigkeit eines Kunden bei einem Zahlungsvorgang zu bewerten.
  • Im Bereich der Smart City sind die Gründer von Enway aktiv. Sie haben eine autonome Kehrmaschine entwickelt, die in der Lage ist, ein bestimmtes Gebiet mit Hilfe einer 3D-Karte auch ohne GPS-Unterstützung abzufahren und dort bis zu 120 Liter Müll einzusammeln. Ein spannender Ansatz auch für Messe- und Konzerthallen.

Eine Übersicht über registrierte deutsche KI-Start-ups finden Sie unter anderem auf der „Plattform Lernende Systeme”, die unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird.

Auch im Start-up-Sektor tut sich einiges: Mit Einstein zusammen Mathe lernen? Die coolsten Gitarrengriffe von Elvis höchstpersönlich gezeigt bekommen? All das kann bald schon Realität sein, denn an diesen Ideen – und vielen weiteren – arbeitet Heiko Hubertz mit Oxolo. „Mr. Gaming” ist Anfang der 2000er-Jahre mit Bigpoint und Online-Gaming-Blockbustern wie Farmerama bekannt geworden. Heute will er mit seiner Plattform für KI-basierte Unterhaltung die Branche aufs nächste Level heben.

Heiko verrät in Folge 126 des „Digitale Vorreiter:innen”-Podcasts mit Christoph Burseg, wie er vor einiger Zeit mit über 1000 Mitarbeiter:innen versucht hat, das nächste große Erfolgs-Game vorherzusagen. Außerdem plaudert er einige Geschäftsmodelle aus, mit denen Oxolo richtig groß werden will. Dabei ist er von seiner neuen Technologie absolut überzeugt.

Die Top-Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz

Verschiedene große und kleine Player engagieren sich im wachsenden Milliardenmarkt künstliche Intelligenz. Die wichtigsten Vertreter und ihre aktuellen Schwerpunkt-Aktivitäten im Überblick:

  • Google (Alphabet): Bieten ein umfangreiches Angebot: Darunter Maps, Ads, Wettervorhersagen, autonomes Fahren
  • Apple: „Apple Neural Engine” zur Verbesserung von Siri
  • Samsung: 5G-Technologie, Gerätehardware, autonomes Fahren
  • Nvidia: Leistungsstarke GPU-Hardware zur Datenanalyse
  • Amazon: Optimierung von Logistikprozessen und Bestellvorhersagen
  • Zebra Technologies: Barcode-Scanner, RFID-Lesegeräte und Ticketdrucker
  • CrowdStrike: KI-basierte Schadsoftware-Erkennung
  • IBM: Big-Data-Auswertungen mit IBM Watson und Hosting
  • Splunk: Big-Data-Auswertungen für Customer Insights
  • Salesforce: KI-gestützte Bestellvorhersagen und Empfehlungen
  • The Trade Desk: KI-optimierte Werbeschaltung
  • Twilio: Call-Center-Automatisierung

 

KI-Unternehmen: das Wichtigste in Kürze

  • Um große Datenmengen in Ihrem Unternehmen richtig interpretieren zu können,  benötigen Sie eine leistungsstarke künstliche Intelligenz.
  • Zahlreiche Unternehmen entwickeln KI-Lösungen, die Maschinenlernen, Big Data und digitalen Assistenten immer besser unterstützen.
  • In der Online-Marketingbranche sind KI-gestützte Auswertungs- und Optimierungsverfahren längst Alltag.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitale-vorreiter/experten/kuenstliche-intelligenz-das-sind-die-fuehrenden-unternehmen-2020/

Was sind Cloud-Anwendungen und welche gibt es?

Ob für die gemeinsame Arbeit an einem Dokument, als zentraler Speicherort für Projekte oder für die Erfassung der Arbeitszeit – ohne die Datenwolke geht im Geschäftsleben oft nichts mehr. Moderne Cloud-Anwendungen bieten nicht länger nur Rechenleistung und Speicherplatz, sondern flexibel auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Services. Viele Unternehmen haben deshalb einen (Groß-)Teil ihrer Geschäftsprozesse mittlerweile in die Cloud verlagert.

Immer mehr Geschäftsbereiche setzen auf Software aus der Cloud: Der weltweite Umsatz mit Cloud-Computing hat sich von 2018 bis 2022 von 196,7 auf 490,33 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt (Quelle: Gartner). Die Zeiten, in denen Fachleute die Programme zeit- und kostenintensiv auf Ihren lokalen Unternehmensrechnern einrichten mussten, sind also vorbei. Stattdessen können Sie Cloud-Anwendungen jederzeit ganz nach Ihren Bedürfnissen buchen und skalieren.

Was genau eine Cloud-Anwendung ist, welche es gibt und wie sich diese Anwendungen von Web- und Desktop-Apps unterscheiden, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Was ist eine Cloud-Anwendung?

Eine Cloud-Anwendung ist ein Programm, bei dem ein Teil oder die gesamte Verarbeitungslogik und Datenspeicherung in der Cloud stattfindet, also in einem Rechner oder Rechnerverbund im Internet. Die Benutzer:innen interagieren mit der Anwendung normalerweise über eine API (Programmierschnittstelle), einen Webbrowser oder eine App. Für die Datenverarbeitung sorgt meist eine Kombination aus dem lokal zugreifenden Gerät und einer Cloud-Computing-Lösung.

Das Besondere dabei ist, dass Anwender:innen meist nicht genau bekannt ist, wo genau die Datenverarbeitung stattfindet. Häufig ist sie über mehrere physische Rechenzentren verteilt und erfolgt parallel. Diese Architektur sorgt zudem für mehr Sicherheit vor möglichen Datenverlusten. Daraus entstand auch der Begriff der „Cloud” (übersetzt: Wolke), bei der man wie in einem Nebel nicht genau sieht, wo gerade etwas passiert.

Welche Verbreitungsmodelle für Cloud-Anwendungen gibt es?

 

Infrastructure-as-a-Service (IaaS)

Infrastructure-as-a-Service zielt in erster Linie darauf ab, mögliche Kosten für den Betrieb von Datenzentren zu minimieren. Dabei mieten Sie je nach Bedarf einen oder mehrere Server und können diese flexibel für eigene Anwendungen nutzen.

Einer der Vorreiter dieser Technologie ist Amazon mit den Amazon Web Services (AWS). Ein weiteres Beispiel dafür ist Googles Compute Engine, ein Unterprodukt der Google Cloud Platform. Sie soll Entwickler:innen den Zugriff auf dieselbe Infrastruktur ermöglichen, die Google bei eigenen Produkten verwendet, um bei Bedarf Nutzungsspitzen zu bewältigen.

 

Platform-as-a-Service (PaaS)

Bei Platform-as-a-Service stellt der Cloud-Anbieter in erster Linie eine Plattform bereit, auf der Entwickler:innen Apps oder andere Software programmieren können. Sie müssen sich dabei nicht um Themen wie Betriebssystem, Software-Schnittstellen und Laufzeitumgebung kümmern, wie es beispielsweise bei IaaS der Fall ist. Der Anbieter der PaaS-Lösung führt notwendige Updates durch und sorgt dafür, dass Ihre wertvolle Programmierarbeit durch Back-ups gesichert ist. Das Hosting Ihrer Entwürfe, Quellcodes und Daten erfolgt auf Cloud-Servern, die je nach Anbieter weltweit verteilt sein können.

Beispiele für PaaS sind Microsoft Azure und die Google App Engine.

 

Software-as-a-Service (SaaS)

Mit Software-as-a-Service sind wahrscheinlich die meisten Nutzer:innen bereits vertraut. Hierbei handelt es sich um die Cloud-Anwendung eines Anbieters, bei der dieser nicht nur die Hardware zum Ausführen der Anwendung bietet, sondern auch die Software liefert. Zusätzlich sorgt er für deren Aktualität und Sicherheit. Daneben bieten diese Pakete Kollaborationsmechanismen, die ohne Cloud kaum denkbar wären.

Durch die Verwendung einer SaaS-Lösung sparen Sie zunächst Investitionskosten für Geräte und Lizenzen. Darüber hinaus können Sie vom konstanten Support für Hardware und Software profitieren. Ein Beispiel für ein SaaS-Produkt ist Microsoft 365.

Containers-as-a-Service (CaaS)

Containers-as-a-Service beschreibt ein weiteres Bereitstellungsmodell aus dem Cloud-Computing. Mit Hilfe von CaaS können Sie Anwendungen in Cloud-Containern verpacken und sowohl über lokale Rechenzentren als auch aus der Cloud heraus bereitstellen und verwalten.

CaaS eignet sich besonders für Entwickler:innen, die containerbasierte Anwendungen (wie beispielsweise Apps) sicherer und skalierbar machen wollen. Sie müssen dabei nicht auf integrierte Entwicklungsumgebungen und zusätzliche Cloud-Dienstleistungen verzichten. Bekannte Beispiele für CaaS-Lösungen sind Azure Container Service von Microsoft, Google Container Engine und Amazon EC2 Container Service.

Function-as-a-Service (FaaS)

Bei Function-as-a-Service bezahlen Kund:innen nicht für Speicher oder Software auf Zeit, sondern drehen die Cloud-Nutzung gewissermaßen um. FaaS verlagert gezielt einzelne Funktionen (meist Teile der Geschäftslogik) in die Datenwolke. Sie „erwerben” also hier allein das Errechnen eines Ergebnisses.

FaaS-Dienste arbeiten nach dem sogenannten Request-Response-Prinzip: Sie rufen die gewünschte Funktion jeweils einzeln durch ein Event (also eine Abfrage) auf. Diese liefert ihr Ergebnis zurück und verfällt wieder in den vorherigen Zustand. Die eigentlichen Daten für die Funktion und das Ergebnis der Berechnung(en) speichern Sie dann lokal oder in der Cloud ab.

Mit AWS Lambda gehörte Amazon zu einem der ersten FaaS-Anbieter. Microsoft bietet mit Functions serverloses Computing für Azure an. Googles FaaS-Service heißt Cloud Functions und startete im Jahr 2018.

 

Datacenter-as-a-Service (DCaaS)

Eine noch recht neue Cloud-Anwendung sind ganze Datencenter „als Dienstleistung”, beziehungsweise Software-Defined-Data-Centers (SDDC). Diese Cloud-Anwendung bietet im Gegensatz zum IaaS-Modell nicht nur Rechenleistung und Speicherplatz zur Miete, sondern konfiguriert ganze Rechenzentren und stellt diese für Kund:innen zur Verfügung.

 

Workplace-as-a-Service (WaaS)

WaaS ähnelt der SaaS-Lösung, geht jedoch noch einen Schritt weiter: Statt den Kund:innen „nur” Speicher- und Rechenressourcen sowie eine Software zur Verfügung zu stellen, richtet der Anbieter den kompletten Arbeitsplatz ein. Dies beinhaltet neben der Software auch Hardware. WaaS-Arbeitsplätze bezahlen Sie also nicht einmalig, sondern meist, wie andere Cloud-Dienstleistungen ebenfalls, per Monatsabo.

 

Everything-as-a-Service (XaaS)

Everything as a Service ist unter anderem eine Bezeichnung für Dienste und Anwendungen, auf die Nutzer:innen auf Anfrage im Internet zugreifen können. Die Bezeichnung „Anything as a Service“ (ein anderer Name für XaaS) ist jedoch nicht auf digitale Produkte beschränkt. Durch die Nutzung bestimmter Online-Dienste können Sie praktisch alles erhalten, etwa medizinische Beratungen und Diagnostik, ohne Ihr Zuhause oder Büro verlassen zu müssen. Daher stammt das „Alles“ im Namen.

Unter XaaS fallen beispielsweise Dienste wie Security-as-a-Service (SECaaS), Healthcare-as-a-Service (HaaS) und Communication-as-a-Service ( ebenfalls CaaS).

Welche Vorteile haben Cloud-Anwendungen?

Oben haben wir Ihnen verschiedene Servicemodelle für Cloud-Anwendungen sowie einige Beispiele bestimmter Hersteller vorgestellt. Ein wesentlicher Vorteil von Cloud-Anwendungen allgemein ist, dass Ihnen die Cloud-Anbieter einen Teil oder sogar Ihre gesamte IT-Infrastruktur für Ihre Geschäftsprozesse zur Verfügung stellen können.

