Prüfen Sie zunächst, ob eine lokale Störung in Ihrem Unternehmen oder eine regionale Beeinträchtigung beim Netzbetreiber vorliegt. Auch ein technisches Problem am Gerät selbst – etwa ein abgestürzter Router – kann die Ursache sein. In vielen Fällen hilft es, den Router neu zu starten. Besteht das Problem weiterhin, sollten Sie Ihren Internetanbieter kontaktieren.
Zur kurzfristigen Überbrückung lässt sich beispielsweise über ein Diensthandy ein WLAN-Hotspot einrichten. Die Internetverbindung erfolgt dann über das Mobilfunknetz, sodass Ihr Team vorübergehend weiterarbeiten kann.
Ist die Verbindung nur instabil oder deutlich langsamer als erwartet, kann es helfen, das WLAN-Signal zu verstärken, etwa durch den Einsatz eines Repeaters.
Frequenzen, Kanäle und Funktechnik: Die technischen Grundlagen von WLAN
WLAN ist ein drahtloses Funknetz, bei dem Daten über verschiedene Frequenzen übertragen werden. Entscheidend für Reichweite, Stabilität und Geschwindigkeit sind dabei das genutzte Frequenzband, die Kanalwahl und die verfügbare Bandbreite.
Gängige WLAN-Netze arbeiten heute hauptsächlich in den Frequenzbändern 2,4 GHz und 5 GHz (neuere Standards zusätzlich im 6-GHz-Band). Während 2,4 GHz-Netze eine höhere Reichweite bieten und Wände besser durchdringen, ermöglichen 5 GHz-Frequenzen höhere Datenraten und ein stabileres Funknetz.
Die einzelnen Frequenzbereiche sind in Kanäle unterteilt, die wiederum eine bestimmte Bandbreite in MHz nutzen. Je breiter der Kanal, desto höher die theoretische Geschwindigkeit der Datenübertragung. In stark frequentierten Umgebungen kann es jedoch sinnvoll sein, schmalere Kanäle zu verwenden, um Überschneidungen mit benachbarten WLAN-Netzen zu vermeiden.
WLAN: Die Entwicklung von damals bis heute
Die drahtlose Netzwerktechnologie ist international standardisiert. Bereits 1997 führte das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) den WLAN-Standard IEEE 802.11 ein, der seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Während mit den ersten Versionen lediglich Datenübertragungsraten von bis zu 2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich waren, erreichen moderne Standards wie IEEE 802.11ax (Wi-Fi 6) heute theoretische Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 9600 Mbit/s.
Die Weiterentwicklungen des WLAN-Standards sorgen jedoch nicht nur für höhere Bandbreiten und schnellere Verbindungen. Sie erhöhen auch die Stabilität der Funkverbindung, verringern die Anfälligkeit für Störungen, ermöglichen größere Reichweiten bei gleichbleibend hoher Signalqualität und bieten zudem verbesserte Sicherheits- und Energiesparfunktionen.
Mesh-WLAN reduziert Funklöcher
Für eine flächendeckende drahtlose Versorgung kommt zunehmend Mesh-WLAN zum Einsatz. Wo herkömmliche Funknetzwerke aufgrund baulicher Gegebenheiten oder großer Flächen an ihre Grenzen stoßen, verhindert diese Technologie Funklöcher. Statt eines einzelnen Routers nutzen Mesh-Netzwerke mehrere miteinander verbundene Geräte, die gemeinsam für eine gleichmäßige und stabile Signalabdeckung sorgen.
Die Unterschiede zwischen Wi-Fi und WLAN
Die Begriffe Wi-Fi und WLAN werden im Alltag häufig synonym verwendet, bezeichnen jedoch nicht exakt dasselbe.
- WLAN steht allgemein für ein drahtloses lokales Netzwerk (Wireless Local Area Network) und beschreibt die grundlegende Technologie der kabellosen Datenübertragung im lokalen Netz.
- Wi-Fi hingegen ist ein Markenname (Wireless Fidelity) und bezeichnet eine spezielle Unterkategorie von WLAN-Produkten.
Hinter Wi-Fi steht die Wi-Fi Alliance – eine internationale Organisation, die Geräte testet und zertifiziert, um die Kompatibilität und den reibungslosen Datenaustausch sicherzustellen. Trägt ein Gerät das Wi-Fi-Logo, erfüllt es die entsprechenden Standards.
International, insbesondere im englischsprachigen Raum, hat sich der Begriff Wi-Fi als Bezeichnung für drahtlose Netzwerke stärker etabliert. In Deutschland hingegen wird im allgemeinen Sprachgebrauch meist von WLAN gesprochen.
Netzwerksicherheit: Das gibt es zu beachten
Damit Ihre Internetverbindung per WLAN nicht nur stabil, sondern auch sicher ist, sollten Sie grundlegende Schutzmaßnahmen ergreifen. Die folgenden Punkte helfen dabei, die Cybersicherheit in Ihrem Unternehmen zu gewährleisten:
- Zugriffe begrenzen: Reduzieren Sie die Anzahl der verfügbaren WLAN-Zugänge und überprüfen Sie regelmäßig, welche Geräte mit Ihrem Netzwerk verbunden sind.
- Sichere Authentifizierung: Legen Sie ein sicheres und komplexes Passwort fest, das aus einer Kombination von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen besteht. Nur autorisierte Mitarbeitende sollten Zugriff auf das WLAN erhalten.
- Aktuelle Verschlüsselungsstandards nutzen: Aktivieren Sie die WLAN-Verschlüsselung über die Wi-Fi-Protected-Access-Standards (WPA). Die Versionen WPA2 und WPA3 gelten derzeit als sicher. Vermeiden Sie hingegen das veraltete Protokoll WEP (Wired Equivalent Privacy).
- Firmware aktuell halten: Aktualisieren Sie regelmäßig die Firmware Ihres WLAN-Routers, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
- Gastnetzwerk einrichten: Stellen Sie für externe Personen ein separates WLAN zur Verfügung, das nur eingeschränkten Zugriff auf Ihre Unternehmensressourcen erlaubt.