Lesebestätigung in Outlook aktivieren und verwalten: Schritt für Schritt…

Bei wichtigen E-Mails kann eine Lesebestätigung in Outlook Orientierung für weiteres Handeln geben: Wir zeigen, wobei die Option tatsächlich hilft und wie Sie die Lesebestätigung in Ihrer Outlook-Version aktivieren oder anfordern.

Was die Outlook-Bestätigungen wirklich aussagen

Im Arbeitsalltag geht es bei Outlook-Bestätigungen meist um zwei unterschiedliche Fragen: Ist die Nachricht technisch angekommen? Oder: Hat der Empfänger die E-Mail geöffnet? Hier ist es wichtig, zwischen einer sogenannten Zustellbestätigung oder Lesebestätigung zu unterscheiden:

Was sind APTs? Erklärung und Schutz für Unternehmen im Überblick

Wenn vertrauliche Projektstände, Zugangsdaten oder interne Entscheidungen plötzlich außerhalb des Unternehmens auftauchen, muss dahinter nicht der klassische Einbruch stecken. APTs (Advanced Persistent Threats) arbeiten oft deutlich leiser: gezielt, geduldig und sorgfältig vorbereitet. Für Unternehmen zählt deshalb nicht nur, Angriffe abzuwehren. Ebenso wichtig ist es, verdächtige Aktivitäten früh zu erkennen, bevor ein stiller Zugriff großen Schaden verursacht.

Was sind APTs? Das macht Advanced Persistent Threats aus

Ein Advanced Persistent Threat (kurz APT) ist ein gezielter Cyberangriff auf ausgewählte Ziele – etwa bestimmte Organisationen, Branchen, Behörden oder Personen. Die Attacken sind langfristig angelegt und komplex. Dabei dringen Angreifer in Netzwerke und IT-Umgebungen ein und versuchen, dort möglichst lange unentdeckt zu bleiben. Auf Deutsch bedeutet der Begriff etwa fortgeschrittene (hochentwickelte), andauernde Bedrohung.

Wichtig ist: Gemeint ist nicht nur ein einzelnes Schadprogramm (z. B. ComputervirenTrojaner oder Spyware), sondern eine mehrstufige Kampagne aus Recherche, Zugriff, Tarnung und weiteren Schritten.

APT kann auch Akteure meinen

Der Begriff APT beschreibt zudem Gruppen, Kampagnen oder Akteure. Sie sind häufig staatlich unterstützt oder staatlich verbunden, können aber auch kriminell motiviert sein. Was sie verbindet, ist der strategische Fokus: Sowohl die Opfer als auch der Zweck des Angriffs – etwa Cyberspionage, Datendiebstahl, Sabotage oder die Vorbereitung weiterer Angriffe – stehen von Anfang an fest.

Begriffserklärung:

  • „Advanced“ steht für den Einsatz ausgefeilter Methoden wie Zero-Day-Schwachstellen (unbekannte oder noch nicht geschlossene Sicherheitslücken), gezielte Manipulation von Personen durch Social Engineering und den Einsatz von maßgeschneiderter Malware.
  • „Persistent“ (dt. andauernd) bedeutet im Kontext eines APT, dass Angreifer langfristig unbemerkten Zugriff auf Systeme und Daten erhalten wollen. Sie arbeiten in der Regel strategisch auf ein größeres Ziel ausgerichtet und verfolgen Ziele trotz Hürden weiter.
  • „Threat“ beschreibt die konkrete Bedrohung für Daten, Systeme, Prozesse und Geschäftsgeheimnisse. 

Unterscheidung zu anderen Angriffen

Damit unterscheiden sich Advanced Persistent Threats klar von breit gestreuten Angriffen. Methoden wie klassisches Phishing erreichen viele zufällige Empfänger. Nach einem Treffer nutzen Angreifer die erbeuteten Daten oder Zugänge dann meist schnell für einen kurzfristigen Gewinn aus. Ein APT-Angriff dagegen wird vorbereitet, auf das Ziel zugeschnitten und so umgesetzt, dass der Zugriff möglichst unentdeckt bleibt. Als Einstiegsvektor kann dabei auch gezieltes, auf einzelne Personen gerichtetes Spear-Phishing zum Einsatz kommen.

Für Unternehmen ist diese Abgrenzung enorm wichtig. Wer APTs nur als besonders ausgefeilte Malware versteht, übersieht die organisatorische Seite. Ein solcher Angriff kann gültige Konten, legitime Tools, Cloud-Dienste, E-Mail-Kontakte und Schwachstellen kombinieren, also genau jene Dinge, die im Alltag oft ganz unspektakulär wirken.

Wer kann von APTs betroffen sein: Ziele, Schäden und Risiken

APTs richten sich gegen Organisationen, deren Daten, Zugänge oder Prozesse strategisch wertvoll sind. Dazu zählen Behörden, kritische Infrastrukturen (wie Wasser- und Energiewirtschaft, Telekommunikation und Transport), Technologieunternehmen, Fertigung, Finanzbereiche, Forschung, Verteidigung und Unternehmen in wichtigen Lieferketten. Auch Zulieferer oder IT-Dienstleister können für APTs interessant werden, wenn sie dadurch Zugang zu einem größeren Ziel erhalten.

Der Schaden entsteht nicht nur durch gestohlene Dateien. APTs können vertrauliche Informationen erbeuten, Systeme manipulieren, Abläufe stören oder weitere Angriffe vorbereiten.

Mögliche Ziele der Angreifer

  • Geschäftsgeheimnisse: Forschungsstände, Konstruktionsdaten, Herstellungsverfahren oder strategische Entscheidungen
  • Zugangsdaten: gültige Konten, Administratorrechte oder technische Zertifikate, die weitere Angriffe erleichtern
  • Lieferkettenbeziehungen: Partnerzugänge, gemeinsam genutzte Systeme oder Softwareketten, über die Angreifer zum eigentlichen Ziel gelangen können
  • Betriebsfähigkeit: kritische Systeme, deren Manipulation oder Ausfall den Arbeitsalltag und die Versorgung anderer Organisationen beeinträchtigen kann
  • Reputation: Vertrauensverlust bei Kunden, Partnern und öffentlichen Stellen, wenn Datenlecks bekannt werden
Balkendiagramm, das die relevanten APTs nach Branche zeigt.

Deutschland weltweit auf dem vierten Platz bei APTs

Dass auch Deutschland stark betroffen ist, verdeutlicht der BSI-Lagebericht 2025: Demnach lag Deutschland auf dem vierten Platz der weltweit am häufigsten von APT-Gruppen angegriffenen Länder – mit einem Anteil von 25 %. Das Hauptziel der hierzulande aktiven APT-Gruppen war dabei die öffentliche Verwaltung. Daneben gerieten der Bereich auswärtige Angelegenheiten, Verteidigung, Rechtspflege und öffentliche Sicherheit, IT-Dienstleister sowie geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtungen und politische Parteien ins Visier der Akteure.

Beispiele mit Deutschland-Bezug

Für Deutschland hilft die BSI-Übersicht über hierzulande aktive APT-Gruppen (Stand 14.04.2026) bei der Einordnung. Sie nennt Gruppen mit Aktivitäten gegen deutsche Ziele oder vergleichbare Ziele im europäischen Ausland. Die Gruppierungen werden dabei in der Regel durch Nummern unterschieden. Teilweise werden auch spezielle Namen genutzt.

Diese kurze Auflistung soll lediglich einen Einblick geben. Sie dient nicht als vollständiges Verzeichnis aller Gruppen und Aktivitäten.

  • APT15: Ist im Bereich der öffentlichen Verwaltung aktiv und nutzt über kompromittierte Router und VPN-Server erstellte Verschleierungsnetzwerke.
  • APT28: Ist für Bereiche wie auswärtige Angelegenheiten, Verteidigung, öffentliche Verwaltung, IT-Dienstleistungen und politische Organisationen relevant. Genutzte Wege umfassen unter anderem E-Mail-basierte Schwachstellen und verschiedene Brute-Force-Angriffe wie Password-Spraying. 
  • APT29: Nutzt vor allem legitime Cloud-Dienste als Kontrollinfrastruktur und betrifft besonders staatliche, politische und IT-nahe Ziele. 
  • APT43: Setzt auf mehrstufiges Social Engineering, bei dem Vertrauen über mehrere Nachrichten aufgebaut werden kann, bevor Schadcode oder ein Phishing-Link folgt. 
  • APT44: Auch unter Sandworm bekannt und als relevante Gruppe in der deutschen Lageübersicht geführt.
  • Labyrinth Chollima / Lazarus / Diamond Sleet: Angriff oft via E-Mails mit infizierten Dokumenten zu Jobangeboten.
  • Cruel Jackal / MoleRats / WIRTE: Angreifer versenden LNK-Dateien (Programmverknüpfungen) in Archivdateien.
  • Salt Typhoon: Kompromittiert unter anderem schlecht gewartete Perimeter-Systeme (z. B. Firewalls). Für Deutschland sind Motivation und Zielauswahl in der BSI-Übersicht vom 14.04.2026 noch nicht klar eingegrenzt. 

Wie ein APT-Angriff Schritt für Schritt verläuft

Ein APT-Angriff zeigt sich selten als einzelner, öffentlich sichtbarer Sicherheitsvorfall. Er entwickelt sich schrittweise: Angreifer sammeln Informationen, verschaffen sich Zugriff, weiten Rechte aus und bringen Daten oder Systeme unter Kontrolle.

„Initial Access“ bezeichnet den ersten Einstieg. Er kann über Spear-Phishing, also sehr gezieltes Phishing, eine ausgenutzte Schwachstelle, kompromittierte Lieferketten oder gültige Konten erfolgen. Besonders kritisch sind gültige Konten mit fehlender oder schwacher Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).

In der Regel verlaufen Advanced-Persistent-Threat-Angriffe in folgenden Schritten:

  1. Aufklärung: Angreifer sammeln Informationen über Personen, Systeme, Software, Partner und erreichbare Dienste.
  2. Erster Einstieg: Der erste Zugriff erfolgt über präparierte Nachrichten, Schwachstellen, Zugangsdaten oder kompromittierte Dritte.
  3. Festsetzen: Backdoors, Tunnel oder legitime Fernzugriffswege sichern den weiteren Zugang.
  4. Privilegien ausweiten und interne Aufklärung: Die Angreifer suchen privilegierte Konten mit erweiterten Rechten, um Zugriff auf weitere Systeme zu erhalten. Gleichzeitig wird die Netzwerkstruktur analysiert und es werden Schwachstellen oder kritische Systeme ausfindig gemacht.
  5. Seitwärtsbewegung: Die Angreifer bewegen sich im Netzwerk und kompromittieren weitere Systeme.
  6. Steuerung: Über Command-and-Control-Kanäle erhalten kompromittierte Systeme Befehle oder übertragen Informationen nach außen.
  7. Datenabfluss oder Sabotage: Die Hacker sammeln und exfiltrieren Daten, sie manipulieren Systeme oder bereiten Sabotage vor.
  8. Spuren verwischen und Zugriff sichern: Die Angreifer versuchen, Hinweise zu entfernen und alternative Zugangswege für spätere Aktivitäten zu erhalten.

APTs nutzen legitime Werkzeuge

Moderne APT-Akteure nutzen zunehmend legitime Werkzeuge und Plattformen. „Living Off the Land“ (LotL) beschreibt den Missbrauch vorhandener Systemwerkzeuge (z. B. PowerShell in Windows-Systemen). Living Off the App (LotA) meint den verdeckten Einsatz legitimer Anwendungen (z. B. Cloud-Dienste). Dadurch wirkt bösartige Aktivität zunächst wie normale Administration oder gewöhnlicher Cloud-Verkehr.

Gleichzeitig wird das Zeitfenster für Verteidigung kleiner. Die durchschnittliche eCrime-Breakout-Zeit lag laut CrowdStrike Global Threat Report 2026 im Jahr 2025 bei 29 Minuten. Sie beschreibt, wie schnell sich Angreifer nach dem ersten Zugriff in weitere Systeme bewegen. Der schnellste beobachtete Breakout gelang in 27 Sekunden. In einem dokumentierten Fall begann die Datenexfiltration vier Minuten nach dem Erstzugriff. Hinzu kommt: Die Zahl der ausgenutzten Schwachstellen mit hohem oder kritischem Schweregrad stieg von 71 im Jahr 2024 auf 146 im Jahr 2025 (Rapid7 2026 Global Threat Landscape Report).

Wie Unternehmen APTs erkennen und eindämmen

Der Schutz vor APTs beginnt nicht bei einem einzelnen Tool. Unternehmen brauchen Schulungen, klare Zuständigkeiten und eine Sicherheitsarchitektur, die verdächtige Muster erkennt, bevor Angreifer kritische Systeme erreichen.

Folgende Funktionen sollte eine umfassende Sicherheitslösung enthalten:

  • Anomalieerkennung: sucht etwa nach ungewöhnlichem Verhalten (z. B. Logins zu untypischen Zeiten), neuen privilegierten Konten, auffälliger PowerShell-Nutzung oder großen ausgehenden Datenmengen.
  • Threat Intelligence (Cyber-Bedrohungsanalyse): liefert Kontext zu Taktiken, Schwachstellen und Akteursmustern.
  • Threat Hunting: meint die proaktive Suche nach Anzeichen, auch wenn noch kein eindeutiger Alarm vorliegt.

Weitere Elemente zum Schutz gegen Advanced Persistent Threats sind:

  • Technischer Schutz: Multi-Faktor-Authentifizierung, Patch-Management, Netzwerksegmentierung, Endpoint Detection and Response (EDR), Extended Detection and Response (XDR), Protokollierung und Überwachung von Netzwerkverkehr
  • Organisatorischer Schutz: klare Rollen, Schulungen zu Spear-Phishing und Social Engineering, geregelte Zugriffsrechte, Incident-Response-Plan und regelmäßige Risikobewertung
  • Datenbezogener Schutz: stärkere Kontrolle besonders sensibler Informationen, Beobachtung großer Archive und Prüfung ungewöhnlicher Exporte aus internen Systemen
  • Betrieblicher Schutz: definierte Meldewege, Übungen für Sicherheitsvorfälle und Abstimmung zwischen IT, Management und betroffenen Fachbereichen 

Kontrollierte Reaktion bei Vorfällen

Wenn ein APT-Verdacht entsteht, kann eine hektische Bereinigung die Angreifer alarmieren. Besser ist eine kontrollierte Antwort (Incident Response): Systeme identifizieren, Kommunikationswege beobachten, forensische Informationen sichern und die Bereinigung vorbereitet durchführen.

Die eigentliche Behebung des Vorfalls erfolgt dann im Rahmen der sogenannten Remediation. In diesem Schritt werden gleichzeitig auch Eintrittswege und Hintertüren geschlossen.

Absicherung der Zugänge und regelmäßige Patches

Besonders wichtig sind MFA und Schwachstellenmanagement. Fehlende oder schwache Multi-Faktor-Authentifizierung erleichtert den Missbrauch gültiger Konten. Um sich gegen aktiv ausgenutzte Schwachstellen mit kritischem Schweregrad zu schützen, sollten Unternehmen zudem Systeme regelmäßig patchen und auch Listen wie den US-amerikanischen CISA-KEV-Katalog für die Priorisierung beachten. Die stetig aktualisierte Datenbank sammelt bekannte, aktiv ausgenutzte Schwachstellen.

Auch Remote-Verbindungen, Standortvernetzung, Cloud-Zugänge und mobile Arbeitsplätze gehören in diese Schutzlogik. Verschlüsselte Verbindungen, klare Zugriffskontrollen und Segmentierung reduzieren unnötige Eintrittspunkte und schaffen bessere Voraussetzungen für Monitoring und Reaktion.

