iPhone Fold noch 2026: Alle Gerüchte zu Release, Preis und Specs

Mit dem iPhone Fold soll Apple 2026 sein erstes faltbares Smartphone vorstellen. Spannende Frage sind dabei unter anderem, wie hoch der Preis für das High-End-iPhone ausfällt und ob es zum Start überhaupt in Deutschland erhältlich sein wird. Entdecke hier die neuesten Gerüchte zu Release, Ausstattung und Preis.

Gerüchte zu einem iPhone Fold kursieren bereits seit 2019; also seit dem Jahr, in dem Vorreiter Samsung das erste Galaxy Z Fold auf den Markt gebracht hat.

Bitte beachte: Alle Informationen in diesem Artikel basieren vollständig auf Gerüchten, denn offiziell angekündigt hat Apple ein entsprechendes Gerät bislang nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Apple wird das iPhone Fold angeblich im September 2026 vorstellen.
  • Möglicherweise wird das iPhone Fold zunächst nur in den USA verkauft.
  • Gerüchten zufolge könnte es unter dem Modellnamen „iPhone Ultra“ in zwei Farben auf den Markt kommen.
  • Apples erstes Foldable wird wahrscheinlich das bis dato teuerste iPhone werden.
  • Angeblich bietet Dir das faltbare iPhone vier Kameras – und Touch ID statt Face ID.
  • Als Betriebssystem soll iOS und nicht iPadOS zum Einsatz kommen.

Release: iPhone Fold in Deutschland erst später?

Gegenwärtig gehen Expert:innen davon aus, dass Apple das iPhone Fold im Herbst 2026 präsentieren wird. Der eigentliche Release wird dann voraussichtlich kurz darauf erfolgen. Voraussichtlich stellt Apple das Falt-iPhone gemeinsam mit den iPhone-18-Pro-Modellen im September 2026 vor. Ein möglicher Termin für das Launch-Event sei der 9. September, berichtet Forbes.

Bislang sieht es so aus, als könnte Apple den angestrebten Fahrplan einhalten. Zwar soll das Scharnier des iPhone Fold die Massenproduktion verlangsamen. Einen pünktlichen Release sollte dieses Problem aber nicht gefährden, berichtete MacRumors.

Möglicherweise ist das iPhone Fold zum Start aber nur in geringen Stückzahlen erhältlich und schnell ausverkauft. Grund dafür könnten Engpässe beim Speicherchip sein, berichtet MacRumors.

Sogar ein vorübergehender Exklusivstart in den USA ist im Gespräch. Wie channelnews berichtet, könnten erst im Anschluss weitere wichtige Märkte „inklusive China“ folgen. Vermutlich verrät Apple bei der Vorstellung im September außerdem noch nicht, was das iPhone Fold kosten werde. Das würde wohl bedeuten, dass der Verkaufsstart generell später erfolgt als die Enthüllung.

Preis: So viel könnte das faltbare iPhone kosten

Apple visiert mit dem faltbaren Gerät offenbar den High-End-Markt an; daher rechnen wir mit einem entsprechend hohen Preis. Für das erste iPhone Fold steht der Preis von knapp 2.400 Dollar im Raum, berichtet AppleInsider. Damit wäre das faltbare iPhone in den USA zum Release ähnlich teuer wie ein MacBook Pro mit 14 Zoll.

Zum Vergleich: Das iPhone 17 Pro hat zum Start in den USA ab knapp 1.100 Dollar gekostet. In Deutschland lag der Einstiegspreis bei rund 1.300 Euro. Sollte der Unterschied zwischen Dollar- und Euro-Preis beim iPhone Fold gleich groß sein, würde es in Europa etwa 2.830 Euro kosten.

Zwei andere Vergleiche: Das Galaxy Z Fold8 Ultra kam im Sommer 2026 für rund 2.200 Euro auf den Markt. Das dem iPhone Fold wohl noch ähnlichere Galaxy Z Fold8 startete für 2.000 Euro.

Apple müsse die Preise für seine Produkte erhöhen, kündigte Tim Cook im Juni 2026 an. Im Interview mit dem Wall Street Journal erwähnte er das iPhone Fold zwar nicht explizit – es ist aber wahrscheinlich, dass Apple auch hier andere Preise ansetzen muss als ursprünglich geplant.

iPhone Fold oder iPhone Ultra? Diese Namen sind im Rennen

In der Gerüchteküche ist Apples Foldable vor allem als „iPhone Fold“ bekannt. Möglicherweise erscheint das faltbare iPhone aber unter einem ganz anderen Namen: Apple plant angeblich, das Gerät als „iPhone Ultra“ zu veröffentlichen, berichtet PhoneArena.

Es sei nicht das erste Mal, dass der Name fällt: Reporter Mark Gurman habe zuvor bereits angedeutet, dass Apple überlege, sein faltbares iPhone mit dem „Ultra“-Label zu versehen. Dazu passe, dass einige andere Produkte bei Apple bereits „Ultra“ im Namen haben – zum Beispiel die Apple Watch Ultra 3.

Demnach könnte das Design des iPhone Fold auch Nachteile haben. So sorge die breite Kameraleiste auf der Rückseite zum Beispiel dafür, dass das Foldable stark wackle, wenn es auf einer flachen Oberfläche liegt. Außerdem wirkt der Prototyp im Video deutlich dicker als andere iPhone-Modelle.

Allerdings solltest Du das Video und auch die Bilder natürlich mit Vorsicht genießen; denn sie zeigen womöglich nicht das finale Design.

Welche Farben sind geplant?

Falls Du auf ein faltbares iPhone in einer knalligen Farbe hoffst, müssen wir Dich leider enttäuschen: Aus der Gerüchteküche heißt es aktuell, dass Apple nur zwei klassische Farbvarianten im Sinn hat: Dunkelblau und Silber (via AppleInsider).

iPhone Fold mit breiterem Display

Apple nutzt für sein faltbares iPhone angeblich ein Buch-Design (via 9to5Mac), wie wir es vom Samsungs Galaxy Z Fold8 kennen: Das Foldable lässt sich aufklappen wie ein Buch und offenbart dann ein 7,6 Zoll großes Innen-Display. Es ist breiter als beispielsweise beim Galaxy Z Fold8 Ultra und eignet sich dadurch besser für Filme und Serien. Den gleichen Vorteil bietet wohl auch das iPhone Fold.

Ein Display wie beim iPad mini

Das innere Display des iPhone Fold misst in der Diagonale mutmaßlich 7,8 Zoll, berichtet 9to5Mac. Die Bildfläche wäre im aufgeklappten Zustand somit vielleicht fast so groß wie beim iPad mini: Apples kleinstes aktuelles Tablet kommt auf 8,3 Zoll.

Das Außen-Display wiederum könnte zwischen 5,3 und 5,5 Zoll groß sein und sich damit auf dem Niveau des iPhone 13 mini bewegen. Das Bildformat sei allerdings breiter.

Die Auflösung des Displays soll innen bei 2.713 × 1.920 Pixeln liegen, außen seien es 2.088 x 1.422 Pixel, berichtet GSMArena. Demnach lieferten beide Bildschirme ein scharfes Bild.

Nahezu faltenfreier Bildschirm erwartet

Apples iPhone Fold verfügt angeblich über ein nahezu faltenfreies Display, berichtet MacRumors. Zwar wurde im Vorfeld gemunkelt, dass Apple sogar an einem Bildschirm komplett ohne Falte arbeitet.

Mittlerweile heißt es aus der Gerüchteküche jedoch, dass Apple eine Technologie verwendet, die die Falte zwar auf ein Minimum reduziere, aber nicht vollständig eliminiere.

iPhone Fold: Größe und Material

Aufgeklappt könnte das iPhone Fold 4,5 Millimeter dünn sein (via MacRumors). Zugeklappt sei es 11 Millimeter dick, berichtet Macworld. Zum Vergleich: Das Galaxy Z Fold7 hat aufgeklappt eine Dicke von 4,2 Millimetern, zugeklappt sind es 8,9 Millimeter.

Das iPhone Fold soll außerdem rund 255 Gramm wiegen, berichtet PhoneArena an anderer Stelle. Somit wäre es nicht nur dicker als das Galaxy Z Fold7, sondern auch deutlich schwerer. Samsungs Falt-Handy bringt nämlich gerade einmal 215 Gramm auf die Waage.

Der Rahmen des iPhone Ultra könnte aus Aluminium und Titan bestehen, berichtet 9to5Mac. Das Scharnier für den Faltmechanismus beinhalte Liquid-Metal-Komponenten, berichtet MacRumors. Das auch als „Metallic Glass“ bekannte Material soll biegfester sein als traditionelles Metall und robuster als Titanlegierungen. Apple habe im Juni 2026 Prototypen mit diesen Scharnieren an Mobilfunkanbieter verschickt (via GSMArena)

Touch ID statt Face ID – und kein MagSafe?

Ebenfalls interessant: Das iPhone Fold soll ohne Face ID erscheinen, wie der Tech-Analyst Ming-Chi Kuo (via GSMArena) behauptet. Stattdessen soll ein Sensor für Touch ID im seitlich platzierten Power-Button integriert sein – und nicht im Touchscreen.

Das letzte iPhone-Modell, das Apple mit einem Fingerabdrucksensor ausgestattet hat, ist das iPhone SE (2022). Doch die Technologie hat auch heute noch viele Fans.

Und: Vielleicht lässt Apple die verbauten Magneten weg, die bei aktuellen iPhones Standard sind, spekuliert PhoneArena. Der Hersteller könnte zugunsten eines schlankeren Gehäuses darauf verzichten. MagSafe-Ladegeräte wären dann zwar womöglich mithilfe von magnetischen Cases nutzbar. Allerdings würde die Ladegeschwindigkeit beim Wireless Charging vermutlich darunter leiden.

Vier Kameras für das iPhone Fold

Apple soll für das erste faltbare iPhone insgesamt vier Kameras planen: Demnach verfügt das iPhone Fold über zwei Selfie-Kameras: eine außen und eine innen, berichtet SamMobile. Beide sollen jeweils mit 18 Megapixeln auflösen (via 9to5Mac).

Zwei Kameras auf der Rückseite runden das Kamera-Set-up laut MacRumors ab. Dabei soll es sich um eine Weitwinkel- und um eine Ultraweitwinkelkamera mit jeweils 48 Megapixeln Auflösung handeln, berichtet Android Authority.

Du musst beim iPhone Fold also wohl auf eine Telelinse mit optischem Zoom verzichten. Eine solche dürfte Apple auch 2026 nur in seinen Pro-Modellen verbauen.

Kleinerer Akku als bei der Konkurrenz?

Aktuell heißt es, das iPhone Fold werde auf eine Akkukapazität von 4.883 Milliamperestunden kommen. Denn Apple verbaue einen Akku mit 1.921 Milliamperestunden und einen mit 2.962 Milliamperestunden, wie AppleInsider berichtet.

Zum Vergleich: Der Akku im Galaxy Z Fold8 Ultra hat eine Kapazität von 5.000 Milliamperestunden, beim Pixel 10 Pro Fold sind es 5.015 Milliamperestunden. Allerdings ist Apple bekannt dafür, auch aus kleineren Akkus lange Laufzeiten herauszuholen.

Wir gehen davon aus, dass Apple einen seiner High-End-Prozessoren im iPhone Fold verbauen wird. Wahrscheinlich  handelt es sich dabei um den A20 Pro, der auch im iPhone 18 Pro stecken könnte. Angeblich wird Apple dem iPhone Fold obendrein 12 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) spendieren, wie SamMobile berichtet.

Damit dürfte es die Voraussetzungen für Apples stärkstes KI-Modell erfüllen, das außerhalb der EU voraussichtlich gemeinsam mit dem iPhone Fold seinen Einstand feiern wird.

Damit das Gerät unter hoher Last nicht überhitzt, verfügt das iPhone Fold angeblich über ein aktives Kühlsystem, das die Wärme verteilen kann, berichtet PhoneArena. Das wäre vor allem für lange Gaming-Sessions relevant.

iPhone Ultra ohne SIM-Kartenslot?

Möglicherweise verzichtet Apple komplett auf einen klassischen Slot für SIM-Karten und setzt ausschließlich auf eSIM-Technologie, wie AppleInsider berichtet. Dies sei sehr wahrscheinlich, da das Design des Falt-iPhones auf dem des iPhone Air basiere – und dieses Modell ebenfalls ohne physische SIM-Karte auskommt.

iOS 27: Besseres Multitasking für das iPhone Fold

Trotz seiner einem Tablet ähnlichen Größe werde das iPhone Fold nicht iPadOS, sondern iOS 27 als Betriebssystem erhalten, berichtet 9to5Mac.

iOS 27: Diese iPhones und iPads bekommen das Update

Allerdings soll iOS 27 spezielle Multitasking-Features für das iPhone Fold bereithalten, die Apple erst zum Launch des Gerätes enthüllen wird. Dazu zählen sollen neue App-Layouts und eine Seitenleiste am linken Bildschirmrand zählen, über die Du schnell zwischen Inhalten wechseln kannst.

iOS 27 und Siri AI vorgestellt: Diese iPhone-Neuerungen kommen im Herbst

Einen echten Fenstermodus wie Apples iPads wird das iPhone Fold aber angeblich nicht bekommen.

Die mutmaßlichen Specs des iPhone Fold in der Übersicht

Im Folgenden listen wir Dir die bekannten Details zur Ausstattung des iPhone Fold auf. Bitte bedenke, dass es sich nur um Gerüchte und Spekulationen handelt.

  • Design: Glas und Metall, Book-Style, Touch ID statt Face ID
  • Hauptdisplay: 7,8 Zoll, 2.713 × 1.920 Pixel
  • Außendisplay: 5,3 bis 5,5 Zoll, 2.088 × 1.422 Pixel
  • Rückkamera: Dualkamera (48 + 48 Megapixel)
  • Frontkamera: je eine außen und innen (jeweils 18 Megapixel)
  • Prozessor: Apple A20 Pro
  • Arbeitsspeicher: 12 Gigabyte
  • Akku: 4.883 Milliamperestunden
  • Release: Herbst 2026 – in Deutschland womöglich später
  • Preis: etwa 2.830 Euro

Das iPhone Ultra könnte die Zukunft des Smartphone-Marktes markieren – oder zumindest einen Zwischenstopp. Wenn Du aktuell über ein Upgrade nachdenkst, kannst Du Dir bereits jetzt die neuesten iPhones bei Vodafone sichern – inklusive passender Tarife für Highspeed-5G und Smart Network Features.

FAQ: Häufige Fragen zum iPhone Fold

Wann kommt das iPhone Fold in Deutschland?

Apple wird das iPhone Fold vermutlich im September 2026 vorstellen. Gerüchten zufolge könnte es aber zunächst nur in den USA erscheinen und erst später in Deutschland.

