Xiaomi 13 vs. Xiaomi 12: Diese Upgrades bietet das neue Smartphone

Ein verändertes Design, ein besserer Prozessor und ein größeres Display: Das neue Flaggschiff-Smartphone von Xiaomi unterscheidet sich in einigen Punkten vom Vorgänger. Xiaomi 13 vs. Xiaomi 12: Wir vergleichen die Ausstattung und zeigen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede. 

Dieser Artikel stellt die Features von Xiaomi 12 5G und Xiaomi 13 5G gegenüber. Der Hersteller hat seine 13. Handy-Generation Ende Februar 2023 auch für Deutschland angekündigt. In China war sie bereits Ende 2022 erschienen.

Xiaomi 13 und Xiaomi 12 im Vergleich: Design 

Xiaomi hat der 13. Generation seiner Smartphones ein neues Design verpasst: Es sieht kantiger aus als der Vorgänger. Damit erinnert das neue Smartphone an iPhone 14 und Co. Beim Xiaomi 12 sind die Ecken dagegen runder gestaltet. Einen Unterschied gibt es übrigens zwischen Xiaomi 13 und Xiaomi 13 Pro: In der Standardvariante ist der Bildschirm flach, beim Pro-Modell sind die Seiten etwas abgerundet.

Xiaomi 13 ist offiziell: Diese Ausstattung bietet das Top-Smartphone

Auch auf der Rückseite hat sich etwas getan: Das Kameramodul sitzt beim Xiaomi 13 in einem abgerundeten Quadrat. Die drei Kameras und der Blitz sind darin symmetrisch angeordnet. Beim Xiaomi 12 befinden sich die Kameras in einem länglichen Rechteck. Die Linse der Hauptkamera ist größer bemessen als die der beiden anderen Objektive.

 

Xiaomi 13 vs. Xiaomi 12: Wie sieht es bei Maßen und Gewicht aus?

  • Das Xiaomi 13 ist 8,1 Millimeter tief sowie 152,8 x 71,5 Millimeter hoch und breit. Es wiegt 189 Gramm.
  • Das Xiaomi 12 misst 8,16 Millimeter in der Tiefe. Höhe und Breite liegen bei 152,7 x 69,9 Millimeter. Das Handy bringt 180 Gramm auf die Waage.

Damit ist das Xiaomi 13 flacher, aber minimal höher, breiter und schwerer als das Xiaomi 12. Eine Neuerung ist außerdem die IP68-Zertifizierung des neuen Smartphones. Es hält eine Wassertiefe von 1,5 Metern für bis zu eine halbe Stunde am Stück aus, ohne dass es beschädigt wird. Außerdem ist es staubdicht. Beim Xiaomi 12 fehlt diese Ausstattung.

Xiaomi bietet das Xiaomi 13 in drei Farben an: Hellgrün, Schwarz und Weiß. Der Vorgänger ist in den Farbvarianten Grau, Blau und Lila erschienen.

 

Xiaomi 13 vs. Xiaomi 12: Die Displays gegenübergestellt

Das Xiaomi 13 hat wie das Xiaomi 12 ein AMOLED-Display – allerdings ist es beim neuen Modell etwas größer: In der Basisversion misst es 6,36 Zoll (16,15 cm). Beim Xiaomi 12 ist der Bildschirm 6,28 Zoll (15,95 cm) groß. Die Full-HD+-Auflösung bleibt mit 2.400 × 1.080 Pixeln gleich.

Xiaomi 12: So ist das Top-Smartphone für 2022 ausgestattet

Auch eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz für eine flüssige Darstellung von Inhalten bieten beide Smartphones – ebenso wie eine Unterstützung von HDR+ und Dolby Vision. Einen weiteren Unterschied gibt es aber doch: Das Display des Xiaomi 13 leuchtet stärker. Es bietet eine maximale Helligkeit von 1.900 nits. Beim Xiaomi 12 sind es nur bis zu 1.100 nits.

Prozessor, Arbeitsspeicher und Speicher

Eine der größten Neuerungen beim Xiaomi 13 ist der verbaute Prozessor: Hier spendiert Xiaomi ein Upgrade. Der neue Snapdragon 8 Gen 2 ist laut Hersteller Qualcomm bis zu 35 Prozent schneller und bis zu 45 Prozent effizienter als sein Vorgänger, der Snapdragon 8 Gen 1. Dieser Chip wiederum arbeitet im Xiaomi 12.

Xiaomi 13 vs. Xiaomi 12: Auch bei Speicherplatz und Arbeitsspeicher hat sich etwas getan.

  • Das Xiaomi 13 gibt es in Deutschland in nur einer Speichervariante: 8 Gigabyte Arbeitsspeicher mit 256 Gigabyte Speicherplatz.
  • Beim Xiaomi 12 sind entweder 8 Gigabyte Arbeitsspeicher mit wahlweise 128 oder 256 Gigabyte Speicher möglich. Oder das Gerät hat 12 Gigabyte Arbeitsspeicher mit 256 Gigabyte Speicherplatz.

Als Betriebssystem läuft auf dem Xiaomi 13 ab Werk MIUI 14, auf dem Xiaomi 12 ist es MIUI 13. Ersteres basiert auf Android 13, letzteres auf Android 12. Welche Neuerungen und Features MIUI 14 bietet, erfährst Du in einem anderen Artikel.

Xiaomi 13 vs. Xiaomi 12: Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den Kameras

Einige Neuerungen und Upgrades finden sich bei den Kameras der beiden Smartphones: Das Xiaomi 13 ist mit Leica-Technik ausgerüstet, genau wie das Xiaomi 12S Ultra – aber noch nicht das Xiaomi 12. Unter anderem sollen Fotos dank der Kooperation mit Leica von einer verbesserten Farboptimierung profitieren.

Das Xiaomi 13 kommt ansonsten mit einer 50-Megapixel-Hauptkamera. Ergänzt wird sie von einem 10-Megapixel-Teleobjektiv mit dreifach optischem Zoom und von einer Ultraweitwinkelkamera mit 12 Megapixeln.

Beim Xiaomi 12 löste die Hauptkamera ebenfalls mit 50 Megapixeln auf. Allerdings ist die Sensorgröße kleiner als beim Nachfolger und die Kamera weniger lichtstark. Das Teleobjektiv bietet nur 5 Megapixel, die Ultraweitwinkelkamera 13 Megapixel.

Die Frontkamera der beiden Xiaomi-Smartphones hat jeweils eine Auflösung von 32 Megapixeln. Die Linse des Xiaomi 13 ist aber mit f/2.0 lichtstärker als beim Vorgänger, diese bietet f/2.5.

Der Akku der Xiaomi-Smartphones im Vergleich

Bei den Akkus gibt es zumindest auf dem Papier keine Veränderungen zwischen Xiaomi 12 und 13. Beide Handys bieten die gleichen Features: Die Akkus haben eine Kapazität von 4.500 Milliamperestunden (mAh). Mit dem beiliegenden 67-Watt-Ladegerät können sie schnell aufgeladen werden – laut Xiaomi in nur 38 Minuten.

Auch Wireless Charging mit 50 Watt unterstützen die beiden Smartphones, genau wie Reverse Wireless Charging mit 10 Watt für andere Geräte.

Releasedatum und Preis von Xiaomi 13 und 12

  • Die Modelle der Xiaomi-12-Reihe kamen in Europa Mitte März 2022 auf den Markt. In China waren sie 2,5 Monate früher zu haben. Zum Start kostete das Xiaomi 12 in Deutschland ab 850 Euro. Der Startpreis für das Xiaomi 12 Pro 5G lag bei rund 1.050 Euro.
  • Die Xiaomi-13-Modelle erscheinen hierzulande am 8. März 2023. Das  Standardmodell Xiaomi 13 kostet etwa 1.000 Euro, die Pro-Variante rund 1.300 Euro.
  • Lohnt sich das Xiaomi 13 im Vergleich zum Vorgänger?

    Das Xiaomi 13 bietet ein größeres Display, das Gerät selbst ist aber nur unwesentlich breiter und höher als das Xiaomi 12. Dafür ist das Handy dünner. Das ist aber nicht das einzige Upgrade, das der Hersteller seinem neuen Flaggschiff verpasst hat. Dieses punktet zusätzlich mit dem neueren, schnelleren Prozessor, der IP68-Zertifizierung und den verbesserten Kameras.

    Das neue Handy dürfte interessant für Dich sein, wenn Du ein mehrere Jahre altes Smartphone von Xiaomi oder eines anderen Herstellers besitzt. Nutzt Du das Xiaomi 12, lohnt sich ein Upgrade zwar ebenfalls, aber nicht unbedingt. Auch das Vorgängermodell bietet weiterhin eine gute Ausstattung. Es hängt davon ab, ob Du das Geld investieren willst.

    Xiaomi 13 Pro vs. Xiaomi 12 – die technischen Daten

    Im Folgenden listen wir Dir noch einmal die wichtigsten Specs der beiden Xiaomi-Smartphones auf. Links steht der Wert für das Xiaomi 13, rechts der für das Xiaomi 12. Siehst Du dort nur einen Wert, ist er bei beiden Modellen gleich.

    • Display: 6,36 Zoll, 2.400 x 1.080 Pixel, 120 Hertz vs. 6,28 Zoll, 2.400 x 1.080 Pixel, 120 Hertz
    • Prozessor: Snapdragon 8 Gen 2 vs. Snapdragon 8 Gen 1
    • Rückseitige Kamera: 50 + 10 + 12 Megapixel vs. 50 + 13 + 5 Megapixel
    • Frontkamera: 32 Megapixel
    • Arbeitsspeicher/Speicherplatz: 8/256 Gigabyte vs. 8/128 Gigabyte, 8/256 oder 12/256 Gigabyte
    • Betriebssystem: MIUI 14, Android 13 vs. MIUI 13, Android 12
    • Akku: 4.500 Milliamperestunden, Turboladen mit 67 Watt
    • Preis bei Release: 1.000 Euro vs. 850 Euro
    • Verfügbarkeit: ab 8. März 2023 vs. bereits erschienen

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/smartphones-tablets/xiaomi-13-vs-xiaomi-12-upgrades-display-design-akku-kameras-prozessor/#/

Was ist das Internet of Things?

Vernetzte Maschinen, Tracker für die Logistik, autonome Autos, Smart Home: Das Internet of Things hat viele Gesichter. Doch was ist das IoT überhaupt – und welche Vorteile bringt es Unternehmen und unserer Gesellschaft?

Was ist eigentlich das IoT?

Das werde ich oft von Menschen gefragt, die mit der Technologie in ihrem Alltag kaum zu tun haben. Dann muss ich ganz von vorne anfangen – und das will ich auch hier tun. Schon heute sind Milliarden Menschen miteinander vernetzt, mit täglich neuen Möglichkeiten für unser Leben. Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) macht das Gleiche mit Dingen. Und was heißt das jetzt genau? Für eine strikte Definition ist das Feld viel zu weit. Doch es kommt vor allem auf vier Kernkomponenten an, die uns im IoT-Kontext immer begegnen:

1.) Physische Objekte, die verbunden werden sollen:
Ob Paletten, Pakete, Autos oder Straßenlaternen: Es gibt viele Dinge, über die es sich mehr zu wissen lohnt, die wir vielleicht sogar selbst steuern oder steuern lassen wollen. Was wir aus dem IoT machen, hängt nicht zuletzt davon ab, wie kreativ wir sind.

2.) Konnektivität:
Kein IoT ohne Verbindung. Hier gibt es viele Wege, die ans Ziel führen. Dafür kommt es auf stromsparende Funkmodule an den Geräten selbst an, aber auch auf die passende Funktechnologie.

3.) Sensorik:
Damit es etwas gibt, worüber die Dinge funken können, ist die richtige Sensorik der Schlüssel: Vom Thermometer über Beschleunigungssensoren hin zu Durchflussmessern, das IoT kann seine Umgebung auf viele Weisen erfassen. Und auch Aussagen über sich selbst treffen, etwa bei der Verschleißbestimmung.

4.) Plattform:
Das Internet of Things funkt nicht zum Selbstzweck. Erst mit einer Infrastruktur, die Daten verknüpft und daraus Erkenntnisse zieht, wird der Datenschatz auch gehoben.

Als Versuch einer Definition lässt sich zusammenfassen: Das IoT besteht aus physischen Objekten bzw. technischen Geräten, die selbstständig über das Internet kommunizieren. Dabei tauschen sie Daten über ihren eigenen Zustand oder Umgebungsparameter aus. So lassen sich Erkenntnisse gewinnen und Abläufe steuern.

Den Möglichkeiten solcher Systeme sind kaum Grenzen gesetzt, ein Patentrezept gibt es nicht. Und so bringt uns das Internet der Dinge in vielen Bereichen nach vorn: Nutzer erhalten neue Möglichkeiten, mit Technologie zu interagieren. Unternehmen können Produkte verbessern, effizienter produzieren und Abläufe transparenter machen. Und das hilft unserer Gesellschaft, nachhaltiger zu werden.

Welche Entwicklungen haben das IoT ermöglicht?

