Videokonferenzen abhalten: Diese Alternativen zu Zoom und Co. sollten Sie kennen

Internationale Teams, die rund um den Globus zusammenarbeiten, Firmen mit Mitarbeitenden im Homeoffice sowie Dienstleister, die ihre Kund:innen kurzfristig und trotzdem persönlich aus der Ferne beraten möchten: Sie alle schätzen die Vorteile von Videokonferenz-Systemen. Das Angebot ist groß. Welche Anbieter gibt es und wie unterscheiden sich deren Videokonferenz-Produkte?

Videokonferenzen sind praktisch und spätestens seit der Corona-Zeit in vielen Unternehmen sehr beliebt. Schnell eine Videokonferenz aufsetzen und sich aus der Ferne per Kamera und Headset zusammenschalten – das geht mit den meisten gängigen Videokonferenz-Systemen. Doch damit hören die Gemeinsamkeiten oft schon auf. Denn beispielsweise bei der Teilnehmeranzahl, der Übertragungsqualität sowie bei den integrierten Groupware- und Chat-Funktionen gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten.

Bereits kleine Probleme oder Schwächen der Videokonferenz-Software können eine produktive Teambesprechung erheblich ausbremsen. Auch der Datenschutz ist ein wichtiges Thema: Wo liegen Ihre Gesprächsdaten? Wie werden sie verschlüsselt? Stehen die Server im Inland oder im EU-Ausland? Wegen all dieser Faktoren sollten Sie Ihre Software sorgsam auswählen und verschiedene Angebote austesten, bevor sie sich für eines entscheiden.

Damit Sie nicht alle Systeme am Markt ausprobieren müssen, unterstützt Sie diese Übersicht bei Ihrer Entscheidung. Auch wenn Sie bereits ein bestimmtes Produkt einsetzen, kann Ihnen dieser Vergleich helfen. Denn möglicherweise gibt es ein anderes Produkt, das Ihre Anforderungen besser erfüllt und Ihre Meetings so produktiver und sicherer macht. Ein Vergleich lohnt sich also in jedem Fall.

 

Die besten kostenpflichtigen Videokonferenz-Tools im Überblick

Sieben Videocalls pro Tag führen Arbeitnehmer:innen in Deutschland im Durchschnitt. Das ergab eine Befragung des Branchenverbandes Bitkom im Januar 2021. Anbieter von Videokonferenz-Programmen berichten seit Beginn der Coronapandemie über stark steigende Nutzerzahlen. Die wachsende Zahl der Homeoffice-Arbeitsplätze dürfte diesen Trend zusätzlich stützen.

Neben den bekannten Anbietern von Videokonferenz-Lösungen wie Microsoft, Cisco und Zoom sind inzwischen viele weitere Firmen mit eigenen Produkten auf dem Markt. Doch nicht jede Software ist für den Business-Einsatz geeignet. Manche Programme sind zwar günstig oder sogar kostenlos, zeigen dafür aber erhebliche Schwächen. So sparen Anbieter beispielsweise am Support oder der Server-Bandbreite. Andere wiederum eignen sich für den gelegentlichen privaten Einsatz, nicht aber für professionelle Anforderungen. Daher stellen wir Ihnen hier zuerst einige besonders verbreitete und professionell ausgerichtete kostenpflichtige Produkte vor.

 

Microsoft Teams

Das Videokonferenz-Programm des Software-Riesen aus Redmond (USA) gehört zu den bekanntesten und meistgenutzten Produkten am Markt. Teams ist Nachfolger von Skype for Business Online (SfB) , das Microsoft 2021 eingestellt hat.

Größter Vorteil: Teams ist auf die Integration in andere Microsoft-Produkte ausgelegt. Entsprechend gibt es hier besonders viele maßgeschneiderte Schnittstellen zu Microsoft Office. Über ein entsprechendes Add-On erstellen Sie Teams-Besprechungen direkt aus Outlook heraus oder wählen aus dem Kalender mit wenigen Klicks in die Konferenzen Ihrer Arbeitsgruppe ein. Auch Schulungsvideos, die Sie mit Microsoft Stream erstellt haben, können Sie sehr leicht in Ihre Teams-Konferenzen einbinden.

Wichtig beim Thema Datenschutz: Ihre Konferenzdaten werden von Teams in der geografischen Region abgelegt, die auch Ihrer Microsoft-365- oder Office-365-Organisation zugewiesen ist. Einstellen können Sie dies im Microsoft 365 Admin Center.

Während die Gratisversion der Software auf Konferenzen mit bis zu 60 Minuten Dauer und maximal 100 Teilnehmende limitiert ist, können Sie mit der kostenpflichtigen Version Microsoft Teams Essentials bis zu 300 Personen zusammenschalten. Außerdem entfällt hier das Zeitlimit.

Weitere Optionen wie das Aufnehmen Ihrer Konferenzen und 1 Terabyte Cloudspeicher bietet Ihnen Microsoft 365 Business Basic. Noch umfangreicher ist Microsoft 365 Business Standard mit inkludierten Desktopversionen der Office-Anwendungen und einer Webinar-Funktion für Ihre Online-Schulungen.

Cisco WebEx

Mit Webex von Cisco erhalten Sie eine komplette Suite sehr unterschiedlicher Konferenztools für Ihr Business. Die Programmvielfalt wirkt erst einmal etwas verwirrend, denn jede Applikation setzt andere Schwerpunkte.

Die Videokonferenz-Software für Ihre Abteilungsbesprechungen finden Sie unter dem Namen Webex Meetings. Bis zu 1.000 Arbeitsplätze können Sie damit zu Videokonferenzen zusammenschalten. Je nach gewähltem Lizenzmodell oder getroffener Einzelvereinbarung mit Cisco kann diese Zahl aber auch abweichen. Denn grundsätzlich können Sie die Cisco-Videoserver fast beliebig skalieren.

Mit Webex Webinar (ehemals Webex Events) erstellen Sie hingegen Online-Lehrveranstaltungen, in denen Sie beispielsweise allein oder im Wechsel mit anderen Vortragenden ein bestimmtes Thema vorstellen. Dabei kann das Publikum Fragen einreichen, die Sie im Vortrag oder am Ende beantworten. Über einen optionalen Chat diskutieren Sie zusätzlich mit Ihrem Publikum einzelne Themen per Texteingabe. Die Anzahl der aktiv Teilnehmenden ist bei Webex Webinar auf 1.000 Personen begrenzt. In der reinen Webcast-Ansicht können aber sogar bis zu 100.000 Zuschauer:innen per Videostream Ihre Veranstaltung verfolgen.

Als stärker dialogorientierte Schulungssoftware mit optionalen Übungen und Abfragen ist Webex Trainings konzipiert. Egal, ob Sie regelmäßige Sicherheits- und Compliance-Schulungen für Ihre Mitarbeiter:innen durchführen, Auszubildende an mehreren Standorten in ein neues Thema einführen möchten oder Teams auf eine neue Software schulen möchten: Mit Webex Trainings finden Sie hierfür das passende Tool. Auch hier ist die Zahl der Teilnehmenden grundsätzlich auf 1000 Arbeitsplätze begrenzt.

Daneben bietet Webex Ihnen auch noch klassische Bildtelefonie für Einzelgespräche. Für das mobile Arbeiten gibt es außerdem die kostenlose App Webex Meetings für Android und iOS, mit der Sie mobil videotelefonieren.

 

Slack

Slack ist ein Softwarepaket des US-Herstellers Slack Technologies, der wiederum zu Salesforce gehört. Die Anwendung war ursprünglich als webbasierter Instant-Messenger konzipiert, bietet inzwischen aber auch Audio- und Videotelefonie sowie Videokonferenzen.