Was kostet das iPhone Fold?

Das iPhone Fold wird vermutlich das bislang teuerste iPhone und könnte rund 2.830 Euro kosten.

Was bringt ein Fold-Handy?

Ein faltbares Smartphone bietet Dir geöffnet ein Display in Tablet-Größe. In geschlossenem Zustand ist es so kompakt wie ein normales Handy. Möglich ist das durch einen cleveren Faltmechanismus.

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/article/iphone-fold-release-preis-ausstattung-101932

Diese Vorteile bringt 5G für Unternehmen

Als fünfte Mobilfunkgeneration bietet 5G Vorteile, die sich immer stärker in der Geschäftswelt bemerkbar machen. Dazu gehören schnellere Datenübertragung und niedrigere Latenz, aber auch höhere Kapazität und Sicherheit im Mobilfunknetz. Der Mobilfunkstandard bildet so eine wichtige Grundlage für die zukünftige Vernetzung und das wachsende Internet der Dinge (IoT).

5G erreicht sehr hohe Geschwindigkeiten

Die Implementierung von 5G-Technologien stellt einen bedeutenden Schritt für Unternehmen dar, insbesondere aufgrund der hohen Datenraten, die sie bieten. Mit Download-Geschwindigkeiten, die unter Idealbedingungen 10 oder sogar 20 Gbit/s (Gigabit pro Sekunde) erreichen können, versetzt 5G Unternehmen in die Lage, große Datenmengen in Sekundenschnelle zu übertragen.

Dies ist besonders vorteilhaft für Branchen, die auf Big Data und datenintensive Anwendungen angewiesen sind, wie z. B. die Medienproduktion oder die Finanzdienstleistungsbranche. Die Fähigkeit, Daten schnell zu übertragen und zu verarbeiten, kann signifikante Effizienzsteigerungen bedeuten und Unternehmen dabei helfen, konkurrenzfähig zu bleiben.

Auch wenn aktuelle Mobilfunkverträge selten mehr als 500 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) für die Datenübertragung zur Verfügung stellen, birgt 5G enormes Potenzial für die Wirtschaft: Durch die Bereitstellung einer stabilen und zuverlässigen Netzwerkumgebung gilt 5G als Rückgrat für die nächste Welle digitaler Transformationen, die von der Automatisierung bis zur Integration des Internets der Dinge (IoT) reicht.

Gegenüber 4G- bzw. LTE-Netzen bietet 5G vor allem mehr Netzkapazität und kann zudem deutlich kürzere Latenzzeiten ermöglichen.

Geringe Latenz ermöglicht Echtzeitkommunikation

Ein weiterer entscheidender Vorteil von 5G ist seine bemerkenswert niedrige Latenz, also die Verzögerung in der Kommunikation, die teilweise bei nur einer Millisekunde liegt. Diese nahezu sofortige Datenübertragung ist entscheidend für Anwendungen, die Echtzeitkommunikation erfordern, wie etwa die Fernsteuerung von Maschinen, autonomen Fahrzeugen oder auch die Telemedizin.

Unternehmen können von diesem Vorteil profitieren, indem sie ihre Kommunikationsinfrastruktur optimieren und ihre Reaktionsfähigkeit in kritischen Situationen wesentlich verbessern.

Auch bei der Latenz gilt: Die geringe Verzögerungszeit bezieht sich auf optimale Bedingungen und vorrangig spezialisierte Anwendungen im betrieblichen Umfeld. Im Mobilfunk-Endkundenbereich kann die Latenz ein paar Millisekunden mehr betragen.

Die hohe Netzkapazität bringt viele Geräte gleichzeitig online

Die hohe Kapazität des 5G-Netzes ermöglicht es, eine Vielzahl von Geräten gleichzeitig und effizient zu verbinden. Dies ist besonders wichtig, da das Internet der Dinge immer mehr an Bedeutung gewinnt und die Anzahl der vernetzten Geräte exponentiell wächst.

Unternehmen können durch die Nutzung von 5G ihre IoT-Strategien optimieren, indem sie eine zuverlässige und stabile Verbindung sicherstellen. Diese Kapazitätssteigerung kann u. a. in intelligenten Fabriken, in denen Maschinen ständig mit zentralen Systemen kommunizieren, entscheidend für die Aufrechterhaltung von Produktionsabläufen und der Fehler- und Angriffserkennung sein.

Zukunftstechnologien profitieren von 5G

Viele aufstrebende Technologien, die die Geschäftswelt transformieren, profitieren stark von 5G. Dazu gehören beispielsweise:

All diese Technologien erfordern eine schnelle und stabile Internetverbindung, damit Sie ihr volles Potenzial ausschöpfen können. 5G bildet in diesen Bereichen die Grundlage. Unternehmen profitieren dank hoher Bandbreite, geringer Latenz und der Möglichkeit, eine große Anzahl von Geräten zu vernetzen, von zahlreichen, teils wettbewerbskritischen Vorteilen, um innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen.

Optimierte Sicherheit und Zuverlässigkeit

5G verbessert diverse Sicherheitsaspekte im Vergleich zu vorherigen Mobilfunkstandards. So entsteht ein verlässlicheres, robusteres und sichereres Mobilfunknetz. Dazu tragen folgende Aspekte bei:

  • Die 5G-Bestandteile werden durch moderne kryptografische Lösungen individuell gesichert. Sollten einzelne Komponenten kompromittiert werden, bleiben andere Elemente weiterhin geschützt. 
  • Beim Roaming innerhalb eines ausländischen Netzes teilt das verbundene Endgerät dem heimischen Anbieter die Identität des Mobilfunkbetreibers mit. Dieser Mechanismus stellt sicher, dass das Gerät mit einem autorisierten Netz verbunden ist und der Datenaustausch geschützt bleibt. 
  • Mit 5G wird die IMSI (International Mobile Subscriber Identity) eines Nutzers verschlüsselt übertragen. Das erhöht die Datensicherheit, da das Abhören durch konventionelle IMSI-Catcher erschwert wird. 

Hat 5G auch Nachteile?

Eine der Herausforderungen in Bezug auf 5G sind die hohen Investitionen, die für den Ausbau der 5G-Infrastruktur erforderlich sind. Je nach Frequenzband unterscheidet sich die Reichweite von 5G-Antennen. Für einen leistungsfähigen Ausbau und eine verlässliche Versorgung in Deutschland können daher zusätzliche Antennenstandorte erforderlich sein.

Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit. Die Risiken liegen allerdings eher bei vernetzten Geräten als im 5G-Netz selbst, das über moderne Sicherheitsvorkehrungen verfügt. Unternehmen sollten daher eigenverantwortlich in robuste Sicherheitslösungen investieren, um ihre Netzwerke zu schützen.

Angesichts dieser Herausforderungen ist es entscheidend, dass Unternehmen eine ganzheitliche Strategie entwickeln, um die Sicherheitsaspekte von 5G effektiv zu adressieren und die Implementierung erfolgreich zu gestalten.

Die Vorteile von 5G im Überblick

5G bietet Firmen zahlreiche, teils wettbewerbskritische Vorteile. Dazu gehören:

  • Hohe Geschwindigkeit bei der Datenübertragung
  • Geringe Latenz
  • Große Netzkapazität
  • Die Möglichkeit, neue Technologien zu integrieren.

Diese Merkmale machen 5G zu einem wertvollen Werkzeug für Unternehmen, die ihre Effizienz verbessern und innovativ bleiben möchten. Bei der Umstellung auf 5G müssen Firmen allerdings die damit verbundenen Herausforderungen beachten, um maximalen Nutzen zu erzielen und Risiken zu minimieren.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/5g-vorteile/

Datenschutz in Microsoft 365 – So schützen Unternehmen ihre Daten

Millionen Unternehmen setzen täglich auf Microsoft 365. Dabei verarbeiten sie oft sensible Daten in der Cloud von Microsoft – das wirft Fragen zum Datenschutz auf. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Microsoft 365 im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einrichten und betreiben.

Microsoft 365-Datenschutz: Das Wichtigste in Kürze

  • Microsoft 365 lässt sich im Einklang mit der DSGVO betreiben, die Konformität hängt jedoch stark von der individuellen Konfiguration und Dokumentation ab.
  • Microsoft ist im Sinne des Datenschutzes der Auftragsverarbeiter, Ihr Unternehmen bleibt datenschutzrechtlich verantwortlich.
  • Die EU-Datengrenze sorgt dafür, dass die Kerndienste von Microsoft 365 innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verwaltet werden.
  • Ein rechtliches Restrisiko durch den US-amerikanischen CLOUD Act bleibt trotz Datenspeicherung in der EU bestehen.
  • Wichtige Maßnahmen für den Datenschutz in Microsoft 365 sind die Reduzierung optionaler Diagnosedaten, eine durchgängige Verschlüsselung und die Multi-Faktor-Authentifizierung.
  • Für den rechtssicheren Einsatz von MS 365 benötigen Unternehmen einen gültigen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Microsoft.

Microsoft 365 und der Datenschutz: Überblick und Grundlagen

Microsoft 365 (früher auch: Office 365) ist eine cloudbasierte Suite aus Anwendungen wie Word, Excel, Teams und Exchange Online. Früher waren diese Programme lokal auf Arbeitsplatzrechnern installiert und funktionierten auch offline problemlos. Die aktuellen Versionen greifen im Hintergrund häufig auf Microsoft-Server zu.
Weil die Anwendungen mehr oder weniger vollständig in der Cloud laufen, verarbeitet Microsoft dabei zwangsläufig personenbezogene Daten Ihrer Mitarbeitenden und Kund:innen. Für den Datenschutz gelten in der EU jedoch strenge Vorgaben, unabhängig davon, welcher Cloud-Anbieter zum Einsatz kommt.

Ist Microsoft 365 DSGVO-konform? Die rechtliche Einordnung

Ob sich der Betrieb von Microsoft 365 mit der DSGVO vereinbaren lässt, beschäftigt Unternehmen und offizielle Stellen schon seit Langem. Die deutschen Aufsichtsbehörden bewerten den Einsatz mittlerweile differenzierter als noch vor einigen Jahren.
Die Datenschutzkonferenz (DSK) der deutschen Aufsichtsbehörden hält einen datenschutzkonformen Einsatz von Microsoft 365 grundsätzlich für möglich. Ein pauschales Verbot besteht nicht. Entscheidend sind aber die konkrete Konfiguration der Software-Suite und eine lückenlose Dokumentation der getroffenen Datenschutzmaßnahmen. Diese Einschätzung bestätigte im November 2025 die hessische Datenschutzaufsichtsbehörde.
Für IT-Verantwortliche bedeutet das: Die Nutzung von Microsoft 365 verstößt nicht automatisch gegen die DSGVO. Entscheidend ist, wie Ihr Unternehmen den Dienst einrichtet und welche vertraglichen Grundlagen es dafür schafft, etwa im Rahmen der Cloud Compliance.
Hinweis: Diese Einschätzung ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Prüfen Sie die Umsetzung in Ihrem Unternehmen idealerweise gemeinsam mit einer qualifizierten Datenschutz- oder Rechtsberatung. Das gilt insbesondere, wenn Sie Geschäfte mit Nicht-EU-Firmen oder -Kund:innen machen und/oder im Nicht-EU-Ausland Standorte betreiben.

Datenspeicherort und Drittlandtransfer: EU-Datengrenze, CLOUD Act und Schrems II

Seit 2023 betreibt Microsoft die Kerndienste von Microsoft 365 für Unternehmen in der EU innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Das geschieht im Rahmen der sogenannten EU-Datengrenze (EU Data Boundary). Es betrifft die Verarbeitung von Kundendaten, Diagnosedaten und weiteren personenbezogenen Daten der Kerndienste.
Trotz der Datenverarbeitung in der EU bleibt ein rechtliches Restrisiko bestehen. Denn der US-amerikanische CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act) verpflichtet US-Unternehmen, US-Behörden auch Zugriff auf Daten zu gewähren, die im Ausland gespeichert sind. Ein theoretischer Zugriff US-amerikanischer Behörden auf Microsoft 365-Daten ist trotz Datenspeicherung in der EU also nicht vollständig ausgeschlossen.
Der Europäische Gerichtshof kippte mit dem sogenannten Schrems-II-Urteil 2020 die bisherige Rechtsgrundlage für den Datentransfer in die USA. Seit 2023 regelt das EU-US Data Privacy Framework den Datenaustausch neu. Ob diese Rechtsgrundlage dauerhaft Bestand hat, ist derzeit offen.

Auftragsverarbeitung und Verantwortlichkeiten: Der AV-Vertrag und Microsofts Rolle

Bei Microsoft 365 übernimmt Microsoft die Rolle des Auftragsverarbeiters nach Artikel 28 der DSGVO. Ihr Unternehmen bleibt datenschutzrechtlich verantwortlich für alle personenbezogenen Daten, die Sie über den Dienst verarbeiten. Man spricht auch vom Modell der gemeinsamen Verantwortung.
Diese Aufteilung verpflichtet Sie zum Abschluss eines rechtsgültigen Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) mit Microsoft. Bei Datenübermittlungen in Drittländer gelten zudem die EU-Standardvertragsklauseln.
Eine Besonderheit betrifft bestimmte Diagnosedaten: Microsoft verarbeitet einen Teil davon auch zu eigenen Zwecken, etwa zur Produktverbesserung. In diesem Fall tragen Microsoft und Ihr Unternehmen laut Artikel 26 DSGVO eine gemeinsame Verantwortung. In diesem Fall muss klar geregelt sein, zu welchem Zweck die Diagnosedaten verarbeitet werden und mit welcher Technik und Methodik die Verarbeitung erfolgt.
Ein rechtsgültiger Auftragsverarbeitungsvertrag sollte mindestens folgende Bausteine enthalten:
  • Vertragsgegenstand und Dauer der Verarbeitung
  • Kategorien betroffener Personen und Datenarten
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM)
  • Vorgaben zu Unterauftragsverarbeitern und Löschfristen

Datenschutz in Microsoft 365 konfigurieren: Maßnahmen rund um Diagnosedaten und Verschlüsselung

Neben den vertraglichen Grundlagen entscheidet vor allem die technische Konfiguration über den tatsächlichen Datenschutz in Microsoft 365. Die folgenden Maßnahmen gehören zu den Grundlagen einer datenschutzkonformen Einrichtung.