APTs im Überblick

APTs sind keine gewöhnlichen Einbrüche in IT-Systeme, sondern langfristig angelegte Kampagnen gegen ausgewählte Ziele.

  • Advanced Persistent Threats verbinden gezielte Vorbereitung, verdeckten Zugriff und lange Präsenz im Zielnetzwerk. 
  • Betroffen sind nicht nur Behörden und Großunternehmen, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen, Zulieferer und IT-nahe Dienstleister. 
  • Zu den Risiken zählen Cyberspionage, Datendiebstahl, Sabotage, Betriebsunterbrechungen und Lieferkettenkompromittierung. 
  • Typische Phasen einer APT-Attacke sind Aufklärung, Erstzugriff, Ausweitung, Kontrolle, Exfiltration von Informationen und Verschleierung. 
  • Wirksame Abwehr kombiniert MFA, Patch-Management, Monitoring, Threat Intelligence, Incident Response und klare Organisation. 

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/was-sind-apts/

Rufumleitung auf dem iPhone einrichten: So geht´s…

Ein verpasster oder länger unbeantworteter Anruf auf dem Diensthandy kann im Arbeitsalltag schnell zusätzliche Aufwände und unnötige Rückfragen erzeugen. Damit Kunden auch während Ihrer Abwesenheit schnell eine passende Ansprechperson finden, gibt es die Umleitungsfunktion. So richten Sie eine Rufumleitung auf dem iPhone ein – Schritt für Schritt.

Rufumleitung per Einstellungen auf dem iPhone aktivieren

Der einfachste Weg zu einer Rufumleitung vom iPhone auf eine andere Nummer führt über die Geräteeinstellungen. Dort richten Sie eine direkte Rufweiterleitung ein, sofern Ihr Mobilfunkdienst diese Konfiguration über das Gerät unterstützt. Bei manchen Prepaid-Anbietern müssen Sie unter Umständen die Funktion vom Anbieter aktivieren lassen.

Unbedingte Rufumleitung direkt auf dem iPhone aktivieren

  1. Öffnen Sie die „Einstellungen“.
  2. Scrollen Sie nach unten und tippen Sie auf den Menüpunkt „Apps“.
  3. Tippen Sie auf „Telefon“.
  4. Wählen Sie die Option „Rufweiterleitung“.
  5. Aktivieren Sie den Schalter „Rufweiterleitung“.
  6. Tippen Sie auf „Weiterleiten an“ und tragen Sie eine Zielnummer ein.
  7. Kehren Sie über den Pfeil am oberen linken Displayrand auf den vorherigen Bildschirm zurück, damit das iPhone die Rufumleitung übernimmt.

Wichtig: Für die Einrichtung muss das Gerät mit dem Mobilfunknetz verbunden sein, denn die Umleitung erfolgt im Kernnetz des Mobilfunkanbieters. Rufumleitung sind über das 4G/LTE-Netz via VoLTE oder 5G (VoNR – Voice over New Radio) problemlos möglich. Beschränkungen auf das GSM-Netz oder Ausnahmen im CDMA-Netz (im US-amerikanischen Raum) haben heutzutage praktisch keine Relevanz mehr.

Bei Dual-SIM-Betrieb entscheidet die gewählte Leitung darüber, welche Nummer umgeleitet wird. Stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Leitung ausgewählt haben, bevor Sie die Rufumleitung aktivieren.

Rufumleitung per Ziffernblock aktivieren und deaktivieren

Mit speziellen Steuercodes können Sie feiner kontrollieren, wann eine Weiterleitung genau greifen soll. Dafür geben Sie über den Ziffernblock der Telefon-App einen GSM-Code (bzw. USSD-Code) ein und bestätigen ihn mit der Wahltaste. Auch diese Rufumleitungen werden direkt im Mobilfunknetz hinterlegt. Als Zielnummer verwenden Sie die Nummer, auf der Anrufe ankommen sollen.

Bedingte Rufweiterleitung per Mobilfunk-Code aktivieren

  • Alle Anrufe: **21*Zielnummer#
  • Besetzte Leitung: **67*Zielnummer#
  • Nichterreichbarkeit: **62*Zielnummer#
  • Nichtannahme nach Zeit: **61*Zielnummer**Zeit#

Tipp: Für korrekte Weiterleitungen nutzen Sie am besten das internationale Format für Orts- und Mobilfunknummern mit einem Ländercode statt der vorangestellten Null (z. B. mit +49 für Deutschland). Nach der Eingabe sollte eine Rückmeldung des Mobilfunknetzes erscheinen.

Bedingte Rufumleitungen greifen nur in der gewählten Situation. Nichterreichbarkeit umfasst z. B.

  • fehlenden Empfang
  • ein ausgeschaltetes iPhone
  • den Flugmodus

Bei Nichtannahme wird die Verzögerung in Sekunden gesetzt. Je nach Anbieter unterscheiden sich bei der Nichtannahme nach Zeit zudem die möglichen Werte der Verzögerung. Es sind in der Regel zwischen 5 und 30 Sekunden in 5-Sekunden-Schritten möglich. O2 Business nennt etwa 5, 10, 15, 20, 25 und 30 Sekunden als Optionen.

Ein zusätzlicher Vorteil gegenüber der unbedingten iPhone-Rufumleitung: Sie können bei Bedarf für jeden Fall eine andere Nummer festlegen.

Rufumleitung kontrollieren

Für die Kontrolle der Einstellungen nutzen Sie folgende Statuscodes:

  • Alle Anrufe: *#21#
  • Besetzte Leitung: *#67#
  • Nichterreichbarkeit: *#62#
  • Nichtannahme: *#61#

Rufumleitung per Code deaktivieren

Während sich die allumfassende Rufweiterleitung im iPhone einfach deaktivieren lässt, indem Sie den Regler verschieben, müssen Sie bei bedingten Weiterleitungen den jeweiligen Deaktivierungs-Code eingeben:

Alle Rufumleitungen deaktivieren: #002#

Alle Rufumleitungen vollständig löschen: ##002#

Sofortige Rufumleitung löschen: ##21#

Rufumleitung bei Besetzt löschen: ##67#

Rufumleitung bei Nichterreichbarkeit löschen: ##62#

Rufumleitung bei Nichtannahme löschen: ##61#

Kosten für die Rufumleitung

Die Kosten einer Rufumleitung hängen von Ihrem Mobilfunkanbieter und Ihrem Tarif ab. Für eine Weiterleitung fallen in der Regel die Verbindungskosten eines regulären Gesprächs an. Diese Kosten für die Umleitung werden allerdings meistens nicht von üblichen Flatrates abgedeckt. Je nach Anbieter und Tarif können sich hier die Bedingungen unterscheiden. Diese sollten Sie zuvor prüfen.

Besonders vor Auslandsreisen lohnt sich beim Diensthandy daher ein kontrollierender Blick auf die Bedingungen und aktive Weiterleitungen, um Kosten durch Roaming zu vermeiden.

Rufumleitung auf die Mailbox

Es gibt bei bestimmten Weiterleitungen je nach Anbieter auch Ausnahmen. Für O2 Business gilt z. B.: Im EU-Ausland sind Anrufumleitungen auf die eigene Mailbox kostenlos. Außerhalb der EU fallen für Anrufumleitungen auf die Mailbox die Gesprächsgebühr für den eingehenden und den abgehenden Anruf an.

Die O2 Business Mailbox ist über die Kurzwahl 333 erreichbar. Für die direkte Weiterleitung aller Anrufe auf die Mailbox nutzen Sie auf dem iPhone einfach diese Nummer als Ziel der Weiterleitung.

Wann ist eine Rufumleitung sinnvoll?

Eine Rufumleitung schafft klare Erreichbarkeit, wenn Sie auf Ihrem Dienst-iPhone vorübergehend nicht erreichbar sind. Im Arbeitsalltag betrifft das z. B. Vertretungen, Außentermine oder Abwesenheiten (Urlaub, Krankheit).

Sofortige und bedingte Weiterleitung erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

iPhone-Rufumleitung im Überblick

  • Mit einer Rufweiterleitung verbessern Sie bei Abwesenheit die Erreichbarkeit für Kunden und reduzieren gleichzeitig Abstimmungsaufwände.
  • Eine iPhone-Rufumleitung lässt sich über die Einstellungen oder per GSM-Code einrichten.
  • Die Option „Rufweiterleitung“ in den iPhone-Einstellungen ist eine unbedingte Weiterleitung. Sie leitet alle Anrufe sofort um.
  • Mit GSM-Codes können Sie bestimmen, in welchem Fall die Rufumleitung von Ihrem iPhone an eine andere Nummer greifen soll.
  • Je nach Anbieter und Tarif können bei der Rufumleitung Kosten anfallen. Prüfen Sie Konditionen und eventuelle Weiterleitungen vor allem vor Auslandsreisen.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/rufumleitung-iphone

 

Hardware-as-a-Service (HaaS): Definition und Vorteile

Neue Geräte kosten mehr als nur Geld: Auswahl, Einrichtung, Wartung und Austausch binden IT-Ressourcen, die anderswo sinnvoll eingesetzt werden können. Hardware-as-a-Service (HaaS) verspricht hier Abhilfe. Was HaaS genau ist, welche Vorteile es bietet und wie es sich von verwandten Modellen unterscheidet, lesen Sie hier.

Was ist Hardware-as-a-Service?

Hardware-as-a-Service (HaaS) bedeutet, dass Unternehmen physische Geräte gegen eine laufende Gebühr nutzen, anstatt sie zu kaufen. Der Anbieter stellt die Hardware bereit und bleibt je nach Vertrag Eigentümer der Geräte. Neben der Hardwarebereitstellung können zudem verschiedene Serviceleistungen enthalten sein.

Üblicherweise übernimmt ein Managed Service Provider (MSP) diese zusätzlichen Aufgaben. Ein MSP betreut z. B. IT-Leistungen als externer Dienstleister proaktiv. Welche Leistungen dazu gehören und welche Bedingungen gelten, regelt meist ein Service Level Agreement (SLA).

Nutzung statt Eigentum – was das bedeutet

Der zentrale Unterschied zum Kauf liegt darin, wem die Hardware gehört – und wer die Verantwortung für ihren Betrieb trägt.

  • Gekaufte Hardware gehört Ihrem Unternehmen. Wartung, Ersatz und viele Betriebsaufgaben verbleiben somit intern. 
  • Bei HaaS zahlt Ihr Unternehmen für die Nutzung, während der Anbieter die vereinbarten Servicepflichten übernimmt.

HaaS vereinfacht nicht zwangsläufig den gesamten IT-Betrieb, kann aber für Entlastung sorgen. Der Leistungsumfang fällt je nach Vertrag unterschiedlich aus. Folgendes können Vereinbarungen z. B. einschließen:

  • Installation 
  • Reparatur 
  • Support 
  • Konfiguration 
  • Gerätemanagement 
  • Sicherheitsupdates
  • Garantieabwicklung 
  • Austauschzyklen  
  • Rücknahme am Vertragsende 

Vorteile von Hardware-as-a-Service

Ein Vorteil entsteht vor allem durch planbare laufende Kosten. Statt einer größeren Anfangsinvestition für neue Geräte zahlt Ihr Unternehmen regelmäßige Gebühren für die Nutzung. Investitionsausgaben verschieben sich damit in Richtung laufender Betriebsausgaben.

Diese Struktur kann helfen, wenn Geräteflotten wachsen, Teamgrößen wechseln oder neue Standorte ausgestattet werden. Zusätzliche Hardware lässt sich, je nach Vertrag, hinzubuchen. Nicht mehr benötigte Geräte können Sie nach der vereinbarten Laufzeit zurückgegeben. Wie flexibel das funktioniert, hängt von Mindestlaufzeiten, Kündigungsfristen und Austauschregeln ab.

HaaS zeichnet sich vor allem durch folgende Vorteile aus:

  • Planbarkeit: Regelmäßige Gebühren erleichtern die Budgetplanung gegenüber einmaligen Großanschaffungen.
  • Aktualität: Entsprechend der vereinbarten Upgrades und Austauschzyklen arbeiten Sie stets mit aktueller Hardware.
  • IT-Entlastung: Wartung, Reparaturen, Support und Gerätemanagement übernimmt häufig der Anbieter.
  • Skalierung: Sie können Geräte bei Wachstum, Projektbedarf oder neuen Standorten leicht hinzubuchen oder, falls erforderlich, nach vereinbarten Laufzeiten zurückgeben.
  • Sicherheit: Regelmäßige Patches und Updates durch den Anbieter unterstützen den Schutz gegen Cyberangriffe und andere Bedrohungen, sofern diese Leistungen vereinbart sind.
  • Nachhaltigkeit: HaaS erleichtert Ihrem Unternehmen den Umgang mit ausgemusterten Geräten. Rücknahme, sichere Datenlöschung und Recycling übernimmt in der Regel der Anbieter.

Sicherheit und Compliance

Sicherheit verdient bei Hardware-as-a-Service besondere Aufmerksamkeit. Das Allianz Risk Barometer stufte Cybervorfälle 2026 zum fünften Mal in Folge als wichtigstes Unternehmensrisiko ein. 42 % der Befragten nannten sie als Top-Risiko. HaaS beseitigt solche Risiken zwar nicht, es kann aber Patches, Updates und klare Betriebszuständigkeiten besser organisieren. Das reduziert die Gefahr von Schwachstellen.

Wichtig ist bei Hardware-as-a-Service zudem Compliance, also die Einhaltung rechtlicher und organisatorischer Vorgaben. HaaS-Anbieter sollten nur dann Zugriff auf Geräte, Daten oder Verwaltungsoberflächen erhalten, wenn Verantwortlichkeiten, Nachweise und Sicherheitsmaßnahmen nachvollziehbar sind. Sonst bleibt offen, wer bei Wartung und  Rücknahme für sensible Daten verantwortlich ist.

Gut zu wissen

Die Marktanalyse „Hardware-as-a-Service Market Report 2026“ von The Business Research Company zeigt die wachsende Verbreitung des Modells. 2025 lag der weltweite HaaS-Markt demnach bei 127,52 Milliarden US-Dollar und soll 2026 auf 157,73 Milliarden US-Dollar steigen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 23,7 %. Bis 2030 erwarten die Analysten ein Marktvolumen von 365,78 Milliarden US-Dollar.

Beispiele für HaaS-Leistungen

Hardware-as-a-Service eignet sich nicht nur für klassische Büro-PCs. Das Modell kommt überall dort infrage, wo Unternehmen Geräte regelmäßig aktualisieren, betreuen oder in größeren Stückzahlen verwalten. Entscheidend ist, welche Aufgabe die Hardware im Betrieb erfüllt und wie wichtig Wartung, Austausch und Rücknahme im Alltag sind. Hier einige Beispiele für HaaS-Leistungen und Anwendungsbereiche.

  • Mobile Device Management (MDM): Bei vielen Endgeräten gewinnt MDM an Bedeutung. Der Begriff beschreibt die zentrale Verwaltung von Geräten wie Laptops, Smartphones oder Tablets. HaaS kann diesen Aufwand verringern, wenn der Anbieter Konfiguration, Updates und Support übernimmt.
  • Büro & Arbeitsplatz: Im Büro stehen Arbeitsplätze, Kommunikation und Peripherie im Fokus. Dazu gehören Laptops, Desktops, Monitore, Drucker und vieles mehr. Beschaffen Sie vorkonfigurierte Hardware per HaaS, sind Ihre Teams schneller arbeitsfähig.
  • Mobile Arbeitsprozesse & Logistik: Auch mobile Arbeitsprozesse lassen sich über HaaS abdecken. Dazu zählen etwa Firmenhandys, Tablets und robuste Handhelds. IoT-Sensoren können ebenfalls dazugehören, wenn sie Daten aus Prozessen oder logistischen Warenbewegungen liefern.
  • Netzwerk & Speicher: Netzwerk- und Speicherhardware passt ebenfalls in das HaaS-Modell. Router und Switches sichern Verbindungen im Unternehmen, Speicherlösungen wie Network-attached Storage (NAS) können ergänzt werden.
  • Spezialisierte Hardware: HaaS lässt sich auf branchenspezifische Geräte ausweiten. Dazu zählen beispielsweise medizinische Geräte, Hardware für elektronische Gesundheitsakten, Sicherheits- und Überwachungstechnik sowie Geräte für das Flottenmanagement.