Welche weiteren Vorteile sich für Ihr Unternehmen durch den Einsatz von Cloud-Anwendungen ergeben, fassen wir im Folgenden kurz zusammen:

  • Niedrigere Kosten: Da Anbieter den Großteil der Rechenleistung und der Datenspeicherung aus der Ferne abwickeln, können Cloud-Anwendungen die Kosten Ihrer firmeneigenen IT-Infrastruktur senken. Vor allem müssen Sie keine eigenen Server und Rechenzentren anschaffen und warten. Darüber hinaus entfallen die Kosten für die Instandhaltung Ihrer Anwendungen vor Ort. Je nachdem, welche Software Sie lokal verwenden, kann beispielsweise das Abonnement eines vergleichbaren SaaS-Produkts auch Ihre Lizenzkosten drastisch senken.
  • Einfacher Zugriff: Cloud-Anwendungen sind nicht an einen einzelnen Computer gebunden – Ihr Unternehmen kann von einer Vielzahl von Geräten aus über jede Internetverbindung sicher auf die jeweiligen Anwendungen zugreifen und mit diesen agieren.
  • Hohe Skalierbarkeit: Wenn Sie zum Beispiel einen Webshop betreiben, kann es zu bestimmten Zeiten wie um Weihnachten herum zu einer Mehrbelastung Ihrer Rechen- und Datenspeicher-Kapazitäten kommen. In einer Cloud-IT stellt dies jedoch kein Problem mehr dar: Sie können bei Ihrem Cloud-Anbieter jederzeit zusätzliche Kapazitäten dazu- und wieder zurückbuchen.
  • Individuelle Erweiterbarkeit: Durch die vielfältigen Programmierschnittstellen (APIs), wie zum Beispiel bei PaaS, können Sie gebuchte Cloud-Anwendungen um eigene Logik und Software erweitern. Ihre Entwickler:innen bauen damit beispielsweise auf der Infrastruktur eines Anbieters auf und erweitern sie mit einer individuellen Lösung, die ganz auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten ist.

So unterscheiden sich Cloud-Apps von Web- und Desktop-Apps

Der wichtigste Unterschied zwischen Cloud-Anwendungen und Web- beziehungsweise Desktop-Apps liegt in der Art des Zugriffs. Auf Cloud-Apps können Sie prinzipiell von überall zugreifen, egal ob vom Desktop, dem Browser, mit Mobilgeräten wie Tablets und Smartphones sowie sogar mit Geräten des Internet of Things (IoT). Web-Apps können Sie hingegen meist ausschließlich im Browser ausführen und Desktop-Apps jeweils nur von der Benutzungsoberfläche des Geräts, auf dem sie lokal installiert sind.

 

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Cloud- und Web-Apps

  • Cloud-Apps können Sie im Online- und Offline-Modus nutzen; Web-Apps nur online über einen Browser.
  • Cloud-Apps besitzen meist eine bessere Benutzungsfreundlichkeit und einen größeren Funktionsumfang als Web-Apps.
  • Cloud-Apps sind in App-Stores erhältlich; Web-Apps stehen nur auf einer spezifischen Website bereit.

 

Die größten Unterschiede zwischen Cloud- und Desktop-Apps

  • Cloud-Apps können Sie im Online- und Offline-Modus mit nahezu jedem Gerät nutzen; Desktop-Apps lediglich auf dem Rechner, auf dem sie installiert sind.
  • Cloud-Apps legen ihre Daten in einer privaten oder öffentlichen Cloud ab; Desktop-Apps hingegen speichern die Daten auf der lokalen Festplatte.
  • Auf Cloud-Apps können viele unterschiedliche Benutzer:innen unabhängig voneinander zugreifen, auf die Desktop-App gewöhnlich nur eine Person am lokalen Rechner.

Cloud-Anwendungen: Das Wichtigste in Kürze

  • Cloud-Anwendungen lagern einen Teil oder sogar die gesamte Verarbeitungslogik und Daten in die Cloud aus.
  • Es gibt verschiedene Bereitstellungsmodelle für Cloud-Anwendungen. Zu den bekanntesten gehören Infrastructure-as-a-Service, Platform-as-a-Service und Software-as-a-Service.
  • Daneben gibt es eine Vielzahl an Mikrodiensten, die unterschiedliche Bedürfnisse bedienen. Unternehmen können aus diesem Grund nahezu ihre gesamte IT in die Cloud auslagern – Beispiele dafür sind die Administration, die konkrete Projektarbeit und die Steuerung von IoT-Geräten.
  • Die größten Vorteile von Cloud-Anwendungen liegen für Unternehmen neben der gemeinsamen flexiblen Nutzung in der Skalierbarkeit sowie der Kostenersparnis gegenüber On-Premises-Lösungen.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/technologie/was-sind-cloud-anwendungen-und-welche-gibt-es/

Was ist ein IOT-Gateway?

Ein IOT-Gateway (Internet of Things Gateway) ist ein Hardware- oder Software-Gerät, das als Verbindung zwischen den Geräten eines IOT-Netzwerks (Internet of Things) und dem Internet dient. Es dient als „Tor“ oder „Brücke“, um die Kommunikation zwischen den Geräten zu ermöglichen und zu verwalten.

Ein IOT-Gateway kann verschiedene Funktionen haben, wie zum Beispiel:

  • Verbindung von IOT-Geräten mit dem Internet und anderen Netzwerken
  • Verarbeitung von Daten, die von IOT-Geräten gesendet werden
  • Bereitstellung von Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung und Authentifizierung
  • Verwaltung von Netzwerkkonfigurationen und -einstellungen
  • Steuerung von IOT-Geräten und -Prozessen

IOT-Gateways sind in verschiedenen Formen und Größen erhältlich und werden in einer Vielzahl von Branchen und Anwendungen eingesetzt, wie zum Beispiel in der industriellen Automatisierung, im Gesundheitswesen und im Verbraucherbereich. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Verbindung und Integration von IOT-Geräten in Unternehmens- und Privatnetzwerke.

Was ist ein MPLS?

MPLS (Multiprotocol Label Switching) ist ein Protokoll, das in Computer-Netzwerken verwendet wird, um Datenpakete von einem Netzwerk-Knoten zu einem anderen zu leiten. Es wird häufig in Carrier- und Unternehmensnetzwerken eingesetzt, um den Datenverkehr zu steuern und die Leistung zu verbessern.

MPLS funktioniert, indem es Datenpakete mit kurzen Labels versehen, die Informationen über den Weg enthalten, den das Paket nehmen soll. Dies ermöglicht es den Netzwerkgeräten, Datenpakete schneller zu routen und die Leistung zu verbessern, indem sie den Traffic auf bestimmten Pfaden priorisieren. MPLS ist in der Lage, eine Vielzahl von Protokollen zu transportieren, weshalb es als „Multiprotocol“ bezeichnet wird.

Was ist ein Gateway? Funktion und Einsatzbereiche hier im Überblick

Gateways sorgen dafür, dass Systeme mit unterschiedlichen Protokollen sich untereinander verständigen können. Ob es sich bei dem Gateway um Hardware wie einen Netzwerkknoten oder eine Software-Lösung handelt, ist dabei nicht entscheidend.

Abseits von dieser an Funktionen gebundenen Definition bezeichnet der Begriff Gateway in der IT auch generell die Kommunikation unterschiedlicher Systeme miteinander. Beim Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) beispielsweise müssen die unterschiedlichsten Geräte und Applikationen Daten miteinander austauschen. Findet dieser Austausch über die Cloud statt, wird aus dem allgemeinen Gateway ein IoT-Gateway.

 

Was ist ein Gateway?

Ein Gateway (engl. „Tor“) ist eine Verbindung zwischen zwei Netzwerken, die jeweils unterschiedliche Protokolle zur Kommunikation verwenden. Das Gateway arbeitet in diesem Prozess als Übersetzer. Es hat die Aufgabe, die Protokolle von Quelle und Ziel richtig zu interpretieren und in die jeweilige „Sprache“ zu übersetzen.

Dazu gehört, dass es sowohl die Art des Protokolls, die Übertragungsgeschwindigkeit, das Dateiformat, als auch die Adressierung sowie die verwendeten Hardware-Komponenten identifiziert.

Wie funktionieren Gateways?

Netzwerke, die in ihrer Struktur eigentlich nicht miteinander kompatibel sind, werden mithilfe von Gateways verbunden. Nicht kompatibel bedeutet, dass die Netzwerke unterschiedliche Kommunikationsprotokolle verwenden, wie es beispielsweise bei Asynchronous Transfer Mode (ATM) und IP-Netzen der Fall ist. Um die Netzwerke miteinander verbinden zu können, führt das Gateway eine sogenannte Protokollumsetzung durch: Eingehende Daten konvertiert das Gateway zunächst und leitet sie dann in das Zielnetz weiter.

Gateways beschränken sich dabei nicht auf die reine Konvertierung von Daten. Wo es sinnvoll ist, entfernen Gateways für das Zielnetzwerk redundante Informationen. Viele bei einem IPX/SPX-Netzwerk im Datenstrom enthaltene Informationen sind beispielsweise für TCP/IP-Netzwerke nicht übertragbar und werden vom Gateway umgeformt.

Gateways im OSI-Modell

Das sogenannte OSI-Modell („Open Systems Interconnection“) ist ein von der International Organization for Standardization (ISO) entworfenes Referenzmodell, um offene Kommunikation über unterschiedliche Systeme hinweg zu ermöglichen. Die Entwicklung reicht bis in das Jahr 1977 zurück. Seit 1984 wird es von der International Organization for Standardisazion (ISO) als Standard veröffentlicht wird. Die englische Bezeichnung lautet “Open Systems Interconnection model”, daher auch die häufig verwendete Bezeichnung ISO/OSI.

Das ISO/OSI-Referenzmodell ist keine praktische Umsetzung eines Kommunikationsstandards. Vielmehr beschreibt es in abstrakter Form, welche Prozesse zu beachten sind, damit unabhängig von Protokollen und über Hard- und Software-Grenzen hinweg Kommunikation in Netzwerken funktioniert. Das Modell arbeitet dabei mit sieben Schichten, die auch als „Layer“ bezeichnet werden.

Hinsichtlich ihrer Aufgaben lassen sich Schichten des OSI-Modells in anwendungsorientierte und transportorientierte Schichten unterteilen. Gateways sorgen dabei innerhalb der Schichten dafür, dass Informationen von einer Ebene zur anderen gelangen.

In der Bitübertragungsschicht als erster Schicht übernimmt ein Gateway die Anpassung des Übertragungsverfahrens und wandelt beispielsweise bei TK-Netzwerken elektrische in optische oder akustische Signale um. Zur Bitübertragungsschicht zählende Geräte und Netzkomponenten sind beispielsweise Stecker und Buchsen für das Netzwerkkabel. Die Aufgabe der zweiten Schicht besteht darin, eine fehlerfreie Übertragung der Datenströme zu gewährleisten. Die dritte sowie die vierte Schicht verbinden die verschiedenen verwendeten Protokolle auf einer höheren Ebene miteinander.

Die Schichten fünf bis sieben wandeln unter anderem unterschiedliche und systemabhängige Daten in ein unabhängiges Format um. Ein Beispiel ist die Umwandlung der Daten der analogen Telefonie in Daten digitaler IP-Telefonie.

Welche Arten von Gateways gibt es?

Gateways gibt es in verschiedenen Formen, die jeweils unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Einige Beispiele dafür sind:

Default- oder Standard-Gateway: Dieses Gateway ist in IP-Umgebungen meist ein Router, über den alle IP-Pakete weitergeleitet werden, für die keine speziellen Routing-Informationen existieren. Anders als bei klassischen Gateways zwischen unterschiedlichen Netzwerken findet hier keine Anpassung der Daten auf Protokollebene statt, sondern lediglich ein Routing.

 VoIP-Gateway: VoIP-Gateways („Voice over IP“) wandeln die unter dem Begriff PSTN („Public Switched Telephone Network“, also öffentliches Telefonnetz) zusammengefassten Signale und Daten aus der klassischen Telekommunikation in VoIP-Datenpakete um. Zu den PSTN-Signalen gehören beispielsweise analoge Telefonsignale oder GSM-Signale aus dem Mobilfunknetz.

Ein VoIP-Gateway arbeitet dort, wo etwa eine ältere Telefonanlage nicht gleich komplett ausgetauscht wird und trotzdem mit modernen IP-fähigen Geräten kommunizieren soll. Wenn beispielsweise ein analoges Faxgerät seine Daten an einen PC überträgt, übernimmt üblicherweise ein VoIP-Gateway die Datenumwandlung.

Cloud-Storage-Gateway: Dieses Gateway kommt vor allem in Unternehmen zum Einsatz und ermöglicht die Konnektivität und Protokollübersetzungsdienste zwischen eigentlich inkompatiblen Technologien. Dabei können lokale Systeme, Applikationen oder Netzwerke auf Cloud-Services als Speichermedium zugreifen. Typische Einsatzbereiche derartiger Gateway-Lösungen sind die Verschlüsselung und Komprimierung von Daten sowie die Datensicherung und Versionskontrolle.

VPN-Gateway: Ein VPN-Gateway ermöglicht über das Internet einen sicheren Zugriff auf ein entferntes und für gewöhnlich nicht öffentliches Firmennetzwerk. Somit wird der Zugriff beispielsweise auf verschiedene Anwendungen wie E-Mail oder firmeninterne Datenbanken möglich.