Technische Maßnahmen

  • Diagnose- und Telemetriedaten auf das nötige Minimum reduzieren
  • Das Feature Connected Experiences und den Adoption Score (früher: Productivity Score) prüfen und bei Bedarf deaktivieren
  • Inhalte durchgängig verschlüsseln, idealerweise mit einer eigenen Schlüsselverwaltung – mehr dazu in unserem Ratgeber zur Verschlüsselung
  • Zugriffe über Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und ein zentrales Identitätsmanagement wie Microsoft Entra ID absichern
  • Audit-Protokolle aktivieren, um Zugriffe und Änderungen nachvollziehbar zu machen

Organisatorische Maßnahmen

  • Ein Verarbeitungsverzeichnis nach Artikel 30 DSGVO für alle Microsoft 365-Prozesse führen
  • Bei besonders risikoreichen Verarbeitungen eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nach Artikel 35 DSGVO durchführen
  • Zugriffsrechte regelmäßig überprüfen und nach dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe festlegen
Bei der zentralen Verwaltung von Endgeräten und Sicherheitsrichtlinien unterstützt Sie zusätzlich ein Unified Endpoint Management.

Datenschutz in den einzelnen Microsoft 365-Diensten: Outlook, Exchange Online und Teams

Neben den allgemeinen Einstellungen gibt es unterschiedliche Datenschutzaspekte je nach Dienst innerhalb von Microsoft 365. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Punkte.
Die entsprechenden Einstellungen nehmen Sie normalerweise im Microsoft 365 Admin Center vor. Für weitergehende Datenverarbeitung nutzen Sie das Microsoft Intune Admin Center (Endpoint Manager).
Mehr zur sicheren Konfiguration Ihres E-Mail-Verkehrs lesen Sie auch in unserem Beitrag zum E-Mail-Datenschutz. Für datenschutzkonforme Meetings in Teams gelten ähnliche Grundprinzipien wie bei anderen Videokonferenz-Tools, mehr dazu in unserem Leitfaden zu DSGVO-konformen Videokonferenzen.

Unser Fazit: Wirksamer Datenschutz in Microsoft 365 gelingt mit klarer Konfiguration

Microsoft 365 lässt sich datenschutzkonform betreiben, allerdings nicht automatisch ab Werk. Entscheidend sind ein rechtsgültiger Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Microsoft und die Einhaltung/Nutzung der EU-Datengrenze. Außerdem müssen Sie Verschlüsselung, Zugriffsrechte und die Verarbeitung von Diagnosedaten sorgfältig konfigurieren.
Wenn Sie diese Punkte konsequent umsetzen, schaffen Sie eine solide Grundlage für den Datenschutz bei Microsoft 365 in Ihrem Unternehmen. Mit Microsoft 365 Business von Vodafone erhalten Sie Unterstützung bei der Einrichtung und Verwaltung, inklusive Administration über Intune, damit die datenschutzkonforme Konfiguration in der Praxis gelingt.
Quelle:
https://www.vodafone.de/business/blog/microsoft-365-datenschutz-21204/

Was ist Latenz? Was Sie im Netzwerk bedeutet und wie Sie sie messen

Im Arbeitsalltag fällt Latenz meist dadurch auf, dass Anwendungen verzögert reagieren, ein Voice-over-IP-Gespräch stockt oder ein Cloud-Dienst langsamer arbeitet als erwartet. Der Wert beeinflusst, wie direkt Systeme antworten, wie stabil Echtzeitkommunikation läuft und wie zuverlässig digitale Prozesse über Standorte, Cloud und WLAN hinweg funktionieren.

Was ist Latenz? Definition und Erklärung

Latenz beschreibt die Verzögerung, die bei der Übertragung von Daten entsteht, also wie lange ein Datenpaket im Netzwerk vom Ausgangspunkt bis zum Ziel braucht. Viele Tests messen zusätzlich die Zeit der Antwort zurück zum Ausgangspunkt. Diese Hin- und Rücklaufzeit heißt Round Trip Time (RTT).

Häufig messen IT-Teams die Latenz über den sogenannten Ping. Ein Ping-Test sendet ein kleines Testpaket an ein Zielsystem und misst die Zeit bis zur Antwort. Der Wert liefert eine schnelle Orientierung, ersetzt aber keine vollständige Analyse der Netzwerkleistung. Daten können etwa auf Hin- und Rückweg unterschiedliche Pfade nehmen. Weitere Einflussfaktoren sind z. B. Serverleistung, Netzwerkauslastung, Jitter und Paketverlust.

Verwandte Begriffe

Gut zu wissen: Bandbreite beschreibt etwas anderes. Sie gibt an, wie viele Daten eine Verbindung pro Sekunde grundsätzlich transportieren kann. Verlassen Sie sich also nicht allein auf eine hohe Bandbreite – sie sorgt nicht automatisch für kurze Reaktionszeiten. Auch die folgenden Begriffe begegnen Ihnen häufig im Zusammenhang mit der Netzwerkleistung:

  • Ping: Messverfahren, um die Reaktionszeit zu testen.
  • Jitter: Schwankung der Latenz von Paket zu Paket.
  • Paketverlust: Datenpakete erreichen ihr Ziel nicht. Das kann zu Verzögerungen oder Aussetzern führen.

Warum ist Latenz wichtig?

Niedrige Latenz ist überall wichtig, wo Systeme schnell reagieren müssen. In Unternehmen betrifft das viele alltägliche Abläufe:

  • Mitarbeitende greifen auf Cloud-Anwendungen zu.
  • Teams telefonieren über Voice over IP (VoIP).
  • Standorte nutzen gemeinsame Plattformen.
  • Anwendungen tauschen Daten über eine API (Application Programming Interface) aus.

Hohe Latenz verlängert Antwortzeiten. Dadurch wirken Eingaben träge und Freigaben dauern länger. Besonders deutlich wird das bei Echtzeitprozessen wie Videokonferenzen, wenn Ruckler und Abbrüche auftreten. In der Industrie macht sich Latenz bei Internet-of-Things-Anwendungen (IoT) wie Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) bemerkbar.

Mit zusätzlicher Bandbreite beheben Sie solche Verzögerungen nicht unbedingt. Liegt die Ursache in langen Übertragungswegen, überlasteten Pfaden oder langsamen Serverantworten, bleibt die Reaktionszeit spürbar.

Lesebestätigung in Outlook aktivieren und verwalten: Schritt für Schritt…

Bei wichtigen E-Mails kann eine Lesebestätigung in Outlook Orientierung für weiteres Handeln geben: Wir zeigen, wobei die Option tatsächlich hilft und wie Sie die Lesebestätigung in Ihrer Outlook-Version aktivieren oder anfordern.

Was die Outlook-Bestätigungen wirklich aussagen

Im Arbeitsalltag geht es bei Outlook-Bestätigungen meist um zwei unterschiedliche Fragen: Ist die Nachricht technisch angekommen? Oder: Hat der Empfänger die E-Mail geöffnet? Hier ist es wichtig, zwischen einer sogenannten Zustellbestätigung oder Lesebestätigung zu unterscheiden:

Was sind APTs? Erklärung und Schutz für Unternehmen im Überblick

Wenn vertrauliche Projektstände, Zugangsdaten oder interne Entscheidungen plötzlich außerhalb des Unternehmens auftauchen, muss dahinter nicht der klassische Einbruch stecken. APTs (Advanced Persistent Threats) arbeiten oft deutlich leiser: gezielt, geduldig und sorgfältig vorbereitet. Für Unternehmen zählt deshalb nicht nur, Angriffe abzuwehren. Ebenso wichtig ist es, verdächtige Aktivitäten früh zu erkennen, bevor ein stiller Zugriff großen Schaden verursacht.

Was sind APTs? Das macht Advanced Persistent Threats aus

Ein Advanced Persistent Threat (kurz APT) ist ein gezielter Cyberangriff auf ausgewählte Ziele – etwa bestimmte Organisationen, Branchen, Behörden oder Personen. Die Attacken sind langfristig angelegt und komplex. Dabei dringen Angreifer in Netzwerke und IT-Umgebungen ein und versuchen, dort möglichst lange unentdeckt zu bleiben. Auf Deutsch bedeutet der Begriff etwa fortgeschrittene (hochentwickelte), andauernde Bedrohung.

Wichtig ist: Gemeint ist nicht nur ein einzelnes Schadprogramm (z. B. ComputervirenTrojaner oder Spyware), sondern eine mehrstufige Kampagne aus Recherche, Zugriff, Tarnung und weiteren Schritten.

APT kann auch Akteure meinen

Der Begriff APT beschreibt zudem Gruppen, Kampagnen oder Akteure. Sie sind häufig staatlich unterstützt oder staatlich verbunden, können aber auch kriminell motiviert sein. Was sie verbindet, ist der strategische Fokus: Sowohl die Opfer als auch der Zweck des Angriffs – etwa Cyberspionage, Datendiebstahl, Sabotage oder die Vorbereitung weiterer Angriffe – stehen von Anfang an fest.

Begriffserklärung:

  • „Advanced“ steht für den Einsatz ausgefeilter Methoden wie Zero-Day-Schwachstellen (unbekannte oder noch nicht geschlossene Sicherheitslücken), gezielte Manipulation von Personen durch Social Engineering und den Einsatz von maßgeschneiderter Malware.
  • „Persistent“ (dt. andauernd) bedeutet im Kontext eines APT, dass Angreifer langfristig unbemerkten Zugriff auf Systeme und Daten erhalten wollen. Sie arbeiten in der Regel strategisch auf ein größeres Ziel ausgerichtet und verfolgen Ziele trotz Hürden weiter.
  • „Threat“ beschreibt die konkrete Bedrohung für Daten, Systeme, Prozesse und Geschäftsgeheimnisse. 

Unterscheidung zu anderen Angriffen

Damit unterscheiden sich Advanced Persistent Threats klar von breit gestreuten Angriffen. Methoden wie klassisches Phishing erreichen viele zufällige Empfänger. Nach einem Treffer nutzen Angreifer die erbeuteten Daten oder Zugänge dann meist schnell für einen kurzfristigen Gewinn aus. Ein APT-Angriff dagegen wird vorbereitet, auf das Ziel zugeschnitten und so umgesetzt, dass der Zugriff möglichst unentdeckt bleibt. Als Einstiegsvektor kann dabei auch gezieltes, auf einzelne Personen gerichtetes Spear-Phishing zum Einsatz kommen.

Für Unternehmen ist diese Abgrenzung enorm wichtig. Wer APTs nur als besonders ausgefeilte Malware versteht, übersieht die organisatorische Seite. Ein solcher Angriff kann gültige Konten, legitime Tools, Cloud-Dienste, E-Mail-Kontakte und Schwachstellen kombinieren, also genau jene Dinge, die im Alltag oft ganz unspektakulär wirken.

Wer kann von APTs betroffen sein: Ziele, Schäden und Risiken

APTs richten sich gegen Organisationen, deren Daten, Zugänge oder Prozesse strategisch wertvoll sind. Dazu zählen Behörden, kritische Infrastrukturen (wie Wasser- und Energiewirtschaft, Telekommunikation und Transport), Technologieunternehmen, Fertigung, Finanzbereiche, Forschung, Verteidigung und Unternehmen in wichtigen Lieferketten. Auch Zulieferer oder IT-Dienstleister können für APTs interessant werden, wenn sie dadurch Zugang zu einem größeren Ziel erhalten.

Der Schaden entsteht nicht nur durch gestohlene Dateien. APTs können vertrauliche Informationen erbeuten, Systeme manipulieren, Abläufe stören oder weitere Angriffe vorbereiten.

Mögliche Ziele der Angreifer

  • Geschäftsgeheimnisse: Forschungsstände, Konstruktionsdaten, Herstellungsverfahren oder strategische Entscheidungen
  • Zugangsdaten: gültige Konten, Administratorrechte oder technische Zertifikate, die weitere Angriffe erleichtern
  • Lieferkettenbeziehungen: Partnerzugänge, gemeinsam genutzte Systeme oder Softwareketten, über die Angreifer zum eigentlichen Ziel gelangen können
  • Betriebsfähigkeit: kritische Systeme, deren Manipulation oder Ausfall den Arbeitsalltag und die Versorgung anderer Organisationen beeinträchtigen kann
  • Reputation: Vertrauensverlust bei Kunden, Partnern und öffentlichen Stellen, wenn Datenlecks bekannt werden
Balkendiagramm, das die relevanten APTs nach Branche zeigt.

Deutschland weltweit auf dem vierten Platz bei APTs

Dass auch Deutschland stark betroffen ist, verdeutlicht der BSI-Lagebericht 2025: Demnach lag Deutschland auf dem vierten Platz der weltweit am häufigsten von APT-Gruppen angegriffenen Länder – mit einem Anteil von 25 %. Das Hauptziel der hierzulande aktiven APT-Gruppen war dabei die öffentliche Verwaltung. Daneben gerieten der Bereich auswärtige Angelegenheiten, Verteidigung, Rechtspflege und öffentliche Sicherheit, IT-Dienstleister sowie geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtungen und politische Parteien ins Visier der Akteure.

Beispiele mit Deutschland-Bezug

Für Deutschland hilft die BSI-Übersicht über hierzulande aktive APT-Gruppen (Stand 14.04.2026) bei der Einordnung. Sie nennt Gruppen mit Aktivitäten gegen deutsche Ziele oder vergleichbare Ziele im europäischen Ausland. Die Gruppierungen werden dabei in der Regel durch Nummern unterschieden. Teilweise werden auch spezielle Namen genutzt.

Diese kurze Auflistung soll lediglich einen Einblick geben. Sie dient nicht als vollständiges Verzeichnis aller Gruppen und Aktivitäten.

  • APT15: Ist im Bereich der öffentlichen Verwaltung aktiv und nutzt über kompromittierte Router und VPN-Server erstellte Verschleierungsnetzwerke.
  • APT28: Ist für Bereiche wie auswärtige Angelegenheiten, Verteidigung, öffentliche Verwaltung, IT-Dienstleistungen und politische Organisationen relevant. Genutzte Wege umfassen unter anderem E-Mail-basierte Schwachstellen und verschiedene Brute-Force-Angriffe wie Password-Spraying. 
  • APT29: Nutzt vor allem legitime Cloud-Dienste als Kontrollinfrastruktur und betrifft besonders staatliche, politische und IT-nahe Ziele. 
  • APT43: Setzt auf mehrstufiges Social Engineering, bei dem Vertrauen über mehrere Nachrichten aufgebaut werden kann, bevor Schadcode oder ein Phishing-Link folgt. 
  • APT44: Auch unter Sandworm bekannt und als relevante Gruppe in der deutschen Lageübersicht geführt.
  • Labyrinth Chollima / Lazarus / Diamond Sleet: Angriff oft via E-Mails mit infizierten Dokumenten zu Jobangeboten.
  • Cruel Jackal / MoleRats / WIRTE: Angreifer versenden LNK-Dateien (Programmverknüpfungen) in Archivdateien.
  • Salt Typhoon: Kompromittiert unter anderem schlecht gewartete Perimeter-Systeme (z. B. Firewalls). Für Deutschland sind Motivation und Zielauswahl in der BSI-Übersicht vom 14.04.2026 noch nicht klar eingegrenzt. 