Dabei können Sie wahlweise die eigenen Videokonferenzfunktionen von Slack nutzen, die allerdings auf 15 Teilnehmende limitiert sind. Alternativ aktivieren Sie die in Ihrem Unternehmen bereits etablierte Konferenzsoftware aus Slack heraus. Über Funktionserweiterungen (hier Apps genannt) verbinden Sie die Software mit anderen Business-Anwendungen. Per Outlook Calendar App beispielsweise tragen Sie Slack-Inhalte besonders einfach in Ihr Microsoft Outlook ein.

Eine Slack-Besonderheit sind die sogenannten Slack-Huddles als audiobasierte Besprechungen  für zwei bis 50 Teilnehmende. Sie sollen den schnellen informellen Austausch mit Kolleg:innen über den Büroflur hinweg ersetzen, wenn beispielsweise kurz eine einzelne Frage geklärt werden soll, ohne hierfür ein Team-Meeting anzusetzen. 2022 hat der Hersteller eine Videoerweiterung auch für Slack Huddles vorgestellt.

Einige Slack-Funktionen sind etwas gewöhnungsbedürftig. Sie sollten daher eine Einarbeitungszeit für sich und Ihr Team einplanen. Dafür ist Slack sehr leistungsfähig, ideal für den Einsatz in kleineren und mittleren Unternehmen und wird regelmäßig weiterentwickelt.

Die funktionsreduzierte Basisversion von Slack ist kostenlos. Daneben gibt es die Pro-Variante und das Modell Business+, bei dem Support- und Sicherheitsfunktionen hinzukommen. Außerdem bietet der Hersteller individuelle Pakete für Großkunden an.

 

Zoom

Zentraler Bestandteil der Videokonferenz-Software Zoom des gleichnamigen kalifornischen Software-Herstellers ist das Konferenz-Tool Zoom Meetings. Damit nehmen Sie wahlweise per Desktop-Anwendung, Weboberfläche oder über eine App für Android oder iOS an Videokonferenzen teil. Auch die Einwahl per Telefon ist grundsätzlich möglich.

Praktisch: Mittels Breakout Rooms teilen Sie Ihr Zoom-Meeting in bis zu 50 separate Einzelsessions auf. Das ist ideal, wenn Sie beispielsweise eine unternehmens- oder standortweite Konferenz oder Fortbildung in mehrere Workshops oder Einzelvorträge aufteilen und anschließend wieder zusammenführen möchten.

Per Zoom Phone führen Sie Einzeltelefonate und mit Zoom Video Webinars erstellen Sie Videokonferenzen mit bis zu 100 Vortragenden für bis zu 10.000 Zuschauer:innen. Im Unterschied hierzu ist Zoom Rooms mit dem Zoom Conference Room Connector ein Konferenz-Tool, das auf der Technik anderer Konferenzraum-Anbieter läuft.

Auch bei Zoom gibt es verschiedene Abo-Modelle von der kostenlosen Basis-Version über Pro, Business  und die Enterprise-Variante. Letztere wird von Großkunden individuell mit dem Anbieter ausgehadelt.

 

Amazon Chime

Die Videotelefonie- und Videokonferenz-Software Chime ist Teil der Amazon Web Services (AWS) und funktioniert unter Windows, macOs sowie Android und iOS. Außerdem läuft es zuverlässig mit den Browsern Google Chrome und Mozilla Firefox. Für mobile Browser (Smartphones und Tablets) bietet Amazon bisher keine Unterstützung. Hier müssen Sie auf die entsprechenden Apps zurückgreifen.

Die Basisversion von Amazon Chime ist kostenlos. Allerdings beinhaltet diese das Chat-Tool und eine reine Videotelefonie-Funktion, die maximal zwei Arbeitsplätze miteinander verbindet. Das Plus-Paket gibt es für einen vergleichsweise günstigen Monatspreis. Den vollen Funktionsumfang für bis zu 100 Teilnehmende erhalten Sie allerdings nur mit der Pro-Version, die aber auch eine deutlich höhere Gebühr pro Arbeitsplatz zur Folge hat. Damit können Sie Ihre Konferenzen auch aufnehmen und in Ihrer Amazon Cloud speichern. Außerdem können Sie die Pro-Variante auch mit ihrer bestehenden Telefonanlage verknüpfen, sofern diese kompatibel ist.

Placetel

Im Kern ist Placetel, das wie Webex vom Netzwerkausrüster Cisco stammt, eine cloudbasierte Telefonie-Software für kleine und mittlere Unternehmen. Das Basispaket mit dem etwas irritierenden Namen Placetel Profi enthält die eigentliche Software-Telefonanlage für eine monatliche Gebühr pro Anschluss. Gegen Aufpreis erweitern Sie Placetel um zahlreiche Features und Webex-Funktionalität inklusive Team-Chat und Kalenderanbindung.

 

Teamviewer

Die gleichnamige Göppinger Software-Firma ist vor allem für die  Remote-Steuerung Teamviewer bekannt, die über Betriebssystemgrenzen hinweg funktioniert. Aber Sie können per TeamViewer Meeting (ehemals Blizz) auch komplette Videokonferenzen abhalten.

Mit der kostenfreien Basisversion von Teamviewer Meeting organisieren Sie Konferenzen mit bis zu fünf Teilnehmer:innen. Für mehr brauchen Sie eine der kostenpflichtigen Versionen. Mit Meeting50 stehen Ihnen Konferenzen mit bis zu 50 Personen offen. Das Produkt für 100 Teilnehmende heißt entsprechend Meeting100 und ist etwas teurer. Daneben gibt es noch das Company-Paket für bis zu 300 Gesprächspartner:innen.

 

Google Meet

Als eines der größten Internetunternehmen hat auch Google eine eigene Videokonferenz-Software im Angebot. Dabei gilt Google Meet als Nachfolger der bekannten Google-Hangouts-Werkzeuge, die sukzessive in die Meet-Umgebung überführt werden.

Auch Google setzt bei seinem Produkt auf ein mehrstufiges Lizenzmodell. Mit der kostenlosen Version können bis zu 16 Personen per Videobild oder bis zu 100 Personen ohne Videobild zusammengeschaltet werden. Darüber gibt es weitere Tarife wie Starter, Standard, Plus und Enterprise mit entsprechend höheren Limits. Dabei ist letztgenannter Tarif auch hier wieder ein individuelles Produkt, dessen Tarifierung Großkunden direkt mit Google aushandeln.

 

GoToMeeting

GoTo Meeting ist eine webbasierte Videokonferenz-Lösung des Herstellers GoTo. Die Firma ging aus einem Merger des Fernwartungsspezialisten LogMeIn mit der Webkonferenz-Sparte von Citrix hervor. Daher gehen auch hier ähnlich wie bei Teamviewer die Remote-Funktionalität mit den Kommunikationsfunktionen Hand in Hand. Entsprechend sind die Programme der GoTo-Softwarefamilie beispielsweise dann gut für Sie geeignet, wenn Sie Software bei Ihren Kunden regelmäßig per Remote warten und gleichzeitig per Videokonferenz Support leisten.

Goto Meeting gibt es im Abo als Professional-Variante mit Beschränkung auf 150 Konferenzteilnehmende. Wenn Sie hingegen die Business-Variante buchen, können Sie bis zu 250 Arbeitsplätze in einer Konferenz zusammenschalten.

 

Facebook Messenger Rooms

Der Social-Media-Dienst Facebook hat bereits mehrere Anläufe mit verschiedenen Partnern unternommen, um den hauseinen Messenger zur Videokonferenz-Plattform auszubauen – beispielsweise per Skype, das inzwischen allerdings zu Microsoft gehört. 2020 präsentierte Facebook dann seine Eigenkreation Messenger Rooms, die das Facebook-Metaverse nun um eine vollwertige Videolösung ergänzt.

Die Messenger Rooms sind virtuelle Konferenzräume für bis zu 50 Teilnehmende, in die Sie via Messenger oder via Facebook, Instagram Direct, Portal oder WhatsApp Ihre Facebook-Freunde einladen können. Ihre Videos können Sie dabei live per Stream Dritten zur Verfügung stellen. Die kostenlose Videokonferenz-Software lässt sich leicht über die entsprechende Webanwendung oder App starten. Im Business-Einsatz in Unternehmen ist Facebook Messenger Rooms bisher allerdings nur selten zu finden.