HaaS vs. DaaS

Hardware-as-a-Service (HaaS) wird leicht mit Device-as-a-Service (DaaS) verwechselt, weil beide Modelle Geräte über laufende Gebühren bereitstellen. Der Unterschied liegt im Schwerpunkt.

  • HaaS beschreibt die Bereitstellung physischer Hardware allgemein.
  • DaaS konzentriert sich enger auf Endgeräte und verbindet sie meist mit Software, Verwaltung, Support und Austausch über den Gerätelebenszyklus.

Für Unternehmen ist diese Abgrenzung praktisch relevant. Ein DaaS-Paket passt vor allem dort, wo Sie Laptops, Tablets oder Smartphones standardisiert verwalten möchten. HaaS kann breiter greifen und zusätzlich Netzwerkhardware, Speicher, mobile Spezialgeräte oder andere physische Komponenten umfassen.

HaaS bleibt an physische Geräte gebunden. Andere As-a-Service-Modelle gehen weiter von einzelnen Geräten weg.

Welches Modell für ihr Unternehmen optimal passt, ergibt sich aus Ihrem konkreten Geräte- und Servicebedarf. Informieren Sie sich hierzu im Vorfeld und lassen Sie sich beraten.

Hardware-as-a-Service im Überblick

Hardware-as-a-Service kann Hardwarebeschaffung, Betrieb und Austausch planbarer machen und Ihre IT entlasten. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Nutzungsmodell: Unternehmen erwerben die Hardware nicht, sondern nutzen sie gegen regelmäßige Gebühren.
  • Serviceumfang: Anbieter können Installation, Wartung, Updates, Support, Austausch und Rücknahme übernehmen.
  • Hardwarearten: HaaS kann Arbeitsplatzgeräte, mobile Geräte, Netzwerkhardware, Speicherlösungen und Spezialhardware umfassen.
  • Abgrenzung: DaaS fokussiert stärker auf Endgeräte, während HaaS breiter angelegt sein kann.
  • Vorteile: Planbare Kosten, aktuelle Geräte, Skalierung und IT-Entlastung gehören zu den wichtigsten Argumenten für Hardware-as-a-Service.

Im Vertrag sollten Leistungen, Laufzeiten, Sicherheitsregeln, Datenzugriffe, Rücknahme und Exit-Klauseln sauber beschrieben sein.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/hardware-as-a-service/

 

Dual-SIM: Informationen und Vorteile für Unternehmen

Wer geschäftlich und privat erreichbar sein will, ohne zwei Smartphones bei sich zu tragen, setzt zunehmend auf Dual-SIM. Die Technologie bietet Unternehmen und Angestellten sinnvolle Vorteile – von flexibler Erreichbarkeit bis hin zu spürbaren Kosteneinsparungen. Wir zeigen, wie Dual-SIM funktioniert, welche Varianten es gibt und welche Geräte sich lohnen.

Dual-SIM: Das steckt dahinter

Dual-SIM bezeichnet die Fähigkeit eines Mobilgeräts, zwei SIM-Karten parallel zu verwenden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Single-SIM-Geräten können Sie auf diese Weise zwei separate Telefonnummern und Tarife in einem Gerät nutzen.

Begriffe im Vergleich: Dual-SIM vs. eSIM vs. Multi-SIM

  • Eine eSIM (embedded SIM) ist ein fest eingebauter Chip im Gerät. Er enthält dieselben Informationen wie eine physische SIM-Karte, die Sie in das Gerät einlegen. Viele Dual-SIM-Smartphones besitzen einen physischen SIM-Kartenslot und eine eSIM, die Sie parallel nutzen können. Im verlinkten Artikel haben wir die Möglichkeiten zusammengefasst, die eSIM für Ihr Unternehmen bietet.
  • Multi-SIM ist eine Technologie, die mehrere SIM-Karten mit derselben Mobilfunknummer verbindet. Auf diese Weise können Sie einen Tarif auf mehreren Geräten gleichzeitig nutzen – also Anrufe tätigen, SMS senden und Daten nutzen –, ohne die SIM-Karte zwischen den Geräten zu wechseln.

Die Vorteile der Dual-SIM im Überblick

Dual-SIM bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile. Dazu gehören:

  • Trennung von Beruf- und Privatleben: Mit Dual-SIM trennen Sie die berufliche und private Kommunikation effektiv, obwohl Sie nur ein Gerät nutzen. Mobilgeräte können so für geschäftliche Anrufe und Datenverbindungen genutzt werden, ohne private Nummern preiszugeben.
  • Kostenersparnis und -kontrolle: Sie können z. B. Tarife verschiedener Mobilfunkanbieter wählen, um für verschiedene Anforderungen die jeweils besten Konditionen zu erhalten.
  • Optimierter Empfang und Netzwerkflexibilität: Dank Dual-SIM können sich einige Geräte gleichzeitig mit zwei verschiedenen Mobilfunknetzen verbinden. Das verbessert den Empfang und bietet Flexibilität in Regionen mit schwankender Netzqualität.
  • Flexibilität: Im Rahmen von Bring Your Own Device (BYOD) kann Ihr Unternehmen Kosten und Aufwand sparen. Haben Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits Dual-SIM-Handys, können sie sie sowohl privat als auch dienstlich nutzen. Die Anschaffung zusätzlicher Diensthandys ist dann nicht notwendig. Wichtig ist, dass Sie für BYOD in Ihrem Unternehmen klare Regeln definieren.
  • Internationale Geschäfte: International tätige Unternehmen nutzen mit Dual-SIM-Handys ganz einfach lokale SIM-Karten der jeweiligen Einsatzorte, um Roaming-Gebühren zu minimieren und die Erreichbarkeit zu optimieren. Das ist besonders relevant für Geschäftsreisende und globale Teams.

Diese Dual-SIM-Arten gibt es

Es gibt verschiedene Dual-SIM-Arten für unterschiedliche Anforderungen:

  • Dual Standby: Bei Mobilgeräten mit Dual Standby kann nur eine der beiden SIM-Karten zu einem Zeitpunkt aktiv sein. Wenn eine SIM-Karte aktiv ist (z. B. für einen Anruf oder eine Datenverbindung), ist die andere währenddessen nicht verfügbar. Dies ist eine weitverbreitete Dual-SIM-Variante und in der Regel ausreichend für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht ständig auf beiden Nummern erreichbar sein müssen.
  • Dual Active: Im Gegensatz dazu sind in einem Dual-Active-Mobilgerät beide SIM-Karten gleichzeitig aktiv. Das bedeutet, dass während eines Anrufs auf einer Nummer die andere Nummer weiterhin erreichbar ist. Dual Active bietet damit eine erhöhte Erreichbarkeit.

Dual-SIM: Kombinationen mit eSIM

Viele aktuelle Smartphones bieten eine eSIM-Funktion. Oft lässt sich diese digitale SIM-Karte im Zusammenhang mit Dual-SIM nutzen. Folgende Kombinationen sind möglich:

  1. eSIM und physische SIM-Karte: Die heutzutage gängigste Variante von Dual-SIM kombiniert eine physische SIM-Karte mit einer eSIM.
  2. Mehrere eSIM-Profile auf einem Chip: Eine weitere Möglichkeit ist es, mehrere eSIM-Profile auf einen einzigen Chip zu laden. Das bietet eine hohe Flexibilität. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können unterschiedliche geschäftliche Telefonnummern bzw. Tarife für verschiedene Projekte oder Regionen nutzen. Sie brauchen hierfür nur ein einziges Smartphone und sind nicht auf physische SIM-Karten angewiesen.

Dual-SIM im Überblick

Dual-SIM…

  • bedeutet, dass ein Mobilgerät zwei SIM-Karten gleichzeitig verwenden kann.
  • kann Kosten sparen und die Kommunikation in Ihrem Unternehmen optimieren.
  • bietet in Kombination mit Firmenhandys Vorteile für Sie und Ihre Belegschaft.
  • gibt es in verschiedenen Arten.
  • ist in verschiedenen Kombinationen möglich – auch mit eSIM.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/dual-sim-erklaert/

Handykosten von der Steuer absetzen: Informationen für Unternehmen, Angestellte und Freiberufler

Ihr Smartphone ist ein Arbeitswerkzeug – setzen Sie es auch steuerlich ein. Ob Unternehmen, Angestellter oder Selbstständiger: Unter bestimmten Voraussetzungen und mit den richtigen Nachweisen lassen sich Handykosten gezielt absetzen und Steuern sparen. Wir zeigen, wer profitiert, welche Regeln gelten und ob Pauschale oder Einzelnachweis für Sie die bessere Wahl ist.

WICHTIGE Anmerkung: Dieser Artikel stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar.

Können Unternehmen Handykosten steuerlich absetzen?

Unternehmen können die Kosten für geschäftlich genutzte Handys steuerlich geltend machen. Dazu zählen sowohl die Anschaffungskosten als auch laufende Gebühren wie die Grundgebühr, Kosten für Gespräche und Datenvolumen. Entscheidend ist, dass Sie und Ihre Belegschaft die Handys überwiegend für betriebliche Zwecke nutzen.

Wie können Unternehmen Handykosten steuerlich absetzen?

Sofortabschreibung (§ 6 Abs. 2 EStG): Wenn der Kaufpreis des Handys unter 800 Euro netto (952 Euro brutto) liegt, können Sie den Betrag sofort als Betriebsausgabe verbuchen.

Abschreibung über mehrere Jahre (§ 7 EStG): Teurere Geräte können Sie über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abschreiben. Dabei wird der Kaufpreis jährlich anteilig abgesetzt.

Laufende Kosten als Betriebsausgaben (§ 4 EStG): Ihre Telefonkosten können Sie ebenfalls steuerlich geltend machen. Monatlich abgerechnete Handyverträge oder Prepaid-Aufladungen sind als Betriebsausgabe voll absetzbar, sofern das Gerät betrieblich genutzt wird.

Falls ein Firmenhandy auch privat genutzt wird, müssen Sie den privaten Kostenanteil herausrechnen. Dies kann entweder durch Einzelnachweise (z. B. detaillierte Telefonabrechnungen) oder durch eine Schätzung (z. B. 80 % geschäftlich, 20 % privat) erfolgen. Mehr dazu im entsprechenden Abschnitt.

Wer kann das Handy noch von der Steuer absetzen?

Nicht nur Unternehmen können Handykosten steuerlich geltend machen – auch wenn Sie selbstständig, freiberuflich oder fest angestellt arbeiten, haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen diese Möglichkeit.

Der Unterschied liegt in der Art der steuerlichen Absetzbarkeit:

Selbstständige und freiberuflich Tätige können Handykosten als Betriebsausgaben direkt von ihren Einnahmen abziehen. Dadurch reduziert sich ihr zu versteuerndes Einkommen.

Angestellte können beruflich anfallende Handykosten über die Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn sie die Kosten selbst tragen und keinen Kostenersatz vom Arbeitgeber erhalten.

Während Selbstständige die Kosten grundsätzlich voll absetzen können (sofern sie das Arbeitshandy nicht privat nutzen), müssen Angestellte meist einen beruflichen Anteil nachweisen. Mehr dazu lesen Sie in den folgenden Kapiteln.

So setzen Selbstständige ihre Handykosten ab

Selbstständige und Freiberufler oder Freiberuflerinnen können die Anschaffungskosten und die laufenden Gebühren für ihr Handy als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Voraussetzung ist, dass sie das Gerät überwiegend für geschäftliche Zwecke nutzen.

Ob die Telefonkosten vollständig oder nur anteilig absetzbar sind, hängt vom Umfang der beruflichen Nutzung ab. Nutzen Selbstständige ihr Handy zu über 90 % geschäftlich, erkennt das Finanzamt in der Regel die volle Absetzbarkeit an. Ist das Gerät jedoch sowohl beruflich als auch privat im Einsatz, muss der private Anteil herausgerechnet werden. Die Aufteilung ist auf Basis einer prozentualen Schätzung möglich (z. B. 80 % geschäftlich, 20 % privat) oder durch Einzelverbindungsnachweise (detaillierte Gesprächsnachweise).

Auch die Anschaffungskosten unterliegen steuerlichen Regeln. Liegt der Kaufpreis unter 800 Euro netto (952 Euro brutto), gilt das Handy als geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG). Sie können es im Jahr der Anschaffung vollständig von der Steuer absetzen.

Kostet das Gerät mehr, müssen Sie es über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abschreiben. In diesem Fall wird der Kaufpreis jährlich anteilig als Betriebsausgabe geltend gemacht.

Neben der Anschaffung lassen sich auch die monatlichen Handykosten steuerlich absetzen. Dazu gehören unter anderem Grundgebühren, Gesprächskosten (z. B. Einzelverbindungskosten oder Auslandstelefonie), Datenverbindungen (mobiles Internet) und Roaming-Gebühren. Die laufenden Kosten werden netto als Betriebsausgabe verbucht, während die gezahlte Vorsteuer zusätzlich mit der eigenen Umsatzsteuer verrechnet werden kann – vorausgesetzt, Sie unterliegen als Selbstständige:r nicht der Kleinunternehmerregelung.

Wer mehrere Mobilfunkverträge nutzt, beispielsweise für geschäftliche und private Zwecke, sollte die Kosten klar trennen.

So können Angestellte ihre Handykosten absetzen

Sind Sie Arbeitnehmer und nutzen Ihr privates Handy auch beruflich, können Sie die damit verbundenen Kosten als Werbungskosten in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen. Das Handy zählt in diesem Fall als Arbeitsmittel (§ 9 EStG). Entscheidend für die steuerliche Absetzbarkeit ist der Anteil der beruflichen Nutzung.

Liegt die betriebliche Nutzung über 90 %, können Sie die Kosten in voller Höhe absetzen. Ist das Gerät jedoch auch privat im Einsatz, müssen Sie den beruflichen Anteil entweder schätzen oder anhand eines Nutzungsprotokolls belegen (Einzelnachweise). Eine pauschale Absetzbarkeit von 20 % der Kosten (maximal 20 Euro pro Monat) erkennt das Finanzamt in vielen Fällen an.

Arbeitnehmer können sowohl die Anschaffungskosten als auch die laufenden Kosten und Reparaturkosten steuerlich geltend machen. Tragen Sie die entsprechenden Kosten in der Steuererklärung in der Anlage N unter „Werbungskosten“ ein.

Hat das Handy maximal 800 Euro netto (952 Euro brutto) gekostet, kann der gesamte Betrag im Jahr der Anschaffung abgesetzt werden. Liegt der Kaufpreis darüber, können Sie die Kosten laut AfA-Tabelle (Abschreibungstabelle, „Absetzung für Abnutzung“) über die gewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abschreiben. Dabei wird der Anschaffungspreis durch 36 Monate geteilt und nur der Anteil für die Monate ab dem Kaufzeitpunkt berücksichtigt.