Wie ein APT-Angriff Schritt für Schritt verläuft

Ein APT-Angriff zeigt sich selten als einzelner, öffentlich sichtbarer Sicherheitsvorfall. Er entwickelt sich schrittweise: Angreifer sammeln Informationen, verschaffen sich Zugriff, weiten Rechte aus und bringen Daten oder Systeme unter Kontrolle.

„Initial Access“ bezeichnet den ersten Einstieg. Er kann über Spear-Phishing, also sehr gezieltes Phishing, eine ausgenutzte Schwachstelle, kompromittierte Lieferketten oder gültige Konten erfolgen. Besonders kritisch sind gültige Konten mit fehlender oder schwacher Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).

In der Regel verlaufen Advanced-Persistent-Threat-Angriffe in folgenden Schritten:

  1. Aufklärung: Angreifer sammeln Informationen über Personen, Systeme, Software, Partner und erreichbare Dienste.
  2. Erster Einstieg: Der erste Zugriff erfolgt über präparierte Nachrichten, Schwachstellen, Zugangsdaten oder kompromittierte Dritte.
  3. Festsetzen: Backdoors, Tunnel oder legitime Fernzugriffswege sichern den weiteren Zugang.
  4. Privilegien ausweiten und interne Aufklärung: Die Angreifer suchen privilegierte Konten mit erweiterten Rechten, um Zugriff auf weitere Systeme zu erhalten. Gleichzeitig wird die Netzwerkstruktur analysiert und es werden Schwachstellen oder kritische Systeme ausfindig gemacht.
  5. Seitwärtsbewegung: Die Angreifer bewegen sich im Netzwerk und kompromittieren weitere Systeme.
  6. Steuerung: Über Command-and-Control-Kanäle erhalten kompromittierte Systeme Befehle oder übertragen Informationen nach außen.
  7. Datenabfluss oder Sabotage: Die Hacker sammeln und exfiltrieren Daten, sie manipulieren Systeme oder bereiten Sabotage vor.
  8. Spuren verwischen und Zugriff sichern: Die Angreifer versuchen, Hinweise zu entfernen und alternative Zugangswege für spätere Aktivitäten zu erhalten.

APTs nutzen legitime Werkzeuge

Moderne APT-Akteure nutzen zunehmend legitime Werkzeuge und Plattformen. „Living Off the Land“ (LotL) beschreibt den Missbrauch vorhandener Systemwerkzeuge (z. B. PowerShell in Windows-Systemen). Living Off the App (LotA) meint den verdeckten Einsatz legitimer Anwendungen (z. B. Cloud-Dienste). Dadurch wirkt bösartige Aktivität zunächst wie normale Administration oder gewöhnlicher Cloud-Verkehr.

Gleichzeitig wird das Zeitfenster für Verteidigung kleiner. Die durchschnittliche eCrime-Breakout-Zeit lag laut CrowdStrike Global Threat Report 2026 im Jahr 2025 bei 29 Minuten. Sie beschreibt, wie schnell sich Angreifer nach dem ersten Zugriff in weitere Systeme bewegen. Der schnellste beobachtete Breakout gelang in 27 Sekunden. In einem dokumentierten Fall begann die Datenexfiltration vier Minuten nach dem Erstzugriff. Hinzu kommt: Die Zahl der ausgenutzten Schwachstellen mit hohem oder kritischem Schweregrad stieg von 71 im Jahr 2024 auf 146 im Jahr 2025 (Rapid7 2026 Global Threat Landscape Report).

Wie Unternehmen APTs erkennen und eindämmen

Der Schutz vor APTs beginnt nicht bei einem einzelnen Tool. Unternehmen brauchen Schulungen, klare Zuständigkeiten und eine Sicherheitsarchitektur, die verdächtige Muster erkennt, bevor Angreifer kritische Systeme erreichen.

Folgende Funktionen sollte eine umfassende Sicherheitslösung enthalten:

  • Anomalieerkennung: sucht etwa nach ungewöhnlichem Verhalten (z. B. Logins zu untypischen Zeiten), neuen privilegierten Konten, auffälliger PowerShell-Nutzung oder großen ausgehenden Datenmengen.
  • Threat Intelligence (Cyber-Bedrohungsanalyse): liefert Kontext zu Taktiken, Schwachstellen und Akteursmustern.
  • Threat Hunting: meint die proaktive Suche nach Anzeichen, auch wenn noch kein eindeutiger Alarm vorliegt.

Weitere Elemente zum Schutz gegen Advanced Persistent Threats sind:

  • Technischer Schutz: Multi-Faktor-Authentifizierung, Patch-Management, Netzwerksegmentierung, Endpoint Detection and Response (EDR), Extended Detection and Response (XDR), Protokollierung und Überwachung von Netzwerkverkehr
  • Organisatorischer Schutz: klare Rollen, Schulungen zu Spear-Phishing und Social Engineering, geregelte Zugriffsrechte, Incident-Response-Plan und regelmäßige Risikobewertung
  • Datenbezogener Schutz: stärkere Kontrolle besonders sensibler Informationen, Beobachtung großer Archive und Prüfung ungewöhnlicher Exporte aus internen Systemen
  • Betrieblicher Schutz: definierte Meldewege, Übungen für Sicherheitsvorfälle und Abstimmung zwischen IT, Management und betroffenen Fachbereichen 

Kontrollierte Reaktion bei Vorfällen

Wenn ein APT-Verdacht entsteht, kann eine hektische Bereinigung die Angreifer alarmieren. Besser ist eine kontrollierte Antwort (Incident Response): Systeme identifizieren, Kommunikationswege beobachten, forensische Informationen sichern und die Bereinigung vorbereitet durchführen.

Die eigentliche Behebung des Vorfalls erfolgt dann im Rahmen der sogenannten Remediation. In diesem Schritt werden gleichzeitig auch Eintrittswege und Hintertüren geschlossen.

Absicherung der Zugänge und regelmäßige Patches

Besonders wichtig sind MFA und Schwachstellenmanagement. Fehlende oder schwache Multi-Faktor-Authentifizierung erleichtert den Missbrauch gültiger Konten. Um sich gegen aktiv ausgenutzte Schwachstellen mit kritischem Schweregrad zu schützen, sollten Unternehmen zudem Systeme regelmäßig patchen und auch Listen wie den US-amerikanischen CISA-KEV-Katalog für die Priorisierung beachten. Die stetig aktualisierte Datenbank sammelt bekannte, aktiv ausgenutzte Schwachstellen.

Auch Remote-Verbindungen, Standortvernetzung, Cloud-Zugänge und mobile Arbeitsplätze gehören in diese Schutzlogik. Verschlüsselte Verbindungen, klare Zugriffskontrollen und Segmentierung reduzieren unnötige Eintrittspunkte und schaffen bessere Voraussetzungen für Monitoring und Reaktion.

APTs im Überblick

APTs sind keine gewöhnlichen Einbrüche in IT-Systeme, sondern langfristig angelegte Kampagnen gegen ausgewählte Ziele.

  • Advanced Persistent Threats verbinden gezielte Vorbereitung, verdeckten Zugriff und lange Präsenz im Zielnetzwerk. 
  • Betroffen sind nicht nur Behörden und Großunternehmen, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen, Zulieferer und IT-nahe Dienstleister. 
  • Zu den Risiken zählen Cyberspionage, Datendiebstahl, Sabotage, Betriebsunterbrechungen und Lieferkettenkompromittierung. 
  • Typische Phasen einer APT-Attacke sind Aufklärung, Erstzugriff, Ausweitung, Kontrolle, Exfiltration von Informationen und Verschleierung. 
  • Wirksame Abwehr kombiniert MFA, Patch-Management, Monitoring, Threat Intelligence, Incident Response und klare Organisation. 

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/was-sind-apts/

Rufumleitung auf dem iPhone einrichten: So geht´s…

Ein verpasster oder länger unbeantworteter Anruf auf dem Diensthandy kann im Arbeitsalltag schnell zusätzliche Aufwände und unnötige Rückfragen erzeugen. Damit Kunden auch während Ihrer Abwesenheit schnell eine passende Ansprechperson finden, gibt es die Umleitungsfunktion. So richten Sie eine Rufumleitung auf dem iPhone ein – Schritt für Schritt.

Rufumleitung per Einstellungen auf dem iPhone aktivieren

Der einfachste Weg zu einer Rufumleitung vom iPhone auf eine andere Nummer führt über die Geräteeinstellungen. Dort richten Sie eine direkte Rufweiterleitung ein, sofern Ihr Mobilfunkdienst diese Konfiguration über das Gerät unterstützt. Bei manchen Prepaid-Anbietern müssen Sie unter Umständen die Funktion vom Anbieter aktivieren lassen.

Unbedingte Rufumleitung direkt auf dem iPhone aktivieren

  1. Öffnen Sie die „Einstellungen“.
  2. Scrollen Sie nach unten und tippen Sie auf den Menüpunkt „Apps“.
  3. Tippen Sie auf „Telefon“.
  4. Wählen Sie die Option „Rufweiterleitung“.
  5. Aktivieren Sie den Schalter „Rufweiterleitung“.
  6. Tippen Sie auf „Weiterleiten an“ und tragen Sie eine Zielnummer ein.
  7. Kehren Sie über den Pfeil am oberen linken Displayrand auf den vorherigen Bildschirm zurück, damit das iPhone die Rufumleitung übernimmt.

Wichtig: Für die Einrichtung muss das Gerät mit dem Mobilfunknetz verbunden sein, denn die Umleitung erfolgt im Kernnetz des Mobilfunkanbieters. Rufumleitung sind über das 4G/LTE-Netz via VoLTE oder 5G (VoNR – Voice over New Radio) problemlos möglich. Beschränkungen auf das GSM-Netz oder Ausnahmen im CDMA-Netz (im US-amerikanischen Raum) haben heutzutage praktisch keine Relevanz mehr.

Bei Dual-SIM-Betrieb entscheidet die gewählte Leitung darüber, welche Nummer umgeleitet wird. Stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Leitung ausgewählt haben, bevor Sie die Rufumleitung aktivieren.

Rufumleitung per Ziffernblock aktivieren und deaktivieren

Mit speziellen Steuercodes können Sie feiner kontrollieren, wann eine Weiterleitung genau greifen soll. Dafür geben Sie über den Ziffernblock der Telefon-App einen GSM-Code (bzw. USSD-Code) ein und bestätigen ihn mit der Wahltaste. Auch diese Rufumleitungen werden direkt im Mobilfunknetz hinterlegt. Als Zielnummer verwenden Sie die Nummer, auf der Anrufe ankommen sollen.

Bedingte Rufweiterleitung per Mobilfunk-Code aktivieren

  • Alle Anrufe: **21*Zielnummer#
  • Besetzte Leitung: **67*Zielnummer#
  • Nichterreichbarkeit: **62*Zielnummer#
  • Nichtannahme nach Zeit: **61*Zielnummer**Zeit#

Tipp: Für korrekte Weiterleitungen nutzen Sie am besten das internationale Format für Orts- und Mobilfunknummern mit einem Ländercode statt der vorangestellten Null (z. B. mit +49 für Deutschland). Nach der Eingabe sollte eine Rückmeldung des Mobilfunknetzes erscheinen.

Bedingte Rufumleitungen greifen nur in der gewählten Situation. Nichterreichbarkeit umfasst z. B.

  • fehlenden Empfang
  • ein ausgeschaltetes iPhone
  • den Flugmodus

Bei Nichtannahme wird die Verzögerung in Sekunden gesetzt. Je nach Anbieter unterscheiden sich bei der Nichtannahme nach Zeit zudem die möglichen Werte der Verzögerung. Es sind in der Regel zwischen 5 und 30 Sekunden in 5-Sekunden-Schritten möglich. O2 Business nennt etwa 5, 10, 15, 20, 25 und 30 Sekunden als Optionen.

Ein zusätzlicher Vorteil gegenüber der unbedingten iPhone-Rufumleitung: Sie können bei Bedarf für jeden Fall eine andere Nummer festlegen.

Rufumleitung kontrollieren

Für die Kontrolle der Einstellungen nutzen Sie folgende Statuscodes:

  • Alle Anrufe: *#21#
  • Besetzte Leitung: *#67#
  • Nichterreichbarkeit: *#62#
  • Nichtannahme: *#61#

Rufumleitung per Code deaktivieren

Während sich die allumfassende Rufweiterleitung im iPhone einfach deaktivieren lässt, indem Sie den Regler verschieben, müssen Sie bei bedingten Weiterleitungen den jeweiligen Deaktivierungs-Code eingeben:

Alle Rufumleitungen deaktivieren: #002#

Alle Rufumleitungen vollständig löschen: ##002#

Sofortige Rufumleitung löschen: ##21#

Rufumleitung bei Besetzt löschen: ##67#

Rufumleitung bei Nichterreichbarkeit löschen: ##62#

Rufumleitung bei Nichtannahme löschen: ##61#

Kosten für die Rufumleitung

Die Kosten einer Rufumleitung hängen von Ihrem Mobilfunkanbieter und Ihrem Tarif ab. Für eine Weiterleitung fallen in der Regel die Verbindungskosten eines regulären Gesprächs an. Diese Kosten für die Umleitung werden allerdings meistens nicht von üblichen Flatrates abgedeckt. Je nach Anbieter und Tarif können sich hier die Bedingungen unterscheiden. Diese sollten Sie zuvor prüfen.

Besonders vor Auslandsreisen lohnt sich beim Diensthandy daher ein kontrollierender Blick auf die Bedingungen und aktive Weiterleitungen, um Kosten durch Roaming zu vermeiden.

Rufumleitung auf die Mailbox

Es gibt bei bestimmten Weiterleitungen je nach Anbieter auch Ausnahmen. Für O2 Business gilt z. B.: Im EU-Ausland sind Anrufumleitungen auf die eigene Mailbox kostenlos. Außerhalb der EU fallen für Anrufumleitungen auf die Mailbox die Gesprächsgebühr für den eingehenden und den abgehenden Anruf an.

Die O2 Business Mailbox ist über die Kurzwahl 333 erreichbar. Für die direkte Weiterleitung aller Anrufe auf die Mailbox nutzen Sie auf dem iPhone einfach diese Nummer als Ziel der Weiterleitung.

Wann ist eine Rufumleitung sinnvoll?

Eine Rufumleitung schafft klare Erreichbarkeit, wenn Sie auf Ihrem Dienst-iPhone vorübergehend nicht erreichbar sind. Im Arbeitsalltag betrifft das z. B. Vertretungen, Außentermine oder Abwesenheiten (Urlaub, Krankheit).