Das Konzept des Internet of Things stammt mit Blick auf die technische Entwicklungsgeschwindigkeit fast schon aus grauer Vorzeit. Bereits 1982 funkte ein Getränkeautomat an der Carnegie Mellon University ins Netz: „Hi, I’m the CMU CS Department Coke Machine!“. Durstige Internet-Early-Adopter konnten so auch den Füllstand des Automaten einsehen. Konkrete Entwicklungen hin zu dem Internet of Things, das wir heute kennen, folgten erst später. Dafür brauchte es einige technologische Voraussetzungen. Zum Beispiel diese hier:

  • IoT-Anwendungen mussten für die Datenübertragung zunächst – neben Datenleitungen – auf gängige Funkstandards wie GSM, WLAN oder Bluetooth zurückgreifen. Aktuellere, IoT-spezifische Funktechnologien wie NarrowBand IoT (NB-IoT), LTE-M, LoRaWAN, Sigfox und Zigbee haben ganz neue Anwendungsfelder erschlossen, insbesondere für die Machine-to-Machine- oder M2M-Kommunikation. Die passende Konnektivität ist für mich auch heute noch der Schlüssel zum Potenzial des IoT.
  • Auch die Funkmodule und Sensoren haben entscheidende Fortschritte gemacht. Der Einstieg wird stetig günstiger und energiesparende Hardware eignet sich für neue Anwendungsfälle, bei denen es auf geringen Stromverbrauch ankommt.
  • Das Hosting dedizierter IoT-Anwendungen in eigenen Rechenzentren ist für viele Unternehmen teuer und wartungsintensiv. Skalierbares Cloud Computing hat das IoT inzwischen zu einer Technologie für den Massenmarkt gemacht. Gigantische eigene IT-Systeme? Nicht länger nötig.
  • Mit zunehmend offenen Plattformen und mehr Standardisierung wird es für Unternehmen immer einfacher, die für sie passende IoT-Lösung oder -Anwendung zu finden und zu implementieren.
  • Big Data schön und gut, doch was nützen große Datenmengen, wenn sie ungenutzt bleiben? Mithilfe großer Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz, Machine Learning und Deep Learning erhalten Unternehmen effektiv Einblicke in ihre Prozesse.
  • Insbesondere auf dem Privatkundenmarkt tragen neuronale Netze zur Akzeptanz des IoT bei. Ohne diese wären Alexa, Siri und vergleichbare digitale Assistenten bzw. Smart-Home-Geräte in unseren Haushalten wohl kaum so willkommen – in einer Umfrage in Deutschland von Statista aus 2022 gaben etwa 77 Prozent an, dass sie entsprechende Unterhaltungsgeräte besitzen.

Wie weit verbreitet ist das IoT?

Das Internet of Things ist nicht zu stoppen! Die Vielfalt des IoT zeigt sich auch in den Nutzungszahlen: Geschätzt mehr als 14 Milliarden vernetzte Geräte kommunizierten laut Branchenanalysten im Jahr 2022 weltweit miteinander. Schon 2021 waren es erstmals mehr IoT-Verbindungen als solche zwischen Computern, Smartphones und Servern. Und dieser Boom nimmt gerade erst Fahrt auf, denn die Zahl der Geräte sowie der Vernetzung wächst exponentiell. Die Zahl der verbundenen IoT-Geräte soll bis 2025 rund 27 Milliarden betragen.

Warum ist das IoT so wichtig?

Die gewaltigen Zahlen zeigen es bereits: Das Internet of Things hat sich zu einer der wichtigsten technologischen Innovationen der letzten Jahre entwickelt. Kein Wunder, denn eine nahtlose Kommunikation zwischen Menschen, Prozessen und Dingen war vorher so nicht möglich. Gleichzeitig werden die genutzten Lösungen immer erschwinglicher, die Anwendung komfortabler. Ob smarte IoT-Geräte für den Alltag oder hochspezialisierte Sensorik – je weiter digitale Technologien verbreitet sind, desto günstiger wird es, Hardware zu produzieren und entsprechende Software zu entwickeln und zu betreiben. Die vernetzten Dinge machen es immer einfacher, relevante Daten zu sammeln, auszuwerten und aktiv auf die jeweilige Situation zu reagieren, ohne dass dazu überhaupt noch menschliche Beteiligung nötig ist. Nehmen wir die Industrie als Beispiel: Eine vernetzte Produktionsanlage erkennt, wenn der Vorrat an Schrauben einen kritischen Schwellwert unterschreitet und löst eine Schrauben-Bestellung aus, damit das Fließband nicht stehen bleibt.

Bei solchen konkreten Fällen hört die Relevanz des IoT noch lange nicht auf: Denn das Internet of Things gibt auch anderen Technologien starken Vortrieb. Maschinelles Lernen, Digitale Zwillinge, Edge Computing – also die Datenverarbeitung direkt auf den Geräten – und Neural Networks sind nur einige neue Technologien, die von dem neuen Datenschatz nicht nur profitieren, sondern auf ihn angewiesen sind.

Mehr als Smart Home: Welche Vorteile hat das IoT?

Durch die Verbindung von Sensoren und Anlagen können Unternehmen digital einzelne Prozesse oder ganze Ablaufketten automatisieren und optimieren. Von der Analyse der IoT-Daten profitieren vor allem Branchen wie Produktion oder Logistik. So lassen sich etwa Maschinen auf Basis von Sensordaten frühzeitig warten, Kühlketten besser aufrechterhalten oder der Diebstahl von Waren durch einen Positionstracker frühzeitig bemerken. Mit künstlicher Intelligenz und anderen Technologien lassen sich die Möglichkeiten dabei noch erweitern. Doch nicht nur zur Vernetzung von Ding zu Ding trägt das IoT bei: Auch die Verbindung von Mensch und Maschine birgt großes Potenzial für die Zukunft. Mit der richtigen Schnittstelle und der Kombination aus Webportal, Cloud und Funkübertragung können Nutzer Geräte über große Entfernungen steuern und weltweit über ihren Zustand auf dem Laufenden bleiben. Das umfasst in Zukunft etwa die Steuerung von Fahrzeugen auf der anderen Seite des Planeten oder Fernoperationen in der Telemedizin.

Doch das IoT ist für mich keine reine Technikrevolution, sondern vor allem eine Businessrevolution. Der Grund: IoT-Lösungen verändern nicht nur die technischen Prozesse, sie erfordern einen grundsätzlichen Wandel in der unternehmerischen Denkweise.

Dieser kleine Exkurs in verschiedene Branchen und Anwendungsgebiete zeigt: Je stärker die Geschäftsprozesse und andere Abläufe auf Sensordaten basieren, desto größer und schneller realisiert ist der potenzielle Nutzen. Doch das Internet der Dinge ist so vielseitig, dass bei den Anwendungen kaum Grenzen gesetzt sind – und auch das Retrofitting, also die Nachrüstung der bestehenden Betriebsumgebung, ist eine effektive Option und kann sich lohnen.

Der Elefant im Raum: Ist das IoT sicher?

Es geht beim IoT nicht nur um Produktivität, Effizienz oder neue Bequemlichkeit für Anwender. Mit einer technologischen Innovation von dieser Größe gehen auch andere Fragen einher, die wir uns stellen müssen. Ganz vorne: die nach der IoT-Sicherheit und damit einhergehend dem Datenschutz. Als verantwortungsvoller Treiber des Wandels haben wir die Verantwortung, bei der Suche nach Antworten vorn mit dabei zu sein. Denn was im Internet vernetzt ist, ist eben auch immer potenzielles Ziel für einen Angriff. DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) sind nur eine von vielen IoT-Bedrohungen.

Wir bei der Telekom kommen den Sicherheitsanforderungen mit unserem Security Operations Center nach, um Verbindungen in der vernetzten Produktion bei vollem Datenschutz automatisiert auf Bedrohungen hin analysieren. Und auch offene Standards, ein rasant wachsender Markt für Cybersicherheit und Ende-zu-Ende-Ansätze helfen, Lösungen richtig und sicher zu integrieren. Und auch die weltweite Politik kommt den gestiegenen Anforderungen seit einiger Zeit nach. So etwa mit der einheitlichen Normierung von Standards für die IoT-Security durch die EU Agency for Cybersecurity oder durch das National Institute for Standards and Technology in den USA.

Quo vadis, IoT?

Damit wissen wir 18.000 Zeichen später auch ohne exakte IoT-Definition: Das ist also das Internet der Dinge. Ein enormer Raum der Möglichkeiten für Unternehmen vielfältiger Branchen, Menschen und die Gesellschaft allgemein – basierend auf mit Sensoren ausgestatteten Objekten mit Internetverbindung, die uns cloudbasiert neue Erkenntnisse liefern.

Wohin die Reise des Internet of Things geht? Ganz genau lässt es sich wohl kaum sagen. Aber es gibt IoT-Trends, die im kommenden Jahr und wahrscheinlich auch darüber hinaus zentral sein werden. Green IoT wird zum Beispiel noch wichtiger: Politische Vorgaben bezüglich der Nachhaltigkeit von Unternehmen werden strenger und zahlreicher, immer mehr Kunden und Partner erwarten aktiven Umweltschutz von Firmen. Das Internet of Things kann hier unter anderem die nötige Transparenz schaffen, um entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können. Und erlaubt es gleichzeitig, Zeit und Kosten bei Betriebsabläufen zu sparen. Künstliche Intelligenz (KI) – ohnehin ein Trendthema zur Zeit – wird auch das IoT weiter voranbringen. AIoT (Artificial Intelligence of Things) heißt das dann. Zu Hause könnte der smarte Kühlschrank erkennen, wann der nächste Einkauf fällig wird und ihn vielleicht sogar selbst anstoßen. Im Straßenverkehr könnte indes das Connected Car das beste Fahrerlebnis liefern – von automatischer Routenänderung bei Stau bis hin zur Navigation zum nächstgelegenen freien Parkplatz. Die Möglichkeiten des IoT im Privatleben wie auch für Unternehmen potenzieren sich durch KI geradezu. Auf der Seite der Konnektivität nimmt derweil die Bedeutung von Satellitennetzwerken zu (sogenannte non-terrestial networks) – das IoT im Weltall, sozusagen. Für uns als Telekom steht in jedem Fall fest: Wir bleiben niemals stehen. Und auch ohne Patentrezept bin ich gespannt, wohin uns unsere Kreativität in Zukunft noch bringt. OK Google? Mach das Licht im Arbeitszimmer aus.

Quelle:

https://iot.telekom.com/de/blog/was-ist-das-internet-of-things

7 IoT-Trends für 2023

Das Internet of Things wächst rasant. Immer anspruchsvollere Anwendungen bringen Verbraucher, Industrie und zahlreiche Branchen voran. Sieben IoT-Trends, die 2023 besonders im Fokus stehen.

Er war einer der Hingucker auf der Consumer Electronics Show 2023 Anfang Januar in Las Vegas: Ein aufrollbarer Fernsehbildschirm, der sich aus seinem Standfuß heraus- und wieder einfahren lässt. Die Technologie könnte auch die Displays für Wearables, Fahrzeuge, Roboter und andere smarte Geräte des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT) erobern.

War das allererste IoT-Gerät im Jahr 1982 ein Cola-Automat, so werden in diesem Jahr – je nachdem, welchen Marktforscher man fragt – bereits 30, 40 oder 50 Milliarden Geräte im IoT vernetzt sein. Ein rasantes Wachstum, das auch für 2023 zahlreiche Technologietrends und digitale Entwicklungen hervorbringt. Eine (nicht gewichtete) Übersicht über die in der Tech-Branche meist diskutierten IoT-Neuerungen für dieses Jahr:

1. Green IoT

Immer mehr Unternehmen wollen ihren CO2-Ausstoß reduzieren – sei es, um politische Vorgaben einzuhalten oder Kundenwünsche nach mehr Nachhaltigkeit zu befriedigen. Green IoT beschreibt Anwendungen, die im industriellen Kontext dazu beitragen, die Effizienz zu erhöhen sowie Ressourcen und Emissionen zu sparen. Vor allem entlang der Lieferketten fehlt es oft an Transparenz. Hier kann IoT-Technologie und digitale Vernetzung dafür sorgen, Ausschuss zu vermeiden, Lieferfahrten effizienter zu gestalten und den Spritverbrauch zu reduzieren. Aber auch in der Fertigung bietet IoT-Technologie zahlreiche Möglichkeiten, um Prozesse zu optimieren und Ressourcen zu sparen, wie etwa mit vorausschauender Wartung. Bislang führten Unternehmen solche Anwendungen vorrangig ein, um Zeit und Kosten zu sparen. Zusätzliche Klimaschutz-Effekte machen IoT 2023 endgültig zur Win-Win-Technologie.

2. AIoT: IoT meets Künstliche Intelligenz

Das Zusammenspiel aus KI und IoT schafft einen echten Mehrwert für viele IoT-Domänen, vor allem für Automatisierung und die vernetzte Fertigung. Dank AIoT (Artificial Intelligence of Things) liefern Maschinen über ihre Sensorik Daten, die durch Maschinelles Lernen schnell und effizient ausgewertet werden. So wandeln Unternehmen große Datenmengen in verwertbare Informationen um, können etwa auf Basis der Analyse neue Anwendungen und Geschäftsmodelle umsetzen. Solche KI-Lösungen können Unternehmen in der Cloud implementieren oder per Edge Computing direkt am Gerät betreiben. Eine praktische Lösung bietet die Telekom mit der IoT Cloud of Things. Auf der Plattform haben Firmen ihre vernetzten Geräte im Blick und können umfangreiche Analyse-Tools nutzen.

3. Digitale Zwillinge im Enterprise Metaverse

Auch hier treffen zwei wichtige Technologietrends aufeinander. In einem Enterprise Metaverse können Unternehmen mit den Daten aus IoT-Sensoren digitale Zwillinge vieler verschiedener Systeme erstellen – von Produktionsanlagen bis hin zum Einkaufszentrum. Nutzer sind dann in der Lage, mit Hilfe von Metaverse-Technologien wie VR-Headsets in diese digitalen Zwillinge einzutauchen, um besser zu verstehen, wie sie funktionieren und wie die Anpassung einzelner Variablen die Geschäftsergebnisse beeinflussen kann. Ähnlich funktioniert der IoT Solution Optimizer: Mit diesem Online-Service können Unternehmen geplante IoT-Projekte anhand eines digitalen Zwillings eingehend testen. Im Testumfeld konfigurieren Unternehmen die passende Lösung und sparen bei der Umsetzung Zeit und Kosten.

4. Automation

Worauf es 2023 im industriellen IoT-Umfeld besonders ankommt: Unternehmen müssen mehr Transparenz schaffen und Hemmnisse wie veraltete Prozesse beseitigen. Um endlich den gewünschten 360-Grad-Blick in der Produktion zu bekommen und das Fernziel Automation voranzutreiben, können Betriebe ihre Anlagen inzwischen komplett vernetzen. Sinnvoll ist es dabei auch, die Echtzeitdaten ins ERP-System (Enterprise Resource Planning) einzuspeisen und somit auf vielen Endgeräten sichtbar zu machen.