Neben dem Kaufpreis können Sie als Arbeitnehmer auch die monatlichen Handygebühren absetzen (z. B. Grundgebühr, Gesprächskosten, Datenvolumen). Vorausgesetzt, Ihr Arbeitgeber erstattet diese nicht. Dies gilt auch für zusätzliche berufliche Internetkosten, insbesondere wenn Sie regelmäßig im Homeoffice arbeiten.

Um die berufliche Nutzung im Fall von Rückfragen des Finanzamtes möglichst präzise darlegen zu können, sollten Arbeitnehmer Rechnungen, Verträge oder Nutzungsnachweise aufbewahren. Nutzen Sie das Handy überwiegend privat oder erstattet der Arbeitgeber die Kosten, entfällt die Möglichkeit, die Handykosten von der Steuer abzusetzen.

Handykosten absetzen: Pauschale oder Einzelnachweise?

Um Handykosten steuerlich geltend zu machen, gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können eine Pauschale ansetzen oder die tatsächlichen Kosten durch Einzelnachweise belegen. Welche Methode sinnvoller ist, hängt davon ab, in welchem Umfang Sie Ihr Handy beruflich nutzen.

Handykosten pauschal absetzen

Wenn Sie Ihr Handy sowohl privat als auch beruflich nutzen, aber keinen detaillierten Nachweis erbringen möchten, können Sie pauschal 20 % der Kosten steuerlich geltend machen – jedoch maximal 20 Euro pro Monat. Diese Regelung gilt sowohl für Angestellte (im Rahmen der Werbungskosten) als auch für Selbstständige (als Betriebsausgabe).

Bestimmte Berufsgruppen wie Außendienstmitarbeitende, wissenschaftliches oder medizinisches Personal mit Bereitschaftsdiensten haben hier einen Vorteil: Bei ihnen erkennt das Finanzamt die berufliche Nutzung in der Regel automatisch an, ohne dass ein Nachweis erforderlich ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass automatisch 100 % der Kosten abgesetzt werden können – der genaue berufliche Nutzungsanteil kann individuell bewertet werden. Falls das Handy auch privat im Einsatz ist, kann das Finanzamt eine Schätzung verlangen oder den steuerlich absetzbaren Anteil begrenzen.

Handykosten mit Einzelnachweisen absetzen

Wenn Sie Ihr Handy zu mehr als 20 % beruflich nutzen, müssen Sie den geschäftlichen Anteil mit Einzelnachweisen dokumentieren. Das Finanzamt akzeptiert hierfür in der Regel einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten. Der ermittelte berufliche Nutzungsanteil kann dann auf das gesamte Jahr angewendet werden.

Die Einzelnachweise sollten folgende Angaben enthalten:

  • Datum und Uhrzeit des Gesprächs
  • Angerufene Person oder Firma
  • Zielort des Anrufs
  • Gesprächsdauer und Kosten
  • Zweck des Gesprächs (beruflich oder privat)

Da Mobilfunkanbieter in ihren Rechnungen oft nur Datum, Uhrzeit und Zielort angeben, müssen Sie die fehlenden Informationen ergänzen – zum Beispiel durch ein Nutzungsprotokoll. Darin vermerken Sie, welche Gespräche beruflicher Natur waren und zu welchem Zweck sie erfolgten.

Handykosten von der Steuer absetzen: Überblick

Unternehmen können die Kosten für Firmenhandys als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen, sofern sie die geschäftliche Nutzung nachweisen.

Selbstständige können sowohl die Anschaffungskosten als auch die laufenden Gebühren eines geschäftlich genutzten Handys als Betriebsausgaben absetzen, wobei der Anteil der beruflichen Nutzung entscheidend ist.

Angestellte können Handykosten als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben, sofern sie das Gerät überwiegend beruflich nutzen und diese berufliche Nutzung nachweisen können.

Handykosten lassen sich entweder pauschal mit 20 % (maximal 20 Euro pro Monat) oder mithilfe von detaillierten Einzelnachweisen absetzen, je nach Anteil der beruflichen Nutzung.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/handykosten-von-steuer-absetzen/#accordion-ed668f4768-item-67b7760b6c

Informationssicherheit erklärt: Definition, Beispiele und Ziele

Unternehmen müssen ihre Informationen und Daten gemäß DSGVO, NIS2-Richtlinie und anderen Gesetzen umfassend schützen. Die Grundlage dafür bietet die Informationssicherheit. Sie soll etwa wertvolle Geschäftsgeheimnisse, Finanzdaten und Kundeninformationen zuverlässig vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff bewahren. Folgende Begriffe und Bedrohungen sollten Sie kennen, um einen dauerhaften Schutz zu gewährleisten.

Was ist Informationssicherheit?

Informationssicherheit umfasst alle Maßnahmen, Methoden und Prozesse, die Informationen vor Manipulation, Verlust oder unbefugtem Zugriff schützen. Das betrifft neben digitalen Daten auf Servern und Festplatten auch analoge Informationen wie Aktenordner oder Notizen auf Papier.

Ein gutes Sicherheitskonzept berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus einer Information. Dieser Zyklus reicht von der ersten Erstellung über die tägliche Verarbeitung und Speicherung bis hin zur gesetzeskonformen Löschung oder Vernichtung.

Um lückenlosen Schutz im Unternehmensalltag zu gewährleisten, sollten Unternehmen technische Maßnahmen und organisatorische Vorgaben etablieren. Führungskräfte tragen die Verantwortung, entsprechende Sicherheitsrichtlinien fest zu verankern und alle Mitarbeitenden regelmäßig im sicheren Umgang mit Daten zu schulen.

Abgrenzung zur IT-Sicherheit

Viele Menschen verwenden die Begriffe Informationssicherheit und IT-Sicherheit synonym. Tatsächlich bestehen klare inhaltliche Unterschiede.

  • Die IT-Sicherheit konzentriert sich auf den Schutz elektronischer Systeme, Netzwerke und Hardware vor technischen Ausfällen und Bedrohungen. Sie bildet somit eine wichtige, aber begrenzte Teilmenge der umfassenderen Informationssicherheit. Noch spezifischer ist die Cybersicherheit, die sich vor allem auf Angriffe aus dem Cyberraum konzentriert.
  • Die Informationssicherheit schließt im Gegensatz dazu auch physische und personelle Aspekte ein. Dazu zählen beispielsweise der Zugang zu Gebäuden, Richtlinien für saubere Schreibtische oder der sichere Umgang mit ausgedruckten Geschäftszahlen.

In der Praxis greifen IT-Sicherheit und Informationssicherheit stets ineinander, da technische Maßnahmen zumeist von organisatorischen Prozessen begleitet werden.

Klar ist also: Die Informationssicherheit deckt ein besonders breites Feld ab, während IT-Sicherheit und Cybersicherheit sich in erster Linie auf Teilbereiche beschränken.

Darum ist Informationssicherheit wichtig

Cyberkriminelle entwickeln immer raffiniertere Methoden, um in Unternehmensnetzwerke einzudringen und wertvolle Daten zu stehlen. Ein erfolgreicher Cyberangriff zieht oft gravierende finanzielle Einbußen nach sich und stört den regulären Betriebsablauf empfindlich oder bringt ihn komplett zum Erliegen. Um die vielfältigen Risiken zu minimieren und ihre wirtschaftliche Existenz langfristig zu sichern, sollten Unternehmen frühzeitig in Informationssicherheit investieren.

Zudem verlangen strenge europäische und nationale Gesetze wie die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) und die NIS2-Richtlinie (Network and Information Security) weitreichende Maßnahmen zum Schutz sensibler Daten und Informationssysteme. Bei Verstößen gegen diese rechtlichen Vorgaben drohen empfindliche Bußgelder und weitere Konsequenzen.

Wirtschaftliche Folgen und Kundenvertrauen

Neben direkten finanziellen Strafen beschädigt ein Datenleck häufig das Image des betroffenen Unternehmens. Kunden und Geschäftspartner verlieren das Vertrauen, wenn ihre sensiblen Informationen in falsche Hände geraten. Ein beschädigter Ruf lässt sich oft nur über Jahre hinweg und mit hohem Aufwand durch gezielte Maßnahmen wiederherstellen.

Unternehmen, die Informationssicherheit ernst nehmen und aktiv nach außen kommunizieren, nutzen dies als klaren Wettbewerbsvorteil. Sie signalisieren potenziellen Auftraggebern und Partnern, dass sie verlässlich arbeiten und Daten nach höchsten Standards schützen.

Lieferketten und Compliance-Anforderungen

Moderne, globalisierte Lieferketten erfordern einen schnellen und vor allem sicheren Datenaustausch zwischen verschiedenen Akteuren und Dienstleistern. Großkonzerne und Behörden fordern von ihren Zulieferern regelmäßig detaillierte Nachweise über ihre Sicherheitsstandards. Wer diese strengen Anforderungen nicht erfüllt, scheidet als potenzieller Geschäftspartner bei lukrativen Aufträgen oft von vornherein aus.

Zertifizierungen nach internationalen Normen (z. B. ISO/IEC 27001) helfen Unternehmen dabei, ihre getroffenen Sicherheitsmaßnahmen transparent, objektiv und nachvollziehbar zu belegen. Sie schaffen eine solide Vertrauensbasis, die für langfristige und erfolgreiche Geschäftsbeziehungen in der heutigen Wirtschaft unerlässlich bleibt.

Die wichtigsten Begriffe

Um die umfangreiche Thematik der Informationssicherheit besser zu verstehen, klären wir im Folgenden einige zentrale Begriffe. Ein solides Grundlagenwissen hilft Ihnen dabei, eigene Sicherheitskonzepte effektiver zu planen, im Team zu diskutieren und schließlich erfolgreich umzusetzen.

  • ISMS (Information Security Management System): Das ISMS ist ein systematisches Rahmenwerk, das alle Verfahren und Regeln umfasst, um Informationssicherheit in einer Organisation dauerhaft zu steuern, zu kontrollieren und kontinuierlich zu verbessern.
  • CISO (Chief Information Security Officer): Diese spezialisierte Fachkraft trägt die strategische und operative Verantwortung für Informationssicherheit im Unternehmen. Sie koordiniert alle sicherheitsrelevanten Prozesse und berichtet meist direkt an die Geschäftsführung, den CIO (Chief Information Officer) oder den CTO (Chief Technology Officer).
  • Risikomanagement: Dieser Prozess identifiziert, analysiert und bewertet Sicherheitsrisiken und leitet gezielte Gegenmaßnahmen ab.
  • Schutzziele / CIA-Triade: Die Schutzziele bilden das Fundament der Informationssicherheit. Sie bestehen aus den Aspekten Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit ([hier erfahren Sie mehr dazu | Link auf H2 Die Schutzziele der Informationssicherheit]).
  • Incident Response (Vorfallreaktion): Die [Incident Response | /magazin/incident-response/] definiert die Zuständigkeiten und die Prozesse bei einem Sicherheitsvorfall, um effektiv zu reagieren und Schäden zu minimieren.

Die häufigsten Bedrohungen

Cyberkriminelle nutzen zunehmend hochentwickelte, automatisierte Werkzeuge und künstliche Intelligenz, um Schwachstellen in Netzwerken systematisch aufzuspüren und auszunutzen. Daher sollten Verantwortliche die häufigsten Angriffsmuster kennen.

Malware und externe Angriffsmethoden

Malware aus der Kategorie Ransomware verschlüsselt die Daten auf den Computern und Servern der Opfer. Die Hacker fordern anschließend ein hohes Lösegeld für die Freigabe. Solche Vorfälle können den Betriebsablauf für Wochen lahmlegen und verursachen Schäden in Millionenhöhe. Regelmäßige, korrekt durchgeführte Back-ups können die Auswirkungen mildern.

Bei einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS-Angriff) überlasten Angreifer gezielt Webserver oder gesamte Netzwerke mit massiven Datenanfragen, sodass diese für reguläre Nutzer nicht mehr erreichbar sind. Onlineshops oder cloudbasierte Dienstleister erleiden dadurch innerhalb kürzester Zeit erhebliche Umsatzverluste und potenziell Imageschäden.

Phishing und interne Gefahrenquellen

Kriminelle zielen häufig direkt auf Mitarbeitende, da Menschen oft leichter zu täuschen sind als technische Systeme (Social Engineering). Besonders verbreitet ist Phishing, eine der am schwersten kontrollierbaren Bedrohungen. Beim Spear-Phishing versenden Angreifer täuschend echt wirkende E-Mails an ausgewählte Führungskräfte oder Finanzmitarbeitende. Ziel ist es, dass die Zielpersonen auf präparierte Links klicken oder schädliche Dateianhänge öffnen, woraufhin Schadsoftware unbemerkt ins System gelangt.

Auch intern gibt es Gefahrenpotenziale: Die eigenen Mitarbeitenden stellen ein erhebliches Risiko für die Informationssicherheit dar, oft ohne böse Absicht, etwa aus mangelndem Bewusstsein für Sicherheitsrisiken. So können sie etwa unbeabsichtigt sensible Dokumente an falsche Empfänger verschicken.

Die Schutzziele der Informationssicherheit

Wirksame Sicherheitsmaßnahmen orientieren sich an fest definierten Grundprinzipien, den sogenannten Schutzzielen. Die drei wichtigsten und bekanntesten Ziele bilden die CIA-Triade. Das Akronym steht für Confidentiality, Integrity, Availability – zu Deutsch: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.

  • Confidentiality (Vertraulichkeit): Vertraulichkeit stellt sicher, dass ausschließlich autorisierte Personen oder Systeme Zugang zu bestimmten, geschützten Daten und Systemen erhalten. Unternehmen erreichen dieses Ziel durch strenge Zugriffskontrollen wie ZTNA, starke Passwörter und moderne Verschlüsselungstechnologien.
  • Integrity (Integrität): Integrität bedeutet, dass Informationen nur durch autorisierte Personen verändert werden dürfen. IT-Systeme müssen unautorisierte Manipulationen sofort erkennen und blockieren, damit Geschäftsdaten verlässlich und korrekt bleiben.
  • Availability (Verfügbarkeit): Verfügbarkeit bedeutet, dass berechtigte Anwender jederzeit innerhalb definierter Parameter reibungslos auf die benötigten Informationen und Systeme zugreifen können. Unternehmen nutzen hierfür leistungsstarke, redundante Systeme und intelligente Back-up-Strategien, um Ausfälle zu minimieren und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Erweiterte Ziele: Authentizität und Verbindlichkeit

Neben den klassischen drei Zielen der CIA-Triade gewinnt die Authentizität im digitalen Zeitalter zunehmend an Bedeutung. Sie bestätigt zweifelsfrei die Echtheit einer kommunizierenden Person oder eines Systems, um Betrug und Identitätsdiebstahl zu verhindern.

Verbindlichkeit sorgt schließlich dafür, dass Akteure ihre Handlungen im digitalen Raum nachträglich nicht abstreiten können. Digitale Signaturen können Verträge und Transaktionen rechtssicher dokumentieren, sodass die Identität aller Unterzeichner und die Unverändertheit des Dokuments nachweisbar sind.

Informationssicherheit im Überblick

Informationssicherheit umfasst die Sicherheit aller Daten im Unternehmen, sowohl digital als auch analog. Die wichtigsten Handlungsfelder im Überblick:

  • Analysieren Sie regelmäßig Ihre bestehenden IT-Strukturen und identifizieren Sie potenzielle Schwachstellen frühzeitig.
  • Entwickeln Sie klare, verständliche Sicherheitsrichtlinien und setzen Sie diese konsequent im Arbeitsalltag um.
  • Schulen Sie Ihre Belegschaft fortlaufend und praxisnah, um das Bewusstsein für Phishing und andere Angriffe zu schärfen.
  • Sichern Sie kritische Geschäftsdaten durch verschlüsselte Back-ups.
  • Kontrollieren Sie die Zugriffsrechte im Netzwerk streng und gewähren Sie Mitarbeitenden stets nur die nötigen Privilegien.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/informationssicherheit/

Trojaner vom Handy entfernen

Moderne Smartphones bieten zwar einen guten Schutz vor Online-Bedrohungen, sind jedoch nicht vollständig vor Malware sicher. Cyberkriminelle schleusen Schadsoftware häufig über E-Mail-Anhänge oder Downloads ein. Besonders perfide sind dabei Trojaner, die sich als harmlose Apps tarnen. Diese wirken zunächst unauffällig, können nach der Installation jedoch sensible Daten ausspionieren oder Schaden anrichten. Wie Sie diese Bedrohungen erkennen und Trojaner von Ihrem Smartphone entfernen, erfahren Sie hier.