Sofortige und bedingte Weiterleitung erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

iPhone-Rufumleitung im Überblick

  • Mit einer Rufweiterleitung verbessern Sie bei Abwesenheit die Erreichbarkeit für Kunden und reduzieren gleichzeitig Abstimmungsaufwände.
  • Eine iPhone-Rufumleitung lässt sich über die Einstellungen oder per GSM-Code einrichten.
  • Die Option „Rufweiterleitung“ in den iPhone-Einstellungen ist eine unbedingte Weiterleitung. Sie leitet alle Anrufe sofort um.
  • Mit GSM-Codes können Sie bestimmen, in welchem Fall die Rufumleitung von Ihrem iPhone an eine andere Nummer greifen soll.
  • Je nach Anbieter und Tarif können bei der Rufumleitung Kosten anfallen. Prüfen Sie Konditionen und eventuelle Weiterleitungen vor allem vor Auslandsreisen.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/rufumleitung-iphone

 

Hardware-as-a-Service (HaaS): Definition und Vorteile

Neue Geräte kosten mehr als nur Geld: Auswahl, Einrichtung, Wartung und Austausch binden IT-Ressourcen, die anderswo sinnvoll eingesetzt werden können. Hardware-as-a-Service (HaaS) verspricht hier Abhilfe. Was HaaS genau ist, welche Vorteile es bietet und wie es sich von verwandten Modellen unterscheidet, lesen Sie hier.

Was ist Hardware-as-a-Service?

Hardware-as-a-Service (HaaS) bedeutet, dass Unternehmen physische Geräte gegen eine laufende Gebühr nutzen, anstatt sie zu kaufen. Der Anbieter stellt die Hardware bereit und bleibt je nach Vertrag Eigentümer der Geräte. Neben der Hardwarebereitstellung können zudem verschiedene Serviceleistungen enthalten sein.

Üblicherweise übernimmt ein Managed Service Provider (MSP) diese zusätzlichen Aufgaben. Ein MSP betreut z. B. IT-Leistungen als externer Dienstleister proaktiv. Welche Leistungen dazu gehören und welche Bedingungen gelten, regelt meist ein Service Level Agreement (SLA).

Nutzung statt Eigentum – was das bedeutet

Der zentrale Unterschied zum Kauf liegt darin, wem die Hardware gehört – und wer die Verantwortung für ihren Betrieb trägt.

  • Gekaufte Hardware gehört Ihrem Unternehmen. Wartung, Ersatz und viele Betriebsaufgaben verbleiben somit intern. 
  • Bei HaaS zahlt Ihr Unternehmen für die Nutzung, während der Anbieter die vereinbarten Servicepflichten übernimmt.

HaaS vereinfacht nicht zwangsläufig den gesamten IT-Betrieb, kann aber für Entlastung sorgen. Der Leistungsumfang fällt je nach Vertrag unterschiedlich aus. Folgendes können Vereinbarungen z. B. einschließen:

  • Installation 
  • Reparatur 
  • Support 
  • Konfiguration 
  • Gerätemanagement 
  • Sicherheitsupdates
  • Garantieabwicklung 
  • Austauschzyklen  
  • Rücknahme am Vertragsende 

Vorteile von Hardware-as-a-Service

Ein Vorteil entsteht vor allem durch planbare laufende Kosten. Statt einer größeren Anfangsinvestition für neue Geräte zahlt Ihr Unternehmen regelmäßige Gebühren für die Nutzung. Investitionsausgaben verschieben sich damit in Richtung laufender Betriebsausgaben.

Diese Struktur kann helfen, wenn Geräteflotten wachsen, Teamgrößen wechseln oder neue Standorte ausgestattet werden. Zusätzliche Hardware lässt sich, je nach Vertrag, hinzubuchen. Nicht mehr benötigte Geräte können Sie nach der vereinbarten Laufzeit zurückgegeben. Wie flexibel das funktioniert, hängt von Mindestlaufzeiten, Kündigungsfristen und Austauschregeln ab.

HaaS zeichnet sich vor allem durch folgende Vorteile aus:

  • Planbarkeit: Regelmäßige Gebühren erleichtern die Budgetplanung gegenüber einmaligen Großanschaffungen.
  • Aktualität: Entsprechend der vereinbarten Upgrades und Austauschzyklen arbeiten Sie stets mit aktueller Hardware.
  • IT-Entlastung: Wartung, Reparaturen, Support und Gerätemanagement übernimmt häufig der Anbieter.
  • Skalierung: Sie können Geräte bei Wachstum, Projektbedarf oder neuen Standorten leicht hinzubuchen oder, falls erforderlich, nach vereinbarten Laufzeiten zurückgeben.
  • Sicherheit: Regelmäßige Patches und Updates durch den Anbieter unterstützen den Schutz gegen Cyberangriffe und andere Bedrohungen, sofern diese Leistungen vereinbart sind.
  • Nachhaltigkeit: HaaS erleichtert Ihrem Unternehmen den Umgang mit ausgemusterten Geräten. Rücknahme, sichere Datenlöschung und Recycling übernimmt in der Regel der Anbieter.

Sicherheit und Compliance

Sicherheit verdient bei Hardware-as-a-Service besondere Aufmerksamkeit. Das Allianz Risk Barometer stufte Cybervorfälle 2026 zum fünften Mal in Folge als wichtigstes Unternehmensrisiko ein. 42 % der Befragten nannten sie als Top-Risiko. HaaS beseitigt solche Risiken zwar nicht, es kann aber Patches, Updates und klare Betriebszuständigkeiten besser organisieren. Das reduziert die Gefahr von Schwachstellen.

Wichtig ist bei Hardware-as-a-Service zudem Compliance, also die Einhaltung rechtlicher und organisatorischer Vorgaben. HaaS-Anbieter sollten nur dann Zugriff auf Geräte, Daten oder Verwaltungsoberflächen erhalten, wenn Verantwortlichkeiten, Nachweise und Sicherheitsmaßnahmen nachvollziehbar sind. Sonst bleibt offen, wer bei Wartung und  Rücknahme für sensible Daten verantwortlich ist.

Gut zu wissen

Die Marktanalyse „Hardware-as-a-Service Market Report 2026“ von The Business Research Company zeigt die wachsende Verbreitung des Modells. 2025 lag der weltweite HaaS-Markt demnach bei 127,52 Milliarden US-Dollar und soll 2026 auf 157,73 Milliarden US-Dollar steigen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 23,7 %. Bis 2030 erwarten die Analysten ein Marktvolumen von 365,78 Milliarden US-Dollar.

Beispiele für HaaS-Leistungen

Hardware-as-a-Service eignet sich nicht nur für klassische Büro-PCs. Das Modell kommt überall dort infrage, wo Unternehmen Geräte regelmäßig aktualisieren, betreuen oder in größeren Stückzahlen verwalten. Entscheidend ist, welche Aufgabe die Hardware im Betrieb erfüllt und wie wichtig Wartung, Austausch und Rücknahme im Alltag sind. Hier einige Beispiele für HaaS-Leistungen und Anwendungsbereiche.

  • Mobile Device Management (MDM): Bei vielen Endgeräten gewinnt MDM an Bedeutung. Der Begriff beschreibt die zentrale Verwaltung von Geräten wie Laptops, Smartphones oder Tablets. HaaS kann diesen Aufwand verringern, wenn der Anbieter Konfiguration, Updates und Support übernimmt.
  • Büro & Arbeitsplatz: Im Büro stehen Arbeitsplätze, Kommunikation und Peripherie im Fokus. Dazu gehören Laptops, Desktops, Monitore, Drucker und vieles mehr. Beschaffen Sie vorkonfigurierte Hardware per HaaS, sind Ihre Teams schneller arbeitsfähig.
  • Mobile Arbeitsprozesse & Logistik: Auch mobile Arbeitsprozesse lassen sich über HaaS abdecken. Dazu zählen etwa Firmenhandys, Tablets und robuste Handhelds. IoT-Sensoren können ebenfalls dazugehören, wenn sie Daten aus Prozessen oder logistischen Warenbewegungen liefern.
  • Netzwerk & Speicher: Netzwerk- und Speicherhardware passt ebenfalls in das HaaS-Modell. Router und Switches sichern Verbindungen im Unternehmen, Speicherlösungen wie Network-attached Storage (NAS) können ergänzt werden.
  • Spezialisierte Hardware: HaaS lässt sich auf branchenspezifische Geräte ausweiten. Dazu zählen beispielsweise medizinische Geräte, Hardware für elektronische Gesundheitsakten, Sicherheits- und Überwachungstechnik sowie Geräte für das Flottenmanagement.

HaaS vs. DaaS

Hardware-as-a-Service (HaaS) wird leicht mit Device-as-a-Service (DaaS) verwechselt, weil beide Modelle Geräte über laufende Gebühren bereitstellen. Der Unterschied liegt im Schwerpunkt.

  • HaaS beschreibt die Bereitstellung physischer Hardware allgemein.
  • DaaS konzentriert sich enger auf Endgeräte und verbindet sie meist mit Software, Verwaltung, Support und Austausch über den Gerätelebenszyklus.

Für Unternehmen ist diese Abgrenzung praktisch relevant. Ein DaaS-Paket passt vor allem dort, wo Sie Laptops, Tablets oder Smartphones standardisiert verwalten möchten. HaaS kann breiter greifen und zusätzlich Netzwerkhardware, Speicher, mobile Spezialgeräte oder andere physische Komponenten umfassen.

HaaS bleibt an physische Geräte gebunden. Andere As-a-Service-Modelle gehen weiter von einzelnen Geräten weg.

Welches Modell für ihr Unternehmen optimal passt, ergibt sich aus Ihrem konkreten Geräte- und Servicebedarf. Informieren Sie sich hierzu im Vorfeld und lassen Sie sich beraten.

Hardware-as-a-Service im Überblick

Hardware-as-a-Service kann Hardwarebeschaffung, Betrieb und Austausch planbarer machen und Ihre IT entlasten. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Nutzungsmodell: Unternehmen erwerben die Hardware nicht, sondern nutzen sie gegen regelmäßige Gebühren.
  • Serviceumfang: Anbieter können Installation, Wartung, Updates, Support, Austausch und Rücknahme übernehmen.
  • Hardwarearten: HaaS kann Arbeitsplatzgeräte, mobile Geräte, Netzwerkhardware, Speicherlösungen und Spezialhardware umfassen.
  • Abgrenzung: DaaS fokussiert stärker auf Endgeräte, während HaaS breiter angelegt sein kann.
  • Vorteile: Planbare Kosten, aktuelle Geräte, Skalierung und IT-Entlastung gehören zu den wichtigsten Argumenten für Hardware-as-a-Service.

Im Vertrag sollten Leistungen, Laufzeiten, Sicherheitsregeln, Datenzugriffe, Rücknahme und Exit-Klauseln sauber beschrieben sein.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/hardware-as-a-service/

 

Dual-SIM: Informationen und Vorteile für Unternehmen

Wer geschäftlich und privat erreichbar sein will, ohne zwei Smartphones bei sich zu tragen, setzt zunehmend auf Dual-SIM. Die Technologie bietet Unternehmen und Angestellten sinnvolle Vorteile – von flexibler Erreichbarkeit bis hin zu spürbaren Kosteneinsparungen. Wir zeigen, wie Dual-SIM funktioniert, welche Varianten es gibt und welche Geräte sich lohnen.

Dual-SIM: Das steckt dahinter

Dual-SIM bezeichnet die Fähigkeit eines Mobilgeräts, zwei SIM-Karten parallel zu verwenden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Single-SIM-Geräten können Sie auf diese Weise zwei separate Telefonnummern und Tarife in einem Gerät nutzen.

Begriffe im Vergleich: Dual-SIM vs. eSIM vs. Multi-SIM

  • Eine eSIM (embedded SIM) ist ein fest eingebauter Chip im Gerät. Er enthält dieselben Informationen wie eine physische SIM-Karte, die Sie in das Gerät einlegen. Viele Dual-SIM-Smartphones besitzen einen physischen SIM-Kartenslot und eine eSIM, die Sie parallel nutzen können. Im verlinkten Artikel haben wir die Möglichkeiten zusammengefasst, die eSIM für Ihr Unternehmen bietet.
  • Multi-SIM ist eine Technologie, die mehrere SIM-Karten mit derselben Mobilfunknummer verbindet. Auf diese Weise können Sie einen Tarif auf mehreren Geräten gleichzeitig nutzen – also Anrufe tätigen, SMS senden und Daten nutzen –, ohne die SIM-Karte zwischen den Geräten zu wechseln.

Die Vorteile der Dual-SIM im Überblick

Dual-SIM bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile. Dazu gehören:

  • Trennung von Beruf- und Privatleben: Mit Dual-SIM trennen Sie die berufliche und private Kommunikation effektiv, obwohl Sie nur ein Gerät nutzen. Mobilgeräte können so für geschäftliche Anrufe und Datenverbindungen genutzt werden, ohne private Nummern preiszugeben.
  • Kostenersparnis und -kontrolle: Sie können z. B. Tarife verschiedener Mobilfunkanbieter wählen, um für verschiedene Anforderungen die jeweils besten Konditionen zu erhalten.
  • Optimierter Empfang und Netzwerkflexibilität: Dank Dual-SIM können sich einige Geräte gleichzeitig mit zwei verschiedenen Mobilfunknetzen verbinden. Das verbessert den Empfang und bietet Flexibilität in Regionen mit schwankender Netzqualität.
  • Flexibilität: Im Rahmen von Bring Your Own Device (BYOD) kann Ihr Unternehmen Kosten und Aufwand sparen. Haben Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits Dual-SIM-Handys, können sie sie sowohl privat als auch dienstlich nutzen. Die Anschaffung zusätzlicher Diensthandys ist dann nicht notwendig. Wichtig ist, dass Sie für BYOD in Ihrem Unternehmen klare Regeln definieren.
  • Internationale Geschäfte: International tätige Unternehmen nutzen mit Dual-SIM-Handys ganz einfach lokale SIM-Karten der jeweiligen Einsatzorte, um Roaming-Gebühren zu minimieren und die Erreichbarkeit zu optimieren. Das ist besonders relevant für Geschäftsreisende und globale Teams.

Diese Dual-SIM-Arten gibt es

Es gibt verschiedene Dual-SIM-Arten für unterschiedliche Anforderungen:

  • Dual Standby: Bei Mobilgeräten mit Dual Standby kann nur eine der beiden SIM-Karten zu einem Zeitpunkt aktiv sein. Wenn eine SIM-Karte aktiv ist (z. B. für einen Anruf oder eine Datenverbindung), ist die andere währenddessen nicht verfügbar. Dies ist eine weitverbreitete Dual-SIM-Variante und in der Regel ausreichend für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht ständig auf beiden Nummern erreichbar sein müssen.
  • Dual Active: Im Gegensatz dazu sind in einem Dual-Active-Mobilgerät beide SIM-Karten gleichzeitig aktiv. Das bedeutet, dass während eines Anrufs auf einer Nummer die andere Nummer weiterhin erreichbar ist. Dual Active bietet damit eine erhöhte Erreichbarkeit.