Media-Gateway: Das Media-Gateway konvertiert verschiedene Arten von Medienprotokollen, um multimediale Kommunikation zu ermöglichen. Dadurch können unterschiedliche Netzwerksysteme mit unterschiedlichen Protokollen Bild-, Ton- und Videodaten untereinander austauschen.

E-Mail-Sicherheitsgateway/Firewall: Diese Gateway-Art prüft sowohl aus- als auch eingehende E-Mails auf schädliche Inhalte. E-Mail-Sicherheitsgateways verhindern, dass sich Malware und andere die IT-Sicherheit gefährdende Inhalte per E-Mail im Netzwerk verbreiten.

IoT-Gateway: Bei dieser Art von Gateways kommen häufig Mikrocontroller zum Einsatz, die als Kleinstcomputer auf einem einzigen Chip Speicher, Netzwerk und Prozessor vereinen. Diese nutzen verschiedene Sensoren und Aktoren ohne eigenen Internet-Anschluss. Das IoT-Gateway sorgt hierbei für die Weiterleitung und Anbindung an weiterverarbeitende Netzwerke, wie eine Cloud.

 

Der Unterschied zwischen Gateway und Router

Gateways und Router haben viele Gemeinsamkeiten. Beide sorgen für die Regelung des Informations- und Datenaustauschs zwischen zwei oder mehr getrennten Netzwerken oder Systemen. Ein Router ist jedoch nicht in der Lage, unterschiedliche Netzwerk-Arten zu verbinden. Ein Gateway dient im Gegensatz zum Router in erster Linie dazu, eine Verbindung zwischen unähnlichen Netzwerken oder vernetzten Geräten herzustellen.

In diesem Zusammenhang spielt der Begriff des Netzwerk-Gateways eine große Rolle. Netzwerk-Gateways werden auch als Protokollkonverter bezeichnet. Bei zwei Netzen mit unterschiedlichen Protokollen sorgen sie dafür, dass eine Verbindung zwischen beiden Netzen hergestellt werden kann.

Im Vergleich dazu sorgt ein Netzwerk-Router dafür, dass der Austausch von Daten zwischen Netzwerken mit gleicher Protokollbasis reibungslos funktioniert. Der Router liest die in den Datenpaketen enthaltenen Adressinformationen und sorgt für den Empfang und die Weiterleitung der Datenpakete. Routing-Richtlinien oder Routing-Tabellen sind dabei die Wegweiser, über die Router Informationen von einem Netz zum anderen schicken.

 

Gateway-Adresse herausfinden: So gehen Sie vor

Bei der Vielzahl möglicher Gateways im IT- und Netzwerkbereich spielen der Default- oder Standardgateway im IPv4-Netzwerk eine wichtige Rolle. Auch wenn Anwender:innen mit der Konfiguration dieses Gateways normalerweise wenig zu tun haben, zeigt das Beispiel doch recht gut dessen generelle Arbeitsweise im IP-Netzwerk.

Alle Anfragen im IP-Netzwerk gehen an das Standard-Gateway, falls im Router keine abweichenden Routing-Informationen für die Datenpakete vorgesehen sind. Die IP-Adresse des Standard-Gateways adressiert in der Regel einen Router, der dann die empfangenen Datenpakete entsprechend weiterleitet.

Ist das Default-Gateway im Netzwerk nicht erreichbar oder fehlerhaft konfiguriert, laufen alle Anfragen an andere Netze ins Leere und führen zu Fehlermeldungen. Ein Rechner, der sich beispielsweise im Subnetz 192.168.0.x befindet, wird alle Anfragen an Rechner außerhalb dieses Netzes automatisch an das Default-Gateway schicken.

Windows-Nutzer:innen können das Default-Gateway über die Eingabeaufforderung und das Toolkit „ipconfig“ ermitteln. Das geht wie folgt:

Rufen Sie zunächst die Eingabeaufforderung über das Startmenü oder durch Drücken von Windows-Taste + „R“ und der Eingabe von „cmd“ auf. Auf der Kommandozeile geben Sie anschließend über den Kommandozeilenbefehl „ipconfig -all“ die aktuelle Netzwerkkonfiguration aus.

Das Netzwerktool listet Ihnen nun eine Reihe von Konfigurationsdaten auf. Als verbindungsspezifische Daten werden auch die IPv4-Adresse, die Subnetzmaske und darunter dann die Adresse des Standardgateways angezeigt. Diese kann beispielsweise 192.168.0.1 lauten.

 

Das Standard-Gateway antwortet nicht: Ursachen und Auswirkungen

Wenn das Standard-Gateway nicht antwortet, führt das zu Fehlermeldungen wie „Das Standardgateway antwortet nicht“ oder „Das Standardgateway ist nicht verfügbar“.

Es gibt mehrere mögliche Ursachen für diese Fehlermeldung. Die häufigsten Gründe sind:

  • falsche Netzwerkkonfiguration
  • falsche Einstellungen in der Energieverwaltung
  • falsche Router-Frequenz
  • Blockierung durch Sicherheitssoftware
  • fehlerhafte oder veraltete Treiber
  • fehlerhaftes Treiberupdates

Ausfälle nach einem Systemupdate lassen sich häufig durch einfachen Neustart des Rechners beheben. Alle anderen möglichen Ursachen lassen sich ohne Administratorrechte und entsprechende Kenntnisse der Netzwerk-Infrastruktur nur schwer identifizieren. Die Behebung fehlerhafter Netzwerk- und Router-Einstellungen und die Aktualisierung von Treibern gehört zu den Aufgaben der IT-Administration im Unternehmen.

Das Wichtigste zu Gateways im Überblick

  • Gateways sind Schnittstellen, über die Netzwerke und vernetzte Geräte Daten austauschen. Dabei sind Gateways in der Lage, unterschiedliche Netzwerke miteinander zu verknüpfen.
  • Gateways übersetzen das Netzwerkprotokoll eines Systems oder Netzwerks und können eingehende Informationen so konvertieren, dass unterschiedliche Systeme miteinander Daten austauschen können.
  • Gateways können als Hardware oder reine Softwarelösung (VPN) beziehungsweise eine Kombination aus Hard- und Software-Lösung sein.
  • Internet-Router, die IP-Netzwerke verknüpfen und so den Zugriff auf das Internet ermöglichen, heißen Standardgateway oder Default-Gateways. Bei dieser Form von Gateways findet in der Regel keine Verknüpfung zwischen unterschiedlichen.
  • Im Security-Bereich sind es in erster Linie E-Mail-Sicherheitsgateways und Firewalls, die als spezielle Gateway-Lösung für Sicherheit im Netzwerk sorgen.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/technologie/was-ist-ein-gateway-alles-zu-funktion-und-einsatzbereichen/

 

So sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus!

So sieht die Zukunft der Arbeit aus: Chancen, Risiken, Trends und Herausforderungen

In den letzten Jahren hat sich die Arbeitswelt stark verändert. Wie wird sie in zehn oder 20 Jahren aussehen? Expert:innen aus Praxis, Wissenschaft und Politik wagen eine Vorausschau und geben Empfehlungen. So bereiten Sie Ihr Unternehmen schon heute vor für die Zukunft der Arbeit.

Wer unternehmerisch erfolgreich sein will, muss stets die Zukunft im Blick haben. Wie entwickelt sich das eigene Geschäftsmodell? Wie bleibt das eigene Unternehmen angesichts steigender Kosten in einer sich verändernden Welt wettbewerbsfähig? Und besonders wichtig: Wie sichern sich Unternehmen in der Welt von morgen die wichtigsten Ressourcen, also Motivation, Engagement und Arbeitskraft ihrer Mitarbeiter:innen?

Dahinter stehen noch zentralere Fragen wie: Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Welche Qualifikationen sind auf dem Arbeitsmarkt von morgen gefragt und wie finden Unternehmen Mitarbeiter:innen, die genau diese Qualifikationen in Ihre Firma einbringen? „Die Hälfte der Berufe, die es im Jahr 2030 geben wird, ist noch nicht erfunden“, prognostizierte 2014 der Basler Zukunftsforscher Gerd Leonhard. Lesen Sie hier, wie die Zukunft der Arbeit aussehen könnte und was dies für Sie und Ihr Unternehmen bedeutet.

 

Wie wird die Arbeit der Zukunft aussehen?

 

Einsatz von hybriden Arbeitsmodellen

Hybride Arbeitsmodelle, also die Kombination aus Homeoffice und der Arbeit im Büro, werden immer beliebter. Arbeiteten bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie gerade einmal vier Prozent der Beschäftigten in Deutschland im Homeoffice, hat sich dieser Anteil inzwischen auf rund 24 Prozent versechsfacht. Das Münchner ifo Institut hat die Entwicklung in 27 Ländern verglichen und kommt zu dem Ergebnis: „Nie zuvor hat irgendein Ereignis in so kurzer Zeit derart umfassend das Arbeitsleben umgekrempelt“.

Anfangs sahen viele Unternehmen Homeoffice noch als ein vorübergehendes Phänomen. Viele Firmen haben Heimarbeitsarbeitsplätze deshalb – sofern dies aufgrund der Tätigkeit überhaupt möglich war – nur provisorisch eingerichtet. Doch inzwischen zeichnet sich ab: Homeoffice, mobiles Arbeiten und hybride Arbeitsmodelle werden bleiben. Heike Bruch, Professorin für Betriebswirtschaftslehre und Leadership an der Universität Sankt Gallen mahnt deshalb: „Die eigentliche Umsetzung von Hybrid Work steht in den meisten Unternehmen noch bevor – jetzt oder bald. Ein Zurück zum Alten wird es nicht geben.“

Viele Beschäftigte betrachten in Zeiten von New Work hybride Arbeitsmodelle inzwischen als Mehrwert am Arbeitsplatz: 26 Prozent der Berufstätigen erklärten in einer Befragung, dass sie sogar eine neue Arbeitsstelle suchen würden, falls der Arbeitgeber zukünftig wieder ausschließlich Präsenzarbeit anbietet. In den USA, wo viele Trends in der Arbeitswelt ihren Anfang nehmen, liegt dieser Anteil bereits heute bei 40 Prozent.

Auch die Sorge vieler Unternehmer:innen, dass hybrides Arbeiten die Motivation der Beschäftigten senke, erwies sich als unbegründet. Zahlreiche Untersuchungen bestätigen dies. Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) kommt beispielsweise zum Ergebnis: „Dabei hat sich gezeigt, dass die Produktivität und Arbeitszufriedenheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer offenbar höher sind, als zuvor von Fachleuten erwartet worden war.“ Und der Schweizer Personaldienstleister Adecco zieht das Fazit: „Ständiges hybrides Arbeiten steigert die Produktivität.“

Wichtig ist, dass die Beschäftigten auch weiterhin tageweise in Präsenz arbeiten können, etwa um sich mit ihren Teams persönlich auszutauschen, Arbeiten zu verrichten, die Präsenz erfordern oder weil im Homeoffice die Technik oder die Ruhe für bestimmte Arbeiten fehlen. So kommen Untersuchungen wie die Konstanzer Homeofficestudie zum Ergebnis, dass die meisten Beschäftigten frei gestaltete Mischformen aus etwa gleich vielen Homeoffice- und Präsenztagen bevorzugen.

Vor allem Fachkräfte arbeiten gerne im Homeoffice. So kam eine Erhebung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales 2020 zu dem Ergebnis, dass „Beschäftigte mit Abitur oder Universitätsabschluss die Möglichkeit zur Nutzung flexibler Arbeitsformen deutlich öfter sehr positiv bewerten als der Durchschnitt aller Beschäftigten.“

Gerade Unternehmen aus strukturschwachen Regionen auf der Suche nach Fach- und Führungskräften profitieren überproportional von hybrider Arbeit. Mit hybriden Arbeitsmodellen werden sie auch für hoch qualifizierte Bewerber:innen aus Metropolregionen interessant, die beispielsweise tageweise aus der Großstadt einpendeln und trotzdem ihren bisherigen Wohnsitz dort behalten können. Umgekehrt benötigen viele Unternehmen keine Niederlassungen in Großstädten mehr, um für Fachkräfte und Hochschulabsolvent:innen aus den jeweiligen Metropolregionen attraktiv zu sein.

Weil hybride Arbeitsmodelle in Zukunft somit immer wichtiger werden, unterstützt auch der Bund mit Förderprogrammen wie „go-digital“ kleine und mittelständische Unternehmen beim digitalen Wandel und der Hybrid-Transformation im Zeichen von New Work.

Arbeiten 4.0: Das Büro der Zukunft

Wo immer weniger Menschen dauerhaft in klassischen Bürogebäuden arbeiten, geht auch der Bedarf an Büroräumen zurück. So ist in Berlin der Büroflächenleerstand innerhalb nur eines Jahres um 27 Prozent angestiegen. Im Großraum München ist er um 14 Prozent gewachsen, in Frankfurt und Düsseldorf jeweils um acht Prozent. Das hat die Unternehmensberatung McKinsey ermittelt.