 

Mikogo

Mikogo ist eine für die private Nutzung kostenlose Fernwartungssoftware aus Deutschland, über die Sie auch Webinare und Screensharing per Video- und Audioübertragung erstellen können. Die Anzahl der Teilnehmenden ist hierbei auf 25 Personen begrenzt.

Ein praktisches Feature ist der Zeichenblock, über den Sie in Konferenzen eigene Ideen für alle Teilnehmenden am geteilten Bildschirm skizzieren können. Diese Skizzen können Sie speichern und später an die Teilnehmenden versenden.

Das Lizenzmodell teilt sich auf in die PureWeb-Single-Lizenz und die Gruppenlizenz PureWeb Team für bis zu 5 Personen.

 

Vodafone Conferencing

Vodafone Conferencing ist ein Audio- und Web-Conferencing-Service von Vodafone, mit dem Sie Konferenzen für bis zu 240 Teilnehmende durchführen. Teilnehmen können Sie mit einem tonwahlfähigen Festnetz- oder Mobiltelefon oder Ihrem PC via Internet. Hierfür installieren Sie entweder die entsprechende Vodafone-Conferencing-Software unter Windows, macOS oder Linux oder Sie nutzen einfach einen kompatiblen Browser wie Google Chrome, Mozilla Firefox, Safari, Opera oder Microsoft Edge.

Innerhalb Ihrer Konferenzen können Sie PDFs, Videos und Bilder live präsentieren. Über eine Filesharing-Funktion stellen Sie den Teilnehmenden zusätzlich Dokumente und andere Dateien zum Download bereit. Über die Chatfunktion kommunizieren Sie mit den anderen Meeting-Teilnehmenden. Dabei können Sie auch private Chat-Direktnachrichten versenden, wenn Sie Themen beispielsweise gezielt mit einzelnen Personen besprechen möchten.

Bei Vodafone Conferencing gibt es keine monatlichen Abogebühren. Sie zahlen lediglich nutzungsbasiert für die Dauer Ihrer Einwahl. So sparen Sie sich monatliche feste Kosten und sind gleichzeitig sehr flexibel, was Ihre Meetings angeht.

Kostenlose Videokonferenz-Tools: Diese gibt es

Neben den kostenpflichtigen Videokonferenz-Programmen gibt es mittlerweile eine ganze Reihe kostenloser Programme. Einige liefern die Hersteller direkt mit dem jeweiligen Endgerät aus (zum Beispiel Apple FaceTime); andere basieren auf offener Software wie Jitsi oder bestehen als Videofunktion in Chat- und anderen Kommunikationstools, beispielsweise in WhatsApp und Telegram. Aber eignen sie sich auch als Business-Werkzeuge für Unternehmen?

 

Jitsi Meet

Das auf quelloffener Software (Open Source) basierende Jitsi Meet ist als kostenlose Konferenzsoftware besonders in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen sehr beliebt. Das Konferenztool funktioniert als Webanwendung im Browser ebenso wie als App für Android und iOS. Falls gewünscht, können Sie Jitsi auch als Destop-Applikation unter Windows, macOS  oder Linux installieren. Chat-Nachrichten werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt, während bei Audio- und Videoverbindungen teilweise nur eine Transportverschlüsselung per TLS zum Einsatz kommt.

Eine der Stärken von Jitsi Meet ist die Datensparsamkeit, dank derer die Software auch auf älteren Endgeräten läuft. Viele Anwender:innen berichten allerdings von Verbindungsabbrüchen und Bandbreitenproblemen, weshalb die Software auch weiterhin eher im nichtprofessionellen Bereich zum Einsatz kommt.

 

Skype

Die seit 2011 von Microsoft vertriebene Videokonferenz-Software hat ihre Wurzeln in der Internet-Bildtelefonie. Seit der Einstellung von Skype for Business zugunsten von Microsoft Teams richtet sich Skype primär an Privatnutzer, die auch mit der etwas niedrigeren Bildqualität und laut Medienberichten gelegentlichen Verbindungsabbrüchen zurechtkommen.

Mit der kostenlosen Skype-Version können Sie Konferenzen für bis zu 100 Personen erstellen. Die Software ist leicht einzurichten, für Android und iOS gibt es zudem eigene Skype-Apps. Praktisch ist der Autoübersetzer von Skype, mit dem Sie über viele Sprachgrenzen hinweg kommunizieren. Im Textchat unterstützt Skype 60 verschiedene Sprachen. Das gesprochene Wort versteht und übersetzt Skype immerhin in elf Sprachen.

 

FaceTime

Seit 2010 bietet Apple die IP-Telefonie- und Videokonferenz-Lösung FaceTime auf seinen Endgeräten an. Inzwischen ist FaceTime auf allen iPhone-, iPad- und Macintosh-Modellen mit iOS 4, macOS X Snow Leopard 10.6.6 oder höher verfügbar – und natürlich auch auf dem aktuellen Apple iPhone 14.

Über die sogenannten FaceTime-Gruppenanrufe können Sie bis zu 32 Personen in einer Konferenz zusammenschalten. Einladen können Sie entweder über die FaceTime-App oder die Gruppenkonversation in der Nachrichten-App.

Praktisch: Über die optionale Filterfunktion, die bei Apple Stimmisolation heißt, blenden Sie störende Hintergrundgeräusche aus. Hierdurch erreichen Sie, dass andere Teilnehmer:innen Sie besser verstehen, wenn Sie gerade mit Ihrem Mobiltelefon in einer lauten Umgebung unterwegs sind. Facetime ist für alle Nutzer:innen kostenlos, bei der mobilen Einwahl außerhalb des eigenen WLAN hingegen können Kosten für die Datenverbindung anfallen.

 

WhatsApp

Seit 2014 ist WhatsApp eine Tochter von Meta Platforms, zu dem auch der Social-Media-Dienst Facebook gehört. Somit steht Nutzern des Metaversums bereits mit den Facebook Messenger Rooms ein eigener Videokonferenz-Dienst zur Verfügung.

Aber auch WhatsApp selbst bietet seit 2016 die Möglichkeit, Videokonferenzen mit Android-, iOS- und Windows-Systemen zu veranstalten. Eine Konferenz starten Sie schnell und bequem über das Kamerasymbol im Chatfenster.

Der Service ist allerdings auf maximal acht (früher: vier) Personen begrenzt. Außerdem berichten viele Benutzer:innen bereits bei mehr als vier Teilnehmenden von Übertragungsproblemen und schlechter Bildqualität.

Insgesamt sind die WhatsApp-Videokonferenzen also ein nützliches Tool für die gelegentliche Verwendung mit Freunden oder der Familie. Für Konferenzen im geschäftlichen Umfeld sollten Sie eher einen anderen Service einsetzen.

 

Telegram

Seit 2021 gibt es auch bei Telegram eine Videokonferenz-Funktion. Dazu klicken Sie innerhalb eines Sprachchats einfach auf das Kamerasymbol in der App und aktivieren damit Ihre Videokamera.

Dabei können die Teilnehmer:innen auch ihren Bildschirm teilen. PC-Nutzer:innen können hierbei wählen, ob sie den ganzen Bildschirm zeigen oder nur einzelne Programmfenster. Bisher ist die Anzahl der Personen, die innerhalb eines Telegram-Gruppenchats die Videofunktion nutzen können, auf 30 beschränkt. Zukünftig soll diese Grenze laut Telegram aber heraufgesetzt werden.

Datenschützer:innen kritisieren, dass die Server-Standorte von Telegram unbekannt sind und es keinen Schutz gegen Abhören durch Dritte oder den Betreiber selbst gibt. Auch deshalb wird Telegram im gewerblichen Umfeld für Videokonferenzen kaum genutzt.