Dual-SIM: Kombinationen mit eSIM

Viele aktuelle Smartphones bieten eine eSIM-Funktion. Oft lässt sich diese digitale SIM-Karte im Zusammenhang mit Dual-SIM nutzen. Folgende Kombinationen sind möglich:

  1. eSIM und physische SIM-Karte: Die heutzutage gängigste Variante von Dual-SIM kombiniert eine physische SIM-Karte mit einer eSIM.
  2. Mehrere eSIM-Profile auf einem Chip: Eine weitere Möglichkeit ist es, mehrere eSIM-Profile auf einen einzigen Chip zu laden. Das bietet eine hohe Flexibilität. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können unterschiedliche geschäftliche Telefonnummern bzw. Tarife für verschiedene Projekte oder Regionen nutzen. Sie brauchen hierfür nur ein einziges Smartphone und sind nicht auf physische SIM-Karten angewiesen.

Dual-SIM im Überblick

Dual-SIM…

  • bedeutet, dass ein Mobilgerät zwei SIM-Karten gleichzeitig verwenden kann.
  • kann Kosten sparen und die Kommunikation in Ihrem Unternehmen optimieren.
  • bietet in Kombination mit Firmenhandys Vorteile für Sie und Ihre Belegschaft.
  • gibt es in verschiedenen Arten.
  • ist in verschiedenen Kombinationen möglich – auch mit eSIM.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/dual-sim-erklaert/

Handykosten von der Steuer absetzen: Informationen für Unternehmen, Angestellte und Freiberufler

Ihr Smartphone ist ein Arbeitswerkzeug – setzen Sie es auch steuerlich ein. Ob Unternehmen, Angestellter oder Selbstständiger: Unter bestimmten Voraussetzungen und mit den richtigen Nachweisen lassen sich Handykosten gezielt absetzen und Steuern sparen. Wir zeigen, wer profitiert, welche Regeln gelten und ob Pauschale oder Einzelnachweis für Sie die bessere Wahl ist.

WICHTIGE Anmerkung: Dieser Artikel stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar.

Können Unternehmen Handykosten steuerlich absetzen?

Unternehmen können die Kosten für geschäftlich genutzte Handys steuerlich geltend machen. Dazu zählen sowohl die Anschaffungskosten als auch laufende Gebühren wie die Grundgebühr, Kosten für Gespräche und Datenvolumen. Entscheidend ist, dass Sie und Ihre Belegschaft die Handys überwiegend für betriebliche Zwecke nutzen.

Wie können Unternehmen Handykosten steuerlich absetzen?

Sofortabschreibung (§ 6 Abs. 2 EStG): Wenn der Kaufpreis des Handys unter 800 Euro netto (952 Euro brutto) liegt, können Sie den Betrag sofort als Betriebsausgabe verbuchen.

Abschreibung über mehrere Jahre (§ 7 EStG): Teurere Geräte können Sie über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abschreiben. Dabei wird der Kaufpreis jährlich anteilig abgesetzt.

Laufende Kosten als Betriebsausgaben (§ 4 EStG): Ihre Telefonkosten können Sie ebenfalls steuerlich geltend machen. Monatlich abgerechnete Handyverträge oder Prepaid-Aufladungen sind als Betriebsausgabe voll absetzbar, sofern das Gerät betrieblich genutzt wird.

Falls ein Firmenhandy auch privat genutzt wird, müssen Sie den privaten Kostenanteil herausrechnen. Dies kann entweder durch Einzelnachweise (z. B. detaillierte Telefonabrechnungen) oder durch eine Schätzung (z. B. 80 % geschäftlich, 20 % privat) erfolgen. Mehr dazu im entsprechenden Abschnitt.

Wer kann das Handy noch von der Steuer absetzen?

Nicht nur Unternehmen können Handykosten steuerlich geltend machen – auch wenn Sie selbstständig, freiberuflich oder fest angestellt arbeiten, haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen diese Möglichkeit.

Der Unterschied liegt in der Art der steuerlichen Absetzbarkeit:

Selbstständige und freiberuflich Tätige können Handykosten als Betriebsausgaben direkt von ihren Einnahmen abziehen. Dadurch reduziert sich ihr zu versteuerndes Einkommen.

Angestellte können beruflich anfallende Handykosten über die Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn sie die Kosten selbst tragen und keinen Kostenersatz vom Arbeitgeber erhalten.

Während Selbstständige die Kosten grundsätzlich voll absetzen können (sofern sie das Arbeitshandy nicht privat nutzen), müssen Angestellte meist einen beruflichen Anteil nachweisen. Mehr dazu lesen Sie in den folgenden Kapiteln.

So setzen Selbstständige ihre Handykosten ab

Selbstständige und Freiberufler oder Freiberuflerinnen können die Anschaffungskosten und die laufenden Gebühren für ihr Handy als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Voraussetzung ist, dass sie das Gerät überwiegend für geschäftliche Zwecke nutzen.

Ob die Telefonkosten vollständig oder nur anteilig absetzbar sind, hängt vom Umfang der beruflichen Nutzung ab. Nutzen Selbstständige ihr Handy zu über 90 % geschäftlich, erkennt das Finanzamt in der Regel die volle Absetzbarkeit an. Ist das Gerät jedoch sowohl beruflich als auch privat im Einsatz, muss der private Anteil herausgerechnet werden. Die Aufteilung ist auf Basis einer prozentualen Schätzung möglich (z. B. 80 % geschäftlich, 20 % privat) oder durch Einzelverbindungsnachweise (detaillierte Gesprächsnachweise).

Auch die Anschaffungskosten unterliegen steuerlichen Regeln. Liegt der Kaufpreis unter 800 Euro netto (952 Euro brutto), gilt das Handy als geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG). Sie können es im Jahr der Anschaffung vollständig von der Steuer absetzen.

Kostet das Gerät mehr, müssen Sie es über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abschreiben. In diesem Fall wird der Kaufpreis jährlich anteilig als Betriebsausgabe geltend gemacht.

Neben der Anschaffung lassen sich auch die monatlichen Handykosten steuerlich absetzen. Dazu gehören unter anderem Grundgebühren, Gesprächskosten (z. B. Einzelverbindungskosten oder Auslandstelefonie), Datenverbindungen (mobiles Internet) und Roaming-Gebühren. Die laufenden Kosten werden netto als Betriebsausgabe verbucht, während die gezahlte Vorsteuer zusätzlich mit der eigenen Umsatzsteuer verrechnet werden kann – vorausgesetzt, Sie unterliegen als Selbstständige:r nicht der Kleinunternehmerregelung.

Wer mehrere Mobilfunkverträge nutzt, beispielsweise für geschäftliche und private Zwecke, sollte die Kosten klar trennen.

So können Angestellte ihre Handykosten absetzen

Sind Sie Arbeitnehmer und nutzen Ihr privates Handy auch beruflich, können Sie die damit verbundenen Kosten als Werbungskosten in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen. Das Handy zählt in diesem Fall als Arbeitsmittel (§ 9 EStG). Entscheidend für die steuerliche Absetzbarkeit ist der Anteil der beruflichen Nutzung.

Liegt die betriebliche Nutzung über 90 %, können Sie die Kosten in voller Höhe absetzen. Ist das Gerät jedoch auch privat im Einsatz, müssen Sie den beruflichen Anteil entweder schätzen oder anhand eines Nutzungsprotokolls belegen (Einzelnachweise). Eine pauschale Absetzbarkeit von 20 % der Kosten (maximal 20 Euro pro Monat) erkennt das Finanzamt in vielen Fällen an.

Arbeitnehmer können sowohl die Anschaffungskosten als auch die laufenden Kosten und Reparaturkosten steuerlich geltend machen. Tragen Sie die entsprechenden Kosten in der Steuererklärung in der Anlage N unter „Werbungskosten“ ein.

Hat das Handy maximal 800 Euro netto (952 Euro brutto) gekostet, kann der gesamte Betrag im Jahr der Anschaffung abgesetzt werden. Liegt der Kaufpreis darüber, können Sie die Kosten laut AfA-Tabelle (Abschreibungstabelle, „Absetzung für Abnutzung“) über die gewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abschreiben. Dabei wird der Anschaffungspreis durch 36 Monate geteilt und nur der Anteil für die Monate ab dem Kaufzeitpunkt berücksichtigt.

Neben dem Kaufpreis können Sie als Arbeitnehmer auch die monatlichen Handygebühren absetzen (z. B. Grundgebühr, Gesprächskosten, Datenvolumen). Vorausgesetzt, Ihr Arbeitgeber erstattet diese nicht. Dies gilt auch für zusätzliche berufliche Internetkosten, insbesondere wenn Sie regelmäßig im Homeoffice arbeiten.

Um die berufliche Nutzung im Fall von Rückfragen des Finanzamtes möglichst präzise darlegen zu können, sollten Arbeitnehmer Rechnungen, Verträge oder Nutzungsnachweise aufbewahren. Nutzen Sie das Handy überwiegend privat oder erstattet der Arbeitgeber die Kosten, entfällt die Möglichkeit, die Handykosten von der Steuer abzusetzen.

Handykosten absetzen: Pauschale oder Einzelnachweise?

Um Handykosten steuerlich geltend zu machen, gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können eine Pauschale ansetzen oder die tatsächlichen Kosten durch Einzelnachweise belegen. Welche Methode sinnvoller ist, hängt davon ab, in welchem Umfang Sie Ihr Handy beruflich nutzen.

Handykosten pauschal absetzen

Wenn Sie Ihr Handy sowohl privat als auch beruflich nutzen, aber keinen detaillierten Nachweis erbringen möchten, können Sie pauschal 20 % der Kosten steuerlich geltend machen – jedoch maximal 20 Euro pro Monat. Diese Regelung gilt sowohl für Angestellte (im Rahmen der Werbungskosten) als auch für Selbstständige (als Betriebsausgabe).

Bestimmte Berufsgruppen wie Außendienstmitarbeitende, wissenschaftliches oder medizinisches Personal mit Bereitschaftsdiensten haben hier einen Vorteil: Bei ihnen erkennt das Finanzamt die berufliche Nutzung in der Regel automatisch an, ohne dass ein Nachweis erforderlich ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass automatisch 100 % der Kosten abgesetzt werden können – der genaue berufliche Nutzungsanteil kann individuell bewertet werden. Falls das Handy auch privat im Einsatz ist, kann das Finanzamt eine Schätzung verlangen oder den steuerlich absetzbaren Anteil begrenzen.

Handykosten mit Einzelnachweisen absetzen

Wenn Sie Ihr Handy zu mehr als 20 % beruflich nutzen, müssen Sie den geschäftlichen Anteil mit Einzelnachweisen dokumentieren. Das Finanzamt akzeptiert hierfür in der Regel einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten. Der ermittelte berufliche Nutzungsanteil kann dann auf das gesamte Jahr angewendet werden.

Die Einzelnachweise sollten folgende Angaben enthalten:

  • Datum und Uhrzeit des Gesprächs
  • Angerufene Person oder Firma
  • Zielort des Anrufs
  • Gesprächsdauer und Kosten
  • Zweck des Gesprächs (beruflich oder privat)

Da Mobilfunkanbieter in ihren Rechnungen oft nur Datum, Uhrzeit und Zielort angeben, müssen Sie die fehlenden Informationen ergänzen – zum Beispiel durch ein Nutzungsprotokoll. Darin vermerken Sie, welche Gespräche beruflicher Natur waren und zu welchem Zweck sie erfolgten.

Handykosten von der Steuer absetzen: Überblick

Unternehmen können die Kosten für Firmenhandys als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen, sofern sie die geschäftliche Nutzung nachweisen.

Selbstständige können sowohl die Anschaffungskosten als auch die laufenden Gebühren eines geschäftlich genutzten Handys als Betriebsausgaben absetzen, wobei der Anteil der beruflichen Nutzung entscheidend ist.

Angestellte können Handykosten als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben, sofern sie das Gerät überwiegend beruflich nutzen und diese berufliche Nutzung nachweisen können.

Handykosten lassen sich entweder pauschal mit 20 % (maximal 20 Euro pro Monat) oder mithilfe von detaillierten Einzelnachweisen absetzen, je nach Anteil der beruflichen Nutzung.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/handykosten-von-steuer-absetzen/#accordion-ed668f4768-item-67b7760b6c

Informationssicherheit erklärt: Definition, Beispiele und Ziele

Unternehmen müssen ihre Informationen und Daten gemäß DSGVO, NIS2-Richtlinie und anderen Gesetzen umfassend schützen. Die Grundlage dafür bietet die Informationssicherheit. Sie soll etwa wertvolle Geschäftsgeheimnisse, Finanzdaten und Kundeninformationen zuverlässig vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff bewahren. Folgende Begriffe und Bedrohungen sollten Sie kennen, um einen dauerhaften Schutz zu gewährleisten.

Was ist Informationssicherheit?

Informationssicherheit umfasst alle Maßnahmen, Methoden und Prozesse, die Informationen vor Manipulation, Verlust oder unbefugtem Zugriff schützen. Das betrifft neben digitalen Daten auf Servern und Festplatten auch analoge Informationen wie Aktenordner oder Notizen auf Papier.

Ein gutes Sicherheitskonzept berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus einer Information. Dieser Zyklus reicht von der ersten Erstellung über die tägliche Verarbeitung und Speicherung bis hin zur gesetzeskonformen Löschung oder Vernichtung.

Um lückenlosen Schutz im Unternehmensalltag zu gewährleisten, sollten Unternehmen technische Maßnahmen und organisatorische Vorgaben etablieren. Führungskräfte tragen die Verantwortung, entsprechende Sicherheitsrichtlinien fest zu verankern und alle Mitarbeitenden regelmäßig im sicheren Umgang mit Daten zu schulen.

Abgrenzung zur IT-Sicherheit

Viele Menschen verwenden die Begriffe Informationssicherheit und IT-Sicherheit synonym. Tatsächlich bestehen klare inhaltliche Unterschiede.

  • Die IT-Sicherheit konzentriert sich auf den Schutz elektronischer Systeme, Netzwerke und Hardware vor technischen Ausfällen und Bedrohungen. Sie bildet somit eine wichtige, aber begrenzte Teilmenge der umfassenderen Informationssicherheit. Noch spezifischer ist die Cybersicherheit, die sich vor allem auf Angriffe aus dem Cyberraum konzentriert.
  • Die Informationssicherheit schließt im Gegensatz dazu auch physische und personelle Aspekte ein. Dazu zählen beispielsweise der Zugang zu Gebäuden, Richtlinien für saubere Schreibtische oder der sichere Umgang mit ausgedruckten Geschäftszahlen.