Schon bald könnten viele Firmen ihre innerstädtischen Niederlassungen ganz schließen oder in moderne Büro-Hubs umwandeln und bei Bedarf auf mehrere Städte verteilen. So reduzieren sich für Mitarbeiter:innen dauerhaft die Anfahrtszeiten ins Büro, falls sie in Präsenz arbeiten. Unternehmen betreiben die Hubs entweder oder mieten sie bei entsprechenden Büro-Dienstleistern an. Dort gibt es Konferenzräume mit hochwertigen Videokonferenzsystemen und dazu Schreibtischpools für das sogenannte Desk-Sharing. Beschäftigte, die für einzelne Arbeitstage oder Stunden ins Büro kommen, suchen sich einen leeren Schreibtisch, der einheitlich und kostensparend als Workplace-as-a-Service eingerichtet ist.

Zu jedem Arbeitsplatz gehört ein IP-Telefon, das beim Einloggen automatisch die persönliche Rufnummern-Durchwahl und das persönliche Telefonbuch der jeweiligen Person übernimmt. Möglich wird dies durch Unified Communications & Collaboration (UCC).

Daneben gibt es je nach Branche beispielsweise Laborräume mit Augmented-Reality-Projektionstechnik, wo Ingenieur:innen Digital Twins (digitale Zwillinge) ihrer aktuellen Projekte bearbeiten und sich dabei per Breitbandverbindung mit Kolleg:innen an anderen Standorten austauschen.

Andere Unternehmen könnten Team-Spaces einrichten, wo Mitarbeiter:innen in Kleingruppen kreative Ideen entwickeln oder ihre Projekte besprechen. Weil insgesamt weniger Menschen täglich in die Büros einpendeln, wäre dort auch mehr Platz vorhanden. Durch den Wegfall von eng bestuhlten Großraumbüros könnten Büroarbeitsplätze so dauerhaft attraktiver werden. Das wiederum kommt auch den Unternehmen zugute. Denn zufriedene Beschäftigte arbeiten produktiver.

Entlastung durch KI am Arbeitsplatz

Schon heute unterstützt künstliche Intelligenz (KI) den Menschen in vielen Bereichen: Beispielsweise in der IT-Sicherheit bei der Erkennung von Schadprogrammen und Hackingattacken. Oder bei der Handy-Nutzung, wenn Mobiltelefone sich per Gesichtserkennung entsperren. Jeden Monat kommen neue KI-Anwendungen hinzu: Beispielsweise autonome Steuerungen für Arbeitsmaschinen in der Landwirtschaft oder künstliche Intelligenzen, die in Service und Vertrieb per Avatar mit Kund:innen chatten.

Eine Stärke von KI ist die Fähigkeit zur Analyse und Veredelung riesiger Datenmengen, so auch in der Big Data Analytics, die seit einigen Jahren rapide an Bedeutung gewinnt. Denn mit dem Internet der Dinge wächst auch die Menge der weltweit anfallenden Daten exponentiell. KI-Programme erkennen darin Muster und Gesetzmäßigkeiten und gewinnen so aus riesigen Datenmengen relevante Einzelinformationen, die sie für deren menschliche Nutzer:innen aufbereiten. Dadurch wird es möglich, fundierte Geschäftsentscheidungen datengestützt zu treffen, ohne hierfür erst Millionen Einzeldaten sichten zu müssen. Die KI wird damit zum wichtigen Werkzeug in der Welt der Daten.

Besonders dort, wo Daten schnell verarbeitet und ausgewertet werden müssen, kann KI ihre Stärken ausspielen, etwa beim autonomen Fahren, bei der Steuerung komplexer Industrieanlagen oder bei der Predictive Maintenance, der rechtzeitigen Wartung von Maschinen, bevor sie ausfallen.

Schon bald könnten die ersten Lkw mit Autopiloten ausgerüstet werden, die während langer Autobahnstrecken die Steuerung des Fahrzeuges übernehmen. Ähnlich wie Verkehrspiloten Start und Landung ihres Flugzeuges manuell steuern und dann an die Technik übergeben, würden dann auch Berufskraftfahrer:innen nur die Fahrt vom Startort zur Autobahn und von der Autobahn zum Zielort manuell steuern, während die KI die Strecke dazwischen übernimmt. Auch hier zeigt sich: Die Mobilität der Zukunft ist ohne KI nicht denkbar.

Aber auch bei der Regelung komplexer Energienetze mit Millionen Verbrauchern und Erzeugern oder im Hochgeschwindigkeits-Börsenhandel können künstliche Intelligenzen in Echtzeit Daten auswerten und auf der Basis von gesammelten, digitalen Erfahrungswerten die passenden Entscheidungen treffen.

Die KI wird dem Menschen also besonders dort Arbeit abnehmen, wo die zu verarbeitenden Datenmengen zu groß oder die benötigten Bearbeitungszeiten kurz sind. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Robotik. Dank künstlicher Intelligenz werden beispielsweise sogenannte Cobots einfacher realisierbar. Das sind kooperativ arbeitende Industrie-Roboter, die über ihre Sensoren Menschen in ihrem Umfeld erkennen und ihnen automatisch ausweichen und so auch außerhalb von Einhausungen sicher eingesetzt werden können. Mit KI wird auch der Industrieroboter mobil. Ganz neue Formen der Robotik werden dadurch zukünftig möglich.

Schon bald könnte KI sogar bei strategischen Entscheidungen im Beruf unterstützen und dadurch zu gesteigerter Produktivität führen. Davon waren jüngst rund 77 Prozent der Befragten in einer Studie des US-Softwareunternehmens Citrix überzeugt. Citrix hatte hierfür mehr als 500 Führungskräfte und 1.000 Mitarbeiter:innen in Industrieländern befragt.

 

Vielfalt am Arbeitsplatz

Lange Zeit waren Unternehmen und Personaler:innen bemüht, Teams und sogar ganze Abteilungen bevorzugt mit Mitarbeiter:innen mit ähnlicher Persönlichkeitsstruktur zu besetzen. Die dahinterstehende Annahme war, dass diese Personengruppen besonders reibungslos zusammenarbeiten würden. Jüngere Studien, etwa aus der Raumfahrt, zeigen jedoch, dass heterogene Arbeitsgruppen deutlich mehr Vorteile bieten und gerade unter Stress viel effizienter und konstruktiver interagieren.

Zudem sind divers besetzte Teams oft kreativer und problemorientierter und können beispielsweise neue Absatzmärkte und Zielgruppen besser einschätzen, weil sie selbst ein größeres

Persönlichkeitsspektrum abbilden und sich damit besser in ihre Kundengruppen hineinversetzen können. Eine McKinsey-Studie kommt sogar zu dem Ergebnis: „Unternehmen mit hoher Gender-Diversität haben eine um 25 % und damit signifikant größere Wahrscheinlichkeit, überdurchschnittlich profitabel zu sein.“

Auch in klassischen Männerdomänen wie dem Baugewerbe oder der Logistik nimmt die Diversität zu. Ganz neue Werkzeuge und Maschinen entlasten hier Mitarbeiter:innen von schweren körperlichen Arbeiten, die früher oft allein männlichen Beschäftigten vorbehalten waren.

So schätzt die International Federation of Robotics (IFR), dass im Jahr 2028 weltweit bereits rund 300.000 Exoskelette im Einsatz sein werden, davon etwa 50 Prozent in der Industrie, beispielsweise in der Logistik oder im Automobilbau. Exoskelette oder Roboteranzüge sind am Körper getragene Stützstrukturen mit Elektromotoren, mit denen Menschen auch große Lasten heben können.

Körperkraft oder ein bestimmtes Alter sind dadurch keine relevanten Einstellungskriterien für diese Tätigkeiten mehr. Zugleich steigt durch den Einsatz neuer Technologien die Zufriedenheit der Beschäftigten, weil sie am Arbeitsplatz seltener verschleißbedingte Verletzungen erleiden.

Digitalisierung erfordert Weiterbildung der Mitarbeiter:innen

Nachdem mit dem Personal Computer Anfang der 1980er-Jahre die ersten Arbeitsplatzcomputer in deutschen Büros Einzug fanden, sind rund vierzig Jahre später mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland Computerarbeitsplätze. Auch Tätigkeiten in Landwirtschaft und Produktion werden durch die fortschreitende Digitalisierung und das Internet of Things immer häufiger zu Computerarbeitsplätzen.

Dieser fortschreitende technologische Wandel geht mit einem wachsenden Schulungsbedarf einher: Die Arbeit mit Collaboration-Software, cloudbasierten Office-Anwendungen und leistungsfähigen IT-Systemen benötigt Fortbildungen zur jeweiligen Software und Zusatzqualifikationen wie regelmäßige Security-Awareness-Trainings. Dort vertiefen Beschäftigte Themen wie Datenschutz und IT-Sicherheit für ihre tägliche Arbeit.

Zukunft der Arbeit bedeutet somit auch, dass nicht mehr allein die Ausbildung oder das Studium dauerhaft für den einmal erlernten Beruf qualifizieren. Lebenslanges Lernen wird zur Normalität in der Arbeitswelt – und dies auf allen Ebenen. Für viele Beschäftigte wird die Arbeitswelt dadurch auch durchlässiger. Wer sich regelmäßig weiterqualifiziert, kann im Unternehmen wechselnde Rollen übernehmen und in flacheren Hierarchien schneller aufsteigen, weil nicht mehr allein der vor 20 Jahren erworbene Abschluss das gesamte Berufsleben bestimmt.

Arbeit in der Zukunft: Welche Berufe wird es in Zukunft nicht mehr geben, welche kommen hinzu?

Studien zeigen, dass bisherige industrielle Revolutionen nie zu einem Rückgang der Gesamtzahl der Arbeitsplätze geführt haben. Zwar haben etwa die Erfindung von Dampfmaschine und industrieller Fertigung die Arbeitswelt stark verändert. Auch haben sie Effizienz und Effektivität erheblich gesteigert und viele Berufe wegfallen lassen. Doch gleichzeitig entstanden stets mehr neue Berufe, die sich aus dem Einsatz der neuen Technologien ergaben und der damit einhergehenden wachsenden Nachfrage.

Im Zuge von fortschreitender Industrialisierung und zuletzt auch Computerisierung wuchs beispielsweise die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes von rund 28 Millionen im Jahre 1950 (Bundesrepublik plus DDR) auf heute fast 45 Millionen Beschäftigte.

Der Zukunftsforscher Matthias Horx formulierte es bereits 2015 wie folgt: „Jeder Technologieschub erzeugt eine Rekursion, eine Komplexitäts-Kaskade, die zu gesteigerten Nachfragen und ganz neuen Bedürfnissen führt.“ Aller Voraussicht nach dürfte dies auch für die gerade beginnende vierte industrielle Revolution gelten.

Die Unternehmensberatung Deloitte sieht in ihrer Datenland-Deutschland-Studie „Die Jobs der Zukunft“ daher fünf Trends für die Berufswelt im Jahr 2035:

  1. Die Jobs der Zukunft verlangen mehr Interaktion mit anderen Menschen und Empathie. Diese Aufgaben sind kaum automatisierbar und können somit weiter nur von Menschen übernommen werden.
  2. Es entstehen höher qualifizierte neue Arbeitsplätze durch neue Technologien, während Arbeitsplätze an anderer Stelle wegfallen. Es gibt also auch 2035 einen Mangel an Fachkräften.
  3. Fachkräfte für Gesundheit, Bildung und Führungsaufgaben werden überproportional nachgefragt. Allein der Gesundheitssektor könnte bis 2035 um 26 Prozent wachsen, auch weil die Gesellschaft insgesamt immer älter wird. Ein Großtrend hierbei: Der Umbau vieler Dienstleistungen hin zu eHealth und Telemedizin.
  4. Robotik und Data Analytics sind die Schlüsseltechnologien mit dem größten Einfluss auf die Arbeitswelt.
  5. Zukünftig wird es am Arbeitsplatz weniger Routine geben, dafür wird trotz KI-Unterstützung mehr analytisches Denken benötigt und die menschliche Interaktion nimmt insgesamt zu.

Während also Arbeitsplätze bei einfachen Tätigkeiten in Logistik, Transport, Verwaltung oder Produktion wegfallen werden, wächst zugleich der Bedarf an höher qualifizierten Arbeitskräften in Gesundheit, Bildung, Forschung und Entwicklung sowie in der Informations- und Kommunikationstechnik. Dies verschärft den Fachkräftemangel.

Dieser wachsenden Nachfrage insbesondere nach hochqualifizierten Fachkräften steht jedoch erstmals in Europa ein demographischer Schrumpfungsprozess gegenüber, den auch Einwanderung kaum ausgleichen kann.