Videokonferenz und Videochat: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Die beiden Begriffe Videokonferenz und Videochat werden oft verwechselt oder synonym verwendet. In der Praxis gibt es jedoch Unterschiede:

  • Videochatprogramme sind häufig einfache und meist kostenlose Kommunikationstools mit Bildfunktion für das Mobiltelefon.
  • Videokonferenz-Programme laufen üblicherweise auf leistungsfähigen Konferenzservern, die auch Veranstaltungen mit hundert oder mehr Teilnehmern noch flüssig abwickeln können.
  • Videokonferenz-Programme bieten besondere Funktionen für die Gesprächsleitung: Einzelne Teilnehmer oder Gruppen können beispielsweise nachträglich hinzugefügt oder stummgeschaltet werden.
  • Videochatprogramme sind eher für den schnellen, informellen Austausch gedacht, beispielsweise über die Familien- oder Freundegruppe im privaten Messenger.
  • Videokonferenz-Programme bieten Zusatzoptionen wie das Aufzeichnen der gesamten Veranstaltung oder die zeitweilige Aufteilung der Besprechung auf virtuelle Gruppenräume (Workshop-Funktion).
  • Videokonferenz-Programme eignen sich auch für das Durchführen von Webinaren. Die Vortragenden können dabei Präsentationen oder andere Dokumente mit ihren Zuschauer:innen teilen oder auch Fragen in die Runde stellen und von den Teilnehmenden schriftlich beantworten lassen.

Einige Programme verstehen sich sowohl als Chat- wie auch als Videokonferenz-Programm oder wurden in den letzten Jahren von den Anbietern weiterentwickelt. So wurden aus einfachen Chat-Werkzeugen inzwischen leistungsfähige Konferenzprogramme.

 

So finden Sie die passende Videokonferenz-Lösung für Ihre Firma

Wenn Sie sich in Ihrem Unternehmen bisher noch für keine Webkonferenz-Anwendung entschieden haben oder aber mit wechselnden Tools arbeiten, sollten Sie vor der Entscheidung für eine unternehmensweit einheitliche Anwendung folgende Fragen prüfen:

  • Welche Sicherheitsanforderungen muss die jeweilige Anwendung erfüllen? Wo sollen die Konferenzdaten abgelegt und wie Ihre Verbindungen verschlüsselt werden?
  • Benötigen Sie für internationale Teams Übersetzungsfunktionen für gesprochene Sprache oder den begleitenden Textchat?
  • Wie viele Teilnehmer:innen sollen pro Konferenz maximal eingeladen werden können? Möchten Sie Ihre Konferenzen zusätzlich per Videoübertragung einem größeren Publikum zur Verfügung stellen können?
  • Besteht die Möglichkeit externe Teilnehmende wie Kund:innen oder Freie Mitarbeitende einzuladen oder kann und darf die Software nur an internen Arbeitsplätzen genutzt werden?
  • Benötigen Sie eine Seminar-Funktion für Ihre eigenen Fortbildungsveranstaltungen?
  • Kann die Software mit der eigenen Telefonanlage verbunden werden, sodass beispielsweise kombinierte Video- und Telefonkonferenzen möglich sind?
  • Unter welchen Betriebssystemen laufen Ihre mobilen Endgeräte im Unternehmen und wird dieses System auch von der jeweiligen Videokonferenz-Lösung unterstützt?

Diese und mögliche weitere Fragen, die sich aus Ihrem Unternehmensalltag ergeben, sollten Sie vor der Entscheidung für oder gegen eine Software genau prüfen.

Ferner sollten Sie wissen, welche Hardwareanforderungen eine Software an Ihre Arbeitsplätze stellt und ob die Bandbreite Ihrer Internetanbindung ausreichend ist.

Wenn Sie bereits Besprechungsräume mit professionellen Videokonferenz-Systemen von Cisco, Polykom oder DEKOM ausgestattet haben, sollten Sie außerdem prüfen, ob Sie diese mit Ihrer Software problemlos zusammenschalten können.

Denn durch die Verknüpfung mit Ihren Business-Anwendungen und das Bündeln aller Kommunikationsfunktionen im Unternehmen auf Software- und Hardwareebene erleichtern Sie Ihren Mitarbeiter:innen die Kommunikation untereinander und erhöhen so messbar die Produktivität.

Im Idealfall nutzen Sie hierfür eine firmenweite UCC-Lösung (Unified Communications & Collaboration), die alle Kommunikationskanäle und Kollaborationswerkzeuge geräte- und betriebssystemübergreifend zusammenführt.

Das Wichtigste zu Videokonferenz-Tools in Kürze

  • Arbeitnehmer:innen in Deutschland führen pro Tag im Schnitt sieben Videokonferenzen. Die richtige Software entscheidet dabei maßgeblich über Produktivität und Effizienz
  • Am Markt gibt es ein großes Angebot von kostenpflichtigen und kostenlosen Lösungen. Ein Vergleich lohnt sich
  • Auch viele professionelle Lösungen bieten ein funktionsreduziertes Basis-Abo, mit dem Sie die jeweilige Software unverbindlich austesten können
  • Entscheidend für die Produktivität im Unternehmen ist die richtige Einbindung Ihrer Videokonferenzlösung in vorhandenen Cloud- und Software-Umgebungen, sowie die Anbindung an vorhandene Telefonanlagen und Videokonferenzsysteme per UCC

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitales-business/digitaler-arbeitsplatz/zoom-alternativen-diese-videokonferenz-apps-sollten-sie-kennen/

iPhone mit USB-C: Wann ist es so weit?

Du kannst Dein iPhone in Zukunft mit einem USB-C-Kabel laden. Denn das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit für einen neuen Standard gestimmt. Was steckt dahinter und ab wann kannst Du mit einem neuen iPhone ein USB-C-Kabel nutzen? Erfahre hier alles Wichtige zur geplanten Gesetzgebung.

Warum soll das iPhone mit USB-C kommen?

Am 4. Oktober 2022 hat das Europäische Parlament für eine neue Gesetzgebung gestimmt. Demnach sollen alle in der Europäischen Union (EU) verkauften Mobiltelefone zukünftig einen USB-C-Anschluss haben.

Das würde bedeuten, dass Du auch Dein iPhone per USB-C kabelgebunden laden kannst, wenn Apple weiterhin im europäischen Markt aktiv sein möchte – wovon auszugehen ist, denn der EU-Markt zählt für Apple zu den lukrativsten.

Der maßgebliche Grund für die Entscheidung ist umweltbezogen, heißt es. Je mehr Geräte mit denselben Kabeln kompatibel sind, desto weniger Elektroschrott entsteht, so der Gedanke. Laut EU-Pressemitteilung landen jährlich rund 11.000 Tonnen entsorgter und unbenutzter Ladegeräte auf dem Müll.

Ab wann gibt es das iPhone mit USB-C?

Eine formelle Genehmigung der neuen EU-Vorschriften steht noch aus. Dafür muss der Rat der EU das Gesetz unterzeichnen und es muss im EU-Amtsblatt erscheinen. Dann würde es 20 Tage später in Kraft treten.

Natürlich ist eine Umstellung der Anschlüsse aus unternehmerischer Sicht nicht so schnell möglich. Daher hat Apple noch eine zweijährige Schonfrist, bevor es das iPhone mit USB-C ausstatten muss. Somit könnte die neue Regelung gegen Ende 2024 verbindlich werden.

Erfahrungen mit USB-C hat Apple bereits, denn das 2018 erschienene iPad Pro hat eine USB-C-Schnittstelle.

Welches iPhone wird den neuen Anschluss haben?

Exakt ist das nicht zu beantworten. Ausgehend vom üblichen Rhythmus, mit dem Apple seine Smartphones veröffentlicht, könnte Ende 2024 das iPhone 16 erscheinen. Zuletzt kam das iPhone 14 auf den Markt.

Allerdings datiert Apple den iPhone-Release normalerweise auf September. In dem Fall könnte das 16er-Modell vor dem Inkrafttreten der neuen Gesetzgebung – inklusive der zweijährigen Schonfrist – und daher noch mit dem Lightning-Anschluss auf den Markt kommen.