In der Praxis greifen IT-Sicherheit und Informationssicherheit stets ineinander, da technische Maßnahmen zumeist von organisatorischen Prozessen begleitet werden.

Klar ist also: Die Informationssicherheit deckt ein besonders breites Feld ab, während IT-Sicherheit und Cybersicherheit sich in erster Linie auf Teilbereiche beschränken.

Darum ist Informationssicherheit wichtig

Cyberkriminelle entwickeln immer raffiniertere Methoden, um in Unternehmensnetzwerke einzudringen und wertvolle Daten zu stehlen. Ein erfolgreicher Cyberangriff zieht oft gravierende finanzielle Einbußen nach sich und stört den regulären Betriebsablauf empfindlich oder bringt ihn komplett zum Erliegen. Um die vielfältigen Risiken zu minimieren und ihre wirtschaftliche Existenz langfristig zu sichern, sollten Unternehmen frühzeitig in Informationssicherheit investieren.

Zudem verlangen strenge europäische und nationale Gesetze wie die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) und die NIS2-Richtlinie (Network and Information Security) weitreichende Maßnahmen zum Schutz sensibler Daten und Informationssysteme. Bei Verstößen gegen diese rechtlichen Vorgaben drohen empfindliche Bußgelder und weitere Konsequenzen.

Wirtschaftliche Folgen und Kundenvertrauen

Neben direkten finanziellen Strafen beschädigt ein Datenleck häufig das Image des betroffenen Unternehmens. Kunden und Geschäftspartner verlieren das Vertrauen, wenn ihre sensiblen Informationen in falsche Hände geraten. Ein beschädigter Ruf lässt sich oft nur über Jahre hinweg und mit hohem Aufwand durch gezielte Maßnahmen wiederherstellen.

Unternehmen, die Informationssicherheit ernst nehmen und aktiv nach außen kommunizieren, nutzen dies als klaren Wettbewerbsvorteil. Sie signalisieren potenziellen Auftraggebern und Partnern, dass sie verlässlich arbeiten und Daten nach höchsten Standards schützen.

Lieferketten und Compliance-Anforderungen

Moderne, globalisierte Lieferketten erfordern einen schnellen und vor allem sicheren Datenaustausch zwischen verschiedenen Akteuren und Dienstleistern. Großkonzerne und Behörden fordern von ihren Zulieferern regelmäßig detaillierte Nachweise über ihre Sicherheitsstandards. Wer diese strengen Anforderungen nicht erfüllt, scheidet als potenzieller Geschäftspartner bei lukrativen Aufträgen oft von vornherein aus.

Zertifizierungen nach internationalen Normen (z. B. ISO/IEC 27001) helfen Unternehmen dabei, ihre getroffenen Sicherheitsmaßnahmen transparent, objektiv und nachvollziehbar zu belegen. Sie schaffen eine solide Vertrauensbasis, die für langfristige und erfolgreiche Geschäftsbeziehungen in der heutigen Wirtschaft unerlässlich bleibt.

Die wichtigsten Begriffe

Um die umfangreiche Thematik der Informationssicherheit besser zu verstehen, klären wir im Folgenden einige zentrale Begriffe. Ein solides Grundlagenwissen hilft Ihnen dabei, eigene Sicherheitskonzepte effektiver zu planen, im Team zu diskutieren und schließlich erfolgreich umzusetzen.

  • ISMS (Information Security Management System): Das ISMS ist ein systematisches Rahmenwerk, das alle Verfahren und Regeln umfasst, um Informationssicherheit in einer Organisation dauerhaft zu steuern, zu kontrollieren und kontinuierlich zu verbessern.
  • CISO (Chief Information Security Officer): Diese spezialisierte Fachkraft trägt die strategische und operative Verantwortung für Informationssicherheit im Unternehmen. Sie koordiniert alle sicherheitsrelevanten Prozesse und berichtet meist direkt an die Geschäftsführung, den CIO (Chief Information Officer) oder den CTO (Chief Technology Officer).
  • Risikomanagement: Dieser Prozess identifiziert, analysiert und bewertet Sicherheitsrisiken und leitet gezielte Gegenmaßnahmen ab.
  • Schutzziele / CIA-Triade: Die Schutzziele bilden das Fundament der Informationssicherheit. Sie bestehen aus den Aspekten Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit ([hier erfahren Sie mehr dazu | Link auf H2 Die Schutzziele der Informationssicherheit]).
  • Incident Response (Vorfallreaktion): Die [Incident Response | /magazin/incident-response/] definiert die Zuständigkeiten und die Prozesse bei einem Sicherheitsvorfall, um effektiv zu reagieren und Schäden zu minimieren.

Die häufigsten Bedrohungen

Cyberkriminelle nutzen zunehmend hochentwickelte, automatisierte Werkzeuge und künstliche Intelligenz, um Schwachstellen in Netzwerken systematisch aufzuspüren und auszunutzen. Daher sollten Verantwortliche die häufigsten Angriffsmuster kennen.

Malware und externe Angriffsmethoden

Malware aus der Kategorie Ransomware verschlüsselt die Daten auf den Computern und Servern der Opfer. Die Hacker fordern anschließend ein hohes Lösegeld für die Freigabe. Solche Vorfälle können den Betriebsablauf für Wochen lahmlegen und verursachen Schäden in Millionenhöhe. Regelmäßige, korrekt durchgeführte Back-ups können die Auswirkungen mildern.

Bei einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS-Angriff) überlasten Angreifer gezielt Webserver oder gesamte Netzwerke mit massiven Datenanfragen, sodass diese für reguläre Nutzer nicht mehr erreichbar sind. Onlineshops oder cloudbasierte Dienstleister erleiden dadurch innerhalb kürzester Zeit erhebliche Umsatzverluste und potenziell Imageschäden.

Phishing und interne Gefahrenquellen

Kriminelle zielen häufig direkt auf Mitarbeitende, da Menschen oft leichter zu täuschen sind als technische Systeme (Social Engineering). Besonders verbreitet ist Phishing, eine der am schwersten kontrollierbaren Bedrohungen. Beim Spear-Phishing versenden Angreifer täuschend echt wirkende E-Mails an ausgewählte Führungskräfte oder Finanzmitarbeitende. Ziel ist es, dass die Zielpersonen auf präparierte Links klicken oder schädliche Dateianhänge öffnen, woraufhin Schadsoftware unbemerkt ins System gelangt.

Auch intern gibt es Gefahrenpotenziale: Die eigenen Mitarbeitenden stellen ein erhebliches Risiko für die Informationssicherheit dar, oft ohne böse Absicht, etwa aus mangelndem Bewusstsein für Sicherheitsrisiken. So können sie etwa unbeabsichtigt sensible Dokumente an falsche Empfänger verschicken.

Die Schutzziele der Informationssicherheit

Wirksame Sicherheitsmaßnahmen orientieren sich an fest definierten Grundprinzipien, den sogenannten Schutzzielen. Die drei wichtigsten und bekanntesten Ziele bilden die CIA-Triade. Das Akronym steht für Confidentiality, Integrity, Availability – zu Deutsch: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.

  • Confidentiality (Vertraulichkeit): Vertraulichkeit stellt sicher, dass ausschließlich autorisierte Personen oder Systeme Zugang zu bestimmten, geschützten Daten und Systemen erhalten. Unternehmen erreichen dieses Ziel durch strenge Zugriffskontrollen wie ZTNA, starke Passwörter und moderne Verschlüsselungstechnologien.
  • Integrity (Integrität): Integrität bedeutet, dass Informationen nur durch autorisierte Personen verändert werden dürfen. IT-Systeme müssen unautorisierte Manipulationen sofort erkennen und blockieren, damit Geschäftsdaten verlässlich und korrekt bleiben.
  • Availability (Verfügbarkeit): Verfügbarkeit bedeutet, dass berechtigte Anwender jederzeit innerhalb definierter Parameter reibungslos auf die benötigten Informationen und Systeme zugreifen können. Unternehmen nutzen hierfür leistungsstarke, redundante Systeme und intelligente Back-up-Strategien, um Ausfälle zu minimieren und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Erweiterte Ziele: Authentizität und Verbindlichkeit

Neben den klassischen drei Zielen der CIA-Triade gewinnt die Authentizität im digitalen Zeitalter zunehmend an Bedeutung. Sie bestätigt zweifelsfrei die Echtheit einer kommunizierenden Person oder eines Systems, um Betrug und Identitätsdiebstahl zu verhindern.

Verbindlichkeit sorgt schließlich dafür, dass Akteure ihre Handlungen im digitalen Raum nachträglich nicht abstreiten können. Digitale Signaturen können Verträge und Transaktionen rechtssicher dokumentieren, sodass die Identität aller Unterzeichner und die Unverändertheit des Dokuments nachweisbar sind.

Informationssicherheit im Überblick

Informationssicherheit umfasst die Sicherheit aller Daten im Unternehmen, sowohl digital als auch analog. Die wichtigsten Handlungsfelder im Überblick:

  • Analysieren Sie regelmäßig Ihre bestehenden IT-Strukturen und identifizieren Sie potenzielle Schwachstellen frühzeitig.
  • Entwickeln Sie klare, verständliche Sicherheitsrichtlinien und setzen Sie diese konsequent im Arbeitsalltag um.
  • Schulen Sie Ihre Belegschaft fortlaufend und praxisnah, um das Bewusstsein für Phishing und andere Angriffe zu schärfen.
  • Sichern Sie kritische Geschäftsdaten durch verschlüsselte Back-ups.
  • Kontrollieren Sie die Zugriffsrechte im Netzwerk streng und gewähren Sie Mitarbeitenden stets nur die nötigen Privilegien.

Quelle:

https://www.o2business.de/magazin/informationssicherheit/

Trojaner vom Handy entfernen

Moderne Smartphones bieten zwar einen guten Schutz vor Online-Bedrohungen, sind jedoch nicht vollständig vor Malware sicher. Cyberkriminelle schleusen Schadsoftware häufig über E-Mail-Anhänge oder Downloads ein. Besonders perfide sind dabei Trojaner, die sich als harmlose Apps tarnen. Diese wirken zunächst unauffällig, können nach der Installation jedoch sensible Daten ausspionieren oder Schaden anrichten. Wie Sie diese Bedrohungen erkennen und Trojaner von Ihrem Smartphone entfernen, erfahren Sie hier.

Trojaner vom Handy entfernen: Das Wichtigste in Kürze

  • Mobiltelefone sind nicht vor Schadsoftware gefeit. Malware kann z.B. über E-Mail-Anhänge, infizierte Apps oder SMS auf ein Handy gelangen.
  • Malware kann auf dem Smartphone z.B. Daten stehlen, Apps deaktivieren oder das Handy für Cryptojacking verwenden, also das illegale Schürfen von Bitcoins auf fremden Geräten.
  • Anzeichen für Handy-Malware sind beispielsweise Abstürze von Apps, eine Zunahme des Datenverbrauchs, unerwünschte Pop-up-Werbung, sinkende Speicherkapazitäten und eine ansteigende Temperatur des Geräts.
  • Trojaner lassen sich in der Regel schnell vom Handy entfernen: über eine Antivirensoftware sowie manuell oder über das Zurücksetzen des Geräts.
  • Einen guten Schutz gegen Schadsoftware bieten Antivirenprogramme, die Trojaner automatisch erkennen und blockieren. Zudem ist es wichtig, regelmäßig Software-Updates durchzuführen.

So prüfen Sie Ihr Mobiltelefon auf Trojaner

Es wird immer schwieriger, Trojaner und andere Malware auf Anhieb zu erkennen. Oft wirken sie auf den ersten Blick wie seriöse Apps, die einen echten Mehrwert bieten. Kriminelle haben es zunehmend auf Android-Smartphones abgesehen. Sie versuchen mithilfe von Smartphone-Malware wie etwa Banking-Trojanern, Finanzdaten vom Handy zu stehlen.
Je schneller Sie einen Trojaner auf dem Smartphone entdecken und entfernen, desto geringer ist das Risiko für Ihre Daten. Die folgenden Warnsignale können auf einen (erfolgreichen) Angriff hindeuten:
Apps stürzen ab
Malware-App aktiv
Abstürzende Apps prüfen oder entfernen
Hoher Datenverbrauch
Hintergrundaktivität von Malware
Datenverbrauch prüfen, Scan starten
Akku entlädt sich schnell
Rechenintensive Schadsoftware
Gerät scannen, verdächtige App mit hohem Energieverbrauch deinstallieren
Pop-up-Werbung
Adware auf dem Smartphone
Verdächtige Apps deinstallieren, ggf. Berechtigungen für Benachrichtigungen entziehen
Unbekannte Apps
Unbemerkte Installation
App löschen, Sicherheitseinstellungen auf dem Handy prüfen
Hohe Telefonrechnung
Malware verursacht Verbindungen
Ausgehende Verbindungen überprüfen, Anbieter kontaktieren
Warnsignal
Mögliche Ursache
Empfohlene Maßnahme

Atypisches Verhalten von Apps

Apps, die sich atypisch verhalten und wiederholt (auch nach Neustart des Geräts) abstürzen, sind ein mögliches Symptom für Malware auf dem Handy oder eine Malware-App.

Ungewöhnlich großer Verbrauch an Datenvolumen

Auch ein ungewöhnlicher Anstieg des Datenverbrauchs kann ein Hinweis auf Trojaner oder andere Malware auf dem Smartphone sein. Einige Formen von Smartphone-Malware verbrauchen durch ihren Betrieb eine große Menge an mobilen Daten. Es ist daher ratsam, Ihren Datenverbrauch von Zeit zu Zeit zu überprüfen – insbesondere dann, wenn Sie Malware auf Ihrem Handy vermuten. Ist er deutlich höher als normal, starten Sie einen Antiviren-Scan auf Ihrem Smartphone.

Schnelle Entladung des Akkus und/oder warmes Gerät

In manchen Fällen erkennen Sie eine Infektion daran, dass sich der Akku schneller entlädt als sonst. Denn Malware ist meist nicht auf das Handy optimiert oder sehr rechenintensiv (z.B. beim Bitcoin-Mining) und belastet die Akku-Ladung mehr als gewöhnliche Anwendungen.
Falls das Smartphone oft heißläuft, könnte dies ebenfalls ein Hinweis auf Malware auf dem Smartphone sein. Normalerweise erhitzen sich Mobiltelefone von allein nicht übermäßig.

Unerwünschte Werbe-Pop-ups „aus dem Nichts“

Wenn auf einem mobilen Gerät Pop-ups erscheinen, obwohl gerade keine Anwendungen laufen, liegt häufig eine Adware-Infektion vor. Das ist eine spezielle Form von Malware auf dem Handy. Pop-ups sind Browserfenster, die sich automatisch öffnen – in der Regel enthalten sie Werbung.