Trojaner vom Handy entfernen: Das Wichtigste in Kürze

  • Mobiltelefone sind nicht vor Schadsoftware gefeit. Malware kann z.B. über E-Mail-Anhänge, infizierte Apps oder SMS auf ein Handy gelangen.
  • Malware kann auf dem Smartphone z.B. Daten stehlen, Apps deaktivieren oder das Handy für Cryptojacking verwenden, also das illegale Schürfen von Bitcoins auf fremden Geräten.
  • Anzeichen für Handy-Malware sind beispielsweise Abstürze von Apps, eine Zunahme des Datenverbrauchs, unerwünschte Pop-up-Werbung, sinkende Speicherkapazitäten und eine ansteigende Temperatur des Geräts.
  • Trojaner lassen sich in der Regel schnell vom Handy entfernen: über eine Antivirensoftware sowie manuell oder über das Zurücksetzen des Geräts.
  • Einen guten Schutz gegen Schadsoftware bieten Antivirenprogramme, die Trojaner automatisch erkennen und blockieren. Zudem ist es wichtig, regelmäßig Software-Updates durchzuführen.

So prüfen Sie Ihr Mobiltelefon auf Trojaner

Es wird immer schwieriger, Trojaner und andere Malware auf Anhieb zu erkennen. Oft wirken sie auf den ersten Blick wie seriöse Apps, die einen echten Mehrwert bieten. Kriminelle haben es zunehmend auf Android-Smartphones abgesehen. Sie versuchen mithilfe von Smartphone-Malware wie etwa Banking-Trojanern, Finanzdaten vom Handy zu stehlen.
Je schneller Sie einen Trojaner auf dem Smartphone entdecken und entfernen, desto geringer ist das Risiko für Ihre Daten. Die folgenden Warnsignale können auf einen (erfolgreichen) Angriff hindeuten:
Apps stürzen ab
Malware-App aktiv
Abstürzende Apps prüfen oder entfernen
Hoher Datenverbrauch
Hintergrundaktivität von Malware
Datenverbrauch prüfen, Scan starten
Akku entlädt sich schnell
Rechenintensive Schadsoftware
Gerät scannen, verdächtige App mit hohem Energieverbrauch deinstallieren
Pop-up-Werbung
Adware auf dem Smartphone
Verdächtige Apps deinstallieren, ggf. Berechtigungen für Benachrichtigungen entziehen
Unbekannte Apps
Unbemerkte Installation
App löschen, Sicherheitseinstellungen auf dem Handy prüfen
Hohe Telefonrechnung
Malware verursacht Verbindungen
Ausgehende Verbindungen überprüfen, Anbieter kontaktieren
Warnsignal
Mögliche Ursache
Empfohlene Maßnahme

Atypisches Verhalten von Apps

Apps, die sich atypisch verhalten und wiederholt (auch nach Neustart des Geräts) abstürzen, sind ein mögliches Symptom für Malware auf dem Handy oder eine Malware-App.

Ungewöhnlich großer Verbrauch an Datenvolumen

Auch ein ungewöhnlicher Anstieg des Datenverbrauchs kann ein Hinweis auf Trojaner oder andere Malware auf dem Smartphone sein. Einige Formen von Smartphone-Malware verbrauchen durch ihren Betrieb eine große Menge an mobilen Daten. Es ist daher ratsam, Ihren Datenverbrauch von Zeit zu Zeit zu überprüfen – insbesondere dann, wenn Sie Malware auf Ihrem Handy vermuten. Ist er deutlich höher als normal, starten Sie einen Antiviren-Scan auf Ihrem Smartphone.

Schnelle Entladung des Akkus und/oder warmes Gerät

In manchen Fällen erkennen Sie eine Infektion daran, dass sich der Akku schneller entlädt als sonst. Denn Malware ist meist nicht auf das Handy optimiert oder sehr rechenintensiv (z.B. beim Bitcoin-Mining) und belastet die Akku-Ladung mehr als gewöhnliche Anwendungen.
Falls das Smartphone oft heißläuft, könnte dies ebenfalls ein Hinweis auf Malware auf dem Smartphone sein. Normalerweise erhitzen sich Mobiltelefone von allein nicht übermäßig.

Unerwünschte Werbe-Pop-ups „aus dem Nichts“

Wenn auf einem mobilen Gerät Pop-ups erscheinen, obwohl gerade keine Anwendungen laufen, liegt häufig eine Adware-Infektion vor. Das ist eine spezielle Form von Malware auf dem Handy. Pop-ups sind Browserfenster, die sich automatisch öffnen – in der Regel enthalten sie Werbung.

Unbekannte Apps im Gerätespeicher

Daneben sind unbekannte Apps im Gerätespeicher ebenfalls ein möglicher Hinweis auf Malware auf dem Smartphone. Wenn Sie also Apps entdecken, die Sie nie heruntergeladen haben und die auch nicht zum werkseitigen Lieferumfang gehören, kann es sich um eine Malware-App handeln. In diesem Fall sollten Sie skeptisch sein, die App überprüfen und die potenzielle Schadsoftware vom Handy entfernen.

Eine anscheinend grundlos überhöhte Monatsrechnung

Auch eine sehr hohe Telefonrechnung kann ein Hinweis auf Malware auf dem Telefon sein. Wenn Ihr Gerät beispielsweise Rufnummern angerufen hat, die Sie nicht selbst gewählt haben, oder Ihr Datenvolumen weit schneller als üblich verbraucht ist und automatisch kostenpflichtig aufgeladen wurde, kann dies auf Handy-Malware hindeuten.

So erkennen Sie Trojaner unter Android

Trojaner und andere Malware gelangen zwar vergleichsweise selten auf Smartphones, doch Geräte mit Android sind eher gefährdet als iPhones. Neben den allgemeinen Tipps, die Sie in diesem Beitrag finden, gibt es eine weitere Möglichkeit, um Trojaner speziell auf Android-Smartphones schnell zu erkennen. Dazu benötigen Sie nicht einmal einen besonderen Virenscanner, denn Google bietet eine kostenlose Sicherheitssoftware an, die Malware auf dem Smartphone erkennen kann. Dazu müssen Sie Google Play Protect im Play Store aktivieren. Missverständlicherweise vermuten die meisten, dass dieses Tool Apps nur vor dem Herunterladen aus dem Store überprüft. Tatsächlich können Sie damit sämtliche Anwendungen scannen, die sich bereits auf dem Gerät befinden – eine sinnvolle Maßnahme, wenn Sie vermuten, dass sich Malware auf dem Handy eingeschlichen hat. Das ist vor allem nützlich, wenn ein Trojaner unbemerkt weitere Malware auf Ihr Smartphone geladen hat und Sie dies bislang nicht bemerkt haben. Möglicherweise hat Ihr Handy aber die weiter oben geschilderten Warnsignale gezeigt. Dann können Sie in der Regel mit einem ersten Scan feststellen, ob sich Malware auf Ihrem Handy befindet.
So gehen Sie vor:
  • Öffnen Sie den Google Play Store.
  • Tippen Sie auf das Profilsymbol oben rechts.
  • Tippen Sie auf „Play Protect“.
  • Tippen Sie auf das Zahnrad oben rechts.
  • Aktivieren Sie „Apps mit Play Protect scannen“ und „Erkennung schädlicher Apps verbessern“.
  • Tippen Sie im vorherigen Menü auf „Scannen“, um Ihr Smartphone sofort auf Malware zu überprüfen.
Bei vielen Smartphones ist diese Option bereits aktiviert. Dennoch sollten Sie dies in einem ersten Schritt überprüfen, wenn Sie vermuten, dass sich Malware auf Ihrem Smartphone befindet. Selbst wenn das Tool aktiviert ist, lohnt sich im Zweifel ein weiterer Scan.
Play Protect ersetzt allerdings keinen spezialisierten Virenscanner. Findet das Tool nichts und setzen sich die Hinweise auf einen Malware-Befall fort, lohnt sich ein genauerer Blick.

Trojaner vom Handy entfernen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Trojaner können zwar durchaus hartnäckig sein, doch meist ist es nicht allzu schwer, sie loszuwerden. Dabei können Sie verschiedene Ansätze verfolgen, um die Malware von Ihrem Handy zu entfernen.

Trojaner automatisch mithilfe einer Software entfernen

Der einfachste Weg, Trojaner und andere Malware auf dem Handy zu entfernen, ist die Automatisierung eines Antivirusprogramms. Tools wie Lookout erkennen Schadsoftware zuverlässig und helfen so dabei, Trojaner vom Smartphone zu entfernen. Diese Art von Geräteschutz trägt auch dazu bei, dass ein Angriff gar nicht erst stattfinden kann, da die Schutz-Software schädliche Aktivitäten im Vorfeld erkennt und blockiert. Für viele Nutzer:innen ist dies der naheliegendste Weg, wenn sie sich fragen: Wie entferne ich Malware vom Handy?
Mobile Virenscanner spüren also nicht nur Viren, Malware und Spyware auf Handys auf, sondern bereinigen sie häufig gleich. Darüber hinaus überprüfen sie regelmäßig die Geschwindigkeit von Downloads und Uploads.
Neben Lookout gibt es noch weitere Angebote auf dem Markt, um Malware vom Handy zu entfernen, beispielsweise:
  • Avast Antivirus
  • AVG AntiVirus
  • Bitdefender Mobile Security
  • F-Secure Total Security
  • G Data Mobile Security
  • McAfee Mobile Security
  • Norton Mobile Security
Die Beratungsgruppe Forbes Advisor empfiehlt Unternehmen den Einsatz von Antivirenprogrammen in jedem Fall. Werden Trojaner oder Malware auf dem Firmen-Smartphone nicht erkannt, könnten sensible Daten von Kund:innen entwendet werden – mit potenziell hohen Folgekosten.
Auf den Schutz der Antivirenprogramme sollten Sie sich aber auch nicht allein verlassen. Sorgfalt beim Umgang mit Passwörtern, allgemeine Vorsicht und Skepsis gehören in der digitalen Welt dazu, um Malware auf dem Handy vorzubeugen. Einige Trojaner tarnen sich sogar selbst als Virenschutzprogramm. Es ist daher wichtig, Programme aus vertrauenswürdigen Quellen zu nutzen und Testergebnisse zu vergleichen.

Malware vom Android-Handy manuell entfernen

Für Besitzer:innen von Android-Geräten ist es ab der Android-Version 6 Marshmallow möglich, über die Einstellungen herauszufinden, welche App eine Störung verursacht. Im Anschluss können Sie die potenzielle Malware auf dem Handy manuell entfernen, ohne auf eine zusätzliche Software zurückzugreifen.
Dafür navigieren Sie zum Menüpunkt „Apps & Benachrichtigungen | Anwendungen | Erweitert | Spezieller App-Zugriff“. Dort sehen Sie, welche App berechtigt ist, über anderen Apps angezeigt zu werden (also im Bildschirm-Vordergrund). Diese Berechtigung missbrauchen Malware-Apps häufig, um unaufgefordert Benachrichtigungen oder Pop-ups anzuzeigen und so zum Klicken zu animieren.
Entfernen Sie die App am besten komplett oder entziehen Sie ihr zumindest diese Berechtigung. Vor allem, wenn Sie sie nicht selbst aus vertrauenswürdiger Quelle wie dem Google Play Store heruntergeladen haben. Auf diese Weise können Sie die Malware vom Handy entfernen und verhindern, dass sich die Schadsoftware weiter ausbreitet.
Hilft das nicht weiter und die Probleme bleiben bestehen, starten Sie Ihr Smartphone im abgesicherten Modus neu. Das funktioniert bei den meisten Geräten, indem Sie während des Neustarts die Einschalttaste gedrückt halten. Der abgesicherte Modus ist besonders hilfreich, wenn Smartphone-Malware aktiv ist und sich im normalen Betrieb nicht löschen lässt.
Unser Tipp

Machen Sie vor dem Neustart einen Screenshot von der Anordnung Ihrer Anwendungen auf dem Hauptbildschirm. So können Sie Ihre Apps nach dem Bereinigen und Entfernen von Malware schnell wieder wie gewohnt anordnen.

Beim Neustart von Android-Geräten im abgesicherten Modus werden nur Apps gestartet, die ab Werk vorhanden waren. Das erleichtert es, Malware auf dem Smartphone zu erkennen.
Im abgesicherten Modus können Sie in den Einstellungen nach Apps schauen, die Ihnen verdächtig vorkommen, und diese deinstallieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, deinstallieren Sie zunächst Apps, die Sie kürzlich heruntergeladen haben, und schauen Sie dann, ob das Problem weiterhin auftritt.

Malware vom iPhone manuell entfernen – geht das?

iPhones gelten im Vergleich zu anderen Smartphones als besonders sicher. Das liegt an der stark abgeschotteten Architektur von iOS, die verhindert, dass sich Apps gegenseitig beeinflussen oder tief ins System eingreifen. Eine gezielte manuelle Entfernung einzelner Malware-Komponenten – wie sie unter Android möglich ist – gibt es auf dem iPhone daher nicht.
Scheint ein iPhone dennoch kompromittiert, etwa nach der Installation einer unseriösen App oder aufgrund von ungewöhnlichem Verhalten, bleibt nur eine verlässliche Maßnahme: das Zurücksetzen des Geräts über den Wiederherstellungsmodus. Dabei setzen Sie das iPhone vollständig neu auf, wodurch potenzielle Schadsoftware entfernt wird.
Sicherheitsexpert:innen – unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) – bescheinigen iPhones insgesamt eine hohe Grundsicherheit. Dennoch gilt: Auch auf iOS sollten Sie nur Apps aus dem offiziellen App Store installieren, Updates regelmäßig durchführen und verdächtige Aufforderungen konsequent ignorieren.

Handy zurücksetzen

Nützen all diese Schritte nichts, können Sie das Handy als letzten Ausweg ganz zurücksetzen. Dabei werden zwar alle Daten wie nachträglich installierte Apps, Passwörter und individuelle Einstellungen gelöscht, aber die Malware ist danach ebenfalls vom Handy gelöscht. Eventuell können Sie für die Wiederherstellung Ihrer Daten auf ein Back-up zurückgreifen. Allerdings ist es nach einem Trojaner-Angriff oder anderem Malware-Befall auf dem Handy immer sinnvoll, Passwörter und andere Zugangsdaten zu ändern.

Wie schütze ich mich in Zukunft vor Trojanern?