5. IoT-Security

Das Internet der Dinge bietet zahlreiche Vorteile. Doch wie jede drahtlose Infrastruktur, sind solche Netze bei unzureichendem Schutz auch anfällig für Hackerattacken. Und mit jedem weiteren vernetzten Gerät wächst die Angriffsfläche. Angesichts der explodierenden Anzahl an IoT-Devices müssen Unternehmen also bereit sein, in Schutzvorkehrungen und IT-Sicherheit zu investieren – um die eigenen Daten zu schützen und um bei Kunden und Geschäftspartnern keine Bedenken aufkommen zu lassen. Die Herausforderung: IoT-Security ist ein komplexes Thema, das Netzwerk, Software und sämtliche verbundenen Geräte und Anlagen betrifft. Die Vielzahl verschiedener Bedrohungen macht die Sache nicht leichter. Der beste Schutz der IoT-Infrastruktur gegen reale und gegenwärtige Angriffsszenarien gelingt mit aktueller Sicherheitssoftware und zertifizierter Hardware.

6. IoT im Gesundheitswesen

Im Gesundheitswesen haben smarte Produkte in Zukunft ein großes Potenzial, Patienten zu unterstützen und das Krankenhaus- und Pflegepersonal zu entlasten. Smarte Trinkbecher etwa messen, ob Patienten regelmäßig und ausreichende Mengen Wasser trinken und werden zu wichtigen digitalen Assistenten. Vernetzte Herzschrittmacher ermöglichen Ärzten inzwischen zudem eine Fernüberwachung ihrer Patienten. Der Gesundheitssektor ist deshalb eine der wichtigsten Branchen für den Einsatz von IoT-Technik. Doch bislang zahlen Kliniken für IoT-Innovationen einen hohen Preis in Form inkompatibler Insellösungen. Ein Zustand, der zeigt, wie wichtig einheitliche Standards für den Erfolg von IoT-Lösungen sind.

7. IoT-Regulierung und neue Standards

Im September 2022 hat die Europäische Kommission den Cyber Resilience Act (CRA) verabschiedet. Das Gesetz soll den Missbrauch von IoT-Produkten einschränken. Hersteller werden dabei verpflichtet, Cyber-Sicherheit in allen Schritten zu beachten, die ein Produkt durchläuft. Für 2023 ist zu erwarten, dass die EU eine Gesetzgebung einführt, die die Hersteller und Betreiber von intelligenten Geräten verpflichtet, strengere Regeln zu befolgen, etwa beim Sammeln und Speichern von Daten. Auch für das Edge Computing sollen EU-Regelungen kommen. Beim Edge Computing sammeln und verarbeiten Geräte Daten bereits am Ort ihrer Entstehung, anstatt sie zur Analyse an zentrale Cloud-Server zu senden. Wichtig ist ein kontrolliertes Wachstum des Internets der Dinge, das den Datenschutz und die persönlichen Rechte der Nutzer und Konsumenten respektiert.

Quelle:

https://iot.telekom.com/de/blog/7-iot-trends-2023

Virtueller Zwilling: IoT-Projekte risikofrei planen

Mit IoT vom mechanischen zum digitalen Zähler: Smart Meter machen den Energieverbrauch transparenter und das StromHohe Anfangsinvestitionen sind bei IoT-Projekten eher die Regel als die Ausnahme. Mit dem IoT Solution Optimizer sparen Unternehmen Zeit und Kosten bei der Planung ihrer IoT-Lösung.sparen einfacher.

Schäden erkennen, bevor sie sichtbar werden – das ist das Ziel eines Pilotprojekts auf der A9 bei Nürnberg. Zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur wurde im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen unter anderem eine Brücke intelligent gemacht: Sensoren überwachen kontinuierlich Verschleiß und Materialermüdung von Stahl, Beton und Asphalt. Die vernetzten Bauteile kommunizieren über das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) miteinander. Mögliche Schäden können so frühzeitig erkannt und Instandsetzungsarbeiten vorgenommen werden – so lässt sich verhindern, dass die Brücke unbenutzbar wird oder gar einstürzt. Die Herausforderung bei solchen IoT-Projekten: Insbesondere festverbaute Lösungen wie in diesem Beispiel müssen über viele Jahre effizient und zuverlässig laufen.

IoT Solution Optimizer: Digitales Testumfeld für IoT-Lösungen

Vielfach fehlt es Unternehmen jedoch an spezifischem Know-how, Erfahrungswerten oder Vergleichsmöglichkeiten in puncto passender Hardware oder Funktechnologien. Bereits im Vorfeld die richtige Gesamtlösung auszuwählen und so zum Beispiel hohe Folgekosten zu vermeiden, fällt dann schwer. Genau dafür hat die Telekom den IoT Solution Optimizer entwickelt: Mit diesem Online-Tool prüfen Unternehmen geplante IoT-Lösungen vorab virtuell auf Herz und Nieren, noch bevor sie die Kosten budgetieren oder reale Tests aufsetzen. Alle relevanten Parameter des IoT-Projekts und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten lassen sich in einer virtuellen Umgebung komplett modellieren. Dieser virtuelle Zwilling hilft dabei, unter anderem folgende Fragen zu beantworten:

  • Sind Hardware und Übertragungstechnik für eine bestimmte Anwendung geeignet – oder funktionieren andere Komponenten vielleicht effizienter und günstiger?
  • Welche Sensoren und welche Vernetzung benötige ich, um Eingangsgrößen wie Temperatur, Feuchtigkeit, Dehnung oder Schwingung zu messen?
  • Welche Batterien sind leistungsstark genug bei kalten Außentemperaturen im Winter oder für Installationen in Innenräumen?
  • Mit welcher Technologie lassen sich die gesammelten Daten bestmöglich in die Cloud übertragen?
  • Funktioniert meine Lösung auch im Ausland? Was passiert, wenn sich das Funkmodul in anderes Netz einwählt?
  • Und wie erreiche ich eine möglichst lange Lebensdauer der Sensoren?

In Minuten zeigt der IoT Solution Optimizer, ob ein IoT-Projekt wie geplant funktionieren kann, wie effizient es ist und an welchen Stellen sich noch Optimierungspotenzial verbirgt. Unternehmen erhalten eine Entscheidungsgrundlage, mit der sie ihren Projektplan erstellen und optimieren können – noch bevor sie in die Umsetzung investieren.

Schritt für Schritt das IoT-Projekt konfigurieren

Der cloudbasierte Service führt Schritt für Schritt durch das virtuelle Projekt und fragt dabei alle relevanten Aspekte ab – vom Einsatzgebiet über Hardware und Netzwerkprotokolle bis zur Batterielaufzeit und den Produkteigenschaften. Unternehmen können ein eigenes Design aufsetzen und in den einzelnen Teilschritten bedarfsgerechte Komponenten bestimmen. Oder sie greifen auf Lösungen aus dem integrierten IoT-Produktregal der Telekom-Partner zurück.

Mit dem IoT Solution Optimizer haben Hunderte Kunden inzwischen mehr als 1.000 Projekte modelliert. Seit dem Start 2019 hat das Tool, das jetzt auch das Green-Magenta-Label für Nachhaltigkeit trägt, etliche neue Features erhalten:

  • Interessierte können den Service ein Jahr kostenfrei  nutzen: einfach registrieren und loslegen mit der Projektplanung am virtuellen Zwilling. Optional kann zuvor ein Mobile IoT Starter Workshop gebucht werden.
  • Die Zahl der verfügbaren Ländernetze ist deutlich gestiegen: Neben dem europaweiten Netz der Telekom sind nun auch 20 europäische Partnernetze sowie das Netz von T-Mobile US nutzbar.
  • Neben NarrowBand IoT (NB-IoT) stehen jetzt auch Funkmodule für LTE-M sowie ein Multimode-Modul zur Verfügung. Das ermöglicht grenzübergreifende Use Cases in ganz Europa. Das Angebot umfasst Produkte von mehr als 100 Herstellern. Insgesamt verfügt die Telekom über den weltweit größten Katalog an zertifizierten IoT-Modulen.
  • Zur Positionsbestimmung ist in den Modulen nun auch GNSS/GPS integriert.
  • Mehr als 50 verschiedene Endgeräte für 30 Branchen und Anwendungsgebiete stehen für einen Hardware-Vergleich bereit.
  • Mehr Cloudprofile für Anbieter wie Microsoft Azure sowie Protokolle wie etwa TLS/DTLS für verschlüsselte MQTT-Kommunikation stehen zur Auswahl.

Bis ins kleinste Detail durchplanen

Wie präzise sich ein IoT-Projekt planen lässt – und wie wichtig jeder einzelne Schritt ist –, zeigt zum Beispiel die Wahl der passenden Funkantenne. An Antennen oder die Batterielaufzeit denken Projektplaner oft erst zum Schluss. Dabei haben gerade diese unscheinbaren Komponenten großen Einfluss auf das Gelingen der gesamten Planung. Mit dem IoT Solution Optimizer lässt sich nicht nur die passende Funkantenne finden. Sogar die Platzierung der Antenne auf einer virtuellen Platine können Produktplaner testen. Erst dann zeigt sich, wie sich die Ausrichtung der Antennen auf die Reichweite auswirkt – ein entscheidender Faktor, wenn es sich etwa um einen Indoor-Use-Case handelt. Auch wie die Wahl der Antenne die Batterielebensdauer des Moduls beeinflusst, lässt sich vorab simulieren.

Um diese industrieweit einzigartigen Simulationen ausführen zu können, ließen Telekom-Techniker Hunderte Was-wäre-wenn-Szenarien in der Cloud ablaufen. Dafür sind in den IoT Solution Optimizer über die Jahre Daten aus der gesamten User Community ebenso eingeflossen wie aus Telekom-Projekten und dem stetig wachsenden Partner-Netzwerk, Informationen der Hersteller von Batterien, Antennen und GPS-Receivern sowie Netzwerkkonfigurationen von Roamingpartnern.

Zeit, Ressourcen und Kosten sparen

Ein großer Vorteil für das Projektteam ist der Zeitgewinn. Für ein virtuelles Gerät lässt sich beispielsweise für einen Zeitraum von 15 Jahren die Batterielebensdauer prüfen, mit einer Genauigkeit von weit über 90 Prozent. Musste man zuvor tagelang an Excel-Tabellen herumschrauben, liegt das Ergebnis nun binnen Sekunden vor. Die Folge: ein deutlich früherer Marktstart. Außerdem lassen sich teure Irrtümer bei der Wahl der Hardware vermeiden und somit wertvolle Kosten und Ressourcen sparen. Unternehmen finden nicht nur ohne Risiko den Weg ins IoT, sondern gleich auch noch Optimierungspotenzial für das geplante Projekt – bevor der erste Euro investiert wurde.

Sensoren in der Autobahnbrücke

Im Falle der Brückenbauer könnte das dann so aussehen: Sie benötigen Sensoren, die Temperatur, Feuchtigkeit, Dehnung und Schwingung messen und durch den Druck im Beton nicht beschädigt werden. Außerdem muss die Hardware ohne externe Stromversorgung über Jahre funktionieren. Die Planer wählen passende Komponenten aus dem IoT-Angebot der Telekom. Weil keine großen Datenraten bei den Messungen nötig sind, dafür aber eine zuverlässige Übertragung in die Cloud, eignet sich NB-IoT als Funktechnik. Die Performance-Analyse zeigt, dass sich mit einer anderen Batterie und einem anderen Protokoll die Batterielaufzeit der vernetzten IoT-Geräte verdoppeln und die Produktkosten insgesamt senken lassen. Das optimierte Messmodul geben die Brückenbauer nun bei einer Spezialfirma in Auftrag, die – deutlich früher als geplant – mit der Fertigung beginnen kann. So profitieren die Planer von der eingesparten Zeit, weil im weiteren Fertigungsprozess keine außerplanmäßigen Verzögerungen auftreten. Die Projektpartner freuen sich indes über die deutlich geringeren Gesamtkosten.

Quelle:

https://iot.telekom.com/de/blog/iot-projekte-virtuell-planen-und-testen

KI von Apple: Bekommen ChatGPT und Bard bald Konkurrenz?

Im Rennen um das beste KI-Tool liegt Microsoft mit ChatGPT ganz weit vorne. Konkurrent Google zieht nun mit Chatbot Bard nach. Doch was sind eigentlich Apples KI-Pläne? Wir schauen uns für Dich an, was Du in Zukunft vom Technikriesen erwarten kannst und ob Siri womöglich schon bald den nächsten großen Schritt macht.

Apple engagiert sich schon seit Jahren sehr in den Bereichen KI und maschinelles Lernen. Im Februar fand der Apple-interne AI Summit statt – eine Konferenz rund um das Thema KI bei Apple. Das wäre ein guter Zeitpunkt, um Apples Antwort auf ChatGPT und Bard anzukündigen, oder?

Wie sehen Apples KI-Pläne aus?

Jedes Jahr veranstaltet Apple den AI Summit, zuletzt im Februar diesen Jahres. Im Vorfeld ließ sich bloß fleißig spekulieren, ob und welche Informationen wohl nach außen dringen und welche Antwort Apple wohl auf ChatGPT und Bard in petto haben würde.

Die große Sensation blieb allerdings aus, wie Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtet. Zwar sei Apple bei KI weit vorne mit dabei, aber konkrete Ankündigungen oder neue Details gab es auf dem AI Summit demnach nicht.

Der Zeitpunkt wäre aber goldrichtig gewesen, denn Google hat mit dem eigens entwickelten Chatbot Bard eine direkte Antwort auf ChatGPT parat. Bard befindet sich aktuell noch in einer geschlossenen Beta-Phase, könnte aber im Gegensatz zu ChatGPT womöglich aktuellere Antworten liefern, weil Google ihn mit neusten Ergebnissen aus dem Internet füttert. In diesem Wettrennen um den besten KI-Chatbot fehlt bloß noch Apples Lösung. Doch wie Apples KI-Pläne genau aussehen, lässt sich aktuell bloß vermuten.

Laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren?

Dass Apple weite fleißig in KI investiert, ist klar, denn zahlreiche Funktionen von Apple-Geräten basieren auf KI. Apple hat in den vergangenen Jahren sogar mehr in KI investiert als die Konkurrenz – bestehend aus Facebook, Microsoft und Google. Doch während Microsofts Partner-Unternehmen OpenAI mit ChatGPT Ende vergangenen Jahres einen KI-Meilenstein erreichte und den innovativen Chatbot als Vorabversion öffentlich zugänglich machte, scheint solch ein Schritt bei Apple noch nicht unmittelbar bevorzustehen.