Unbekannte Apps im Gerätespeicher

Daneben sind unbekannte Apps im Gerätespeicher ebenfalls ein möglicher Hinweis auf Malware auf dem Smartphone. Wenn Sie also Apps entdecken, die Sie nie heruntergeladen haben und die auch nicht zum werkseitigen Lieferumfang gehören, kann es sich um eine Malware-App handeln. In diesem Fall sollten Sie skeptisch sein, die App überprüfen und die potenzielle Schadsoftware vom Handy entfernen.

Eine anscheinend grundlos überhöhte Monatsrechnung

Auch eine sehr hohe Telefonrechnung kann ein Hinweis auf Malware auf dem Telefon sein. Wenn Ihr Gerät beispielsweise Rufnummern angerufen hat, die Sie nicht selbst gewählt haben, oder Ihr Datenvolumen weit schneller als üblich verbraucht ist und automatisch kostenpflichtig aufgeladen wurde, kann dies auf Handy-Malware hindeuten.

So erkennen Sie Trojaner unter Android

Trojaner und andere Malware gelangen zwar vergleichsweise selten auf Smartphones, doch Geräte mit Android sind eher gefährdet als iPhones. Neben den allgemeinen Tipps, die Sie in diesem Beitrag finden, gibt es eine weitere Möglichkeit, um Trojaner speziell auf Android-Smartphones schnell zu erkennen. Dazu benötigen Sie nicht einmal einen besonderen Virenscanner, denn Google bietet eine kostenlose Sicherheitssoftware an, die Malware auf dem Smartphone erkennen kann. Dazu müssen Sie Google Play Protect im Play Store aktivieren. Missverständlicherweise vermuten die meisten, dass dieses Tool Apps nur vor dem Herunterladen aus dem Store überprüft. Tatsächlich können Sie damit sämtliche Anwendungen scannen, die sich bereits auf dem Gerät befinden – eine sinnvolle Maßnahme, wenn Sie vermuten, dass sich Malware auf dem Handy eingeschlichen hat. Das ist vor allem nützlich, wenn ein Trojaner unbemerkt weitere Malware auf Ihr Smartphone geladen hat und Sie dies bislang nicht bemerkt haben. Möglicherweise hat Ihr Handy aber die weiter oben geschilderten Warnsignale gezeigt. Dann können Sie in der Regel mit einem ersten Scan feststellen, ob sich Malware auf Ihrem Handy befindet.
So gehen Sie vor:
  • Öffnen Sie den Google Play Store.
  • Tippen Sie auf das Profilsymbol oben rechts.
  • Tippen Sie auf „Play Protect“.
  • Tippen Sie auf das Zahnrad oben rechts.
  • Aktivieren Sie „Apps mit Play Protect scannen“ und „Erkennung schädlicher Apps verbessern“.
  • Tippen Sie im vorherigen Menü auf „Scannen“, um Ihr Smartphone sofort auf Malware zu überprüfen.
Bei vielen Smartphones ist diese Option bereits aktiviert. Dennoch sollten Sie dies in einem ersten Schritt überprüfen, wenn Sie vermuten, dass sich Malware auf Ihrem Smartphone befindet. Selbst wenn das Tool aktiviert ist, lohnt sich im Zweifel ein weiterer Scan.
Play Protect ersetzt allerdings keinen spezialisierten Virenscanner. Findet das Tool nichts und setzen sich die Hinweise auf einen Malware-Befall fort, lohnt sich ein genauerer Blick.

Trojaner vom Handy entfernen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Trojaner können zwar durchaus hartnäckig sein, doch meist ist es nicht allzu schwer, sie loszuwerden. Dabei können Sie verschiedene Ansätze verfolgen, um die Malware von Ihrem Handy zu entfernen.

Trojaner automatisch mithilfe einer Software entfernen

Der einfachste Weg, Trojaner und andere Malware auf dem Handy zu entfernen, ist die Automatisierung eines Antivirusprogramms. Tools wie Lookout erkennen Schadsoftware zuverlässig und helfen so dabei, Trojaner vom Smartphone zu entfernen. Diese Art von Geräteschutz trägt auch dazu bei, dass ein Angriff gar nicht erst stattfinden kann, da die Schutz-Software schädliche Aktivitäten im Vorfeld erkennt und blockiert. Für viele Nutzer:innen ist dies der naheliegendste Weg, wenn sie sich fragen: Wie entferne ich Malware vom Handy?
Mobile Virenscanner spüren also nicht nur Viren, Malware und Spyware auf Handys auf, sondern bereinigen sie häufig gleich. Darüber hinaus überprüfen sie regelmäßig die Geschwindigkeit von Downloads und Uploads.
Neben Lookout gibt es noch weitere Angebote auf dem Markt, um Malware vom Handy zu entfernen, beispielsweise:
  • Avast Antivirus
  • AVG AntiVirus
  • Bitdefender Mobile Security
  • F-Secure Total Security
  • G Data Mobile Security
  • McAfee Mobile Security
  • Norton Mobile Security
Die Beratungsgruppe Forbes Advisor empfiehlt Unternehmen den Einsatz von Antivirenprogrammen in jedem Fall. Werden Trojaner oder Malware auf dem Firmen-Smartphone nicht erkannt, könnten sensible Daten von Kund:innen entwendet werden – mit potenziell hohen Folgekosten.
Auf den Schutz der Antivirenprogramme sollten Sie sich aber auch nicht allein verlassen. Sorgfalt beim Umgang mit Passwörtern, allgemeine Vorsicht und Skepsis gehören in der digitalen Welt dazu, um Malware auf dem Handy vorzubeugen. Einige Trojaner tarnen sich sogar selbst als Virenschutzprogramm. Es ist daher wichtig, Programme aus vertrauenswürdigen Quellen zu nutzen und Testergebnisse zu vergleichen.

Malware vom Android-Handy manuell entfernen

Für Besitzer:innen von Android-Geräten ist es ab der Android-Version 6 Marshmallow möglich, über die Einstellungen herauszufinden, welche App eine Störung verursacht. Im Anschluss können Sie die potenzielle Malware auf dem Handy manuell entfernen, ohne auf eine zusätzliche Software zurückzugreifen.
Dafür navigieren Sie zum Menüpunkt „Apps & Benachrichtigungen | Anwendungen | Erweitert | Spezieller App-Zugriff“. Dort sehen Sie, welche App berechtigt ist, über anderen Apps angezeigt zu werden (also im Bildschirm-Vordergrund). Diese Berechtigung missbrauchen Malware-Apps häufig, um unaufgefordert Benachrichtigungen oder Pop-ups anzuzeigen und so zum Klicken zu animieren.
Entfernen Sie die App am besten komplett oder entziehen Sie ihr zumindest diese Berechtigung. Vor allem, wenn Sie sie nicht selbst aus vertrauenswürdiger Quelle wie dem Google Play Store heruntergeladen haben. Auf diese Weise können Sie die Malware vom Handy entfernen und verhindern, dass sich die Schadsoftware weiter ausbreitet.
Hilft das nicht weiter und die Probleme bleiben bestehen, starten Sie Ihr Smartphone im abgesicherten Modus neu. Das funktioniert bei den meisten Geräten, indem Sie während des Neustarts die Einschalttaste gedrückt halten. Der abgesicherte Modus ist besonders hilfreich, wenn Smartphone-Malware aktiv ist und sich im normalen Betrieb nicht löschen lässt.
Unser Tipp

Machen Sie vor dem Neustart einen Screenshot von der Anordnung Ihrer Anwendungen auf dem Hauptbildschirm. So können Sie Ihre Apps nach dem Bereinigen und Entfernen von Malware schnell wieder wie gewohnt anordnen.

Beim Neustart von Android-Geräten im abgesicherten Modus werden nur Apps gestartet, die ab Werk vorhanden waren. Das erleichtert es, Malware auf dem Smartphone zu erkennen.
Im abgesicherten Modus können Sie in den Einstellungen nach Apps schauen, die Ihnen verdächtig vorkommen, und diese deinstallieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, deinstallieren Sie zunächst Apps, die Sie kürzlich heruntergeladen haben, und schauen Sie dann, ob das Problem weiterhin auftritt.

Malware vom iPhone manuell entfernen – geht das?

iPhones gelten im Vergleich zu anderen Smartphones als besonders sicher. Das liegt an der stark abgeschotteten Architektur von iOS, die verhindert, dass sich Apps gegenseitig beeinflussen oder tief ins System eingreifen. Eine gezielte manuelle Entfernung einzelner Malware-Komponenten – wie sie unter Android möglich ist – gibt es auf dem iPhone daher nicht.
Scheint ein iPhone dennoch kompromittiert, etwa nach der Installation einer unseriösen App oder aufgrund von ungewöhnlichem Verhalten, bleibt nur eine verlässliche Maßnahme: das Zurücksetzen des Geräts über den Wiederherstellungsmodus. Dabei setzen Sie das iPhone vollständig neu auf, wodurch potenzielle Schadsoftware entfernt wird.
Sicherheitsexpert:innen – unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) – bescheinigen iPhones insgesamt eine hohe Grundsicherheit. Dennoch gilt: Auch auf iOS sollten Sie nur Apps aus dem offiziellen App Store installieren, Updates regelmäßig durchführen und verdächtige Aufforderungen konsequent ignorieren.

Handy zurücksetzen

Nützen all diese Schritte nichts, können Sie das Handy als letzten Ausweg ganz zurücksetzen. Dabei werden zwar alle Daten wie nachträglich installierte Apps, Passwörter und individuelle Einstellungen gelöscht, aber die Malware ist danach ebenfalls vom Handy gelöscht. Eventuell können Sie für die Wiederherstellung Ihrer Daten auf ein Back-up zurückgreifen. Allerdings ist es nach einem Trojaner-Angriff oder anderem Malware-Befall auf dem Handy immer sinnvoll, Passwörter und andere Zugangsdaten zu ändern.

Wie schütze ich mich in Zukunft vor Trojanern?

Folgende Maßnahmen können Ihnen helfen, sich vor einer Malware-Infektion zu schützen:
  • Regelmäßige Software-Updates: Software-Updates beseitigen oft Schwachstellen und sind ein zentraler Schutz vor Malware auf dem Handy. Mit jedem Tag, den Sie ein Update nicht installieren, erhöht sich das Risiko eines Angriffs.
  • Offizielle App-Stores nutzen: Verwenden Sie offizielle Portale zum Herunterladen von Apps, z.B. den Google Play Store und den App Store. So verringern Sie das Risiko, eine Malware-App auf dem Handy zu installieren. Lesen Sie vorab die Bewertungen zu den Anwendungen und vergleichen Sie diese auch mit Bewertungen außerhalb der Portale.
  • Auf verdächtige Links achten: Klicken Sie grundsätzlich nicht auf Links von Fremden oder wenn Ihnen etwas daran verdächtig vorkommt. Phishing ist eine der häufigsten Ursachen für Malware auf dem Handy.
  • Öffentliche WLAN meiden: Die Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke ist mit Risiken behaftet. Ohne zusätzliche Absicherung können Cyberkriminelle hierüber Malware auf Ihr Smartphone einschleusen. Nutzen Sie daher möglichst eine Verbindung mit VPN, um sich vor Smartphone-Malware zu schützen.
  • Antivirensoftware installieren: Durch den Einsatz von Antivirensoftware sind Sie deutlich besser vor Malware auf dem Handy geschützt. Solche Programme erkennen Bedrohungen frühzeitig und helfen, sie zu blockieren. Es gibt allerdings keinen Rundumschutz, der alle Handy-Bedrohungen zuverlässig abwehrt.

Trojaner auf Android-Handys: Woher kommen sie?

Einfallstor Nummer eins für Trojaner auf dem Handy sind infizierte Anwendungen. Sie tarnen sich als nützliche Programme und erscheinen völlig harmlos. Arglose Nutzer:innen installieren die Malware-Apps dann unbemerkt inklusive Trojaner auf dem Handy, z.B. durch den Download eines Puzzle-Spiels oder einer Taschenlampen-App.
Die häufigsten Infektionswege von Trojanern auf dem Handy sind:
  • SMS/MMS: Die simpelsten Angriffsmethoden laufen nach wie vor über die Messaging-Formate SMS und MMS. Diese Form von Handy-Malware nutzt meist menschliche Schwächen wie Neugier oder Unachtsamkeit aus. So geben sich Angreifer:innen beispielsweise als Paketdienstleister wie DHL oder ein Online-Shop aus. In der Regel fordern sie dazu auf, einen Link anzuklicken oder eine App herzunterzuladen, etwa um eine Bestellung oder ein Paket zu verfolgen. Diese Links führen teilweise zu täuschend echt gestalteten Webseiten oder gar zu echten Webseiten, die durch Schadsoftware „überblendet“ sind.
  • E-Mails: Ein weiterer Infektionsweg sind E-Mails, die zum Download von Dateianhängen auffordern. Auch bei der Datenübertragung per Bluetooth von unbekannten Geräten können sich Malware und Trojaner auf dem Handy einschleichen.
  • Sicherheitslücken: Nicht selten nutzen Trojaner Sicherheitslücken von Software aus. Durch das Öffnen präparierter Bilder oder Videos installierten sich Trojaner und Malware auf dem Smartphone teils vollkommen unbemerkt. Manchmal erfahren Nutzer:innen erst von Sicherheitslücken, wenn der Software-Anbieter ein Update für ihre Beseitigung veröffentlicht.
Übrigens: Ein Grund dafür, warum Trojaner auf dem iPhone weniger Probleme verursachen, ist der weltweit höhere Marktanteil von Android-Smartphones. Android-Geräte sind daher ein attraktiveres Ziel für Smartphone-Malware. Außerdem halten sich iPhone-Nutzer:innen bei Downloads meist an die kontrollierten Angebote im App Store von Apple. Android hingegen ist eine offenere Plattform mit entsprechend mehr Angriffsfläche für Malware und andere dubiose Angebote.

Unser Fazit: Trojaner auf dem Handy früh erkennen und gezielt schützen

Trojaner und andere Malware sind auf dem Handy längst kein Randthema mehr, sondern eine reale Gefahr für private und geschäftliche Daten. Wer Warnsignale früh erkennt und im Ernstfall richtig reagiert, kann Malware vom Smartphone entfernen und größere Schäden vermeiden.
Neben manuellen Maßnahmen und regelmäßigen Updates spielt ein verlässlicher Geräteschutz eine zentrale Rolle. Sicherheitslösungen wie Vodafone Lookout oder Microsoft Defender for Business helfen dabei, Malware auf dem Handy automatisch zu erkennen, zu blockieren und zu entfernen – oft, bevor sie Schaden anrichten kann.
So behalten Sie die Kontrolle über Ihre mobilen Geräte und schützen sensible Informationen nachhaltig.
Quelle: https://www.vodafone.de/business/blog/trojaner-vom-handy-entfernen-anleitung-und-praevention-20466/