Nach dieser Rechnung würde das iPhone v0n 2025 das erste iPhone mit USB-C sein, denn in der Pressemitteilung der EU heißt es: „Die neuen Vorschriften gelten nicht für Produkte, die vor dem Zeitpunkt der Anwendung auf den Markt gebracht worden sind.“

Wenn Apple sein iPhone nicht mit einem USB-Port ausstatten möchte, gäbe es aktuell noch eine Art Schlupfloch. Denn die EU-Vorschriften gelten bislang nur fürs kabelgebundene Laden. Weil sich das kabellose Laden immer stärker durchsetzt, heißt es in der Pressemitteilung allerdings, dass „die Kommission bis Ende 2024 die Interoperabilitätsanforderungen vereinheitlichen“ müsse.

Welche anderen Geräte sind von dem Gesetz betroffen?

Der einheitliche USB-C-Anschluss gilt nicht nur für das iPhone und andere Smartphones. Auch elektronische Geräte wie Tablets, Tastaturen und Mäuse sowie Kopfhörer sind davon betroffen.

Eine Ausnahmeregel gilt für Laptops. Zwar fallen sie auch unter die neue Gesetzgebung, doch die Schonfrist ist länger – Laptops müssen kabelgebundenes Laden per USB-C erst ab dem Frühjahr 2026 ermöglichen.

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/smartphones-tablets/iphone-mit-usb-c-ab-wann-anschluss-eu-gesetz-infos/#/

 

 

Dynamic Island für Android? So kannst Du das iPhone-Feature nutzen

Apple hat mit dem Launch des iPhone 14 Pro (Max) ein spannendes Feature vorgestellt: die Dynamic Island. Damit beerbt ein flexibles Infofeld die klassische Notch, das unmittelbar diverse Informationen vermittelt – etwa zur Navigation oder zu der aktuellen Musikwiedergabe. Um dieses Feature auf Geräten anderer Hersteller zu nutzen, benötigst Du aktuell eine App. Hier erfährst Du, wie Du Dynamic Island für Android einrichtest.

Dynamic Island für Android dank App

App installieren und einrichten

Installiere die App Dynamic Island – dynamicSpot auf Deinem Android-Gerät, um das iPhone-Feature zu simulieren. Sobald Du das Set-up abgeschlossen und der Anwendung alle nötigen Rechte gewährt hast, wird sie auf Deinem Bildschirm aktiv. Je nach Sitz Deiner Selfiekamera platzierst Du das ovale schwarze Feld entweder mittig oder seitlich, um damit die Linse zu verstecken. Die Größe kannst Du frei einstellen.

Das kann die Android-App

Nun zeigt das Feld Informationen an, zum Beispiel zur aktuellen Musikwiedergabe. Außerdem kann es Dir einen ablaufenden Timer einblenden, ohne dass du dazu die App aufrufen musst. Für Details vergrößerst Du das Feld, indem Du es antippst.

Wenn Dir die Dynamic Island unter Android eine Benachrichtigung anzeigt, kannst Du sie je nach Einstellung manuell verbergen oder automatisch ausblenden lassen. Die Darstellung unterstützt aktuell leider keine Animationen. Um weitere Features freizuschalten, etwa die Anzeige der App auf dem Lockscreen, musst Du die kostenpflichtige Pro-Version erwerben.

Wie Dynamic Island auf einem Android-Smartphone in der Praxis aussieht, demonstriert Dir das folgende Video:

Wird es eine „echte” Dynamic Island für Android geben?

Andere Firmen waren sogar noch schneller als die Entwickler:innen von Dynamic Island – dynamicSpot: Im MIUI-Themes-Store können Besitzer:innen eines Xiaomi-Smartphones das sogenannte Grumpy UI herunterladen, das ebenfalls Apples Dynamic Island adaptiert. Leider ist es bisher nur auf Chinesisch verfügbar (Stand: Oktober 2022); doch eventuell folgt noch eine Übersetzung für den westlichen Markt.

Offenbar erkennen viele Unternehmen das Potenzial des Gimmicks, das zunächst als rein ästhetisch eingeordnet wurde. Obwohl momentan keine Intention bekannt ist, Dynamic Island offiziell in künftige Android-Geräte zu integrieren, könnte sich das ändern. Bei entsprechender Nachfrage besteht die Möglichkeit, dass Google sich hier von Apple inspirieren lässt. Immerhin gibt es seit Langem einen wechselseitigen Austausch von Ideen – siehe Always-on-Display von iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max.

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/service-hilfe/dynamic-island-fuer-android-so-kannst-du-das-iphone-feature-nutzen/#/

iPhone 14 Pro: So funktioniert Dynamic Island

Weißt Du, was es beim iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max mit Dynamic Island auf sich hat? Wir erklären, wie Du die Funktion nutzt und welche Apps mit Dynamic Island kompatibel sind.

Apple hat mit dem iPhone 14 Pro und dem iPhone 14 Pro Max ein Feature eingeführt, das Dir die Verwendung verschiedener Apps zur gleichen Zeit erleichtern soll. Am oberen Bildschirmrand bei der Frontkamera gibt es dafür mit Dynamic Island ein kleines „Pop-up”, über das Du zum Beispiel Sprachnachrichten abhören oder Deine Musik steuern kannst. Es gilt als Nachfolger der Notch, die Du vielleicht von älteren iPhone-Modellen kennst.

Dynamic Island wird nur angezeigt, wenn Dein iPhone entsperrt ist. Dann siehst Du zum Beispiel auf einen Blick, wie lange eine Sprachnachricht noch läuft, welcher Song gespielt wird oder wo Du auf der eingestellten Route als Nächstes abbiegen musst. Dabei kann Dynamic Island verschiedene Apps gleichzeitig anzeigen – vorausgesetzt, sie unterstützen das Feature. So kannst Du zum Beispiel den Timer via Dynamic Island bedienen und daneben den Musik-Player.

Tipp: Wenn Du das kleine Feld von Dynamic Island gedrückt hältst, vergrößert sich die Anzeige und Du hast mehr Optionen, um damit zu interagieren.

Apps für Dynamic Island

Dynamic Island ist bereits mit einer Vielzahl von Apps nutzbar. Ein Großteil davon sind natürlich Apple-eigene Apps, aber auch einige andere sind dabei.

  • Amazon Music
  • Audible
  • NPR One
  • Overcast
  • Pandora
  • Spotify
  • Stitcher
  • SoundCloud
  • YouTube Music
  • Apple Music
  • AirDrop
  • Apple Pay
  • NFC-Vorgänge
  • Verbindung mit AirPods (aktiv)
  • Verbindungen mit anderem Zubehör
  • CarKey
  • Face ID
  • Aktivierung des Flugmodus
  • Änderung des Fokusmodus
  • Kurzbefehle
  • Hinweise im Zusammenhang mit der SIM-Karte
  • Stummschaltung
  • Entsperren der Apple Watch
  • Wo ist?-Funktion
  • Bildschirm- und Sprachaufnahmen
  • Navigations-App Karten
  • Mikrofon- und Kamera-Indikatoren
  • Timer
  • Persönlicher Hotspot
  • SharePlay

So verschiebst Du Apps auf dem iPhone 14 nach Dynamic Island

Das neue App-Feature kommt gut an – sowohl aufgrund seines praktischen Nutzens als auch aufgrund seiner Verspieltheit. Um zum Beispiel eine App zu minimieren und in Dynamic Island zu nutzen, wischst Du sie einfach von unten nach oben. Daraufhin verschwindet sie sozusagen in dem kleinen „Pop-up”, über das Du die App anschließend bedienen kannst.