Folgende Maßnahmen können Ihnen helfen, sich vor einer Malware-Infektion zu schützen:
  • Regelmäßige Software-Updates: Software-Updates beseitigen oft Schwachstellen und sind ein zentraler Schutz vor Malware auf dem Handy. Mit jedem Tag, den Sie ein Update nicht installieren, erhöht sich das Risiko eines Angriffs.
  • Offizielle App-Stores nutzen: Verwenden Sie offizielle Portale zum Herunterladen von Apps, z.B. den Google Play Store und den App Store. So verringern Sie das Risiko, eine Malware-App auf dem Handy zu installieren. Lesen Sie vorab die Bewertungen zu den Anwendungen und vergleichen Sie diese auch mit Bewertungen außerhalb der Portale.
  • Auf verdächtige Links achten: Klicken Sie grundsätzlich nicht auf Links von Fremden oder wenn Ihnen etwas daran verdächtig vorkommt. Phishing ist eine der häufigsten Ursachen für Malware auf dem Handy.
  • Öffentliche WLAN meiden: Die Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke ist mit Risiken behaftet. Ohne zusätzliche Absicherung können Cyberkriminelle hierüber Malware auf Ihr Smartphone einschleusen. Nutzen Sie daher möglichst eine Verbindung mit VPN, um sich vor Smartphone-Malware zu schützen.
  • Antivirensoftware installieren: Durch den Einsatz von Antivirensoftware sind Sie deutlich besser vor Malware auf dem Handy geschützt. Solche Programme erkennen Bedrohungen frühzeitig und helfen, sie zu blockieren. Es gibt allerdings keinen Rundumschutz, der alle Handy-Bedrohungen zuverlässig abwehrt.

Trojaner auf Android-Handys: Woher kommen sie?

Einfallstor Nummer eins für Trojaner auf dem Handy sind infizierte Anwendungen. Sie tarnen sich als nützliche Programme und erscheinen völlig harmlos. Arglose Nutzer:innen installieren die Malware-Apps dann unbemerkt inklusive Trojaner auf dem Handy, z.B. durch den Download eines Puzzle-Spiels oder einer Taschenlampen-App.
Die häufigsten Infektionswege von Trojanern auf dem Handy sind:
  • SMS/MMS: Die simpelsten Angriffsmethoden laufen nach wie vor über die Messaging-Formate SMS und MMS. Diese Form von Handy-Malware nutzt meist menschliche Schwächen wie Neugier oder Unachtsamkeit aus. So geben sich Angreifer:innen beispielsweise als Paketdienstleister wie DHL oder ein Online-Shop aus. In der Regel fordern sie dazu auf, einen Link anzuklicken oder eine App herzunterzuladen, etwa um eine Bestellung oder ein Paket zu verfolgen. Diese Links führen teilweise zu täuschend echt gestalteten Webseiten oder gar zu echten Webseiten, die durch Schadsoftware „überblendet“ sind.
  • E-Mails: Ein weiterer Infektionsweg sind E-Mails, die zum Download von Dateianhängen auffordern. Auch bei der Datenübertragung per Bluetooth von unbekannten Geräten können sich Malware und Trojaner auf dem Handy einschleichen.
  • Sicherheitslücken: Nicht selten nutzen Trojaner Sicherheitslücken von Software aus. Durch das Öffnen präparierter Bilder oder Videos installierten sich Trojaner und Malware auf dem Smartphone teils vollkommen unbemerkt. Manchmal erfahren Nutzer:innen erst von Sicherheitslücken, wenn der Software-Anbieter ein Update für ihre Beseitigung veröffentlicht.
Übrigens: Ein Grund dafür, warum Trojaner auf dem iPhone weniger Probleme verursachen, ist der weltweit höhere Marktanteil von Android-Smartphones. Android-Geräte sind daher ein attraktiveres Ziel für Smartphone-Malware. Außerdem halten sich iPhone-Nutzer:innen bei Downloads meist an die kontrollierten Angebote im App Store von Apple. Android hingegen ist eine offenere Plattform mit entsprechend mehr Angriffsfläche für Malware und andere dubiose Angebote.

Unser Fazit: Trojaner auf dem Handy früh erkennen und gezielt schützen

Trojaner und andere Malware sind auf dem Handy längst kein Randthema mehr, sondern eine reale Gefahr für private und geschäftliche Daten. Wer Warnsignale früh erkennt und im Ernstfall richtig reagiert, kann Malware vom Smartphone entfernen und größere Schäden vermeiden.
Neben manuellen Maßnahmen und regelmäßigen Updates spielt ein verlässlicher Geräteschutz eine zentrale Rolle. Sicherheitslösungen wie Vodafone Lookout oder Microsoft Defender for Business helfen dabei, Malware auf dem Handy automatisch zu erkennen, zu blockieren und zu entfernen – oft, bevor sie Schaden anrichten kann.
So behalten Sie die Kontrolle über Ihre mobilen Geräte und schützen sensible Informationen nachhaltig.
Quelle: https://www.vodafone.de/business/blog/trojaner-vom-handy-entfernen-anleitung-und-praevention-20466/

Incident Response erklärt: Schnelle Reaktion bei Cybervorfällen

Verdächtige Logins oder ein Cloud-Dienst, der plötzlich Alarm schlägt: In solchen Momenten ist schnelles Handeln unabdingbar. Oft entscheidet nicht die Technik, sondern klar strukturierte Abläufe darüber, wie schnell der Betrieb wieder stabil läuft. Genau dafür gibt es Incident-Response-Pläne. Sie bringen Ordnung in Sicherheitsvorfälle und verhindern, dass Mitarbeitende unter Druck improvisieren müssen.

Was ist Incident Response?

Incident Response (frei übersetzt: Vorfallreaktion) ist ein zentraler Baustein des Cybersecurity-Risikomanagements und beschreibt den strukturierten Umgang mit Sicherheitsvorfällen. Bei Cyberangriffen oder Datenschutzverletzungen soll Incident Response Datenverluste, Betriebsunterbrechungen, Kosten sowie Reputationsschäden begrenzen. Ohne klaren Plan verlieren Unternehmen, Behörden und Organisationen im Ernstfall wertvolle Zeit.

Ein guter Incident-Response-Plan regelt weit mehr als technische IT-Sicherheit. Er klärt Zuständigkeiten und Pflichten, definiert interne Meldewege und legt fest, welche Informationen Ihr Unternehmen für Kunden, Partner oder Aufsichtsstellen bereithält. So entsteht aus hektischem Einzelhandeln ein koordinierter Ablauf: Teams entscheiden ruhiger und setzen Prioritäten schneller.

Arten von Sicherheitsvorfällen

Vorfälle, die eine Incident Response erfordern, sind z. B.

In solchen Fällen zählt vor allem, dass die erste Einordnung schnell gelingt: Ist der Vorfall echt, welche Systeme sind betroffen und welche Entscheidung braucht das Team sofort?

Liegt ein Event oder ein Incident vor?

Die klare Trennung zwischen Event (Ereignis) und Incident (Vorfall) ist wichtig, um angemessen zu reagieren.

  • Ein Event ist zunächst ein beobachtbarer Vorgang in Systemen, Netzwerken, Services oder Cloud-Umgebungen. Ein Event kann ein auffälliger Log-Eintrag, ein ungewöhnlicher Login oder eine Systemmeldung sein.
  • Ein Incident liegt vor, wenn aus einem Event eine Sicherheitsverletzung oder ein Verstoß gegen Sicherheitsrichtlinien entsteht. Dieser kann die Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit von Daten und Systemen betreffen.

Der Incident-Response-Plan macht Vorbereitung verbindlich

Ein Incident-Response-Plan schafft Klarheit, bevor es kritisch wird. Das Dokument beschreibt:

  • Wer welche Rolle übernimmt.
  • Wann das Team den Plan aktiviert.
  • Wie Informationen fließen.
  • Welche Maßnahmen das Team bei Erkennung, Eindämmung, Beseitigung, Wiederherstellung und Nachbereitung ergreift.

Damit der Plan im Unternehmen Gewicht hat, sollte die Geschäftsführung ihn freigeben und für die gesamte Belegschaft verfügbar machen.

Der Reaktionsplan darf kein PDF sein, das im digitalen Keller verstaubt. Er bleibt nur wirksam, wenn Ihr Unternehmen ihn regelmäßig überprüft, testet und bei Veränderungen sowie nach Vorfällen aktualisiert. Neue Cloud-Services, andere Dienstleister, veränderte Verantwortlichkeiten oder regulatorische Vorgaben wie die EU-Richtlinie NIS2 mit ihren strikten Meldepflichten können eine Anpassung bestehender Pläne erforderlich machen.

Vorbereitung beginnt außerdem bei den Mitarbeitenden. Wer verdächtige E-Mails, ungewöhnliche Rechnerzustände oder Zugriffsprobleme melden soll, braucht klare Meldewege und die Sicherheit, dass auch ein Fehlalarm willkommen ist. Eine solche Kultur verkürzt die Zeit bis zur ersten Analyse und verhindert, dass Hinweise aus Unsicherheit liegen bleiben.

Ein belastbarer Incident-Response-Plan sollte mindestens diese Bestandteile abdecken

  • Aktivierungskriterien für bestätigte und vermutete Sicherheitsvorfälle
  • Rollen und Verantwortlichkeiten für technische, rechtliche und kommunikative Aufgaben
  • Kontaktliste für z. B. Führungsebene, IT, Rechtsabteilung, Kommunikation, Partner und externe Unterstützung
  • Eskalationswege und Entscheidungsbefugnisse für kritische Maßnahmen
  • Kommunikationsvorlagen, einschließlich einer vorbereiteten Erstmeldung für Medienanfragen
  • Vorgaben für Dokumentation, Beweissicherung, Reporting und Nachbereitung
  • Übungsplan mit moderierten Tabletop Exercises, technischen Simulationen oder Purple Teaming, bei dem Angriffs- und Verteidigungsperspektive zusammenarbeiten

Playbook als Ergänzung zum Plan

Ein Playbook (szenariobasierte Handlungsanleitung) ergänzt den Plan dort, wo wiederkehrende Szenarien konkrete Schritte brauchen. Bei Ransomware kann ein Playbook zum Beispiel festlegen, wie das Incident-Response-Team betroffene Systeme isoliert, welche Backups es prüft und welche forensischen Daten das Team sichert. Der Incident-Response-Plan bleibt die übergreifende Leitlinie, das Playbook liefert die operative Schrittfolge.

Eine weitere Ergänzung kann ein Runbook sein. Darin sind in der Regel technische Schritt-für-Schritt-Anleitungen für spezifische Aufgaben enthalten.

Incident-Response-Teams

Je besser das im Plan definierte Incident-Response-Team vorbereitet ist, desto geringer sind die Auswirkungen auf den Betrieb. Das Team kann sich je nach Organisation auf mehrere Funktionsbereiche verteilen. Wichtig ist, dass die Rollen für Steuerung, technische Analyse, Wiederherstellung, rechtliche Bewertung und Kommunikation vor dem Ernstfall besetzt sind.

Die Bezeichnungen variieren. Gängig sind beispielsweise

  • Cyber-Incident-Response-Team (CIRT)
  • Computer-Security-Incident-Response-Team (CSIRT)
  • Computer-Emergency-Response-Team (CERT)

Frameworks und Phasen des Incident-Response-Prozesses

Frameworks (Referenzrahmen) helfen Ihnen dabei, Incident Response nicht erst in der Krise zu erfinden. Sie zeigen, welche Aufgaben vor, während und nach einem Vorfall zusammengehören.

Dabei sind zwei Ebenen besonders relevant: Das NIST-Cybersecurity-Framework des National Institute of Standards and Technology ordnet Incident Response in das übergreifende Cybersecurity-Risk-Management ein. Das SANS Institute (SysAdmin, Audit, Networking and Security) beschreibt die einzelnen Phasen für die praktische Bearbeitung eines Vorfalls.

Das NIST-Cybersecurity-Framework 2.0

Die sechs Funktionen des NIST-Cybersecurity-Frameworks 2.0 dienen als Orientierungsebene. Neu in Version 2.0 ist die Funktion Govern – sie hebt Cybersecurity auf die Führungsebene:

  • Govern: Verantwortlichkeiten, Prioritäten und Steuerung festlegen.
  • Identify: Assets, Risiken und Abhängigkeiten erkennen.
  • Protect: Schutzmaßnahmen und Vorbereitung aufbauen.
  • Detect: verdächtige Aktivitäten und Sicherheitsereignisse feststellen.
  • Respond: Vorfälle koordinieren, eindämmen und bearbeiten.
  • Recover: Systeme, Daten und Prozesse wiederherstellen.

Für Incident Response im Speziellen hat das NIST im April 2025 SP 800-61 Rev. 3 veröffentlicht – ein konkreter Leitfaden, der Empfehlungen direkt am NIST-Cybersecurity-Framework (CSF 2.0) ausrichtet.

Das SANS-Modell

Im operativen Bereich nutzen viele Teams das SANS-Modell. Es beschreibt, in welchen Schritten ein Incident-Response-Team einen Vorfall bearbeitet. Im Ernstfall ist diese Reihenfolge besonders hilfreich, weil sie die nächsten Schritte greifbar macht.

Die sechs SANS-Phasen lauten:

  • Preparation: Pläne, Rollen, Tools, Backups und Übungen vorbereiten.
  • Identification: Hinweise prüfen, Incidents klassifizieren und Auswirkungen einschätzen.
  • Containment: Ausbreitung stoppen und betroffene Bereiche kontrollieren.
  • Eradication: Ursache entfernen, Malware beseitigen und Schwachstellen schließen.
  • Recovery: Systeme aus sauberen Backups wiederherstellen oder neu aufsetzen und überwachen.
  • Lessons Learned: Ablauf auswerten, Hauptursache analysieren und Verbesserungen ableiten.

Beide Perspektiven ergänzen sich. NIST hilft, wenn Geschäftsführung und IT-Sicherheitsverantwortliche Incident Response in Governance und Risikomanagement einbetten wollen. SANS unterstützt Teams, die im konkreten Vorfall wissen müssen, was nach der ersten Meldung passiert und welche Arbeitsergebnisse die Bearbeitung liefern soll.

Incident-Response-Tools in Zeiten von KI

Bei Sicherheitsvorfällen zählt jede Minute. Aktuelle Bedrohungsdaten der Cybersicherheitsfirma CrowdStrike zeigen, wie eng die Zeitfenster werden: Die durchschnittliche Breakout Time – die Zeit zwischen dem ersten Zugriff und der seitlichen Ausbreitung im Netzwerk – lag laut Global Threat Report 2026 bei nur 29 Minuten. Rund 82 % der erkannten Angriffe arbeiteten dabei ohne klassische Malware. Gleichzeitig meldet CrowdStrike einen Anstieg KI-gestützter Angriffe um 89 % gegenüber dem Vorjahr.

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Bedrohungslage gleich doppelt. Cyberkriminelle nutzen sie selbst zur Verstärkung von Angriffen – und zugleich werden Unternehmens-KI-Systeme zum Ziel. Der IBM Cost of a Data Breach Report 2025 zeigt, dass KI ein beliebtes Ziel von Hackern ist:

  • 13 % der Organisationen meldeten Sicherheitsvorfälle, die ihre KI-Modelle oder KI-Anwendungen betrafen.
  • 97 % dieser betroffenen Organisationen hatten keine angemessenen KI-Zugriffskontrollen.
  • Bei 60 % der Vorfälle kam es zu weitreichender Datenkompromittierung, bei 31 % zu Betriebsunterbrechungen.

Eine Strategie gegen KI-gestützte Angriffe im Bereich der Incident Response gewinnt also an Bedeutung.