Wie geht es also weiter? Im Juni veranstaltet Apple die Worldwide Developers Conference (WWDC). Die Entwicklungskonferenz dreht sich zwar nicht ausschließlich um das Thema KI bei Apple, sondern um alle Bereiche, mit denen externe Entwickelnde zu tun haben. Doch im Gegensatz zum AI Summit, der sich nur an Mitarbeitende von Apple richtet, würde eine Präsentation auf der WWDC ein viel breiteres Publikum erreichen.

Wo Apple heute schon KI einsetzt

Sprachassistentin Siri wird in diesem Jahr schon zwölf Jahre alt. Sie antwortet Dir auf Spracheingaben und nimmt Dir allerlei Aufgaben ab. So kannst Du per Sprache nicht nur Timer stellen, Deinen Kalender verwalten oder nach der Wettervorhersage fragen, sondern zum Beispiel auch Deine vernetzten Geräte steuern, Musik abspielen lassen oder einfache Wissensfragen beantworten lassen. Das funktioniert selbstverständlich mit KI von Apple, doch mit ChatGPT und Bard kann Siri nicht mithalten.

Im Gegensatz zu Siri sind die beiden Machine-Learning-Plattformen Core-ML und Create-ML, die Apple in den Jahren 2017 und 2019 veröffentlicht hat, hauptsächlich Entwickelnden bekannt. Die Plattformen sind die Grundlage für viele Machine-Learning-Modelle und laufen beinahe unerkannt im Hintergrund. So erkennt zum Beispiel ein iPad beim Zeichnen mit dem Apple Pencil durch maschinelles Lernen, wenn Du das Display aus Versehen mit der Hand berührst oder ob Deine Eingabe gewollt war.

Weitere Beispiele für KI bei Apple sind die Gesichts- und Landschafts- und Tiererkennung in Fotos, die Steuerung des Ladevorgangs, um den Akku möglichst schnell und gleichzeitig schonend aufzuladen sowie Face ID, bei der KI und maschinelles Lernen zusammenarbeiten.

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/digital-life/ki-von-apple-bekommen-chatgpt-und-bard-bald-konkurrenz/#/

Wie funktioniert das eigentlich mit der SMS?

Der SMS-Service (kurz für Short Message Service) ermöglicht es, kurze Textnachrichten über das Mobilfunknetz zu versenden und zu empfangen. SMS werden in der Regel über die Mobilfunknetze von Mobilfunkanbietern übertragen.

Wenn eine Person eine SMS-Nachricht sendet, wird diese Nachricht an den SMS-Center (Short Message Service Center) des Mobilfunkanbieters gesendet. Das SMS-Center leitet die Nachricht dann an das Mobiltelefon des Empfängers weiter.

Ein Short Message Service Center (SMSC) ist ein zentraler Server, der SMS-Nachrichten zwischen Mobilfunkgeräten überträgt. Das SMSC übernimmt die Aufgabe der Übertragung, Speicherung und Weiterleitung von SMS-Nachrichten im Mobilfunknetzwerk.

Wenn ein Benutzer eine SMS-Nachricht sendet, wird diese Nachricht an das SMSC gesendet. Das SMSC speichert die Nachricht und sendet sie dann an das Zielgerät, wenn es verfügbar ist. Wenn das Zielgerät nicht verfügbar ist, wird die Nachricht im SMSC gespeichert und später erneut gesendet, wenn das Zielgerät verfügbar ist.

Das SMSC überprüft auch, ob der Empfänger des Zielgeräts im Netzwerk des Mobilfunkanbieters verfügbar ist oder ob die SMS-Nachricht an ein anderes Netzwerk weitergeleitet werden muss. Wenn die Nachricht an ein anderes Netzwerk weitergeleitet werden muss, wird die Nachricht an ein Inter-Carrier-Gateway gesendet, das die Nachricht an das entsprechende SMSC des Zielnetzwerks weiterleitet.

Das SMSC bietet auch Funktionen wie die Konvertierung von Textnachrichten in ein geeignetes Format für die Übertragung, die Unterstützung von Multimediainhalten wie Bildern und Videos, den Empfang von Empfangsbestätigungen und die Steuerung der Übertragungsraten von SMS-Nachrichten.

Insgesamt spielt das SMSC eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung einer zuverlässigen und schnellen Übertragung von SMS-Nachrichten im Mobilfunknetzwerk.

Die SMS-Nachrichten sind auf 160 Zeichen begrenzt, aber es ist möglich, längere Nachrichten durch das Zusammenfügen mehrerer SMS-Nachrichten zu senden. Wenn eine Nachricht länger als 160 Zeichen ist, wird sie in mehrere Teile aufgeteilt und als separate Nachrichten gesendet. Die meisten Mobiltelefone verbinden diese Nachrichten wieder zu einer einzigen Nachricht, sobald sie empfangen wurden.

SMS-Dienste können auch über das Internet angeboten werden, und es gibt verschiedene Plattformen und Anwendungen, die es Benutzern ermöglichen, SMS-Nachrichten von ihrem Computer oder anderen internetfähigen Geräten aus zu senden.

Im Jahr 2021 betrug die Anzahl der in Deutschland versendeten Kurznachrichten per SMS laut Bundesnetzagentur rund 7,8 Milliarden.

iOS 16.4: Diese neuen Emojis und mehr beinhaltet das iPhone-Update

Apple arbeitet an iOS 16.4: Seit Mitte Februar 2023 läuft die Betaphase zu dem iPhone-Update, das einige Neuerungen für Dich bereithält. So erwarten Dich mit unter anderem neue Emojis und Verbesserungen für die Podcast-App. Wir geben Dir hier einen Überblick zu den neuen Features.

Roll-out von iOS 16.4: Wann erscheint das Update?

Aktuell läuft noch die Betaphase zu iOS 16.4. Das Update erscheint voraussichtlich Mitte beziehungsweise Ende März 2023 für das iPhone – in dem gleichen Zeitraum hat Apple letztes Jahr auch iOS 15.4 ausgerollt. Wir halten Dich auf dem Laufenden und aktualisieren diesen Artikel, sobald es Neuigkeiten zum Release gibt.

Für diese iPhone-Modelle erscheint iOS 16.4

Das Update auf iOS 16.4 erscheint für alle iPhone-Modelle, für die Apple bereits iOS 16 ausgerollt hat – also alle ab 2017. Dazu gehören etwa das iPhone X, das iPhone 8 und alle neueren iPhones. Eine Übersicht über alle Modelle, die iOS 16 unterstützen, findest Du hier bei uns auf featured.

iOS 16.4 mit insgesamt 31 neuen Emojis

Das Update auf iOS 16.4 soll 31 brandneue Emojis auf Dein iPhone bringen: Darunter befinden sich unter anderem neue Farben für das Herz-Emoji, eine Qualle, ein Fächer und ein kopfschüttelnder Smiley. Auch Maracas sowie eine Ingwerwurzel kannst Du demnächst nutzen.

 

Die 31 neuen Emojis wurden bereits im Juli 2022 von dem Emojipedia-Blog enthüllt und gehören zu den Empfehlungen von Unicode. Allerdings dauert es in der Regel einige Monate, bevor die vorgeschlagenen Emojis auf den entsprechenden Geräten landen. Das Design der einzelnen Symbole kann sich bis zum finalen Rollout auch noch einmal ändern – so war es in der Vergangenheit zum Beispiel beim Bagel der Fall.

Neue HomeKit-Architektur ist zurück

Wir erinnern uns: 2022 hatte Apple eine neue HomeKit-Architektur angekündigt – und schließlich mit iOS 16.2 auch veröffentlicht. Aufgrund diverser Probleme zog Apple sie jedoch wenig später wieder zurück.

iOS 16.2 ist da: Das können Freeform-App und Apple Music Sing

In der Beta von iOS 16.4 ist sie jetzt wieder verfügbar. Tester:innen können sie in der Home-App über eine Schaltfläche aktivieren.

Feature: Verbesserungen für die Podcast-App

Mit dem Update überarbeitet Apple auch die Podcast-App: Sie wird zukünftig automatisch Kanäle in Deiner Mediathek anzeigen, deren Podcasts Du folgst. Die „Als nächstes“-Liste soll sich auf dem iPhone zudem einfacher verwalten lassen.

Die neue Version enthält darüber hinaus Verbesserungen für Nutzer:innen, die die Podcast-App via Apple CarPlay nutzen. So wirst Du künftig zum Beispiel die „Zuletzt gespielt”- und die „Als nächstes”-Liste über die Multimedia-Konsole im Auto einsehen können.

Push-Mitteilungen von Websites

Ebenfalls neu sind Push-Mitteilungen von Websites. Auf Desktop-PCs kannst Du sie bereits seit längerem nutzen. Mit dem Update auf iOS 16.4 soll die Funktion nun auch für das iPhone erscheinen.

Wichtig: Das Feature kannst Du aktuell nur nutzen, wenn Du die jeweilige Website vorab als Lesezeichen auf dem Home-Bildschirm hinterlegt hast. Und das wiederum geht aktuell nur in Verbindung mit Apples hauseigenem Browser Safari – nicht mit anderen Browsern wie Mozilla Firefox oder Google Chrome.

Weitere Neuerungen von iOS 16.4 im Überblick

  • Kurzbefehle: Das Always-on-Display, die Bildschirmsperre und der Stage Manager kannst Du künftig auch über Kurzbefehle auf dem iPhone steuern.
  • AppleCare: In den iOS-Einstellungen gibt es ein neues Menü, das Dich über den AppleCare-Status Deiner Geräte informiert.
  • Tipps-App: In der Tipps-Apps findest Du ab iOS 16.4 nicht nur Benutzerhandbücher für das iPhone, sondern auch für andere Apple-Geräte.
  • Sicherheit: Wie üblich wird die neue iOS-Version Dein iPhone auch auf den aktuellen Sicherheitsstand heben. So sollte das Update alle Sicherheitslücken schließen, die Apple bis zum Release bekannt waren.
  • Bug-Fixes: Ebenfalls Standard bei Updates dieser Art sind zahlreiche Verbesserungen. Auch iOS 16.4 sollte viele kleine Fehler ausräumen. Welche dies genau sind, wird vermutlich beim Rollout bekannt.

Betaprogramm: So kannst Du die neue iOS-Version testen

Apple gibt seinen Nutzer:innen schon lange die Möglichkeit, iOS-Versionen noch vor dem offiziellen Roll-out zu testen. Um am Betaprogramm von iOS 16 teilzunehmen, brauchst Du Dich einfach nur auf der entsprechenden Apple-Website zu registrieren.

Anschließend kannst Du die Testversion in den iOS-Einstellungen unter „Softwareupdate” auf Dein iPhone herunterladen und ausprobieren. Die erste „Public Beta” für iOS 16.4 gibt es seit Mitte Februar 2023.

 

Ab iOS 16.4 macht Apple das Testen neuer iOS-Versionen für Entwickler:innen noch einfacher. So soll es künftig in den Einstellungen ein spezielles Beta-Menü geben, berichtet MacRumors. Dieses Menü findest Du unter „Allgemein” und „Softwareupdate”. Wenn Du bei Apple als Entwickler:in angemeldet bist, musst Du künftig nichts mehr installieren, um die jeweils letzte Beta-Version testen zu können.

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/smartphones-tablets/apple/ios-16-4-diese-neuen-emojis-und-mehr-beinhaltet-das-iphone-update/#/

0900: Premium-Rufnummern und deren Abrechnungsmodelle im Überblick

Sie bieten Ihren Kund:innen eine hochwertige, qualifizierte Beratung am Telefon und möchten diesen Service unkompliziert abrechnen? Über sogenannte Servicenummern oder Mehrwertdienste mit der Rufnummer 0900 ist dies besonders einfach möglich.

Von der IT-Hotline bis zum Wochenend-Notfalldienst: Es gibt viele gute Gründe, Ihren Kund:innen hochwertige Premiumservices per Telefon anzubieten. Erbrachte Dienstleistungen können Sie umständlich per separatem Schreiben in Rechnung stellen – oder ganz bequem über die Telefonrechnung.

Der Gesetzgeber hat hierfür die sogenannten Mehrwertdienste als praktischen Bezahlweg ins Gesetz aufgenommen. Was darunter zu verstehen ist und wie Sie solche 0900er-Rufnummern auch für Ihr Business nutzen, erfahren Sie hier.

 

0900er-Nummern – was ist das?

Telefonnummern mit der Vorwahl 0900 sind in Deutschland als sogenannte Servicenummern, Premiumdienste oder Rufnummern für Mehrwertdienste bekannt. Der Begriff Mehrwert beschreibt, dass hier nicht nur die Dienstleistung des Gesprächsaufbaus durch die Telefongesellschaft abgerechnet wird, sondern auch noch ein zusätzlicher Dienst (sogenannter „Mehrwert“) des angerufenen Unternehmens .

Über solche Telefonnummern erreichen Sie beispielsweise Servicecenter von großen Unternehmen, Computer-Hotlines und andere kostenpflichtige Services sowie Verkehrsmeldungen und Wettervorhersagen.

Der Betreiber einer solchen 0900-Rufnummer rechnet seine Dienstleistung mithilfe der Telefongesellschaft direkt über die Telefonrechnung ab. Zu diesem Zweck kann er individuelle Gesprächsgebühren pro Anruf oder pro Minute festsetzen, die die Telefongesellschaften der Anrufer:innen dann für ihn einziehen und anteilig weiterleiten. Auch Mischformen aus Anruf- und zeitbasierten Tarifen sind hierbei möglich.

Auch Sie können eine solche Rufnummer für Ihr Unternehmen einrichten. Dabei müssen Sie allerdings einige Punkte beachten. Denn um Verbraucher:innen zu schützen, macht der Gesetzgeber genaue Vorgaben für 0900-Rufnummern:

  • Die jeweiligen Anrufkosten müssen Sie bei jeder einzelnen Erwähnung Ihrer Servicenummer transparent machen, beispielsweise im Internet auf Ihrer Firmenwebsite oder in Ihren Werbemitteln (Paragraph 66a Telekommunikationsgesetz). Üblicherweise nennen Sie hierzu den Anruf- oder Minutenpreis in Klammern hinter der eigentlichen Rufnummer.
  • Zu Beginn eines jeden Anrufes müssen Sie diesen Preis in Form einer automatischen Preisansage nennen. Die Ansage selbst muss kostenlos sein. Auch eventuelle Warteschleifen müssen gebührenfrei bleiben.
  • Sie dürfen bei einem Anruf nicht mehr als 3 Euro pro Minute erheben. Ausnahme: Rufnummern, die über eine zusätzliche Legitimation gegen unbeabsichtigtes Anrufen gesichert sind, beispielsweise in Form einer PIN.
  • Ein einzelner Anruf darf insgesamt nicht mehr als 30 Euro kosten.
  • Spätestens nach einer Stunde müssen Sie die Verbindung automatisch trennen.
  • Alle Anbieter von 0900-Rufnummern müssen sich bei der Bundesnetzagentur mit einer ladungsfähigen Anschrift registrieren.