Eine weitere Möglichkeit, um Apps in Dynamic Island zu schieben, ist das Bogenwischen. Dabei schiebst Du die App nicht von unten gerade nach oben, sondern wischst das gewünschte Programm in einer Kurve (nach links oder rechts) nach oben. Sie folgt Deiner Fingerbewegung und fliegt in einem Bogen zu Dynamic Island. Der Clou: Dynamic Island reagiert dynamisch auf Deinen „Wurf”. Das Feld erweitert sich kurz, um die App „aufzufangen”.

Dynamic Island mit einer Hand steuern

Mit dem Update auf iOS 16.1 will Apple Dynamic Island für den einhändigen Gebrauch optimieren und für noch mehr Komfort sorgen. Im Fokus steht dabei die Verschiebung des dargestellten Inhalts auf die untere Hälfte des Smartphone-Displays. So kannst Du Dynamic Island viel bequemer steuern, ohne Dir den Finger auszurenken.

iPhone 14: Dynamic Island ausschalten

Du kannst das neue Feature für iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max nicht vollständig deaktivieren. Es ist aber möglich, Dynamic Island für einzelne Apps temporär zu schließen. Taucht zum Beispiel eine Routenanweisung der Karten-App in Dynamic Island auf, kannst Du die Anzeige nach links oder rechts wischen. So entfernst Du diese App aus Dynamic Island. Aber: Du deaktivierst Dynamic Island für diese Anwendung nur temporär. Wenn Du die App das nächste Mal aufrufst, wird Dynamic Island wieder aktiviert.

Dynamic Island für Samsung, Xiaomi oder Google Phone

Dynamic Island funktioniert in vollem Umfang nur auf dem iPhone, Du findest die Anwendung in Apples App Store. Hast Du ein Android-Smartphone, kannst Du eine ähnliche App verwenden. Über den Google PlayStore ist zum Beispiel dynamicSpot verfügbar. Allerdings sind nicht alle Funktionen von dynamicSpot kostenfrei. Es gibt einige In-App-Käufe – und nur damit kannst Du das Feature ähnlich umfangreich nutzen wie auf dem iPhone.

Wichtig: dynamicSpot benötigt zahlreiche Berechtigungen auf Deinem Smartphone, um zu funktionieren. Prüfe bei der Installation genau, welche Daten Du herausgibst.

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/service-hilfe/dynamic-island-iphone-14-pro-funktionen/#/

Was ist UEM (Unified Endpoint Management)?

Die Zahl der digitalen Endgeräte in Unternehmen steigt an. Neben dem Desktop am Büroarbeitsplatz gehören Laptop, Diensthandy und Tablet in vielen Branchen und Berufen zur Standardausstattung für Mitarbeitende. Doch wie behalten Sie bei den vielen Geräten in Ihrem Unternehmen die Übersicht? Dafür gibt es leistungsstarke Managementlösungen, die auch noch viele Sicherheitsfunktionen bieten.

Gemeinsam im Team ein größeres 3D-Objekt zeitgleich an mehreren Arbeitsplatz-PC und mobilen Geräten erstellen und in Echtzeit korrigieren und überarbeiten? Mit der passenden Groupware und dank Zugriff auf die Firmen-Cloud per Mobilfunk ist das kein Problem.

Groupware, Terminplaner und Textverarbeitung: Selbst viele rechenintensive Anwendungen laufen problemlos auf aktuellen mobilen Devices. Aktuelle Endgeräte wie das Apple iPhone 14 haben hierfür die passenden Prozessoren mit künstlicher Intelligenz und 3D-Grafikfunktionen an Bord.

Damit schwinden in vielen Bereichen die technischen Grenzen zur klassischen Desktop-Welt. Was bleibt, ist die Aufgabe, Ihre mobilen und stationären Geräte auch hinter den Kulissen zu einer Technikwelt zu verbinden und sie gemeinsam zu warten und zu verwalten.

Während Einzelunternehmer dies oft noch händisch organisieren, gibt es für größere Firmen und kleine und mittelständische Unternehmen inzwischen leistungsfähige Automatisierungslösungen. “Unified Endpoint Management” heißt die Technik, die Ihre vielen digitalen Geräte zu einem großen Ganzen vereint.

Was ist Unified Endpoint Management?

Unified Endpoint Management (übersetzt: Einheitliche Endgeräteverwaltung) beschreibt die einheitliche softwaregestützte Verwaltung aller Ihrer digitalen Geräte auf Unternehmensebene.

Während Sie PC und Laptop unter Windows, Linux und macOS noch über das Betriebssystem administrieren und beispielsweise automatisch mit den neuesten Updates versorgen können, fehlen entsprechende Managementfunktionen bei den meisten Betriebssystemen für mobilen Endgeräte. Oft verwalten Firmen Mobilgeräte händisch, versorgen sie  etwa so mit Updates versorgt und binden sie in das Firmennetzwerk ein. Das ist allerdings sehr zeitintensiv.

Ein UEM stellt Ihnen diese Funktionen für das Management aller Ihrer mobilen und ortsfesten Geräte übersichtlich auf einer einzigen Bedienkonsole zur Verfügung. Das UEM funktioniert über Betriebssystemgrenzen hinweg, sodass Sie damit auch einen sehr heterogenen Gerätepark mit Windows, Linux, MacOS, iOS und Android zusammenführen können. Damit haben Sie alle Geräte im Unternehmen auf einer Oberfläche im Blick und können diese zentral administrieren.

Schon in mittelständischen Unternehmen mit 50 oder mehr Endgeräten entstehen in der Regel hohe Kosten für das manuelle Handling und das dauerhafte Monitoring der einzelnen Geräte. Daher lohnt sich für diese Firmen in der Regel bereits die Anschaffung einer UEM für ein automatisiertes und sicheres Gerätemanagement. Das Marktforschungsunternehmen Gartner sagt für 2024 den Einsatz von UEM in rund 70 Prozent aller Unternehmen voraus.

Ein UEM bietet darüber hinaus zahlreiche Sicherheitsfunktionen für das Monitoring und die Überwachung Ihrer Endgeräte sowie für den Schutz aller darauf gespeicherten Daten. Außerdem sichert es Ihr Firmennetz und Ihre mobilen Geräte und minimiert die Risiken von Hackingattacken, Diebstahl, Vandalismus und Sabotage.

Funktionen und Aufgaben des UEM

Eine UEM-Software kann zahlreiche Aufgaben für Sie übernehmen. So können Sie damit:

  • Endgeräte und die darauf installierte Software inventarisieren
  • neue Mitarbeitende bequem und schnell mit personalisierten Endgeräten, Passwörtern und Benutzerrechten versorgen („Onboarding“) sowie Zugänge und Hardware wieder deaktivieren, wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen („Offboarding“)
  • Betriebssystem und Firmware sowie weitere Software auf neuen Endgeräten automatisiert einrichten
  • über das UEM aktuelle Updates und Patches an alle Endgeräte verteilen
  • per Remote-Zugriff die Endgeräte oder einzelne Funktionen dieser Endgeräte monitoren
  • Geräte per Geofencing gegen Diebstahl schützen
  • gestohlene oder verlorene Geräte schnell deaktivieren und per Fernzugriff deren Speicher löschen
  • eine regelmäßige Datensicherung einrichten
  • bei Geräteproblemen ein automatisches Recovery des Betriebssystems und der Datensicherung ausführen
  • Softwarelizenzen sowie eingerichtete Mobilfunkverträge verwalten
  • Ihr Firmennetzwerk an allen Geräteschnittstellen nach außen hin absichern

Welche dieser Funktionen im jeweiligen UEM-Paket enthalten sind, hängt im Einzelfall von der Software ab sowie der von Ihnen gewählten Lizenz.

Unterschiede zwischen MDM, EMM und UEM

Mobile Device Management (MDM), Enterprise Mobility Management (EMM) und Unified Endpoint Management sind jeweils unterschiedliche Lösungen für das Gerätemanagement. Gelegentlich werden diese Begriffe sogar synonym verwendet. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede.