Daraus ergibt sich zukünftig auch ein starker Bedarf an Technologien, mit denen sich das immer knappere Gut der menschlichen Arbeitskraft effizienter einsetzen lässt. Kooperative Werkzeuge wie Groupware und cloudbasierte Team-Anwendungen werden dafür immer wichtiger, gerade auch für die wachsende Anzahl virtueller Teams.

Die Zukunft der Arbeit gestalten: Was kommt auf Politik, Unternehmen und Arbeitskräfte zu?

 

Politische Rahmenbedingungen müssen angepasst werden

Wo die Arbeitswelt sich dauerhaft verändert, muss auch die Politik neue Rahmenbedingungen schaffen. Expert:innen fordern eine durchgehende Digitalisierung der staatlichen Verwaltung. Wer etwa ein Gewerbe anmelden oder ein Kraftfahrzeug für das eigene Unternehmen zulassen will, muss dies in der Regel noch immer „analog” tun. In der Corona-Pandemie kam es hierbei teilweise zu monatelangen Wartezeiten auf einen Termin bei der entsprechenden Behörde. Länder wie Spanien, Frankreich und Dänemark sind teils deutlich weiter und bieten viele Verwaltungsdienstleistungen bereits online an.

Bildungsexpert:innen fordern mehr Angebote für das lebenslange Lernen, darunter berufsbegleitende Studiengänge und Qualifizierungen. Mit Bildungsausgaben von rund vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegt Deutschland seit vielen Jahren unter dem Durchschnitt der OECD-Länder und weit hinter Bildungsnationen wie Norwegen, Frankreich oder den USA.

 

Unternehmen: Digital Leadership ist gefordert

Die Zukunft der Arbeit nimmt auch Unternehmen und ihre Führungskräfte in die Pflicht. Digital Leadership ist als neue Art des Führens und Motivierens in der digitalen Arbeitswelt gefragt. Digital Leader müssen ihre Teams agil durch Transformationsprozesse begleiten und auch aus der räumlichen Distanz heraus gut führen.

Gleichzeitig müssen Unternehmen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für diesen immer schnelleren Wandel schaffen und Führungskräften und Mitarbeiter:innen die nötigen Freiheiten lassen, um diese Prozesse voranzutreiben und sich dabei eigenverantwortlich zu organisieren.

 

Arbeitskräfte: Selbstorganisation und Selbstführung nimmt zu

Für Beschäftigte bietet die sich verändernde Arbeitswelt viele neue Chancen. Es entstehen bisher unbekannte Berufsbilder, und etablierte Berufe entwickeln sich weiter. Wie zahlreiche Studien belegen, wachsen allerdings auch die Anforderungen im Beruf: Agilität, Selbstführung, Selbstorganisation und das selbständige Aneignen von Wissen und Kompetenzen werden immer wichtiger. Über UCC halten Beschäftigte Kontakt zu ihren Teams und organisieren damit auch ihre digitalen Geschäftsprozesse.

Im Gegenzug gewinnen die Mitarbeiter:innen mehr persönliche Autonomie und können beispielsweise Arbeitszeiten und Arbeitsort selbst bestimmen und so besser mit ihrem Privatleben in Einklang bringen. „Der Nine-to-five-Job stirbt aus“, titelte jüngst die österreichische Tageszeitung „Der Standard“. Die Zukunft der Arbeit bietet mehr Freiheit und bedeutet zugleich mehr Eigenverantwortung für alle Beteiligten.

Das Wichtigste zur Zukunft der Arbeit in Kürze

  • Hybride Arbeitsmodelle und die Organisation in virtuellen Teams werden auch nach Corona nicht wieder verschwinden.
  • Die Bedeutung von Virtualisierungstechnologien und vernetzter Kommunikation per UCC nimmt im Berufsleben weiter zu.
  • Viele Beschäftigte möchten Arbeitsort und -zeiten selbst organisieren. Dieser Trend wird sich voraussichtlich auch in der Zukunft fortsetzen.
  • Künstliche Intelligenz und Robotik werden in vielen Bereichen den Menschen entlasten und ganz neue Aufgaben übernehmen.
  • Die Politik muss Voraussetzungen für den digitalen Wandel schaffen und dabei auch die staatliche Verwaltung modernisieren. Die Arbeit der Zukunft ist digital.
  • Führungskräfte müssen die Prinzipien der Digital Leadership erlernen und ihre Teams aus der Ferne sicher und agil führen.
  • Zukunft der Arbeit bedeutet für Beschäftigte mehr Eigenverantwortung und Selbstorganisation. Lebenslanges Lernen wird integraler Bestandteil der Arbeitswelt von morgen.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitales-business/digitaler-arbeitsplatz/so-sieht-die-zukunft-der-arbeit-aus-chancen-risiken-trends-und-herausforderungen/

So gelingt digitale Zusammenarbeit!

In virtuellen Teams arbeiten Mitarbeiter:innen an unterschiedlichen Standorten oder aus unterschiedlichen Unternehmen zusammen. Wie virtuelle Teams funktionieren und was Sie als Führungskraft beachten sollten, damit alle Beteiligten motiviert sind und erfolgreich kooperieren, lesen Sie hier.

Teamwork ist wichtiger denn je. Die moderne Arbeitswelt setzt auf Kooperation und vernetztes Arbeiten. Dafür müssen Projektteams heute nicht mehr am gemeinsamen Unternehmensstandort zusammenkommen. Denn Digitalisierung und moderne Kommunikationswerkzeuge machen Mitarbeiter:innen und Projekte mobil.

Längst sind virtuelle Teams deshalb keine Spezialität großer, internationaler Unternehmen mehr. Auch kleine und mittelständische Firmen entdecken die Virtualisierung der Teamarbeit für sich und schätzen deren Vorteile.

 

Definition – Was ist ein virtuelles Team?

Ein virtuelles Team ist eine Gruppe von Personen, die von unterschiedlichen Orten aus an einem gemeinsamen Projekt arbeiten. Ein solches virtuelles Team muss nicht zwingend zum selben Unternehmens gehören. Es kann beispielsweise eine internationale Vertriebsorganisationen aus selbständigen Vertriebspartner:innen sein oder eine Arbeitsgruppe aus externen Expert:innen, Freelancer:innen und selbständigen Berater:innen, die gemeinsam mit Ihnen ein Projekt für Ihr Unternehmens umsetzt.

Kennzeichen eines virtuellen Teams ist dessen hauptsächliche Kommunikation über digitale Medien wie Video- und Telefonkonferenzen sowie über Groupware mittels Chat-, Messenger- und Kommentarfunktionen.

Damit unterscheidet sich das virtuelle Team vom sogenannten kopräsenten oder Präsenzteam, das am selben Arbeitsort arbeitet, sich regelmäßig dort trifft und sich hauptsächlich im persönlichen Dialog oder in Präsenz-Konferenzen abstimmt und häufig auch in der Unternehmenshierarchie eine feste Einheit bildet.

Arbeitet ein Teil eines Teams zusammen in einem Büro in Präsenz, während die weiteren Teammitglieder virtuell verbunden sind, wird vom hybriden Team gesprochen. Arbeiten hingegen einzelne Mitglieder Ihres Teams mal von zu Hause aus und mal im Büro, so wird dies auch als hybrides Arbeiten bezeichnet.

Vorteile und Herausforderungen digitaler Zusammenarbeit

Mit der weltweiten Vernetzung der Arbeitswelt wächst auch die Anzahl virtueller Teams.  Die Virtualisierung von Arbeitsgruppen kann auch für Ihr Unternehmen viele Vorteile bringen:

  • Für größere Projekte müssen Sie Mitarbeiter:innen nicht mehr von einem Standort an einen anderen Standort abordnen. Diese arbeiten einfach von ihrem bisherigen Arbeitsort im virtuellen Team mit den Kolleg:innen am Projektstandort zusammen.
  • Externe Mitarbeiter:innen und Spezialist:innen können Sie über virtuelle Teams schneller in Ihre Unternehmensstrukturen und Projekte einbinden und müssen Ihnen vor Ort keine Arbeitsplätze einrichten oder Reise- und Unterkunftskosten übernehmen.
  • Unternehmen mit vielen Standorten werden durch virtuelle Teams flexibler. Sie können Spezialwissen und freie Ressourcen Ihrer Mitarbeiter:innen überall dort einsetzen, wo sie diese gerade benötigen. Auch kleinere, standortübergreifende Projekte können sie so leichter und mit weniger Vorlauf realisieren.
  • Mitarbeiter:innen arbeiten und wohnen dort, wo ihr Lebensmittelpunkt ist. Sie müssen nicht mehr an den jeweiligen Unternehmensstandort ziehen. So finden auch Firmen aus strukturschwachen Regionen leichter Fachkräfte und haben Zugang zum nationalen oder globalen Arbeitsmarkt.
  • Immer mehr Unternehmen mit überregionalen Absatzmärkten koordinieren den dezentralen Einsatz ihrer Mitarbeiter:innen in Vertriebs- und Serviceorganisationen über virtuelle Teams. Das spart Kosten und Aufwand. Arbeitszeit wird effizienter genutzt, weil weniger Reisezeiten für Teammeetings anfallen.
  • Über virtuelle Teams können Sie leichter Menschen aus unterschiedlichen Ländern oder Kulturkreisen in gemeinsamen Projekten zusammenbringen. So bündeln Sie globales Fachwissen und Kreativität. Gleichzeitig können Sie leichter Produkte und Dienstleistungen für deren Heimatmärkte entwickeln, weil Ihnen das Wissen über diese Märkte im Team aus erster Hand zur Verfügung steht.

Die digitale Zusammenarbeit bringt neue Herausforderungen mit sich. Dies sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie virtuelle Teams in Ihrem Unternehmen aufbauen möchten:

  • Am Anfang müssen Sie mit höheren Kosten für neue Technik rechnen, beispielsweise für Videokonferenzsysteme, Cloudspeicher oder zusätzliche Homeoffice-Arbeitsplätze für Beschäftigte, die regelmäßig von zu Hause aus arbeiten. Langfristig egalisieren sich diese Kosten durch Einsparungen an anderer Stelle, beispielsweise durch weniger benötigten Büroraum und eingesparte Server-Infrastruktur, weil immer weniger Mitarbeiter:innen im Büro arbeiten.
  • Arbeiten auf Distanz verlangt ein hohes Maß an Selbständigkeit und Selbstorganisation. Es gibt weniger persönliche Kontakt zu Kolleg:innen als bei der klassischen Präsenzarbeit im Büro. Nicht alle Mitarbeiter:innen möchten deshalb virtuell arbeiten. Wählen Sie für virtuelle Teams möglichst nur Personen aus, die mit dieser Organisationsform auch gut zurechtkommen.
  • Fehlende oder unzureichende Kommunikation kann aus der Distanz leichter zu Missverständnissen, Problemen und Konflikten führen. Für virtuelle Teams benötigen Sie deshalb Führungskräfte, die mit dieser Form der Zusammenarbeit bereits Erfahrung haben und aus der Distanz gut führen und bei Schwierigkeiten vermitteln können.
  • Das Teambuilding in virtuellen Teams kann mehr Zeit benötigen und aufwändiger sein als in Präsenzteams, die sich ab dem ersten Tag regelmäßig vor Ort sehen.
  • Die Zusammenarbeit in internationalen Teams mit sehr unterschiedlichen Zeitzonen, Ferienzeiten und Feiertagen kann herausfordernd sein. Entscheidungen oder Rückmeldungen liegen oft erst am Folgetag vor.
  • Virtuelle Teams sind auf eine problemlos funktionierende technische Infrastruktur angewiesen: Internet, Cloudspeicher, Telefonanlagen und Videokonferenzsysteme müssen rund um die Uhr mit ausreichender Bandbreite zur Verfügung stehen. Denn bei Ausfällen ist keine Abstimmung im direkten Dialog auf dem Büroflur möglich.

Virtuelle Teamarbeit mit Collaboration-Tools effizient gestalten

Die Qualität Ihrer digitalen Werkzeuge ist entscheidend für Erfolg und Effizienz Ihrer virtuellen Teams. Für die vernetzte Arbeit benötigen Sie:

 

Collaboration- und Projektmanagement-Programme

Mit Kommunikations- und Collaboration-Tools wie Slack, Microsoft Teams, Fleep oder Google Hangouts und Google Meet vernetzen Sie sich im virtuellen Team miteinander per Chat, Videokonferenz und Messenger. Achten Sie darauf, dass Ihre Collaboration-Tools intuitiv bedienbar und übersichtlich sind. Außerdem sollte die Software eine leistungsfähige Suchfunktion bieten. Nur wenn Ihre Teammitglieder wichtige Ankündigungen, Dokumente und Chatverläufe auch nach längerer Zeit noch leicht wiederfinden, bleiben diese Informationen im Team präsent.

Virtuelle Teams nutzen meist dieselben Projektmanagement-Methoden und -Frameworks wie Präsenzteams und hybride Teams. Beliebt sind agile Systeme wie Kanban, Scrum und Scrumban. Mit Tools wie Trello, Jira oder Microsoft Project organisieren Sie Ihre Projekte. Achten Sie darauf, dass alle Teammitglieder immer die aktuellsten Projektübersichten online einsehen können.