 

Auch für die Telefongesellschaften gibt es bestimmte Rechtspflichten. So müssen Anrufer:innen ihrer Telefonrechnung in Form von Einzelverbindungsnachweisen entnehmen können, für welche Anrufe welche Kosten angefallen sind.

Vorläufer der heutigen 0900er-Nummern waren in Deutschland die Rufnummern mit der Vorwahl 0190. Diese Rufnummern werden heute nicht mehr genutzt, da es in der Vergangenheit zu Missbrauchsfällen kam. Verbraucher:innen wurden beispielsweise Opfer sogenannter Internet-Dialer, die ohne Wissen der Nutzer:innen teure minutenbasierte Internet-Einwahlen auf Computern und Modems installierten.

Heutige 0900-Rufnummern sind durch die Neuaufstellung und die oben genannten Mechanismen gegen Missbrauch geschützt und daher allgemein als Mehrwertdienst-Rufnummern akzeptiert. Zugleich ist die Systematik international bekannt, denn auch in anderen Ländern gibt es 0800- und 0900-Rufnummern, beispielsweise in den USA. Daher können Sie eine solche Rufnummer auch für Ihr eigenes Unternehmen problemlos nutzen und dabei von den Vorteilen der unkomplizierten Abrechnung profitieren.

 

0900er-Rufnummern selbst schalten: So generieren Sie Einnahmen mit Mehrwertdiensten

Mehrwertdienste bieten Ihnen viele Vorteile. Beispielsweise übernimmt Ihre Telefongesellschaft, über die Sie Ihre 0900-Rufnummer buchen, sowie die jeweiligen Telefongesellschaften Ihrer Anrufer:innen das komplette Clearing für Sie.

Sie müssen also nicht erst bei allen Anrufer:innen eine separate Identitäts- oder Bonitätsprüfung durchführen und können trotzdem die Vorteile des digitalen Zahlungsverkehrs nutzen.

Erster Ansprechpartner für eine 0900-Mehrwertnummer ist Ihre Telefongesellschaft. Haben Sie sich für ein Produkt und eine Tarifierung entschieden, folgt die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur. Auf deren Internetseiten finden Sie auch eine Übersicht aller bereits vergebenen 0900-Servicenummern.

Die eigentliche Anmeldung nehmen Sie dort per Fax oder Post vor. Hierbei müssen Sie sich mit einer Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses legitimieren. Juristische Personen wie Personengesellschaften und GbR registrieren sich alternativ mit einem Handelsregisterauszug.

Nach Prüfung und Zuteilung durch die Bundesnetzagentur folgt das Freischalten der 0900-Nummer. Dabei richtet Ihre Telefongesellschaft die entsprechende 0900-Rufnummer für Sie ein und routet diese beispielsweise zu Ihrem Kundencenter.

Beachten Sie: 0900-Servicenummern sind ausschließlich für eingehende Anrufe nutzbar und damit nicht für die Outbound-Telefonie. Für ausgehende Anrufe müssen Sie also andere Rufnummern in Ihrer Telefonanlage einrichten. Für die VoIP-Telefonie müssen Sie diese entsprechend in Ihren SIP-Trunks hinterlegen.

0900er-Vorwahl: Die Unterschiede zwischen 09001, 09003, 09005 & 09009

Innerhalb des Rufnummernbereiches 0900 gibt es noch einmal unterschiedliche Rufnummerngassen, die sich über die jeweils fünfte Ziffer unterscheiden.

0900-1: Für Faxabruf und Informationsdienste

Rufnummern mit der Ziffer 1 an der fünften Stelle sind für Faxabrufdienste und Informationsdienste vorbehalten. Sie werden daher häufig von IT-Dienstleistern genutzt, aber auch für Rechtsberatung, Kundensupport sowie Visa-Kontaktstellen von Botschaften. Auch viele moderne KI-gestützte Hotlines arbeiten mit diesen Rufnummern.

0900-3: Für Faxabruf und Unterhaltung

Rufnummern mit der Ziffer 3 an der fünften Stelle sind ebenfalls für Faxabrufdienste vorgesehen, aber darüber hinaus auch für Unterhaltungsangebote.

0900-5: Nur für Unterhaltungsdienste

Rufnummern mit einer Ziffer 5 an der fünften Stelle sind üblicherweise für sogenannte Sonstige Dienstleistungen wie Erwachsenenunterhaltung vorbehalten.

0900-9: Für Dialer (Modem-Dienste)

Die Endziffer 9 ist für automatisierte technische Dienstleistungen wie Modem-Einwahlservices in das Internet gedacht. Hier entfällt somit in der Regel auch eine Bandansage mit Preisinformationen, da die Einwahl rein maschinell ohne Gesprächsaufbau erfolgt.

Anders als bei Rufnummern mit der Vorwahl 0180 gibt die fünfte Ziffer bei 0900-Nummern keinen Aufschluss über die gewählte Tarifierung. Alle 0900-Rufnummern aller genannten Rufnummerngassen können Sie beliebig im Rahmen der oben genannten gesetzlichen Vorgaben tarifieren.

Individuelle Durchwahlen

Nach der fünfstelligen Inhaltekennung aus 0900 und der jeweiligen Endziffer folgt in der Regel die sechsstellige Rufnummer. Durch die Vergabe sogenannter Nachwahlstellen für die Durchwahl zu einzelnen Telefonanschlüssen können Sie es Ihren Anrufern auch ermöglichen, beispielsweise den Anschluss bestimmter Hotline-Mitarbeiter direkt anzuwählen.

Rechtliche Aspekte bei 0900er-Nummern

Alle Mehrwertdienste unterliegen der Aufsicht der Bundesnetzagentur. Der Gesetzgeber macht darüber hinaus im Telekommunikationsgesetz (TKG) technische und administrative Vorgaben zu Einrichtung und Betrieb der 0900-Rufnummern.

Einzelheiten dazu finden Sie auf den Webseiten der Bundesnetzagentur sowie im Teil 3 des TKG und hier insbesondere in den Paragraphen 62 bis 69. Zu den Details berät Sie Ihre Telefongesellschaft, über die Sie Ihre 0900-Servicenummer betreiben.

Die Vorteile von 0900er-Servicenummern auf einen Blick

  • Mit einer 0900-Rufnummer sparen Sie den zusätzlichen Rechnungslauf für die Abrechnung Ihrer telefonisch erbrachten Dienstleistung.
  • Eine Bonitäts- oder Identitätsprüfung ist nicht notwendig. Denn diese erfolgt bereits durch das abrechnende Telekommunikationsunternehmen bei Abschluss eines Telefonvertrages.
  • Für Ihre Kund:innen entfällt der Aufwand, ein Kundenkonto einzurichten, bevor sie Ihre kostenpflichtigen Dienstleistungen nutzen können.
  • Ihre Ausschüttung als Inhaber der Rufnummer liegt pro eingehenden Anruf bei bis zu 3 Euro pro Minute oder 10 Euro pro Gespräch – je nach gewähltem Tarif.
  • Durch vorherige Preisansage und anschließenden Einzelverbindungsnachweis haben Ihre Kund:innen volle Kostentransparenz über die von Ihnen erbrachte Dienstleistung.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitales-business/digitaler-arbeitsplatz/0900-premium-rufnummern-und-deren-abrechnungsmodelle-im-ueberblick/

Galaxy S 2024: Das ist zum Samsung-Handy für 2024 bekannt

Welche Ausstattung bringt das Galaxy S 2024 mit? Auch im folgenden Jahr wird Samsung voraussichtlich seine erfolgreiche Smartphone-Reihe fortsetzen. Hier erhältst Du einen ersten Ausblick auf die mögliche Ausstattung des Samsung-Handys.

In unserer Übersicht findest Du Informationen zu Bereichen wie Design, Display, Kamera und Akku. Wir ergänzen den Artikel laufend – so bekommst Du einen Eindruck davon, welche Specs das Galaxy S 2024 auszeichnen könnten.

Samsung Galaxy S23-Serie: Das S23, S23+ und S23 Ultra im Hands-on

Wichtig: Der vorliegende Artikel beruht auf Gerüchten rund um Samsungs kommendes Top-Smartphone. Weder wissen wir mit Sicherheit, wie das Handy heißen wird; noch, welche Features es genau mitbringt. Offizielle und detaillierte Informationen dazu gibt es erst, wenn Samsung das Gerät enthüllt.

Kamera: Ultra-Modell als Zoom-Königin

Die beeindruckende Kamera ist meist das Aushängeschild der Samsung-Flaggschiffe, so auch beim Galaxy S23 Ultra – und das Galaxy S für 2024 ist da gewiss keine Ausnahme. Entsprechend bezieht sich eines der ersten Gerüchte zu dem Handy auf die neue Kameratechnik. Denn die Ultra-Version des Smartphones könnte einen größeren Sensor bekommen für bis zu 150-fachen Zoom; auch variabler Zoom könnte möglich werden.

 

Mit dieser immensen Vergrößerung und Sensoren, die mehr Licht aufnehmen, würde Samsung die Lücke zwischen Smartphone-Kameras und professioneller Fototechnik weiter schrumpfen. Allerdings könnte die gleiche Kameratechnik wie im Xiaomi 13 Ultra zum Einsatz kommen, das bereits 2023 erscheint. Insofern wäre Samsung im Zugzwang, eventuell in bessere Linsen zu investieren oder Interessent:innen anderweitig zu überzeugen.

Modelle: Das Ende für die Plus-Version?

Bezüglich der Produktpalette gab es eine überraschende Enthüllung, die sich eventuell schon als Irrtum herausgestellt hat. Demnach bestünde die Möglichkeit, dass Samsung aufgrund geringer Verkaufszahlen des Galaxy S22 Plus die 2024er-Palette auf zwei zentrale Ausführungen reduziert.

 

Doch anscheinend handelt es sich bei den Pseudonymen um interne Bezeichnungen der Reihe für 2023, berichtet SamMobile. Da hier ganz klar weiter drei Ausführungen die Palette bestimmen, ist ein Irrtum wahrscheinlich.

Display und Design

Über Display und Design des Galaxy S 2024 ist bisher nichts bekannt. Vermutlich wird Samsung aber an seine bisherige Linie anknüpfen. Das bedeutet eine glatte Designsprache ohne Ecken und Kanten für die Basismodelle, ein auffälligeres Design für die Ultra-Version. Vermutlich wird Samsung einige neue Farben vorstellen, doch das Gehäuse dürfte weiterhin aus Metall, Glas und Kunststoff bestehen.

Auch für das Display müssen wir uns an den aktuellen Modellen orientieren, die mit hoher Helligkeit und Bildwiederholrate glänzen. Das Ultra-Modell für 2023 soll mit bis zu 2.200 nits das aktuell hellste Display haben, 120 Hertz und 1.080 Pixel sorgen für flüssige Darstellung.

Diese Specs können wir wohl als Messlatte für das Nachfolgemodell heranziehen, mit Spielraum nach oben. Auch die Größe des Displays sollte sich im üblichen Rahmen der verschiedenen Ausführungen bewegen, also etwa zwischen 6,1 und 6,9 Zoll.

Prozessor und Speicher

Für den Prozessor wird Samsung wahrscheinlich seine Zusammenarbeit mit Qualcomm fortsetzen und einen Snapdragon-Chip verbauen. Es ist gut möglich, dass bis 2024 eine neue Generation des Snapdragon 8 zum Einsatz kommt. Ein möglicher Name ist, basierend auf der aktuellen Version: „Snapdragon 8 Gen 3 For Galaxy”.

 

Diesen weiterentwickelten Chip könnte Qualcomm bereits im Oktober 2023 enthüllen, wie SamMobile berichtet. Der Chip soll den Codenamen „Lanai” tragen und eine „1+5+2”-Konfiguration der Rechenkerne mitbringen. Zum Vergleich: Der Chip des Galaxy S23 hat eine „1+4+3”-Konfiguration. Die neuere Konfiguration könnte eine Steigerung der Effizienz um 20 Prozent bedeuten.

Aber auch eine weiterentwickelte Version des hauseigenen Exynos-Chipsatzes ist zumindest denkbar.

Bezüglich des Speichers orientieren wir uns ebenfalls an aktuellen Erfahrungswerten, gemessen an der aktuellen Galaxy-S-Palette gibt es wohl Mindestanforderungen. So dürfte das Basismodell mit mindestens 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte Datenspeicher ausgestattet sein. Gegen Aufpreis gibt es wohl ein Speicherupgrade, beim Ultra-Modell den meisten Speicher sowie mehr Arbeitsspeicher.

Akku und sonstige Features

Die Akkukapazität des Galaxy S 2024 ist ebenfalls noch rein spekulativ, auf das Kapazitätsupgrade 2023 könnte ein weiteres folgen. In so einem Fall bekäme der Akku des Basismodells möglicherweise eine Kapazität von etwa 4.000, das Ultra-Modell sogar über 5.000 Milliamperestunden.

 

Mittlerweile schon zur Standardausstattung der Galaxy-S-Reihe scheint die IP68-Zertifizierung zu gehören, die ein Gerät für wassergeschützt erklärt. Auch NFC-Bezahltechnik und ein Fingerabdrucksensor zum Entsperren sind höchstwahrscheinlich mit an Bord. Neu könnte eine Unterstützung für den Netzwerkstandard Wifi 7 sein.

Release und Preis

Wann könnte Samsung das Galaxy S 2024 veröffentlichen? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bringt Samsung sein nächstes Flaggschiff wieder im ersten Quartal des Jahres heraus. Ob es dabei einen relativ frühen Start Ende Januar/Anfang Februar gibt oder vielleicht auch einen März-Release, ist derzeit noch nicht bekannt.