MDM – Basisfunktionen für die mobile Geräteverwaltung

Mit einem MDM verwalten Sie Ihre mobilen Endgeräte im Unternehmen und binden diese in Ihr Unternehmensnetz ein. Hierfür bietet das MDM Funktionen für die Inventarisierung Ihrer mobilen Endgeräte und das Management Ihrer zugehörigen Mobilfunk-, Wartungs- oder Leasingverträge.

Außerdem können Sie Ihre Endgeräte per MDM mit Ihrem hauseigenen Mail-Server (Exchange, POP oder IMAP) verbinden und Apps zum Download bereitstellen. Über die Vergabe unterschiedlicher Nutzungsrechte bestimmen Sie, welche internen Ressourcen wie Laufwerke und Private Clouds für die jeweiligen Endgeräte verfügbar sind.

Weiterhin können Sie mit einem MDM Ihre unternehmensinterne Cybersecurity-Policy auf jedem Endgerät ausrollen. So legen Sie beispielsweise verbindlich fest, dass

  • Daten auf allen Endgeräten im Unternehmen grundsätzlich verschlüsselt gespeichert werden
  • Zugriffe auf interne Ressourcen nur über ein digitales Zertifizierungssystem freigegeben werden
  • alle Nutzer:innen sich biometrisch oder per PIN am Endgerät anmelden müssen

 

EMM – größerer Funktionsumfang für leistungsfähiges Mobility Management

Das Enterprise Mobility Management gilt häufig als Weiterentwicklung des Mobile Device Management. Es erweitert die Funktionalitäten des MDM um ein zusätzliches Mobile Application Management (MAM).

Mit einem MAM können Sie beispielsweise einen eigenen App Store errichten, aus dem Ihre Mitarbeiter:innen alle Apps für ihre Endgeräte beziehen. Ferner bestimmen Sie über das MAM, welche Apps Mitarbeitende auf Ihren Endgeräten überhaupt einrichten können und aus welchen externen App Stores oder anderen Quellen sie diese herunterladen dürfen.

Das EMM unterstützt viele Gerätefunktionalitäten, die mit der Weiterentwicklung mobiler Devices in den letzten Jahren hinzugekommen sind. Während das MDM in vielen Punkten noch auf Betriebssystemebene ansetzt, liefert das EMM Ihnen weitergehende Funktionen, mit denen Sie auch auf Anwendungsebene die Integration Ihrer Endgeräte im Unternehmen automatisieren.

 

UEM – Nahtloses Arbeiten über Plattform-Grenzen hinweg

Das UEM bietet alle Inhalte und Funktionen eines EMM und ergänzt es um einen Unified-Ansatz, also das Prinzip eines nahtlosen und Zusammenarbeitens über Geräte- und Betriebssystemgrenzen hinweg.

Ein UEM ist damit besonders für solche Unternehmen interessant, in denen es viele unterschiedliche Endgerätetypen gibt und die Mitarbeitenden ihre eigenen Endgeräte im Firmennetzwerk nutzen können.

Dieser Ansatz wird auch als „Bring your own device“ (BYOD) bezeichnet. Mitarbeitende verwenden beispielsweise ein einziges Mobiltelefon gleichzeitig als Dienst- und Privathandy. Oder sie greifen über ihr privates Tablet per VPN-Internetverbindung vom Homeoffice aus auf das Firmennetzwerk zu. Das UEM funktioniert hierbei wie eine zusätzliche Protokoll- oder Sicherheitsschicht, die Ihr Unternehmensnetz auf beliebigen Endgeräten nach außen zuverlässig absichert.Neue Herausforderungen für UEM-Lösungen sind etwa:

  • die wachsende Verbreitung digitaler Endgeräte
  • der Ausbau des Internet of Things (IoT)
  • die zunehmende Mehrfachnutzung von Geräten für private und dienstliche Zwecke

Nutzen beispielsweise Mitarbeitende einen Firmenwagen auch privat, so kann ein UEM von allen dienstlichen Fahrten des Autos ein Bewegungsprofil per GPS aufzeichnen. Auch das sogenannte Geofencing, also die Fernüberwachung, in welchen Regionen oder Ländern sich ein Fahrzeug bewegt und bewegen darf, ist nur bei dienstlicher Nutzung aktiviert. Auch bestimmte Datenspeicher des Fahrzeuges sind nur im dienstlichen Einsatz verfügbar. Beispielsweise die Kundenadressen oder Routen für das Navigationssystem, die tagesaktuell aus der Firmencloud heruntergeladen werden.

Fahren hingegen Familienangehörige den Wagen, wechselt das Fahrzeug in den Modus „Privat“. Dann kann vom Auto aus nicht mehr auf die Firmencloud zugegriffen werden. Außerdem entfällt das Bewegungs-Monitoring und das Fahrzeug protokolliert lediglich noch die zurückgelegten Kilometer – soweit dies steuerrechtlich für das digitale Dienstwagenfahrtenbuch vorgeschrieben ist.

 

Unterschiede in der Praxis: Schwierige Abgrenzung

In der Praxis ist die Abgrenzung zwischen MDM, EMM und UEM manchmal schwierig. Einige Produkte am Markt werden beispielsweise noch unter den älteren und bekannteren Begriffen MDM und EMM geführt, sind aber von Version zu Version leistungsfähiger geworden, sodass sie faktisch zu vollwertigen UEM geworden sind.

Einige etablierte MDM enthalten zusätzlich ein MAM, was sie faktisch zu EMM macht. Umgekehrt kann die günstigere und funktionsreduzierte Light-Version eines UEM technisch eher einem EMM oder MDM entsprechen.

Tipp: Schauen Sie bei Ihrer Entscheidung für einen Anbieter und sein Produkt immer auf das Gesamtpaket und die enthaltenen Funktionen. Achten Sie auch darauf, welche Hardware und welche Betriebssysteme sowie Firmware-Versionen das jeweilige Produkt unterstützt. Auch hier gibt es zum Teil große Unterschiede.

Vorteile durch UEM

Ein UEM bietet Ihnen und Ihrem Unternehmen zahlreiche Vorteile:

  • Viele arbeitszeitintensive Standardaufgaben übernimmt das UEM für Sie – von der Erfassung und Erstinstallation neuer Endgeräte bis zum Vertragsmanagement. Je mehr Endgeräte Sie im Einsatz haben, desto größer ist somit auch der Zeit- und damit der Kostenvorteil für Sie.
  • Durch das automatisierte Ausspielen von Betriebssystemversionen, Patches und Anwendungen stehen Ihnen auf allen technisch identischen Endgeräten auch die gleichen Softwareumgebungen zur Verfügung. Ihre Gerätebestand wird dadurch homogener. Zugleich minimieren Sie Sicherheitslücken, die durch alte Programmversionen entstehen können.
  • Sie schützen Ihr Unternehmensnetzwerk vor Schadprogrammen, indem Sie offene Einfallstore auf Ihren Endgeräten schließen.
  • Verloren gegangene oder gestohlene Geräte bringen ein geringeres Sicherheitsrisiko mit sich, weil alle darauf gespeicherten Daten per Verschlüsselung und PIN oder biometrisch gesichert sind. So können Sie sofort nach Verlust alle Verbindungen ins Unternehmensnetzwerk trennen und den Gerätespeicher komplett löschen.
  • Mit einem UEM haben Sie stets die volle Übersicht über alle Endgeräte im Unternehmen. Ungenutzte Geräte können Sie deinstallieren und aus Ihrem aktiven Bestand entfernen oder alternativ an andere Abteilungen oder Mitarbeitende weitergeben.
  • Für die jährliche oder permanente Inventur sind alle Ihre Geräte im Unternehmen übersichtlich digital erfasst.