 

Gemeinsame Datenspeicher und ausreichende Rechenleistung

Für die Teamarbeit benötigen Ihre Mitarbeiter:innen gemeinsame IT-Ressourcen, die von allen beteiligten Standorten schnell und verzögerungsfrei erreichbar sind. Ideal hierfür ist eine Private-Cloud, die in einem Rechenzentrum mit schneller Backbone-Anbindung gehostet wird. Sie verbindet maximale Sicherheit mit sehr guter Erreichbarkeit. So haben auch Ihre auswärtigen Mitarbeiter:innen schnellen Zugriff auf Ihre gemeinsame Daten.

Bedenken Sie, dass der allgemeine Datenverkehr stetig zunimmt. Wenn einzelne Standorte bei steigenden Datenvolumen nur noch mit Verzögerung auf Zeitpläne, 3D-Entwurfsdaten oder Projektpläne zugreifen können, werden die dortigen Mitarbeiter:innen möglicherweise lokale Kopien dieser Daten erstellen. Durch die Arbeit mit lokalen Versionen wichtiger Teamdaten entstehen schnell Inkonsistenzen. Aktualisierungen und Änderungen gehen verloren, wenn diese nicht korrekt mit den Originaldaten synchronisiert werden.

 

Video- und Telefonkonferenzsysteme

Regelmäßige Online-Teammeetings sind sehr wichtig für virtuelle Teams. Schaffen Sie mit geeigneten Video- und Telefonkonferenzsystemen eine Infrastruktur für Ihre Besprechungen. Hybride Videokonferenzen mit Teilnehmer:innen in einem Konferenzraum und weiteren per Video zugeschalteten Gesprächteilnehmer:innen stellen besonders hohe Anforderungen an die Technik. So müssen alle Teilnehmer:innen im Raum gut per Video sicht- und hörbar sein, auch dann wenn sie weiter hinten sitzen. Umgekehrt dürfen die Mikrofone im Raum keine Rückkopplungen und kein Echo erzeugen. Daher sollten Sie hier möglichst auf professionelle Videokonferenzsysteme setzen, die all dies berücksichtigen.

Events für virtuelle Teams

New Work verändert die Arbeitswelt. Immer mehr Berufstätige bestimmen ihre Arbeitszeiten und ihren Arbeitsort heute selbst. Homeoffice und mobiles Arbeiten nehmen zu. Rund ein Viertel der Beschäftigten war auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie zumindest zeitweise im Homeoffice.

Nach Schätzungen der Unternehmensberatung McKinsey könnte sich der Anteil der mehrheitlich oder ganz von zu Hause aus Arbeitenden in Deutschland auch zukünftig auf diesem Niveau einpendeln. Zugleich erwartet McKinsey einen Rückgang der Dienstreisen um 20 Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Niveau.

Damit sinkt die Anzahl der persönlichen Kontakte im Arbeitsleben. Video- und Telefonkonferenzen werden immer wichtiger. Auch virtuelle Teams organisieren einen Großteil ihrer Events digital. Dabei sollten Sie folgende Punkte beachten:

 

Teambuilding durch Events

Beginnen Sie jedes neue Projekt mit einem Kick-Off-Meeting. Wenn möglich, sollte dieses Kick-Off-Meeting in Präsenz stattfinden, damit sich alle Teilnehmer:innen zumindest einmal persönlich begegnen können und sich kennenlernen. Das erleichtert die spätere Zusammenarbeit in den Meetings per Videokonferenz.

Aber auch mit virtuellen Teamevents oder virtuellen Teambuilding-Programmen können Sie das Wir-Gefühl und die Motivation in Ihrer virtuellen Arbeitsgruppe erhöhen. Inzwischen gibt es hierfür ein reichhaltiges Angebot auf dem Markt. Die Palette reicht von gemeinsamen Wein- oder Teeverkostungen bis hin zu Koch- und Weihnachtsbackkursen auf Distanz. Natürlich können Sie auch eigene Maßnahmen entwickeln. Weiter unten im Artikel finden Sie Empfehlungen für Team-Spiele, mit denen Sie die Zusammenarbeit auflockern.

 

Regelmäßige Teambesprechungen

Terminieren Sie Ihre Teambesprechungen immer so, dass auch Teammitglieder aus anderen Zeitzonen bequem daran teilnehmen können. Ist Ihr virtuelles Team über die gesamte Welt verteilt, setzen Sie für die einzelnen Regionen separate Besprechungstermine an und stellen Sie Aufzeichnungen der Besprechungen in Ihrer Cloud online, sodass sich die anderen Gruppen diese später ansehen können. Manche Firmen arbeiten stattdessen mit wöchentlich wechselnden Anfangszeiten für die Teamkonferenzen. So ist keine Weltregion dauerhaft benachteiligt.

 

Ergebnisse schriftlich knapp zusammenfassen

Fassen Sie die Ergebnisse aller Teambesprechungen immer noch einmal in Stichpunkten zusammen und stellen Sie diese Zusammenfassungen allen Teammitgliedern zur Verfügung. So gehen keine Informationen verloren.

 

Sprechen Sie regelmäßig mit allen Teammitgliedern

In virtuellen Teams können Sie nicht morgens durch Ihre Abteilung gehen und alle Mitarbeiter:innen persönlich begrüßen. Finden Sie daher andere Formen des sozialen Austausches. Sprechen Sie als Führungskraft regelmäßig mit allen Mitgliedern Ihres virtuellen Teams, beispielsweise in kurzen Face-2-Face-Videokonferenzen. Fragen Sie nach, was gut läuft und wo es möglicherweise Probleme gibt.

New Work und die Arbeit in virtuellen Teams bedeuten mehr Freiheit und Autonomie bei der Arbeitsorganisation. Für manche Mitarbeiter:innen kann gerade dies jedoch auch eine Belastung sein. Steuern Sie rechtzeitig nach, wenn Mitglieder Ihres Teams mit ihrem jeweiligen Arbeitspensum oder den Rahmenbedingungen Schwierigkeiten haben oder mit anderen Arbeitsmodellen besser zurechtkommen.

Virtuelle Spiele für Teams

Sie möchten sich bei Ihrem virtuellen Team für das Erreichen eines wichtigen Projektmeilensteins bedanken oder sich einfach gemeinsam von einer anstrengenden Arbeitswoche erholen? Online finden Sie zahlreiche Teamspiele für virtuelle Teams. Auch hierbei gibt es sowohl Angebote mit Teambuilding-Anspruch als auch solche, bei denen vor allem die gemeinsame Unterhaltung im Vordergrund steht. Außerdem haben Sie die Wahl zwischen extern moderierten Inhalten und Spielen, die Sie selbst moderieren.

Escapespiele sind sehr beliebte Teamevents besonders für kleine und mittelgroße Teams. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Online-Escapegames wie Trouble Travel von spielproviel oder die Online-Escape-Rooms von 4Walls Escape Team.

Auch für klassische Videokonferenz-Programme finden Sie mittlerweile eine Vielzahl von Spielideen und Spielerweiterungen für auflockernde Teamevents. Für einige brauchen Sie nur einen Stift und einen Flipchart, beispielsweise für Ratespiele wie Montagsmaler. Andere Spiele finden Sie bereits vorbereitet in den Marketplaces Ihrer Videokonferenzsoftware, beispielsweise Bingo! oder Boggle für Zoom.

Oder setzen Sie doch einfach selbst eine Spielsession auf, indem Sie an allen Standorten Ihres Teams eine Spielkonsole aufstellen und gemeinsam „Mario Cart “auf der Nintendo Switch oder „Wer wird Millionär“ auf der Playstation spielen. Hierfür können Sie auch wieder Beamer und Lautsprecher Ihres Videokonferenzsystems mitbenutzen.

Das Wichtigste zu virtuellen Teams in Kürze

  • Virtuelle Teams führen die Sach- und Fachkompetenz Ihrer Mitarbeiter:innen und externer Expert:innen auch über große Distanzen zusammen.
  • Mit den passenden Collaboration-Tools und Speicherlösungen wie einer Private-Cloud setzen Sie die passende Infrastruktur für ihre virtuellen Teams auf.
  • Mit Videokonferenzsystemen und Standortvernetzung bei Internet und Festnetz optimieren Sie die Kommunikation innerhalb Ihrer virtuellen Teams sowie zwischen Ihren Unternehmensniederlassungen.
  • Mit virtuellen Teams nutzen Sie Ressourcen in Ihrem Unternehmen effizienter und sparen Reisekosten.
  • Führungskräfte von virtuellen Teams sollten bereits Erfahrung mit dieser besonderen Form der Zusammenarbeit haben.
  • Digitales Teambuilding und regelmäßige Teamevents verbessern Motivation und Effizienz in Ihren virtuellen Teams.
  • Auf dem Markt gibt es bereits ein großes Angebot an Teambuilding-Events und an Spielen speziell für virtuelle Teams.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitales-business/digitaler-arbeitsplatz/virtuelle-teams-richtig-fuehren-so-gelingt-die-digitale-zusammenarbeit/

Sicherer Videokonferenzen – so geht´s!

Die regelmäßige Besprechung mit dem Projektteam, Online-Beratungen von Kund:innen oder die große Zusammenkunft eines ganzen Unternehmens – viele Meetings finden im Arbeitsalltag mittlerweile per Videokonferenz statt. Doch sind sie auch immer sicher? Nehmen vielleicht ungebetene Gäste daran teil? Gelangen betriebliche Dokumente oder vertrauliche Informationen plötzlich in die falschen Hände? Haben Sie Ihre Videokonferenz nicht entsprechend abgesichert, kann dies schneller passieren als Ihnen lieb ist.

Ob Microsoft Teams, Zoom oder Cisco Webex – Unternehmen nutzen Videokonferenz-Anwendungen heute regelmäßig. Dabei tauschen sich Kolleg:innen, Firmen und Kund:innen unter- und miteinander aus. Nicht selten kommen dabei vertrauliche Dinge zur Sprache oder wechseln Dateien mit sensiblen Geschäftsinformationen die Besitzer:innen. Diese sollten allerdings in keine falschen Hände gelangen.

Passiert dies doch, kann Ihnen mehr als nur ein Gesichtsverlust drohen: Im schlimmsten Fall können Kriminelle Ihr Unternehmen mit diesem Wissen erpressen, erlangen konkurrierende Unternehmen Kenntnis über Ihre Geschäftsstrategie oder veröffentlichen Hacker:innen Leaks zu geplanten Produkten. Diesen Angriffen sind Sie allerdings nicht schutzlos ausgeliefert – mit entsprechenden Maßnahmen können Sie Ihre Videokonferenzen gut dagegen schützen.

Wie genau Sie sichere Videokonferenzen abhalten und welche Dinge dabei eine wichtige Rolle spielen, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Wie sicher sind Videokonferenz-Tools?

Videokonferenz-Tools kommen sowohl von kleinen teaminternen Besprechungen bis hin zu großen internationalen Konferenzen zum Einsatz. Unabhängig von spezifischen Funktionen der Tools sollten sie den Schutz der ausgetauschten Daten in Wort, Bild und Text für den geschäftlichen Einsatz unbedingt gewährleisten.

In diesem Zusammenhang sollten Sie sich viele Fragen stellen – hier nur die wichtigsten: Verschlüsselt die Anwendung die Gespräche? Was und wo speichert der Anbieter die Bild- und Audiodaten? Befinden sich die Server des Anbieters innerhalb des Geltungsbereichs der Europäischen Union, in der die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt?

Diese grundlegenden Funktionen sollte die in Ihrem Unternehmen genutzte Anwendung bieten, wenn Sie die Durchführung einer sicheren Videokonferenz gewährleisten wollen:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Im geschäftlichen Kontext reicht ein SSL-Zertifikat zur Verschlüsselung nicht aus. Stattdessen sollten Sie für eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Datenübertragung (Video/Audio/Text) und der übertragenen Daten (Dateien) sorgen.
  • Datenschutz: Achten Sie darauf, dass der Anbieter seine Rechenzentren im Inland oder EU-Ausland bietet und keine Informationen an Dritte weiterleitet, um eine Konformität mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu gewährleisten. Gerade beim Umgang mit Daten von Kund:innen innerhalb von Cloud-Anwendungen ist dies eine gesetzliche Voraussetzung.
  • Verschleierung des Hintergrunds: Die Videokonferenzanwendung sollte Möglichkeiten zur Unkenntlichmachung des Bildhintergrunds liefern, um Geschäftsräume zu schützen und die Privatsphäre im Homeoffice zu garantieren. Die meisten Programme bieten eine Funktion zum Verwischen oder zum Einstellen alternativer Bildhintergründe.
  • Beschränkter Zugang: Das Konferenz-Tool sollte eine eindeutige Meeting-ID für eine Konferenz bereitstellen, die nur autorisierten Benutzer:innen und eingeladenen Gästen bekannt ist.
  • Passwortschutz: Ein Passwortschutz bietet zusätzliche Sicherheit, damit nur diejenigen, die sich mit dem korrekten Passwort einloggen, an der Konferenz teilnehmen können.