Womöglich orientiert sich Samsung mit den Preisen für das Galaxy S 2024 am Vorgängermodell. Zur Erinnerung: Der Preis für das Galaxy S 2023 soll zwischen 850 und 900 Euro starten. Allerdings ist es noch viel zu früh, um dazu verlässliche Aussagen machen zu können.

alaxy S 2024: Die erwartete Ausstattung in der Übersicht

In der folgenden Liste findest Du kurz alle vermuteten Features des Galaxy S 2024 zusammengefasst. Wir ergänzen diese Liste laufend mit neuen Informationen, sobald sie bekannt werden. Bitte beachte auch hier, dass es sich nur um Gerüchte handelt.

  • Design: vermutlich Metall/Kunststoff und Glas
  • Display: hochauflösende AMOLED-Technologie; 6,1 bis 6,8 Zoll
  • Kamera: 200-Megapixel-Sensor mit 150fachem Zoom möglich (Ultra)
  • Chip: vermutlich Qualcomm Snapdragon 8.x
  • Betriebssystem: Android 14 ab Werk
  • Akku: unbekannt, eventuell zwischen 4.000 und 5.000 Milliamperestunden
  • Wasserdicht: vermutlich nach IP68
  • Release: voraussichtlich im Frühjahr 2024
  • Preis: unbekannt, womöglich zwischen 800 und 1.500 Euro

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/smartphones-tablets/samsung/samsung-galaxy-s-2024-ausstattung-specs-features-geruechte/#/

Künstliche Intelligenz im Alltag: 12 Beispiele

Künstliche Intelligenz (KI) ist einer der wichtigsten Trends in der Digitalisierung. Sie unterstützt Unternehmen bereits heute in der Entwicklung, in der Produktion, in der Verwaltung. Aber auch im Alltag hilft uns KI – in einigen Bereichen ganz offensichtlich, in anderen eher versteckt. Lesen Sie hier, wo Sie künstliche Intelligenz in Ihrem Alltag bereits nutzen, ob bewusst oder unbewusst.

Dabei fasst jeden den Begriff „künstliche Intelligenz“ anders auf. Was ist eine künstliche Intelligenz und was lediglich ein – wenn auch mitunter sehr komplexer – Algorithmus? Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, da die Grenzen schwimmend sind. Ein wesentliches Kriterium für künstliche Intelligenz ist unter anderem die Fähigkeit, situationsbezogen zu entscheiden – was umso besser gelingt, wenn die Basis der Entscheidung ein vorausgegangener oder gar fortlaufender Lernprozess ist.

 

Künstliche Intelligenz – das steckt dahinter

Ein klassischer Algorithmus ist normalerweise fest implementiert und trifft Entscheidungen auf Basis von Sensordaten, Benutzereingaben und Trigger-Momenten. Er kann jedoch ebenfalls das Ergebnis eines mehr oder weniger langen maschinellen Lernprozesses sein. So manche KI-Implementierung passt sich darüber hinaus fortlaufend an ihren jeweiligen Einsatzzweck an: Eine Fähigkeit, die klassische Algorithmen ohne KI-Unterstützung üblicherweise nicht besitzen.

Schon jetzt begegnen wir künstlicher Intelligenz bereits an vielen Stellen in unserem Alltag. Sie macht unser Leben in vielen alltäglichen Situationen und Bereichen einfacher und komfortabler. Von der Suchmaschine im Internet über die Heizungssteuerung unseres Zuhauses bis zur Navigation mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß.

Diese 14 Anwendungsfälle sind Beispiele, in denen künstliche Intelligenz (KI) bereits heute im Alltag vorkommt:

  • KI ist Teil der Algorithmen vieler Suchmaschinen
  • Die meisten Streamingdienste nutzen KI-Mechanismen für Empfehlungen
  • Das Monitoring von Social Media Facebook, Twitter und Co. läuft KI-gestützt
  • KI dient dazu, Spam aus E-Mails zu filtern
  • Dienste zur Gesichtserkennung laufen großteils via KI
  • Die meisten Smart-Home-Steuerungen haben KI-basierte Anteile
  • Die tägliche Wetterprognose basiert ebenfalls schon länger auf KI-Prinzipien
  • Auch das Feld der Kunst ist inzwischen von KI beeinflusst
  • Autonomes, auch teilautonomes Fahren wäre ohne KI undenkbar
  • Moderne Navigationsdienste nutzen KI, um die optimale Route zum Ziel fortlaufend zu berechnen
  • In der Landwirtschaft dient KI unter anderem zur intelligenten Feldbewässerung
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitungen werden inzwischen via KI übersetzt
  • OpenAI ChatGPT bietet natürlichsprachliche Interaktion durch KI
  • Mit Lensa werden mithilfe von KI Avatare erschaffen

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den einzelnen Anwendungsfällen und darüber, wie KI auch Ihr Business unterstützen kann.

1.     Google & Co. sind Vorreiter beim Thema künstliche Intelligenz

Milliarden von Suchanfragen landen jeden Tag bei den Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo. Setzten die Betreiber zunächst auf immer komplexere Algorithmen, hilft nun künstliche Intelligenz bei der Auswertung der Suchanfragen. So versteht die von Google entwickelte künstliche Intelligenz namens BERT (Bidirectional Encoder Representations from Transformers) unter anderem natürliche Sprache bei der Sucheingabe. Seit 2019 kann Google damit Suchanfragen noch präziser beantworten, da nicht nur eingegebene (oder gesprochene) Wörter, sondern auch deren Beziehung zueinander in die Auswertung einbezogen wird. Ein weiteres von Google entwickeltes KI-Produkt ist die plattformunabhängige Open-Source-Softwarebibliothek TensorFlow, die der Suchmaschinenriese in vielen seiner Anwendungen einsetzt. Hierzu gehören unter anderem Gmail, die Google-Suche oder Google Maps.

 

2.     Empfehlungen der Streaming-Dienste

Ob YouTube, Spotify, Netflix oder Amazon Prime Video – nahezu alle Multimedia-Plattformen und Streaming-Dienste sammeln Daten ihrer Nutzer und „füttern“ damit ihren KI-Algorithmus. Wenn Sie sich also fragen, warum Sie den einen Blockbuster gerade in Ihrer Vorschlagsliste sehen, liegt das an der Historie Ihrer bisher ausgewählten Filme. Wenn mehrere Familienmitglieder sich einen Account eines Streamingdienstes teilen – und nicht über separate Profile verfügen – kann der nächste Filmabend allerdings enttäuschend sein.

Netflix und Co. setzen außerdem auf maschinelles Lernen, wenn es um die Finanzierung von Film- und Serienproduktionen geht. Dank KI können die Unternehmen vorausberechnen, welche Titel sich in bestimmten Märkten voraussichtlich lohnen – und welche nicht.

 

3.     Kontrollmechanismen der sozialen Medien

Unternehmen wie Facebook und Twitter setzen künstliche Intelligenz im Alltag unter anderem ein, um fragwürdige Inhalte zu identifizieren. Dazu gehören potenziell gewaltverherrlichende, pornografische oder politisch extreme Inhalte. Bilder, Texte, Videos und Audiofiles, die in diese Kategorie fallen (könnten), markiert die KI automatisch und löscht sie auch gegebenenfalls. Das allerdings nicht immer fehlerfrei. So hat YouTube im Sommer 2019 Videos eines Geschichtslehrers über den Nationalsozialismus als politisch fragwürdig gelöscht.

Künftige Generationen von Computern werden aus Sicht von Dr. Heike Riehl eine Rechenleistung haben, die nach heutigen Maßstäben geradezu unglaublich erscheint, berichtet Dr. Heike Riel. Die Wissenschaftlerin ist IBM Fellow, Head of Science & Technology und Lead of IBM Research Quantum Europe bei IBM Research. Dort leitet sie unter anderem die Forschung zum Thema Quantencomputer. Wie funktioniert dieser und was unterscheidet ihn von einem herkömmlichen digitalen Rechner? Wie weit ist die Forschung im Bereich dieser „Supercomputer“ bereits? Welche bahnbrechenden Erfindungen dürfen wir in den kommenden Jahren erwarten?

4.     KI filtert im Alltag unerwünschte Werbung aus unseren E-Mails

Sie ärgern sich über gelegentliche Spam- oder gar Phishing-E-Mails in Ihrem Postfach? Ohne die KI, die Google und Co. zur Filterung einsetzen, würden Sie mit unerwünschter Spy- oder Werbepost vermutlich noch mehr belästigt. Die KI-Algorithmen untersuchen Dutzende an Informationen, um Muster in den Datenströmen zu finden, die auf Spam hindeuten. Dazu zählen beispielsweise die Formatierung, die Sendezeit und die Anzahl der gesendeten E-Mails von einem bestimmten Konto. Sie können sich davon überzeugen, wenn Sie einen Blick in den Spam-Ordner Ihres E-Mail-Programms beziehungsweise der zugehörigen Web-Oberfläche werfen.

 

5.     Ihr Smartphone erkennt Ihr Gesicht

Morgens richtet sich Ihr erster Blick auf Ihr Smartphone? Und trotz Dämmerlicht und ungekämmten Haaren gibt das Smartphone den Bildschirm frei. Auch hier spüren Sie den Einsatz von KI in Ihrem Alltag. In Ihrem Mobiltelefon arbeiten Algorithmen zur Gesichtserkennung, die mit jedem Blick in die Kamera besser werden und schneller die Displaysperre aufheben.

Andere Unternehmen nutzen die Gesichtserkennung zur Entriegelung der Haus- und Wohnungstür, andere suchen damit gezielt nach entlaufenen Haustieren, indem es ein Foto des Lieblings mit Bildern beispielsweise aus Tierheimen oder von Tierfinder:innen abgleicht.

Allerdings ist die Gesichtserkennung nicht unumstritten, beispielsweise bei der Überwachung größerer Menschenansammlungen. Mithilfe von künstlicher Intelligenz können elektronische Systeme theoretisch einzelne Personen identifizieren und von Kamerabild zu Kamerabild völlig automatisch und fortlaufend überwachen.

 

6.     Bestes Beispiel für KI im Alltag: Smart Home

Im intelligenten Zuhause übernimmt im Alltag bereits heute die KI das Kommando in so mancher Steuerungszentrale. Sie sorgt je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen für eine entspannte oder anregende Beleuchtung und behagliche Temperaturen. Sie aktiviert die Kaffeemaschine, sobald der Rollladen im Schlafzimmer hochfährt. Und sie fährt die Markise ein, wenn sich Regen oder starker Wind ankündigt – auch wenn Sie gar nicht daheim sind. All das kann zwar auch ein Smart Home, das nicht mit KI-Komponenten ausgestattet ist und entsprechend programmiert wurde. Ein lernfähiges Smart-Home-System hingegen passt sich automatisch den Vorlieben und Wünschen der Besitzer:innen an.

KI kann darüber hinaus im Alltag den Stromfluss der Fotovoltaikanlage steuern und bedarfsgerecht die Batterie Ihres E-Autos vor der Tür laden. Außerdem bestellt sie basierend auf Ihren Vorlieben die Einkäufe beim Supermarkt um die Ecke, wenn die Vorräte im Kühlschrank zur Neige gehen.

7.     Maschinen verfassen Wetterberichte, Börsen-News und Sport-Highlights

Sekunden nach dem Abpfiff lesen Sie im Webangebot Ihrer Tageszeitung den Spielbericht Ihres Lieblingsvereins – doch den hat nicht etwas ein:e besonders schnelle:r Redakteur:in verfasst und online gestellt, sondern eine künstliche Intelligenz.

Immer dort, wo Artikel zu einem großen Teil auf Daten basieren, setzen große Verlage schon heute spezialisierte  Algorithmen zum Verfassen von Spielberichten, Börsennews und Wetternachrichten ein. Genauer gesagt, die Webseitenbetreiber kaufen diese Artikel bei spezialisierten Unternehmen ein. Deren künstliche Intelligenz produziert dann von einem Sportereignis oder einer Börsennotiz mehrere tausend völlig unterschiedlich verfasste Meldungen basierend auf einem identischen Datensatz und möglichen Ergebnissen.

 

8.     Von künstlicher Intelligenz erstelltes Bild für 432.000 Dollar versteigert

Kunst kommt von Können? Mag sein. Tatsächlich nutzen auch Künstler und besonders Designer künstliche Intelligenz als Werkzeug. Beispielsweise generiert die künstliche Intelligenz namens DALL-E (zusammengesetzt aus dem Namen des Künstlers Dali mit dem des Kinofilm-Roboters Wall-E) zu einem Text passende Bilder.

Das Auktionshaus Christie´s versteigerte im Oktober 2018 das erste von KI geschaffene Kunstwerk für 432.500 US-Dollar. Dabei handelt es sich um ein Portrait von Edmond De Belamy. Den kennen Sie nicht? Keine Schande, denn den Namen hat sich die französische Künstlergruppe Obvious ausgedacht. Obvious wäre schon froh gewesen, wenn das Gemälde 10.000 US-Dollar erzielt hätte.

Auch die Unterhaltungsindustrie setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz. KI komponiert Soundtracks und Musikstücke, verfasst sogar Drehbücher für TV-Serien wie Friends. Der renommierte Wissenschaftsverlag Springer Nature hat das erste, ausschließlich von einer KI verfasste Buch herausgebracht.

 

9.     Autonomes Fahren nur mit KI möglich

Damit Autos völlig autonom fahren können, muss ihre Elektronik dreimal schneller rechnen können als der Mensch. Denn nur so wird ein Fahrzeug seine Umwelt selbstständig verstehen und richtig reagieren können.

Die künstliche Intelligenz muss alle erfassten Daten sämtlicher Sensoren und Kameras in Echtzeit auswerten, verknüpfen und daraus resultierende Entscheidungen treffen. Das Fahrzeug lernt, mithilfe gespeicherter Daten vorherzusagen, wie sich eine Situation entwickeln wird. Ein Beispiel: Rollt ein Ball auf die Straße, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Kind folgt. Das Fahrzeug bremst vorsorglich ab, obwohl der Ball an sich keine Gefahr darstellt und auch noch kein Kind im Bereich der Sensoren erkennbar ist. Gleiche Situation, nur statt des Balls fliegt eine größere Plastiktüte vor den Wagen. Das System erkennt die Tüte, analysiert keine Gefahr und bremst den Wagen nicht ab.