Incident-Response-Tools

Um mit dieser Geschwindigkeit Schritt zu halten, setzen Incident-Response-Teams auf spezialisierte Werkzeuge:

  • SIEM (Security Information and Event Management): Logdaten sammeln, Ereignisse korrelieren und Alerts priorisieren
  • EDR (Endpoint Detection and Response): Endpunkte überwachen, Bedrohungen erkennen und Eindämmung unterstützen
  • SOAR (Security Orchestration, Automation and Response): Playbooks, Tickets, Eskalationen und repetitive Response-Aufgaben automatisieren
  • XDR (Extended Detection and Response): Telemetrie aus Endpunkten, Netzwerk, Cloud und weiteren Quellen zusammenführen
  • Forensische Werkzeuge: Beweise sichern, Systemzustände analysieren und Angriffsspuren rekonstruieren
  • Threat-Intelligence-Plattformen: Kompromittierungsindikatoren (IoC) und aktuelle Angriffsinformationen bereitstellen

Incident Response im Überblick

  • Incident Response ist der strukturierte Umgang mit Sicherheitsvorfällen – von der Vorbereitung bis zur Nachbereitung.
  • Aus einem Event wird ein Incident, sobald eine Sicherheitsverletzung oder ein Verstoß gegen Sicherheitsrichtlinien vorliegt.
  • NIST liefert die Einbettung in das Cybersecurity-Risikomanagement, SANS beschreibt die praktische Phasenlogik.
  • Ein Incident-Response-Plan braucht Freigabe der Geschäftsführung, klare Rollen, Kommunikationswege, regelmäßige Tests und kontinuierliche Pflege.
  • Wer KI-gestützte Angriffe einplant und passende Tools einsetzt, ist im Ernstfall klar im Vorteil.

Wirksame Incident Response entsteht, wenn Definition, Plan, Team und operative Maßnahmen zusammenarbeiten.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/incident-response/

Günstiges iPhone: Unsere Preis-Tipps für 2026

Du möchtest ein iPhone, aber möglichst wenig Geld ausgeben? Kein Problem – auch 2026 findest du starke Apple-Modelle für Sparfüchse. Wir haben vier starke günstige iPhones für Dich herausgesucht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das iPhone 17e ist Apples aktuelles Einsteiger-iPhone.
  • Das iPhone 16 überzeugt auch 2026 mit Top-Features.
  • Das iPhone 15 ist nach wie vor eine solide Wahl für alle, die sparen möchten.
  • Das iPhone 15 Pro (refurbished) bietet Dir günstig Pro-Features zum kleinen Preis.
  • iPhone 17e, 16 und 15 Pro bieten Zugriff auf Apple Intelligence.

iPhone 17e: Das aktuelle Einsteiger-iPhone

Das iPhone 17e ist das günstigste Modell, das Apple 2026 verkauft. Es ist als preiswerte Alternative zur Hauptserie positioniert und im Vergleich zum iPhone 16e aufgerüstet.

Display, Kamera, und Design

  • Super Retina XDR Dis­play mit 6,1 Zoll: helles und scharfes Panel, handliche Größe
  • 48-Megapixel-Hauptkamera: Foto- und Videoqualität auf hohem Niveau
  • Klassische Notch: Die von vielen früheren iPhones bekannte Displaykerbe mit integrierter Frontkamera und Face-ID-Sensoren

Chip, Performance und KI

  • A19-Chip: aktueller Premium-Chip von Apple für starke Performance und Zukunftssicherheit
  • Apple Intelligence: starke KI-Funktionen
  • iOS-Updates: langfristiger Software-Support für viele Jahre garantiert

Für wen ist das iPhone 17e geeignet?

Wer das günstigste aktuelle iPhone möchte und mit einem einzelnen Kameraobjektiv auskommt, trifft mit dem iPhone 17e die richtige Wahl.

iPhone 16: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Seit dem Launch des iPhone 17 ist das iPhone 16 im Preis gesunken und damit zur attraktiven Option geworden. Mit Features wie Dual-Kamera, Dynamic Island und einer dedizierten Kamerataste hat es dem neueren iPhone 17e sogar etwas voraus.

Display und Performance

  • Super Retina XDR Dis­play mit 6,1 Zoll: scharfes und helles Panel, kompakt genug für Einhandbedienung
  • Dynamic Island: schmale Aussparung für die Frontkamera, die auch als Anzeige- und Bedienelement fungiert
  • A18-Chip: immer noch leistungsstark und trotzdem sparsam
  • Apple Intelligence: Unterstützung von Apples KI
  • iOS-Updates: Aktualisierungen noch für viele Jahre 

Dualkamera

  • 48-Megapixel-Hauptkamera: starker Allrounder für Fotos und Videos
  • 12-Megapixel-Ultraweitwinkel: für weitläufige Aufnahmen
  • Kamerasteuerung: Hardware-Taste für schnelle Kameraaufnahmen

Für wen ist das iPhone 16 geeignet?

Du möchtest Premiumfunktionen wie eine starke Dual-Kamera, einen flotten Chip und die Dynamic Island – aber preislich gegenüber dem iPhone 17 sparen? Dann ist das iPhone 16 eine Empfehlung.

iPhone 15: Bewährt und günstiger denn je

Das iPhone 15 ist schon zwei Generationen alt – und genau deshalb so günstig wie nie. Dabei gehört es keineswegs zum alten Eisen. Das Modell überzeugt nach wie vor mit soliden Features.

Display und Chip

  • Super Retina XDR Dis­play mit 6,1 Zoll: satte Farben, hohe Helligkeit und angenehme Auflösung
  • Dynamic Island: interaktives Benachrichtigungselement rund um die Frontkamera
  • A16 Bionic-Chip: bewährte Performance für alle Alltagsaufgaben
  • iOS-Updates: mehrere Jahre iOS-Updates

Dualkamera

  • 48-Megapixel-Hauptkamera: die gleiche starke Linse wie im iPhone 16
  • 12-Megapixel-Ultraweitwinkel: für Gruppenfotos und Landschaftsaufnahmen

Für wen eignet sich das iPhone 15?

Wer ein solides iPhone zum guten Preis sucht, trifft mit dem iPhone 15 eine vernünftige Wahl. Beachte: Das Modell unterstützt Apple Intelligence nicht.

iPhone 15 Pro (refurbished): Pro-Features zum Sparpreis

Du träumst von einem Pro-iPhone, möchtest aber nicht mehr als 1.000 Euro dafür ausgeben? Dann lohnt sich ein Blick auf das iPhone 15 Pro (refurbished).

Refurbished bedeutet: Das Gerät ist gebraucht – wurde aber geprüft, gereinigt und auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Du bekommst ein voll funktionstüchtiges Top-iPhone zu einem deutlich reduzierten Preis.

Leistung, KI und Display

  • Super Retina XDR Dis­play mit 6,1 Zoll und ProMotion: 120-Hz-Display für butterweiche Animationen
  • Always-on-Display: Uhrzeit und Benachrichtigungen immer im Blick
  • Apple A17 Pro Chip: auch 2026 noch sehr schnell unterwegs
  • Apple Intelligence: Zugriff auf Apples KI

Premium-Kamera und -Gehäuse

  • 48-Megapixel-Hauptkamera: besonders starke Allround-Kamera mit großem Bildsensor
  • 12-Megapixel-Ultraweitwinkel: Spezialist für weitläufige Aufnahmen
  • 12-Megapixel-Teleobjektiv: optischer 3-fach-Zoom für weit entfernte Motive
  • Titan-Gehäuse: edles, robustes Design und hochwertige Haptik

Für wen eignet sich das iPhone 15 Pro (refurbished)?

Du möchtest ein Pro-Modell mit exzellenter Kamera und ProMotion-Display, aber keinen Pro-Preis zahlen – und hast nichts gegen ein gut erhaltenes Gebrauchtgerät? Dann ist das iPhone 15 Pro immer noch ein sehr gutes iPhone, an dem Du viele Jahre Freude haben wirst.

Wichtig: Kaufe gebrauchte iPhones nur von seriösen Händlern oder zertifizierten Apple-Partnern, damit Du auch wirklich von Garantie und Qualitätssicherung profitierst.

Das günstige iPhone finden: Worauf Du achten solltest 

Bevor Du Dich für ein günstiges iPhone-Modell entscheidest, solltest Du folgende Fragen klären:

Nutzungsdauer und Update-Support 

Wie lange möchtest Du das iPhone nutzen? Je länger, desto mehr lohnt sich ein neueres Modell mit noch längerem Update-Support. 

Apple Intelligence 

Möchtest Du Apple Intelligence verwenden? Dann brauchst Du mindestens ein iPhone 15 Pro – oder das iPhone 17e beziehungsweise iPhone 16. Das iPhone 15 bietet das Feature nicht. 

Kameraqualität 

Legst Du Wert auf Kameraqualität? Das iPhone 15 Pro (refurbished) und das iPhone 16 sind hier die stärksten Optionen. 

Tarif und Bundle-Angebote 

Mit dem richtigen Tarif kannst Du monatlich sparen: Kombiniere Dein neues iPhone mit einem passenden Vodafone-Tarif und profitiere von attraktiven Bundle-Angeboten.

Fazit: Diese günstigen iPhones 2026 solltest Du Dir anschauen

Die gute Nachricht: Du musst 2026 nicht tief in die Tasche greifen, um ein starkes iPhone zu bekommen. Du hast die Wahl:

  • iPhone 17e: beste Option für alle, die ein 17er-Modell möchten
  • iPhone 16: Top-Features mit erstklassigem Preis-Leistungs-Verhältnis – sogar mit Vorteilen im Vergleich zum iPhone 17e
  • iPhone 15: die bewährte Sparoption für alle, die ein solides iPhone möchten und Apple Intelligence nicht brauchen
  • iPhone 15 Pro (refurbished): starke Pro-Qualität samt Dreifach-Kamera und ProMotion-Display, ohne den Pro-Preis

FAQ: Häufige Fragen zu günstiges iPhones

Welches günstige iPhone unterstützt Apple Intelligence?

Günstige Phones, die Apple Intelligence unterstützen sind iPhone 17e, iPhone 16 und iPhone 15 Pro.

Für wen eignet sich das iPhone 17e?

Das iPhone 17e empfehlen wir allen, die das günstigste Modell der aktuellen iPhone-Generation möchten. Es bietet Dir einen modernen A19-Chip, ein 6,1 Zoll großes Super Retina XDR Display, eine 48-Megapixel-Hauptkamera und langfristigen iOS-Support.

Ist das iPhone 15 im Jahr 2026 noch empfehlenswert?

Ja, das iPhone 15 ist auch 2026 noch stark – wenn Du ein solides iPhone zu einem besonders guten Preis suchst. Beachte aber: Das günstige Apple-Handy unterstützt Apple Intelligence nicht.

Lohnt sich ein refurbished iPhone 15 Pro?

Ein refurbished iPhone 15 Pro erfüllt Deine Handy-Wünsche, wenn Du folgende Pro-Features zum guten Preis möchtest: 120-Hz-ProMotion-Display, Always-on-Display, Titan-Gehäuse und ein starkes Kamerasystem mit Teleobjektiv.

Worauf sollte ich beim Kauf eines günstigen iPhones achten?

Prüfe beim Kauf vor allem den Zustand des Akkus, die Speicherkapazität, den iOS-Support – und falls es Dir wichtig ist: die Unterstützung von Apple Intelligence. Bei refurbished iPhones sind außerdem Garantie, Rückgaberecht und ein seriöser Händler wichtig.

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/article/guenstiges-iphone-diese-modelle-bieten-sich-an-180888

Wann kommt 6G? Chancen und Zukunftsaussichten für Unternehmen

Mit 6G steht die nächste Mobilfunkgeneration vor der Tür und verspricht, die Art und Weise, wie wir kommunizieren und arbeiten, grundlegend zu verändern. Hier erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Aspekte von 6G, darunter die Vorteile gegenüber 5G, mögliche Herausforderungen, potenzielle Anwendungen sowie der voraussichtliche Einführungstermin.

Was ist 6G?

6G steht für die sechste Generation der Mobilfunktechnologie. Der kommende Mobilfunkstandard ist der nächste große Schritt in der drahtlosen Kommunikation und stellt den Nachfolger der derzeit weit verbreiteten 5G-Technologie dar.

Obwohl 5G-Mobilfunk mittlerweile in Industrieländern als weitverbreiteter Standard gilt, befindet sich die leistungsstärkste Standalone-Variante (SA) bei vielen Netzanbietern immer noch im Ausbau. 5G-SA soll das einstige Versprechen einlösen und neue Maßstäbe in Sachen Geschwindigkeit, Latenz, Kapazität und Konnektivität setzen. 6G soll diese Ziele zukünftig noch übertreffen und dadurch neue Möglichkeiten schaffen.

Das 6G-Netz soll u. a. die Kapazität bieten, eine noch größere Anzahl von Geräten und Sensoren gleichzeitig zu verbinden. Dies ist vor allem für die fortschreitende Vernetzung im Internet der Dinge (IoT) entscheidend. Die Technologie soll künftig Milliarden von Geräten weltweit vernetzen.

Um den Datenverkehr effizient zu steuern, wird künstliche Intelligenz tief in die Mobilfunknetze integriert. Dadurch können Daten in Echtzeit verarbeitet und Entscheidungen direkt am Rand des Netzwerks getroffen werden.

Der aktuelle Entwicklungsstand

Bislang steckt 6G noch in der Entwicklungsphase. Experten gehen aktuell davon aus, dass der breite, kommerzielle Einsatz von 6G ab 2030 möglich sein wird.

Derweil arbeiten bereits viele Länder und führende Technologieunternehmen intensiv an der Forschung und Standardisierung. Länder wie China, Südkorea, Japan und die USA haben bereits Initiativen gestartet.

In Deutschland forschen u. a. Fraunhofer-Institute und Mobilfunkanbieter an der Technologie. Ende 2025 hat das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die 6G-Forschungsroadmap 2025–2030 veröffentlicht. Sie legt die strategische und technische Ausrichtung für den Mobilfunkstandard in Deutschland fest.

Auf dem Mobile World Congress 2026 (MWC), einer Fachmesse für Konnektivität, stellte der Chip-Hersteller Qualcomm in Zusammenarbeit mit weiteren Technologie-Firmen einen Plan für die Einführung von 6G vor. Dieser Roadmap zufolge strebt die Allianz eine Einführung des 6G-Netzes ab 2029 an. 6G-fähige Mobilfunkgeräte könnten hingegen schon früher erscheinen.

Das sind die Vorteile von 6G gegenüber 5G

Während 5G bereits bedeutende Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängern bietet, verspricht 6G, die Grenzen der drahtlosen Kommunikation noch weiter zu verschieben. Die nächste Generation soll nicht nur die bestehende Mobilfunktechnologie verbessern, sondern auch völlig neue Möglichkeiten eröffnen:

  • Höhere Geschwindigkeit: 6G soll deutlich schnellere Datenübertragungen ermöglichen, mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Terabit pro Sekunde (Tbit/s). Dies wäre etwa 100-mal schneller als 5G und würde den Austausch großer Datenmengen in Sekundenbruchteilen ermöglichen. Zudem sollen sich Download- und Upload-Geschwindigkeiten annähern.
  • Niedrige Latenzzeiten: 6G soll die Latenzzeiten auf unter 1 Millisekunde reduzieren und eine nahezu verzögerungsfreie Kommunikation ermöglichen. Dies wäre u. a. für Anwendungsfälle wie autonome Fahrzeuge oder industrielle Automatisierung entscheidend.
  • Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit: 6G-Netzwerke sollen künftig eine deutlich höhere Verbindungsdichte ermöglichen und gleichzeitig zuverlässiger sowie robuster werden. Das käme insbesondere sicherheitskritischen Anwendungen zugute. Zudem soll 6G die Netzabdeckung verbessern – auch in entlegenen Gebieten.
  • Integration von KI und maschinellem Lernen: 6G-Netze sollen künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen tief in ihre Architektur integrieren, um Echtzeit-Analysen und adaptive Dienste zu ermöglichen. Dadurch könnten Netzwerke intelligenter und anpassungsfähiger werden.
  • Neue und erweiterte Anwendungen: 6G soll die Entwicklung neuer Anwendungen wie holografische Kommunikation, immersive Virtual- und Augmented-Reality-Erlebnisse und fortschrittliche IoT-Systeme ermöglichen.