So bereiten Sie eine sichere Videokonferenz vor

Nicht nur die Wahl der richtigen Anwendung sorgt für eine sichere Videokonferenz. Unabhängig davon, ob Sie Gastgeber:in oder Gast sind, sollten Sie dafür Sorge tragen, dass Ihre IT-Infrastruktur  die Voraussetzungen erfüllt, um eine sichere Konferenz durchzuführen. Damit erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit signifikant, dass die besprochenen Inhalte und ausgetauschten Daten einzig bei denjenigen verbleiben, die an der Konferenz teilnehmen.

 

Internetverbindung

Stellen Sie sicher, dass Ihr Endgerät über eine sichere Verbindung mit dem Internet verfügt. In einem Firmennetzwerk sind Ihre IT-Administrator:innen dafür verantwortlich, dass die Verbindungen aller Geräte des Unternehmens nach außen abgesichert sind.

Nehmen Sie allerdings aus dem Homeoffice an der Konferenz teil, stellen Sie sicher, dass Ihr verwendetes Netzwerk durch einen passenden Netzwerkschlüssel geschützt ist, am besten mit dem modernen WPA3-Standard. Möchten Sie über ein öffentliches Netzwerk an einer Videokonferenz teilnehmen, bietet sich die Verwendung einer VPN-App an. Diese sichert ihr Mobilgerät gegenüber anderen Nutzer:innen im Netzwerk ab, etwa in einem Hotel oder am Flughafen.

 

Sicherer Router

Auch bei dem verwendeten Router sollte Ihre IT-Abteilung dafür Sorge tragen, dass Hard- und Software dem neuesten Stand entsprechen. Sind Sie im eigenen Büro oder im Homeoffice selbst dafür verantwortlich, überprüfen Sie, ob Ihr (WLAN-)Router über die neueste Firmware-Version verfügt. Meist aktualisieren sich die Geräte automatisch, doch wenn die Updatefunktion deaktiviert ist, bieten mitunter nicht behobener Schwachstellen im Code der Firmware Einfallsmöglichkeiten für Schadprogramme und Kriminelle.

Auch die Aktivierung der Firewall des Routers sollte obligatorisch sein, falls der Router kein Subnetzwerk in einer größeren Infrastruktur verwaltet. Dann ist das Gesamtnetzwerk meist global abgesichert und eine weitere Firewall ist gewöhnlich nicht notwendig.

 

Weitere Sicherheitsmaßnahmen

Daneben können Sie weitere Maßnahmen ergreifen, die mit den bereits genannten zusammenhängen und vor allem die Sicherheit Ihrer verwendeten Geräte und Software erhöhen.

Dazu gehört beispielsweise ein aktueller Viren- und Malwarescanner, um etwaige Schadprogramme auf Ihrem Gerät bereits vor der Konferenz zu beseitigen. Auch die Sicherheitseinstellungen Ihres Betriebssystems und gegebenenfalls Ihres Browsers können Sie vorab überprüfen, um unsichere Einstellungen zu beheben.

Sicherheitsmaßnahmen für Gastgeber:innen

Als Gastgeber:in kommt Ihnen die größte Verantwortung für eine sichere Videokonferenz in einem geschäftlichen Umfeld zu. Haben Sie die oben ausgeführten Voraussetzungen im Hinblick auf technische Aspekte erfüllt, obliegt Ihnen auch die Durchführung und Moderation der Konferenz. Dabei gilt es neben den gängigen Verhaltensregeln auch Dinge zu beachten, die die Sicherheit der Zusammenkunft und der darin behandelten Inhalte erhöhen.

 

Warteraumfunktion nutzen

Die Warteraumfunktion dient Gastgeber:innen zur Festlegung der Personen, die Einlass in die Konferenz erlangen dürfen. So können Sie nicht nur einzelne Teilnehmer:innen begrüßen, sondern sich auch vergewissern, ob es sich tatsächlich um die eingeladenen Personen handelt. Ungebetene Gäste können Sie dagegen direkt aus dem Warteraum entfernen, ohne dass sie Zugang zur Konferenz erlangen.

Professionelle Videokonferenzprogramme bieten die Funktion unter der Bezeichnung „Warteraum“ oder „Lobby“ an. In manchem Fällen können Sie den Warteraum direkt nach dem Start im Fenster der Konferenz an- und ausschalten, bei anderen Anwendungen müssen Sie die Funktion in den Einstellungen aktivieren.

Microsoft Teams etwa bietet bei den „Benutzeroptionen“ mehrere Möglichkeiten, Gäste den Warteraum nutzen oder umgehen zu lassen. Sie können dies vorab bei der Terminierung oder innerhalb der bereits gestarteten Besprechung durchführen.

 

Meeting für weitere Nutzer:innen sperren

Wenn Sie alle Teilnehmer:innen überprüft und begrüßt haben, können Sie mit dem Meeting beginnen. Zuvor sollten Sie jedoch das Meeting sperren. Damit schließen Sie aus, dass ungebetene Gäste im Nachhinein zum Meeting dazustoßen. Manche Programme bieten auch einen Timer an, der die Videokonferenz zum Beispiel zehn Minuten nach Beginn sperrt. So können Personen, die wenige Minuten zu spät kommen, dennoch daran teilnehmen.

Auch hier unterscheiden sich die Programme nur leicht voneinander: Zoom beispielsweise bietet die Sperrung unter der Option „Sicherheit“, bei Teams hingegen befindet sich die Funktion bei den Einstellungen der Liste der Teilnehmer:innen. Sie können das Meeting bei Bedarf auf die gleiche Weise wieder entsperren.

 

Passwortschutz

Generell sollten Sie Informationen zu Ihrer Videokonferenz nirgends öffentlich teilen, damit Unbefugte keinerlei Kenntnis davon erlangen. Obligatorisch sollte in diesem Zusammenhang auch der Passwortschutz sein: Haben Sie die Meeting-ID für Ihre Videokonferenz verschickt, können sich nur Gäste anmelden, die über das zugehörige Passwort verfügen. Sie sollten das Passwort ebenfalls nur per E-Mail oder über einen sicheren Messenger verschicken.

So sorgen Teilnehmer:innen für eine sichere Videokonferenz

Die Sicherheit einer Videokonferenz hängt zwar in erster Linie von den Gastgeber:innen ab, aber auch die Teilnehmer:innen können etwas dazu beitragen. Generell sollten Sie zunächst die oben genannten Hinweise vor jeder Videobesprechung beachten. Daneben können Sie weitere Maßnahmen ergreifen, um für eine sichere Videokonferenz zu sorgen.

 

Datenschutz

Gehen Sie vertrauensvoll mit der Einladung zu einer Videokonferenz um, indem Sie keine Daten (Uhrzeit, Meeting-ID, Passwort), Screenshots und Mitschnitte über unsichere Kanäle weiterleiten oder gar veröffentlichen. Darunter fallen beispielsweise private Messenger-Programme ohne Verschlüsselung sowie Postings auf Social-Media-Webseiten.

 

Hintergrund anpassen

Egal, ob am Arbeitsplatz im Unternehmen oder im Homeoffice: Sie sollten anderen Teilnehmer:innen keinen Einblick in Ihren aktuellen Aufenthaltsort verschaffen. Unruhige Hintergründe lenken nicht nur ab, eventuell finden sich auch private und geschäftliche Dinge im Raum oder Personen laufen durch das Bild. Vor allem bei der Teilnahme aus öffentlichen Räumen wie einer Hotellobby oder dem Wartebereich eines Flughafens sollten Sie den Hintergrund anpassen.

Videokonferenz-Anwendungen bieten zu diesem Zweck die Möglichkeit, den Hintergrund durch vorgefertigte oder eigene Bilder zu ersetzen. Alternativ können Sie auch die Verwischfunktion des Programms nutzen – Endgeräte mit älteren und schwächeren Prozessoren könnten damit aber Probleme bekommen.

Herausforderungen für sichere Videokonferenzen

Videokonferenzen sind in Unternehmen spätestens seit der Corona-Pandemie zu einem regelmäßigen und effektiven Mittel der Kommunikation geworden. Obwohl sie in den meisten Fällen nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel in der Zusammenarbeit darstellen, bleiben bestimmte Herausforderungen für die Umsetzung sicherer Videokonferenzen bestehen.

Sie sollten aus diesem Grund die folgenden Aspekte im Blick behalten, um die Sicherheit Ihrer Videokonferenzen auch künftig zu gewährleisten:

  • Passende Hardware: Ihre verwendete Hardware sollte stets den aktuellen Ansprüchen genügen. Dazu zählen Rechner und Mobilgeräte, Kameras, Mikrofone und Lautsprecher. Professionelle Videokonferenzsysteme für größere Zusammenkünfte sollten von den zuständigen Personen in Ihrem Unternehmen entsprechend gewartet werden.
  • Geeignete Software: Ändern sich die Anforderungen Ihres Unternehmens an Videokonferenzen, etwa weil Sie eine größere Zahl an Teilnehmer:innen integrieren möchten oder die Einbindung in eine größere IT-Infrastruktur benötigen? Überprüfen Sie, ob die aktuelle Software Ihren künftigen Sicherheitsanforderungen genügt und entscheiden Sie sich gegebenenfalls für ein alternatives Videokonferenz-Tool.
  • Anbieter: Auch den Anbieter der verwendeten Software sollten Sie im Auge behalten. Ändert er bestimmte Voraussetzungen hinsichtlich des Angebotsumfangs, der bereitgestellten Funktionen oder Cloud-Ressourcen? Ist die Compliance-Policy auch für Ihre künftigen Ansprüche geeignet?
  • Internetverbindung: Mit höheren Anforderungen seitens der Hard- und Software geht ein mitunter deutlich höheres Datenvolumen einher, das Sie über die Internetleitung Ihres Unternehmens austauschen. Steht Ihnen dafür genügend Bandbreite im Netzwerk zur Verfügung?
  • Sicherheitseinstellungen: Sie oder Ihre IT-Administrator:innen sollten regelmäßig dafür Sorge tragen, dass die Netzwerk- und Gerätesicherheit Ihres Unternehmens den aktuellen Anforderungen gewachsen ist. Gleichzeitig dürfen beschränkende Maßnahmen und Regeln aber Ihre Videokonferenzen und den dort stattfindenden Austausch von Daten nicht verhindern, wie etwa eine zu streng definierte Firewall.

 

Sichere Videokonferenzen: Das Wichtigste in Kürze

  • Die Sicherheit von Videokonferenzen kann für Ihr Unternehmen enorme Bedeutung haben. Bei unzureichenden Vorkehrungen und Datenlecks können Ihnen neben Ansehensverlusten und Datenschutzverletzungen auch massive wirtschaftliche Schäden drohen.
  • Sichere Videokonferenz-Tools für Unternehmen bieten eine Ende-zu-Ende-Datenverschlüsselung, Datenschutz nach DSGVO-Norm sowie weitere manuelle Sicherheitsfunktionen.
  • Teilnehmer:innen einer geschäftlichen Videokonferenz sollten für eine sichere Internetverbindung, ein abgesichertes Netzwerk und Malware-freie Endgeräte sorgen.
  • Als Gastgeber:in sollten Sie eindeutige Meeting-IDs mit Passwortschutz vergeben, die Warteraumfunktion Ihres Konferenz-Tools nutzen und die Konferenz wenige Minuten nach dem Beginn für weitere Teilnehmer:innen sperren.
  • Während der Konferenz sollten sämtliche Teilnehmer:innen für ausreichenden Datenschutz der geteilten Informationen und für einen verschleierten Hintergrund ihrer Bildansicht sorgen.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitales-business/digitaler-arbeitsplatz/so-halten-sie-sichere-videokonferenzen-ab-alles-zum-thema-datenschutz/

Zwei-Faktor-Authentifizierung – was steckt dahinter ?

In den Anfangsjahren des Internet schützten sich Internetportale und Nutzer:innen ihre Onlinekonten vor unberechtigten Zugriffen meist durch simple Abfrage eines Nutzernamens und eines Passworts. Doch längst habe Cyberkriminelle Mittel und Wege gefunden, um diese Zugangsdaten abzugreifen und sich dadurch Zugang zu sensiblen Daten zu verschaffen. Die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) soll dies verhindern. Was 2FA ist, wie sie funktioniert und warum Ihr Unternehmen sie unbedingt einsetzen sollte, lesen Sie in diesem Beitrag.

Was ist Zwei-Faktor-Authentifizierung?

Warum reicht ein Passwort nicht?