Schon heute sind Systeme mit KI in unserem Autofahrer-Alltag im Einsatz, die den Abstand unseres Fahrzeugs automatisch einhalten. Sie bremsen und geben Gas, wenn der Vordermann dies auch tut. Sie halten den Wagen in der Mitte der Fahrspur, legen eine Vollbremsung ein, wenn sie eine mögliche Kollision erkennen und der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert.

10.  Navigation zeigt den Unterschied zwischen Algorithmus und KI im Alltag

Quälten wir vor drei Jahrzehnten auf der Urlaubsfahrt noch mit kiloschweren Straßenkarten herum, geben wir heute einfach nur unsere Zieladresse ins Navigationssystem ein. In der Anfangszeit der elektronischen Wegfinder war die Route schon fast egal – solange man angekommen ist.

Dann ging es schnell darum, die schnellste Route zu nehmen. Das übernahm ein – wenn auch komplexer – Algorithmus. Noch komplexer und nur mit Einsatz von künstlicher Intelligenz realisierbar wird die Routenführung, wenn das Navigationssystem bei der Wegberechnung temporärer Verkehrszeichen, Baustellen und unvorhersehbare Ereignisse wie Unfälle oder Wetterbeeinträchtigungen berücksichtigen soll.

 

11.  Wenn der Bauer zum Roboter wird: KI in der Landwirtschaft

Auch in der modernen Landwirtschaft ist die künstliche Intelligenz längst eingezogen – wenn auch längst nicht in allen Bereichen. Dazu sind die damit verbundenen Technologien noch zu aufwendig. Schon heute werden Felder mit teilautonom fahrenden Treckern und Mähmaschinen bewirtschaftet.

Einen Ausblick auf den Bauernhof 2.0 gibt das US-Startup Iron Ox. Die Hightech-Firma hat eine Indoor-Farm entwickelt, auf der seit 2018 vollkommen automatisierte Produktionsanlagen Gemüse, Obst und Salat anbauen, pflegen und ernten. Dabei wachsen die Pflanzen platzsparend auf mehreren Etagen in einer Nährlösung. Wasser und Nährstoffe werden automatisiert genauso bedarfsgerecht zugeführt wie Licht.

Da die in Hallen untergebrachten Anlagen geschlossene Systeme sind, sind Pflanzenschutzmittel nicht nötig. Durch die künstlichen Bedingungen können in solch automatisierten Farmen nach Angaben des Hamburger Startups &ever, das ebenfalls autonom arbeitende Gemüsebetriebe entwickelt, bis zu 20 Ernten (!) pro Jahr eingefahren werden. Nach Angaben von Iron Ox ist die Produktion bei gleichem Flächenbedarf etwa 30-mal höher als bei konventionell betriebenen Gemüse-Farmen.

 

12.  KI im Alltag: Übersetzungen von Bedienungsanleitungen

Ein weiteres gutes Beispiel, an welchen Stellen wir im Alltag auf künstliche Intelligenz stoßen, sind Übersetzungen von mehrsprachigen Betriebsanleitungen. Auch wenn eine KI -Übersetzung meist noch meilenweit von einer menschlichen Fachübersetzung entfernt ist – in Zusammenarbeit mit qualifizierten Linguisten eignet sie sich für die Übersetzung von einfachen Gebrauchstexten. Dazu gehören die oben erwähnten Bedienungsanleitungen ebenso wie mehrsprachige Texte zur internen Betriebskommunikation.

Neben deutlich niedrigeren Kosten bietet die KI-Übersetzung einen weiteren, und in vielen Fällen entscheidenden Vorteil: die kürzere Bearbeitungszeit. Das gilt besonders, wenn große Textmengen anfallen, die in kurzer Zeit in mehrere Sprachen übersetzt werden sollen.

 

13. OpenAI ChatGPT: Eine neue Stufe der KI?

ChatGPT ist eine Entwicklung des Unternehmens OpenAI aus den USA. OpenAI hat ChatGPT als sogenanntes auto-generatives KI-Chatbot-System für die Online-Kundenbetreuung entwickelt. Es handelt sich um einen vortrainierten generativen Chat, der auf Natural-Language-Processing-Techniken zurückgreift.

ChatGPT verwendet Daten aus Lehrbüchern und Webseiten, um eine eigene Sprache zu modellieren und die Anfragen der Nutzer:innen zu beantworten. Im Gegensatz zur Google-Suchmaschine antwortet ChatGPT auf Anfragen in ganzen Sätzen und nicht nur durch eine Bereitstellung von Links.

 

14. Lensa: Diese App macht aus Ihnen einen Superhelden

Die App Lensa verarbeitet Selfies von Nutzer:innen mithilfe eines speziellen Algorithmus zu bunten Portraits von Superheld:innen, Robotern, Elfen und vieles mehr. Die dabei entstehenden Avatare können die Nutzer:innen dann zum Beispiel für ihre Social-Media-Accounts verwenden.

Lensa basiert auf der sogenannten Stable-Fusion-Technologie: Die in die App hochgeladenen Selfies werden mit bereits im Internet vorhandenen Bildmaterial kombiniert. Häufig ist nicht klar, wer das Urheberrecht für dieses Material innehat. Darüber wurde Kritik laut, dass die Nutzer:innen der Lensa-App beim Hochladen ihrer Selfies sämtliche Recht am eigenen Bildmaterial abtreten würden.

 

Das Wichtigste zu künstlicher Intelligenz in Kürze

  • KI macht das Leben einfacher und komfortabler, sei es beispielsweise bei der Steuerung von Endgeräten im privaten oder industriellen Umfeld.
  • KI erfasst Daten sämtlicher Sensoren und Kameras in autonom fahrenden Autos.
  • In der modernen Landwirtschaft steuert künstliche Intelligenz teilautonom fahrende Trecker und Mähmaschinen.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitale-vorreiter/experten/kuenstliche-intelligenz-im-alltag-12-beispiele/

 

 

iOS 16.3.1 ist da: Diese Neuerungen bringt das iPhone-Update mit

iOS 16.3 ist da: Apple hat Anfang 2023 eine aktuelle Version seines iPhone-Betriebssystems veröffentlicht. Der Fokus der neuen Firmware liegt auf Sicherheit; aber Dich und Dein iPhone erwarten mit dem Update auch ein paar nützliche neue Funktionen und Features. Welche das sind, erfährst Du im Folgenden.

iOS 16.3.1: Diese Funktionen sind im Februar neu

Mitte Februar 2023 hat Apple ein Mini-Update ausgerollt: iOS 16.3.1. Mit dieser kleinen Aktualisierung räumt Apple vor allem ein paar Bugs aus. Dazu gehört ein Anzeigefehler in der iCloud, wenn andere Apps auf die Cloud zugreifen. Außerdem soll Siri für das Feature „Wo ist?” nach dem Update wieder korrekt Anfragen bearbeiten können.

Ein wichtiger Bugfix betrifft die Sturzerkennung von iPhone 14 und Co.: Diese soll mit iOS 16.3.1 verbessert werden. Darüber hinaus hebt die Aktualisierung das Sicherheitslevel der kompatiblen iPhone-Modelle auf die aktuellste Stufe.

 

Offenbar verursacht das Update aber auch ein neues Problem: So soll die Google-Fotos-App unter iOS 16.3.1 abstürzen. Wenn Du die App verwendest, solltest Du also mit dem Update noch warten. Oder Du installierst aus dem App Store die neueste Version von Google Fotos auf Deinem iPhone (6.23.1). Dann sollte der Bug keinen Effekt auf Dein Nutzungserlebnis haben.

Release von iOS 16.3 im Januar für diese Modelle

Wie erwartet hat Apple den Rollout von iOS 16.3 Ende Januar 2023 gestartet. Seit dem 23. Januar kannst Du das Update auf Deinem iPhone installieren – wenn es zu den kompatiblen Geräten gehört.

iOS 16.3 läuft auf allen iPhone-Modellen, die bereits mit iOS 16 kompatibel sind. Konkret sind dies das iPhone 8 und alle Modelle, die danach erschienen sind: also alle ab 2017. Die gesamte Liste findest Du in unserer Übersicht zu iOS 16 und den unterstützten Modellen.

 

Wenn Du noch keine Benachrichtigung zur Verfügbarkeit des Updates erhalten hast, kannst Du den Download manuell starten. Öffne dazu die „Einstellungen”, navigiere zum Menüpunkt „Allgemein” und tippe anschließend auf „Software-Update”. Die Einrichtungs-Assistenz führt Dich dann durch die weiteren Schritte.

Das bringt der erweiterte Datenschutz

In den USA hat Apple die neue Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für iCloud-Daten bereits eingeführt. Die „Advanced Data Protection” sorgt für die Absicherung von iCloud-Back-ups. Du kannst sie jedoch erst nach einer festgelegten Wartezeit aktivieren, um Deinen Account und Deine Daten zu schützen.

 

Nach dem Update auf iOS 16.3 schützt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der iCloud insgesamt 23 Datenkategorien. Dazu gehören neben den Back-ups auch Fotos und Notizen.

Ab iOS 16.3: Sicherheitsschlüssel gegen unerwünschte Zugriffe

Mit iOS 16.3 hast Du die Möglichkeit, einen physischen Schlüssel zur Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen. Auf diese Weise schützt Du Dein iPhone noch besser gegen unerwünschte Zugriffe und gegen versandgefälschte E-Mails. Die Funktion kannst Du in den Einstellungen aktivieren.

Nach dem Update auf iOS 16.3 findest Du das Feature in Deiner Apple ID – unter dem Menüpunkt „Passwort und Sicherheit“. Den Schlüssel bietet der zertifizierte Drittanbieter Fido an, der den physischen Sicherheitsschlüssel bereits für Google-Konten und den Passwortmanager „1Password“ im Programm hat. Du erhältst zusätzlich einen Back-up-Schlüssel, falls Du den ersten verlierst.

Bug-Fixes, Features und Sicherheit

Neben den neuen Features bringt das kleine Update auch eine Reihe an Verbesserungen mit. Dazu gehört beispielsweise ein Problem mit der Darstellung von horizontalen Linien, das auf dem iPhone 14 Pro Max auftreten kann.

 

Die neue iOS-Version räumt darüber hinaus noch weitere Bugs aus, zum Beispiel bei Siri-Anfragen und der App Freeform. Praktisch: Dein iPhone unterstützt nun auch den HomePod der zweiten Generation, den Apple Anfang 2023 vorgestellt hat. Zu den Neuerungen von iOS 16.3 gehört darüber hinaus das sogenannte Unity-Wallpaper, für das der „Black History Month” in den USA der Anlass ist.

Außerdem hebt das iPhone-Update das Betriebssystem auf den aktuellen Sicherheitsstandard. Ebenfalls sicherheitsrelevant: Um einen SOS-Notruf abzusetzen, musst Du nach dem Update Seitentaste und Lautstärketaste gleichzeitig drücken und anschließend loslassen.

Das Apple-Sparkonto – für technikaffine Sparfüchse (bisher USA-exklusiv)

In den USA gibt es seit einigen Jahren eine Kreditkarte von Apple, die sogenannte Apple Card. Wenn Du damit bezahlst, bekommst Du einen bestimmten Prozentsatz des Kaufpreises auf Dein Daily-Cash-Konto zurückerstattet – allerdings nur für Einkäufe bei Apple-Partnern. Mit einem neuen Feature von iOS 16.3 landen die Daily-Cash-Prämien automatisch auf einem Sparkonto von Goldman Sachs.

Es fallen weder Gebühren noch Mindesteinzahlungen an, es wird auch kein Mindestguthaben gefordert. Über die Wallet-App kannst Du nachverfolgen, wie Dein Erspartes wächst. Ob die Apple-Kreditkarte – und damit auch dieses iOS-16.3-Feature – nach Europa kommen, ist allerdings noch unklar.

Mit iOS 16.3 kannst Du shoppen und später in Raten bezahlen

Ebenfalls USA-exklusiv ist voraussichtlich die sogenannte Apple-Pay-Later-Funktion. Sie hilft Nutzer:innen im Alltag, wenn sie eine Anschaffung planen, deren vollständige Finanzierung sie nicht sofort stemmen können oder wollen. Mit diesem Feature können sie die Kosten auf vier Raten verteilen, die sie in sechs Wochen begleichen.

Praktisch: Bei dieser Bezahlfunktion fallen weder Zinsen noch Gebühren an. Ob Du Apple Pay Later bald auch in der deutschen Wallet-App findest, bleibt noch abzuwarten.

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/smartphones-tablets/ios-16-3-neue-features-release/#/

Was ist Inbound-Telefonie?

In Unternehmen kommen täglich viele Kontaktanfragen von außen herein. Neben E-Mails und Textnachrichten machen Anrufe dabei immer noch den größten Teil aus. Vor allem Kund:innen wenden sich über Service-Rufnummern mit Anliegen an den Support oder den Vertrieb. Die Inbound-Telefonie bündelt und verarbeitet diese Art von Anrufen und setzt dabei modernste Technik ein.

Je nach Anrufaufkommen spielen unterschiedliche technische Funktionen innerhalb der Inbound-Telefonie eine Rolle. Wichtig ist dabei vor allem, die unterschiedlichen Anliegen des Inbounds zu kategorisieren und schnellstmöglich an die richtigen Stellen weiterzuleiten. Auch die Auswertung der Anrufe hinsichtlich der Quantität und Qualität des Services für Kund:innen spielt eine wichtige Rolle.

Welche Technik bei der Inbound-Telefonie zum Einsatz kommt und wie worauf Sie bei der Bearbeitung des Anruf- und Kontaktaufkommens in Ihrem Unternehmen achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Inbound-Call-Center: Telefonie im Kundenservice

Inbound ist die wörtliche Übersetzung von „eingehend“ und bezeichnet allgemein Anrufe, die von außen bei (gewerblichen) Telefonanschlüssen eingehen. Das Gegenteil ist Outbound (Englisch für „abgehend“), bei dem Mitarbeiter:innen aus Ihrem Unternehmen heraus andere Personen anrufen. Prinzipiell bezeichnen die Begriffe also unterschiedliche Kommunikationsrichtungen.

Moderne Inbound-Call-Center bearbeiten aber nicht nur Anrufe, sondern alle gängigen Arten von Kontaktanfragen. Darunter fallen E-Mails, Sprach- und Textnachrichten über Messenger-Programme, soziale Medien sowie die Kontaktformulare über die Webseite des Unternehmens. Diese Call-Center bezeichnet man als Contact-Center, mitunter auch als Customer-Service-Center. Unternehmen können derartige Call-Center entweder selbst betreiben oder sie beauftragen einen externen Dienstleister damit.