6G als Radar?

Im Rahmen des MWC 2026 wurde eine weitere theoretische Einsatzmöglichkeit für 6G-Technologie in Aussicht gestellt: Über „Integrated Sensing and Communications“ (ISAC) könnte 6G auch als eine Art Radar fungieren, mit dem sich etwa Objekte, Entfernungen und Geschwindigkeiten messen lassen.

Die Herausforderungen von 6G

Obwohl 6G enorme Potenziale bietet, gibt es eine Reihe von Hürden, die überwunden werden müssen, bevor die Technologie flächendeckend eingeführt werden kann. Diese Herausforderungen betreffen sowohl die technologische Entwicklung als auch regulatorische und gesellschaftliche Aspekte:

  • Technologische Herausforderungen: Die Nutzung von Terahertz-Frequenzen erfordert neue Antennentechnologien und eine dichtere Netzwerkinfrastruktur. Hohe Frequenzen haben eine geringe Reichweite und werden leicht durch Hindernisse blockiert. Daher sind technische Innovationen und ein dichteres Netz an Basisstationen nötig.
  • Sicherheitsaspekte und Regulatorisches: 6G bringt neue regulatorische Herausforderungen mit sich, einschließlich der Zuweisung von Frequenzspektren und der Einhaltung globaler Standards. Zudem steigt die Bedeutung der Netzwerksicherheit, da etwa die tiefere KI-Integration neue Schwachstellen schaffen könnte.
  • Energieverbrauch und Nachhaltigkeit: Durch die dichtere Infrastruktur und höhere Netzwerkkapazität droht der Gesamtenergieverbrauch zu steigen. Gleichzeitig gilt Energieeffizienz als zentrales Designziel von 6G. Um die Nachhaltigkeit sicherzustellen, sind energieeffiziente Technologien und erneuerbare Energiequellen unverzichtbar.
  • Kosten und Investitionen: Die Entwicklung und Implementierung von 6G erfordern erhebliche Investitionen in Forschung, Entwicklung und Infrastruktur. Sowohl Netzbetreiber als auch staatliche Förderprogramme stehen vor der Aufgabe, diese Mittel bereitzustellen.

Hier könnte 6G Anwendung finden

Die Einführung von 6G wird eine Vielzahl neuer Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten mit sich bringen, die über das hinausgehen, was mit 5G-Netzen realisierbar ist. Die hohe Geschwindigkeit, die besonders niedrige Latenz und die tiefe Integration von künstlicher Intelligenz werden in verschiedenen Branchen transformative Veränderungen herbeiführen. Dies sind einige Beispiele:

  • Industrie 4.0: 6G soll eine stärkere Automatisierung und Vernetzung in der Produktion ermöglichen. Davon dürften u. a. Smart Factories profitieren, in denen Maschinen und Roboter zukünftig noch effizienter und autonomer arbeiten.
  • Gesundheitswesen: 6G soll fortschrittliche Telemedizin, wie Fernoperationen und Echtzeit-Patientenüberwachung, unterstützen. So leistet es der Digitalisierung im Gesundheitswesen Vorschub und eröffnet neue Anwendungsfelder.
  • Logistik: 6G soll es autonomen Fahrzeugen und Drohnen ermöglichen, in Echtzeit zu kommunizieren und sich effizienter durch den Verkehr oder entlang von Lieferketten zu bewegen als bisher mit 5G. Das könnte die Logistik deutlich optimieren.
  • Smart Cities: 6G soll zur Entwicklung von Smart Cities beitragen, indem es eine nahtlose Kommunikation zwischen vernetzten Infrastrukturen schafft. Das soll die städtische Effizienz und Sicherheit verbessern.
  • Erweitertes und immersives Entertainment: 6G könnte das Entertainment mit extrem schnellen Übertragungen revolutionieren. Holografische Kommunikation und immersive Virtual- und Augmented-Reality-Erlebnisse dürften dann Realität werden.

Wann kommt 6G?

Ein fester Startpunkt für 6G lässt sich derzeit nicht definieren. Der Prozess für die internationale Standardisierung hat 2025 begonnen: In der ersten Studienphase werden technische Anforderungen und Use Cases untersucht, bevor konkrete Spezifikationen festgelegt und neue Technologien in realen Umgebungen getestet werden. Erste Pilotprojekte könnten ab 2028 starten, der breite kommerzielle Rollout wird ab 2030 erwartet.

Der genaue Zeitplan hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Technologische Reife: neue Hardware, Antennensysteme und Lösungen für den Energieverbrauch
  • NetzwerksicherheitSchutz vor neuen Angriffsvektoren, etwa durch tiefere KI-Integration
  • Regulierung: Zuweisung von Frequenzspektren und Schaffung internationaler Standards
  • Investitionen: Aufbau der notwendigen Infrastruktur durch Netzbetreiber und staatliche Förderung

6G im Überblick

6G …

  • wird die nächste Generation der Mobilfunktechnologie sein, die höhere Geschwindigkeiten und geringere Latenzzeiten als 5G bieten soll.
  • soll neue Anwendungen ermöglichen, darunter fortschrittliche industrielle Automatisierung, Telemedizin und autonome Fahrzeuge.
  • wird erhebliche Herausforderungen mit sich bringen – etwa technologische, regulatorische und energiebezogene Hürden.
  • wird voraussichtlich frühestens ab 2030 verfügbar sein.
  • soll neue Möglichkeiten für Kommunikation, Arbeit und Innovation schaffen.

iPhone 18 – Erscheint ein Teil der Flotte später?

Hier findest Du alle aktuellen Gerüchte zu iPhone 18, iPhone 18 Pro (Max) und iPhone 18e. Lies jetzt, welche Neuerungen für die kommenden iPhones im Gespräch sind. Obendrein werfen wir einen Blick auf die mutmaßlichen Preise und das wahrscheinliche Release-Datum der iPhone-18-Modelle.

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Bitte beachte: Alle Aussagen in diesem Artikel beruhen auf Gerüchten. Außerdem orientieren wir uns an den Ausstattungsmerkmalen der iPhone-17-Modelle. Sicherheit zu den Specs des iPhone 18 gibt es erst, wenn Apple das Gerät offiziell vorgestellt hat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Voraussichtlich wird es vier iPhone-18-Modelle geben: iPhone 18, iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und iPhone 18e.
  • Der iPhone-18-Release soll gestaffelt erfolgen: Nicht alle Modelle erscheinen wohl 2026.
  • Größere Änderungen kommen wohl nur für die Pro-Modelle.
  • Die Preise für iPhone 18 und Co. sollen auf dem Niveau der Vorgängermodelle liegen.

Wie viele iPhone-18-Modelle kommen?

Nach aktuellem Stand bekommen alle aktuellen iPhones einen direkten Nachfolger. Demnach können wir mit folgenden iPhone-18-Modellen rechnen (via MacRumors):

  • iPhone 18
  • iPhone 18 Pro
  • iPhone 18 Pro Max
  • iPhone 18e

Darüber hinaus erwarten uns angeblich zwei weitere neue iPhones:

  • iPhone Air 2
  • iPhone Fold

Das iPhone Fold ist offenbar ein komplett neues Modell – und Apples erstes faltbares Smartphone.

Release: Wann erscheint das iPhone 18?

Apple könnte seine Release-Strategie ab 2026 ändern. Laut mehreren Berichten sollen im September 2026 nur das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und das iPhone Fold erscheinen.

Das iPhone 18 und das iPhone 18e werden dagegen für Frühjahr 2027 erwartet. Sie starten vermutlich gemeinsam mit dem iPhone Air 2, wie MacRumors berichtet.

Die Keynote im September würde wahrscheinlich an einem von zwei Tagen stattfinden: am 8. oder am 15. September 2026, mutmaßt PhoneArena. Auch in der Vergangenheit hat Apple die neuen iPhones im Herbst meist an einem Dienstag Mitte September enthüllt. Der tatsächliche Marktstart erfolge dann voraussichtlich am Freitag der Folgewoche, also entweder am 18. oder am 25. September 2026.

Preise: Was kosten iPhone 18 und Co.?

Wird das iPhone 18 teurer als das iPhone 17? Steigende RAM-Preise und andere weltwirtschaftliche Entwicklungen sprechen zwar dafür, dass Apple wie andere Hersteller an der Preisschraube dreht. Nach aktuellem Stand könnte Apple den Preis für das iPhone 18 aber stabil halten, wie unter anderem MacRumors berichtet.

Demnach gleicht das Unternehmen die steigenden Herstellungskosten womöglich durch geringere Margen aus. Der Vorteil an dieser Strategie: Sie könnte Apples Marktanteil erhöhen. Teilweise heißt es aber auch, dass Apple Downgrades vornehmen wird, um die Herstellungskosten zu senken (via 9to5Mac).

Was die iPhone-18-Modelle zum Start kosten könnten, erfährst Du in unserer großen Preis-Übersicht.

iPhone 18: Was ändert sich beim Standardmodell?

Zu Apples nächstem Standardmodell gibt es bislang kaum handfeste Informationen. Einerseits vermutlich, weil es erst 2027 erscheinen soll. Andererseits ändert Apple bei der Basisvariante aber auch selten so viel wie beim iPhone 17, das ein immenses Upgrade gegenüber dem Vorgängermodell ist.

Neuerungen in dieser Größenordnung sind vom iPhone 18 nicht zu erwarten. In der folgenden Übersicht liest Du, was laut MacRumors und PhoneArena im Gespräch ist.

iPhone 18: Alle Neuerungen auf einen Blick

  • neuer Chip: Apple A20
  • mehr Arbeitsspeicher: 12 Gigabyte (statt 8 Gigabyte) – als Basis für Siri und Apple Intelligence
  • schärfere Frontkamera: 24 Megapixel (statt 18 Megapixel)
  • helleres Display: über dem aktuellen Wert von 3.000 Nits
  • schmalere Dynamic Island: möglich, aber vermutlich nur für die Pro-Modelle
  • eSIM-Zwang: durch Verzicht auf SIM-Kartenslot
  • größerer Akku in Europa: durch Wegfall des SIM-Slots
  • vereinfachte Kamerataste: soll Kosten senken
  • später Release: erst im Frühjahr 2027

Erwartet uns ein abgespecktes iPhone 18?

Möglicherweise ist mit weiteren Einschnitten zu rechnen als nur bei der Kamerataste: Angeblich will Apple so die Herstellungskosten senken, um den Preis zu halten. Das berichtet 9to5Mac. Unter anderem könnte es Abstriche bei Chip und Display geben, wodurch der Abstand zu den Pro-Modellen wieder größer werden könnte als bisher.

Die LTPO-Technologie („ProMotion“) für flüssige Animationen soll nach Einschätzung von 9to5Mac aber nicht dem Rotstift zum Opfer fallen.

Darüber hinaus gibt es sicherlich neue Farben für das iPhone 18. Bislang gibt es dazu aber keine Details. Abgesehen davon soll sich das Design nicht ändern.

iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max: Das soll neu sein

Zu den Pro-Modellen gibt es bereits allerlei Gerüchte. Als nahezu sicher gilt eine schmalere Dynamic Island. Die Aussparung soll schrumpfen und so mehr Platz für die eigentliche Bildfläche lassen als bei aktuellen Modellen (via MacRumors).

Das aktuelle Design der Pro-Modelle könnte Apple nahezu unverändert übernehmen. Allerdings verabschiedet sich der Hersteller wohl vom Two-Tone-Look: Demnach ist die Rückseite des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max einfarbig gehalten. Bei den aktuellen Modellen hebt sich die Fläche des Ladebereichs farblich ab.

Anders als für das Standardmodell sind die angeblichen Farben für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max bereits durchgesickert: Mehr dazu liest Du in unserer großen Übersicht zu den iPhone-18-Farben.

Folgender Social-Media-Beitrag lässt erahnen, wie die Farben in echt aussehen könnten:

Variable Blende für das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max?

Für die Kamera von iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max ist eine variable Blende im Gespräch, wie 9to5Mac berichtet. Dadurch könntest Du bestimmen, wie viel Licht die Kamera einfängt.

Variable Blenden sind etwa bei Spiegelreflexkameras Standard und erlauben theoretisch die Steuerung von Bokeh und Schärfentiefe. Bei Smartphones haben vergleichbare Lösungen bislang aber kaum Vorteile in der Praxis geboten.

Die würde es sicherlich durch drei andere Upgrades geben, die für das iPhone 18 Pro (Max) aber wohl zu spät kommen: Laut 9to5Mac plant Apple erst nach 2026 einen größeren Sensor für die Hauptkamera, eine bessere optische Bildstabilisierung für das Ultraweitwinkel und eine 200-Megapixel-Telekamera.

Neuer Chip: Kommen die Pro-Modelle mit dem Apple A20 Pro?

Apple wird in den Pro-Modellen mit dem A20 Pro wohl erstmals einen 2-Nanometer-Antrieb verbauen – und damit wieder einmal mit die leistungsstärksten Smartphones auf dem Markt stellen (via Cult of Mac). Der Chip soll im Vergleich zum Vorgänger drei elementare Vorteile bieten, berichtet 9to5Mac:

  • deutlich bessere Energieeffizienz
  • bessere Performance in belebten Umgebungen
  • das Privatsphäre-Feature „Genauen Standort begrenzen“, mit dem Du Deinen Standort vor dem Mobilfunkanbieter verbergen kannst

Auch die Akkulaufzeiten könnten sich weiter verbessern: Gerüchten zufolge werden iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max minimal dicker, um Platz für einen größeren Akku zu bieten. Bis zu 5.200 Milliamperestunden stark könnte der Akku des großen Modells laut Gizmochina werden. Für das iPhone 18 Pro könnte Apple den Akku leicht vergrößern, auf etwas über 4.000 Milliamperestunden (via PhoneArena).

Darüber hinaus schwirren noch ein paar kleinere Neuerungen durch die Gerüchteküche, die Du dem folgenden Gesamtüberblick entnehmen kannst (via MacRumors).

iPhone 18 Pro: Alle Neuerungen auf einen Blick

  • neuer Chip: Apple A20 Pro
  • größerer Akku: durch dickeres Gehäuse und Wegfall des SIM-Slots
  • schmalere Dynamic Island: 35 Prozent schmaler
  • neue Gehäusefarben: Light Blue, Dark Cherry, Silver, Dark Gray
  • einfarbige Rückseite: Ladefläche in Gehäusefarbe
  • Kamera mit variabler Blende: zur Steuerung der Schärfentiefe11
  • schärfere Frontkamera: 24 Megapixel (statt 18 Megapixel)
  • LTPO+-Display: für reduzierten Strombedarf
  • C2-Modem: für mehr Effizienz und 5G via Satellit
  • N2-Chip: soll AirDrop und Hotspot zuverlässiger machen
  • eSIM-Zwang: durch Verzicht auf SIM-Kartenslot
  • vereinfachte Kamerataste: um Kosten zu senken

iPhone 18e: Was ist schon bekannt?

Zum iPhone 18e gibt es aktuell sogar noch weniger Gerüchte als zum Standardmodell. Verglichen mit dem iPhone 17e wird sich aber wohl nur wenig ändern. PhoneArena deutet an, dass Apple das Design übernehmen wird und damit beispielsweise eine Dynamic Island unwahrscheinlich ist.

Bislang wird das iPhone 18e auch nicht im Zusammenhang mit dem kommenden eSIM-Zwang erwähnt, der die anderen Modelle treffen soll. Sollte es neue Erkenntnisse geben, findest Du diese in unserer Gerüchte-Übersicht zum iPhone 18e, die wir kontinuierlich aktualisieren.