Bevor wir uns mit der Frage „Was ist eine Zwei-Faktor-Authentifizierung?“ oder „Was ist 2FA?“ beschäftigen, sollten wir überlegen, warum die Sicherheit Ihrer Onlinekonten so wichtig ist.

Die Antwort: Ein großer Teil des Berufslebens spielt sich mittlerweile auf mobilen Geräten wie Notebooks oder Smartphones ab. Daher ist es kein Wunder, dass unsere digitalen Konten zu einem sprichwörtlichen Magneten für Kriminelle geworden sind.  Angriffe auf Accounts von Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen nehmen rasant zu.

Vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Krisen hat die Zahl sogar zugenommen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) spricht sogar von einer „Zuspitzung der IT-Sicherheitslage“ für Deutschland.

Auch Unternehmen melden vermehrt Angriffe auf ihre IT- und Produktionsstrukturen. Cyberangriffe auf Datenbanken und Maschinen bedrohen die Existenz sowohl kleiner Firmen als auch ganzer Konzerne.

Cyberangriffe betreffen nicht nur große Unternehmen

In den letzten Jahren ist die Zahl der Webseiten massiv gestiegen, die persönliche Daten ihrer Nutzer:innen „verlieren“. Da Cyberkriminelle technisch weiter aufrüsten, stellen immer mehr Unternehmen fest, dass ihre häufig veralteten Sicherheitssysteme den modernen Bedrohungen und Angriffen nicht gewachsen sind.

Von technischen Unzulänglichkeiten abgesehen ist es manchmal aber auch menschliches Versagen, das die IT-Systeme von Unternehmen angreifbar macht. Ein Beispiel: Eine bei Kriminellen beliebte Methode ist es, eine Schadsoftware auf einen USB-Stick zu kopieren und beispielsweise hinter einer Bild- oder Tondatei zu verstecken. Diesen USB-Stick legen die Täter:innen auf einen Firmenparkplatz.

Ein:e Mitarbeiter:in des Unternehmens findet den USB-Stick, nimmt ihn mit ins Büro und schließt ihn aus Neugier an den Büro-Rechner an. Das Unheil nimmt seinen Lauf: Beim Aufrufen der auf dem USB-Stick hinterlegten Datei installiert sich eine Schadsoftware auf dem Rechner. Danach verbreitet sich die Schadsoftware und befällt immer mehr Rechner.

Die Folgen eines erfolgreichen Cyberangriffs sind oft weitreichend spürbar. Stehlen Kriminelle beispielsweise vertrauliche Daten, kann das Vertrauen der Kund:innen in Ihr Unternehmen Schaden nehmen.

Und es ist nicht nur das Vertrauen, das beschädigt wird: Alle Arten von Organisationen können schwere finanzielle und rufschädigende Verluste erleiden: globale Unternehmen, kleine Firmen, Start-ups und sogar gemeinnützige Organisationen.

Für Verbraucher:innen können die Nachwirkungen eines gezielten Hacks oder Identitätsdiebstahls ebenfalls unangenehme Folgen haben. So verwenden Kriminelle gestohlene Zugangsdaten, um damit Kreditkarten zu fälschen. Begeben sich die Kriminellen nun mit einer gefälschten Kreditkarte auf „Einkaufstour“, schädigen sie die Kreditwürdigkeit der tatsächlichen Karteninhaber:innen. Darüber hinaus können Kriminelle ganze Bank- und Kryptowährungskonten plündern.

Doch Unternehmen können ihre Benutzerkonten durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zusätzlich schützen. Wie 2FA funktioniert, erklärt der folgende Abschnitt.

2FA: So funktioniert sie

2FA ist eine zusätzliche Sicherheitsebene. Mit ihr können Sie sicherstellen, dass Personen, die versuchen, Zugang zu einem Onlinekonto zu erhalten, auch die sind, für die sie sich ausgeben. Zur Identifikation geben Nutzer:innen ihren Namen und ein Passwort ein. Dann müssen sie, anstatt sofort Zugang zu erhalten, eine weitere Information angeben. Dieser zweite Faktor kann aus einer der folgenden Kategorien stammen:

  • Etwas, das nur Sie wissen: (Wissensfaktor): Dies kann eine persönliche Identifikationsnummer (PIN), ein Passwort, Antworten auf geheime Fragen oder ein bestimmtes Tastendruckmuster sein.
  • Etwas, das nur Sie haben (Besitzfaktor): Normalerweise haben Nutzer:innen etwas zur Identitätsbestätigung in ihrem Besitz, zum Beispiel eine Kreditkarte oder ein Smartphone.
  • Etwas, das Sie sind (Authentifizierungsfaktor): Diese Kategorie ist technisch fortgeschrittener. Hier werden die Nutzer:innen mithilfe ihres Fingerabdrucks, ihres Iris- oder Gesichts-Scans oder mit ihrem Stimmabdruck identifiziert.

Bei einer 2FA können Kriminelle die Konten Ihrer Kunden oder Mitarbeiter:innen nicht mithilfe nur einer dieser Faktoren entsperren. Selbst, wenn das Passwort gestohlen wird oder das Telefon Ihre:r Kund:in verloren geht, ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine andere Person in den Besitz aller  2-Faktor-Informationen kommt.

Gängige 2FA-Arten

Wenn eine von Ihnen genutzte oder gehostete Webseite nur ein Passwort erfordert und keine 2FA anbietet, bietet sie unnötig viel Angriffsfläche für Cyberangriffe.  Ihre oder die persönlichen Daten Ihrer Kund:innen sind hier nicht gut aufgehoben. Ganz anders sieht es bei Webseiten oder Portalen aus, die eine 2FA anbieten.

Heutzutage werden verschiedene Arten der Zwei-Faktor-Authentifizierung verwendet. Einige sind teils stärker oder komplexer als andere, aber alle bieten Ihnen einen besseren Schutz als Passwörter allein. Schauen wir uns die gängigsten Formen der 2FA an:

Hardware-Tokens für 2FA

Hardware-Tokens sind wahrscheinlich die älteste Form der 2FA. Sie sind klein wie ein Schlüsselanhänger und erzeugen alle 30 Sekunden einen neuen Code. Wenn ein:e Nutzer:in versucht, auf ein Konto zuzugreifen, wirft er oder sie einen Blick auf das Gerät und gibt den angezeigten 2FA-Code wieder auf der Webseite oder in der App ein.

Andere Versionen von Hardware-Token übertragen den 2FA-Code automatisch, beispielsweise am USB-Anschluss eines Computers.

Hardware-Tokens haben sich jedoch in der Vergangenheit immer wieder als nachteilig erwiesen. Für Unternehmen ist die Verteilung dieser Geräte kostspielig. Darüber hinaus gehen die Tokens verloren oder werden gestohlen.

SMS-Textnachrichten und sprachbasierte 2FA

Die SMS-basierte 2FA interagiert direkt mit dem Telefon der Nutzer:innen. Nachdem die Webseite einen Benutzernamen und ein Passwort erhalten hat, sendet sie Ihnen einen einmaligen Code per Textnachricht.

Wie beim Hardware-Token-Verfahren müssen die Nutzer:innen diesen Code dann wieder in die Anwendung eingeben, um Zugang zu erhalten. Ähnlich verhält es sich mit der sprachbasierten 2FA, bei der die Nutzer:innen automatisch angerufen werden und der 2FA-Code mündlich übermittelt wird.

Für Online-Aktivitäten mit geringem Risiko ist die Authentifizierung per Text oder Stimme vielleicht ausreichend. Aber für Webseiten, die persönliche Daten speichern, ist diese Art der 2FA möglicherweise nicht sicher genug – theoretisch können Kriminelle die Textnachrichten abfangen und gegebenenfalls für ihre Zwecke modifizieren.

Unter Expert:innen gelten SMS als die am wenigsten sichere Methode zur Authentifizierung von Nutzer:innen. Unternehmen sollten deshalb über die SMS-basierte 2FA hinausgehen.

 

Software-Token für 2FA

Die aktuell beliebteste Form der Zwei-Faktor-Authentifizierung verwendet einen softwaregenerierten, zeitbasierten und einmaligen Passcode – auch „Software-Token“ genannt. Sie ist gleichzeitig auch eine gute Alternative zu SMS und Sprache.

Zunächst müssen die Nutzer:innen eine kostenlose 2FA-App auf ihr Smartphone oder ihren Desktop herunterladen und installieren. Anschließend können sie die App auf jeder Webseite verwenden, die diese Art der Authentifizierung unterstützt. Bei der Anmeldung geben die Nutzer:innen zunächst Namen und ein Kennwort ein. Im Anschluss folgt dann der Code, der in der App generiert und angezeigt wird.

Soft-Tokens sind in der Regel weniger als eine Minute lang gültig. Und da der Code auf demselben Gerät generiert und angezeigt wird, besteht bei Soft-Token nicht die Gefahr, dass Kriminelle ihn abfangen. Soft-Token gelten damit als deutlich sicherer als SMS- oder Sprachübermittlungsmethoden.

 

Push-Benachrichtigung für 2FA

Anstatt sich auf den Empfang und die Eingabe eines 2FA-Tokens zu verlassen, können Webseiten und Apps den Nutzer:innen eine Push-Benachrichtigung auf ihr mobiles Endgerät senden. Diese Nachricht zeigt an, dass ein Authentifizierungsversuch stattfindet. Die Besitzer:innen des Gerätes sehen alle Details über den Vorgang und können den Zugriff mit einer einzigen Berührung genehmigen oder verweigern. Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine passwortlose Authentifizierung, bei der keine Codes eingegeben werden müssen.

Durch die direkte und sichere Verbindung zwischen dem Marketender, dem 2FA-Dienst und dem Gerät verhindert die Push-Benachrichtigung jede Möglichkeit für Phishing, Man-in-the-Middle-Angriffe oder andere kriminelle Zugriffe.

Sie funktioniert jedoch nur mit einem Gerät, das mit dem Internet verbunden und in der Lage ist, Apps zu installieren. In Gegenden mit schlechter 4G/5G-Mobilfunkanbindung kann die SMS-basierte 2FA eine mögliche Ausweichlösung sein. Doch es gilt: Push-Benachrichtigungen bieten eine benutzerfreundlichere und sicherere Form der Authentifizierung.

Gibt es eine Pflicht zur Zwei-Faktor-Authentifizierung?

Auch wenn viele Unternehmen mittlerweile eine 2FA für die Sicherung ihrer IT-Zugänge verwenden: Es gibt keine generelle Verpflichtung, die Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) nennt keine konkreten Vorschriften, wie Unternehmen, Behörden und Einzelpersonen den verpflichtenden Datenschutz technisch umsetzen müssen.

Allerdings spricht die Verordnung in Artikel 32 von einer „Berücksichtigung des Stands der Technik“. Manche Rechtsexpert:innen sehen hier eine Verpflichtung zur 2FA, da ihrer Auffassung nach die Zwei-Faktor-Authentifizierung dem neusten Stand der Technik entspricht.

Das Wichtigste zur Zwei-Faktor-Authentifizierung in Kürze

  • Vermehrt stellen Unternehmen fest, dass ihre veralteten Sicherheitssysteme den modernen Bedrohungen und Angriffen durch Cyberkriminelle nicht gewachsen sind.
  • Unternehmen können und sollten ihre Benutzungskonten durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zusätzlich schützen.
  • 2FA ist eine weitere Sicherheitsebene, durch die nur berechtigte Personen Zugang zu einem Onlinekonto erhalten.
  • Software-Token und Push-Benachrichtigungen gelten als die aktuell sicherste 2FA-Arten.
  • Laut Rechtsexpert:innen kann die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union unter Umständen als Verpflichtung zur Verwendung der 2FA interpretiert werden.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitales-business/digitaler-arbeitsplatz/zwei-faktor-authentifizierung-2fa-das-steckt-dahinter/

Wie funktioniert eigentlich eine SIM-Karte?

Eine SIM-Karte, oder Subscriber Identity Module, ist ein kleines Plastiketui mit einer mikroelektronischen Schaltung, das in vielen mobilen Telefonen verwendet wird. Es enthält Informationen wie Deine Telefonnummer, Dein Abrechnungskonto und andere Daten, die zur Verbindung Deines Telefons mit einem Mobilfunknetzwerk erforderlich sind.

Wenn Du ein Telefon mit einer SIM-Karte nutzen, wird es mit dem Mobilfunknetzwerk verbunden, indem es sich über die SIM-Karte authentifiziert.

 
Dazu sendet das Telefon eine Anfrage an das Mobilfunknetzwerk, in der es nachweist, dass es über eine gültige SIM-Karte verfügt. Das Mobilfunknetzwerk überprüft daraufhin die gültige SIM-Karte und gestattet dem Telefon, sich mit dem Netzwerk zu verbinden. Sobald die Verbindung hergestellt ist, kannst Du Anrufe tätigen, SMS senden und auf andere Netzwerkdienste zugreifen.
 
Die SIM-Karte kann auch zum Speichern von Kontakten, SMS und anderen Daten verwendet werden.