In vielen Unternehmen zählt die Telefonie nach wie vor zur wichtigsten und häufigsten von Kund:innen genutzten Möglichkeit, um Kontakt aufzunehmen. Es handelt sich dabei also um eine traditionelle Form des Kundendienstes. Im Unterschied zur früheren analogen Telefonie verfügen Sie als Unternehmen allerdings mittlerweile über viel mehr Möglichkeiten, das Anrufaufkommen im Inbound zu steuern, zu bearbeiten und auszuwerten.

Generell gilt nach wie vor: Inbound-Anrufe zählen zu den wichtigsten Faktoren, die die Einstellung von Kund:innen gegenüber einem Unternehmen oder einer Marke beeinflussen (die sogenannte „Customer Experience“). Positive Erfahrungen durch guten Service können Anrufer:innen an das Unternehmen binden, während als negativ empfundene Kontakte mitunter das Gegenteil bewirken.

Technik und Funktionen der Inbound-Telefonie

Der direkte Kontakt mit Anrufer:innen ist für Unternehmen einer der wichtigsten Berührungspunkte mit (potenziellen) Kund:innen. Ein reibungsloser Ablauf des Inbounds erhöht die Chance für eine positive Customer Experience und sollte bei der Planung des Supports von Anfang an Priorität genießen.

Dazu gehört beispielsweise die Beaufsichtigung der Call-Center-Agent:innen, das sogenannte Monitoring. Erst dadurch können Unternehmen ihren Service auch im laufenden Betrieb optimieren.

Die Abwicklung von Inbound-Telefonie und anderen Kontaktanfragen erfordert darüber hinaus gerade bei größerem Aufkommen besondere technische Voraussetzungen. Interne oder externe IT-Expert:innen setzen diese auf Inbound-Anrufe spezialisierte Technik mittels spezialisierter Software ein. Was dazu zählt, erläutern wir im Ihnen im Folgenden.

 

Automatic Call Distribution (ACD): Routing für schnelle Anrufbearbeitung

Die automatische Anrufverteilung (ACD) ist eine der zentralen Funktionen eines Inbound-Call-Centers. Sie sorgt vor allem im Kundenservice dafür, dass die eingehenden Anrufe bei den für die Bearbeitung zuständigen Stellen und Agent:innen landen.

Dafür legen Unternehmen oder damit beauftragte Call-Center-Dienstleister bestimmte Regeln zur Verteilung fest. Das sogenannte Routing bestimmt die Kriterien, nach denen die Software des Inbound-Call-Centers die Anrufe verteilt.

Diese Weiterleitung soll in einer möglichst hohen First Contact Resolution (FCR) münden, also der Lösung von Problemen beim Erstkontakt mit Kund:innen. Verläuft die Anrufverteilung schnell und zielgerichtet, erhöht sich der FCR-Wert und damit die Zufriedenheit der Anrufer:innen.

Übliche Prinzipien des Routings sind:

  • „Longest-Idle“: Die am längsten wartenden Anrufer:innen werden zu den Agent:innen durchgestellt, deren letztes Gespräch am längsten zurückliegt.
  • Dringlichkeit: Die Abfrage von Stichworten wie zum Beispiel „Problem“ oder „Beschwerde“ erzeugt eine Dringlichkeit im System und behandelt den Anruf bevorzugt.
  • Skill-basiert: Die Call-Center-Software weist Anrufe den Mitarbeiter:innen zu, die mit ihren Fähigkeiten (Englisch: Skills) am geeignetsten für die Problemlösung erscheinen. Dabei kann es sich um spezielle technische Kenntnisse, aber auch um die Beherrschung der Muttersprache spezifischer Anrufer:innen handeln.
  • Region: Durch die Identifikation der Ortsvorwahl weist die Software dem nächstgelegenen Call-Center den eingehenden Anruf zu.

Die Software eines Inbound-Call-Centers arbeitet gewöhnlich mit Algorithmen auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI) und kann die oben genannten Prinzipien mit weiteren Features und vordefinierten Routing-Kriterien kombinieren.

 

Warteschlange

Gerade bei einem erhöhten Anrufaufkommen kommen Sie nicht um die Einrichtung einer Warteschlange herum. Weder Ihr Unternehmen noch ein externer Dienstleister können in einem Inbound-Call-Center genügend Mitarbeiter:innen beschäftigen, um alle Anrufe gleichzeitig zu betreuen.

Sie können Warteschlangen so einrichten, dass Anrufe auch dort von der Software kategorisiert werden. Davon ausgehend können Sie dann maximale Wartezeiten definieren, die Anrufer:innen in der Warteschlange verbringen sollen.

Während der Wartezeit könnte als angenehm empfundene Musik erklingen. Auf sich ständige wiederholende Werbung oder allzu aufdringliche Produkthinweise Ihres Unternehmens sollten Sie allerdings verzichten.

Kommt es innerhalb der vorgegebenen Zeit zu keiner Verbindungsherstellung, sollte ein freundlicher Hinweis erfolgen, es später erneut zu versuchen. Setzen Sie die Wartezeit nicht zu hoch an – Anrufer:innen erinnern sich an lange Wartezeiten ohne erfolgreiche Verbindung und assoziieren diese Unannehmlichkeit, sofern nicht schlüssig begründet, mit Ihrem Unternehmen.

Voicemail

Inbound-Telefonie kann neben der direkten Durchstellung zu Service-Agent:innen auch die Möglichkeit bieten, Voicemails zu hinterlassen. Das bietet sich zum Beispiel dann an, wenn alle Leitungen zu direkten Ansprechpersonen Ihres Unternehmens länger belegt sind.

Anstatt Zeit in einer Warteschlange zu verlieren, können Anrufer:innen bei dieser modernen Form des Anrufbeantworters ihr Anliegen und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Die Zuständigen können die Nachricht als Audiodatei abhören, wenn sie wieder Kapazitäten frei haben, und sich dann bei den Anrufer:innen melden.

Wurden Probleme oder Beschwerden präzise und vollständig hinterlegt, können Ihre Mitarbeiter:innen sich bereits vor dem Rückruf darum kümmern und sie unter Umständen lösen. Der Rückruf sowie die proaktive Klärung der Anfrage tragen ebenfalls zu einer positiven Customer Experience bei.

 

CTI-Client: Intelligente Anruferkennung

Die Computer Telephony Integration (CTI) dient dazu, Anrufer:innen schon vor dem Gesprächsbeginn zu „erkennen”. Der Abgleich mit vorhandenen Daten des Customer Relationship Managements (CRM) erfolgt dabei auf Basis der Telefonnummer. Alternativ kann auch die Abfrage einer möglicherweise bereits vorhandenen Identifikationsnummer von Kund:innen diesen Zweck erfüllen.

Wenn die Software eine Verbindung mit der zuständigen Abteilung hergestellt hat, etwa mit dem Support für die Bestandskundschaft, liegen Ihren Agent:innen die Basisdaten der Anrufer:innen vor. Ihr Support kann Fragen somit schneller beantworten und Probleme schneller lösen. Neben dem geringeren Zeitaufwand für das Gespräch erhöht sich damit auch das Servicelevel gegenüber den Kund:innen – und somit im Idealfall deren Zufriedenheit mit dem Service Ihres Unternehmens.

 

Interactive Voice Response (IVR): Mit Sprachdialogen Kundenanliegen optimal vorfiltern und platzieren

IVR ist ein automatisches Sprachdialogsystem, das vor allem in größeren Unternehmen beim Support per Telefon zum Einsatz kommt. Es führt Anrufe teilweise oder sogar vollständig in natürlichsprachlichen Dialogen.

Kund:innen interagieren entweder über die Tasten ihres Telefons oder per Spracheingabe mit der Software. Das IVR-System kann die Kund:innen über die darüber erlangten Informationen und Schlagworte zu automatisch generierten Beratungsfunktionen führen. Ist dies nicht möglich, grenzt die IVR das Anliegen der Anrufer:innen so weit wie möglich ein und weist sie den passenden Fachberater:innen im Support Ihres Unternehmens zu.

 

CRM-Integration

Ein besonders wichtiges Feature der modernen Inbound-Telefonie besteht in der Integration von CRM-Systemen in die Software des Call-Centers. Ihre Mitarbeiter:innen können auf diese Weise sämtliche Daten der Anrufer:innen vor oder während des Gesprächs sehen, wenn diese bereits dort registriert sind. Alternativ können sie auch neue Kontakte anlegen, die damit Ihrem gesamten Unternehmen zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig bietet das CRM die Möglichkeit, Rückrufe besser vorzubereiten und die vorhandenen Daten für weitere Aspekte des Kundenservices oder des Marketings zu verwenden.

Nahezu alle Anbieter von Call-Center-Software integrieren diese Schnittstellen in ihre Programme. In unserer Übersicht erfahren Sie, welche Funktionen die wichtigsten Anbieter darüber hinaus zur Verfügung stellen.

Inbound-Telefonie: Das sollten Sie beachten

In der Inbound-Telefonie müssen Sie prinzipiell weniger Dinge beachten als im Outbound-Umfeld: Kund:innen rufen aus freier Entscheidung bei Ihrem Unternehmen an und möchten eine Fragestellung oder ein Problem erörtern.

Dennoch gelten einige rechtliche Rahmenbedingungen, wenn Sie beispielsweise das Gespräch zur Auswertung oder Qualitätskontrolle aufzeichnen möchten. Daneben sollten Sie weitere Punkte berücksichtigen, um Ihren Service gegenüber Anrufer:innen möglichst effizient zu gestalten.

 

Rechtliche Aspekte

Für die Aufzeichnung von Gesprächen gelten strenge Datenschutzbestimmungen. Grundlage dafür ist die Einwilligung aller am Gespräch Beteiligten, das Gespräch mitzuschneiden und auszuwerten. Sie können die Bestätigung der Anrufer:innen entweder durch das Drücken einer entsprechenden Taste nach einer Bandansage, durch eine mündliche Bestätigung gegenüber dem IVR-System oder durch eine Nachfrage Ihrer Mitarbeiter:innen im Service abfragen.

Wichtig ist, dass die Einwilligung freiwillig und vor Beginn der Aufzeichnung erfolgt. Auch die Agent:innen beziehungsweise Ihre Mitarbeiter:innen im Support müssen pauschal schriftlich zustimmen, dass deren Gespräche aufgezeichnet werden dürfen.

 

Call-Monitoring

Der Begriff Call-Monitoring meint die Überwachung der Gespräche von Mitarbeiter:innen durch Vorgesetzte in der Inbound-Telefonie beziehungsweise allgemein in einem Call-Center. Überwachung drückt hierbei kein mangelndes Vertrauen in Ihre Belegschaft aus, sondern dient unterschiedlichen Zwecken:

  • der Einarbeitung neuer Mitarbeiter:innen
  • der Gewährung von Hinweisen und Hilfestellungen durch Vorgesetzte, ohne dass die Anrufer:innen dies mithören können (sogenanntes „Anrufflüstern“)
  • der Auswertung von Gesprächen
  • dem Einblick für Vorgesetzte, welche Methoden im Inbound-Service gut funktionieren und welche nicht
  • der Ermittlung von Verbesserungsbedarf bei der Beratung

Quantitative Aufzeichnungen und Analysen für angenommene und bearbeitete Anrufe nimmt die Software des Inbound-Call-Centers hingegen automatisiert vor. Darunter fallen auch die Zahlen der nicht angenommenen und abgebrochenen Anrufe.

Wenn Sie bei Anrufer:innen per IVR die Zufriedenheit mit der Beratung abfragen, können Sie Durchschnittswerte ermitteln und analysieren. Auf dieser Weise erkennen Sie Probleme und das Potenzial für Verbesserungen im Service Ihrer Inbound-Telefonie.

 

Cloud-Telefonanlagen und Inbound-Routing

Um einen Inbound-Service für Kund:innen anzubieten, müssen Sie nicht zwingend ein eigenes Call-Center betreiben oder sogar einen externen Dienstleister damit beauftragen. Stattdessen können Sie ein virtuelles Call-Center einrichten, in das sämtliche zuständige Mitarbeiter:innen Ihres Unternehmens eingebunden sind – unabhängig davon, wo diese für Ihr Unternehmen arbeiten.

Moderne Telefonanlagen binden über die Cloud beispielsweise alle Arbeitsplätze beziehungsweise Telefone gleichermaßen im Unternehmen selbst wie auch im Homeoffice ein. Ihre Mitarbeiter:innen benötigen lediglich einen Breitbandinternetanschluss, einen Rechner und wahlweise ein haptisches IP-fähiges Telefon oder eine Telefonie-App.

Mit der Telefonanlage und einer entsprechend konfigurierten Call-Center-Software besitzen Sie alle benötigten Funktionen, um Routing im Rahmen der Inbound-Telefonie umzusetzen: Eingehende Anrufe landen dann bei Ihren jeweils zuständigen Mitarbeiter:innen.

Inbound-Telefonie: Das Wichtigste in Kürze

  • Inbound-Telefonie bezeichnet Anrufe, die von außen bei internen Teilnehmer:innen (normalerweise einem Call-Center) eingehen. Das Gegenteil davon nennt sich Outbound.
  • Moderne Inbound-Call-Center bearbeiten nicht nur Anrufe, sondern alle gängigen Arten an Kontaktanfragen über das Internet (sogenannte Contact-Center).
  • Ein reibungsloser Ablauf der Inbound-Telefonie erhöht die Chance für eine positive Erfahrung von Kund:innen mit Ihrem Unternehmen und sollte bei der Planung des Services entsprechende Priorität genießen.
  • Zu den wichtigsten technischen Funktionen der Inbound-Telefonie zählen die automatische Anrufverteilung (ACD), die intelligente Anruferkennung, das automatische Sprachdialogsystem (IVR) sowie Warteschlangen- und Voicemail-Funktionen.
  • Ein virtuelles Call-Center in der Cloud sorgt dafür, dass Ihre Mitarbeiter:innen von jedem Ort aus eingehende Anrufe beantworten können und somit das Service-Level Ihres Unternehmens steigern.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitales-business/digitaler-arbeitsplatz/was-ist-inbound-telefonie/