UEM-Software im Vergleich

Am Markt haben sich inzwischen zahlreiche Unified-Endpoint-Management-Tools etabliert. Einige der bekanntesten und am meisten verbreiteten UEM-Lösungen sind:

 

Blackberry: Beispiel für UEM-Lösungen in Unternehmen

Einst war Blackberry führender Anbieter von Business-Handys mit integrierter Tastatur für SMS und E-Mails. Mit dem Aufkommen der ersten iPhones 2007 und anderer Smartphones mit Touchdisplay  verlor Blackberry stark an Marktbedeutung. Dafür hat der Hersteller mit dem Blackberry Unified Endpoint Manager auch weiterhin ein leistungsstarkes plattformübergreifendes UEM für seine Business-Kunden im Angebot. Es unterstützt die Betriebssysteme Android, ChromeOS, iOS, macOS und Windows.

Zum Funktionspaket des UEM gehört ein eigener Unternehmens-Messenger namens UEM Notifications, über den Sie Mitarbeitende per SMS, Telefon, E-Mail über geplante Wartungstermine informieren oder ihnen bei Problemen Support bereitstellen. Ein nützliches Feature ist die Integration mit Blackberry Edit. Damit hat der Hersteller seinen eigenen nativen Editor für Excel-, Word- und Powerpoint-Dokumente geschaffen, der auch als Betrachter für PDF-Dokumente funktioniert. Über die Konsole verwalten Sie Ihre Endgeräte sortiert nach Eigentumsmodellen, Anwendergruppen oder Betriebssystemen. Auch Geschäftspartner, externe Mitarbeitende und Kunden können Sie damit in eigenen Gruppen organisieren.

 

Citrix Endpoint Management

Das Software-Haus Citrix ist vor allem für seine Terminalserver- und seine Virtualisierungslösungen wie die Citrix Virtual Apps bekannt. Citrix ist damit gleichermaßen in der Windows- wie in der Unix-und einigen anderen Betriebssystemwelten zuhause. Entsprechend ist das Citrix Endpoint Management als UEM-Lösung für eine breite Auswahl von Endgeräten verfügbar. Zu den unterstützten Plattformen gehören Android, ChromeOS, iOS, iPadOS, MacOS, tvOS und Windows. Allerdings hat Citrix die Einstellung seines Citrix Endpoint Management für das Jahr 2025 angekündigt. Bereits seit Juli 2022 werden keine Neukunden mehr angenommen. Expert:innen empfehlen daher den Umstieg beispielsweise auf den Microsoft Endpoint Manager.

 

Microsoft Endpoint Manager

Wie bei seinen bekannten Produkten Windows und Microsoft Office strebt der Softwarehersteller auch bei seinem Microsoft Endpoint Manager inzwischen eine starke Cloud-Integration an. Hierfür integriert die UEM-Software wiederum das cloudbasierte Tool Intune mit dem eigentlichen Mobile Device Management und dem Mobile Application Management. Intune unterstützt die Betriebssysteme Android, iOS, macOS und Windows. Über den Windows Autopilot richten Sie neue Endgeräte ein und konfigurieren sie. Mit dem Configuration Manager – bis zur Windows 1910 bekannt als System Center Configuration Manager (SCCM) – verwalten Sie Desktops, Server und Laptops in Ihrem Netzwerk. Einsteiger sollten eine gewisse Einarbeitungszeit in den durchaus komplexen Microsoft Endpoint Manager einkalkulieren. Microsoft stellt hierfür reichlich Dokumentationsmaterial zur Verfügung. Außerdem gibt es einige externe Dienstleister, die entsprechende Kurse anbieten.

VMWare Workspace ONE Unified Endpoint Management (UEM)

Ähnlich wie Cytrix ist auch VMWare seit vielen Jahren für Virtualisierungslösungen bekannt. Entsprechend denkt der Hersteller auch bei Endgeräten stark in virtuellen Lösungen. So ist VMWare Workspace ONE UEM neben physischen Digitalgeräten auch für das Management virtueller Desktops ausgelegt. Daneben sind sogenannte Rugged Devices ein Schwerpunkt von VMware Workspace ONE UEM. Damit sind Endgeräte für den harten Einsatz in schwierigen Arbeitsumgebungen gemeint. Beispiele hierfür sind wasserfeste und bruchsichere Baustellenhandys oder Erfassungsgeräte für die Lagerlogistik, die durch ihr robustes Gehäuse gegen Stürze und Stöße gesichert sind. VMware Workspace ONE UEM unterstützt Android, ChromeOS, iOS, Linux, macOS und Windows 10.

MobileIron Unified Endpoint Management

Die Firma MobileIron ist ein bekannter Vertreter der sogenannten Zero-Trust-Philosophie („Vertraue niemanden“). Dieses Sicherheitskonzept sieht unter anderem vor, dass Anwender:innen sich auch innerhalb von Unternehmensnetzen bei jedem Zugriff auf Firmendaten und -geräte regelmäßig authentifizieren müssen. So werden viele Hackingattacken von innen heraus sehr wirkungsvoll abgewehrt. Dieser Philosophie folgt MobileIron auch bei seinem Unified Endpoint Management. Über das Tool MobileIron Tunnel stellen Sie betriebssystemübergreifend VPN für Ihre Mitarbeitenden im Homeoffice bereit. Mit AppConnect SDK und App Wrapper führen Sie Mobil-Apps in Software-Containern aus. MobileIron Unified Endpoint Management unterstützt Android, iOS, MacOS und Windows.

 

Comodo Advanced Endpoint Protection

Diese Software ist kein UEM, sondern eine spezielle Sicherheitssoftware, die UEM-Lösungen ergänzt. Comodo Advanced Endpoint Protection bietet zu diesem Zweck Funktionen wie ein Virenschutzprogramm, eine mobile Firewall sowie eine Sandbox für die ungefährliche Installation unbekannter und verdächtiger Anwendungen. Die Software läuft unter Android, iOS und Windows.

Unified Endpoint Management (UEM) in der Übersicht

  • Mit UEM automatisieren und vereinheitlichen Sie die Administration Ihrer mobilen und Ihrer Desktop-Endgeräte.
  • Unified Endpoint Management Tools bieten deutlich mehr Funktionen als Programme für Mobile Device Management und Enterprise Mobility Management, aus denen sie sich entwickelt haben.
  • Einige UEM-Lösungen am Markt werden immer noch als MDM oder EMM angeboten.
  • Welche Funktionen die jeweilige Lösung bietet, hängt auch von der gewählten Lizenz ab.
  • Viele UEM unterstützen die Integration Ihrer Endgeräte in Ihre Unternehmens-Cloud.
  • Mit Sicherheitstools für Ihre Endgeräte können Sie den Funktionsumfang Ihrer UEM-Lösung erweitern.

Quelle:

https://www.vodafone.de/business/featured/digitales-business/digitale-geschaeftsprozesse/was-ist-uem-unified-endpoint-management/

Smartphone am Steuer? Das sind die Regeln fürs Handy im Auto

Die Fahrzeugcockpits in modernen Autos mit großen Displays und vielen kleinen Leuchten ähneln immer mehr der Brücke von Raumschiff Enterprise. Dazu kommen noch Smartphones mit einem ständigen Fluß an Benachrichtigungen.  Die vielen Informationen und Vernetzungsmöglichkeiten unterwegs stellen eine große Ablenkung dar – das wiederum ist eine der häufigsten Unfallursachen. Eine Gesetzesänderung und höhere Bußgelder sollen für mehr Sicherheit sorgen: Wir sagen Dir, was Du mit dem Handy am Steuer tun darfst. 

Die Verlockung ist groß, wenn der vertraute Piepser verrät, dass eine Nachricht auf Deinem Smartphone eingegangen ist. Nur mal schnell nachsehen, wer da geschrieben hat – oder eine kurze Antwort tippen, eine Sprachnachricht senden. Doch das ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten. Der Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO), der die Nutzung von Mobiltelefonen und anderen Geräten im Auto regelt, wurde schon im Oktober 2017 geändert und dabei deutlich verschärft. Der Bußgeld-Katalog rund um Verstöße mit dem Handy am Steuer sieht nun ebenfalls höhere Strafen vor.

Das ist neu in Sachen Handy am Steuer

Die alte Fassung des „Handy-Verbots” in Paragraf 23 der StVO hatte nur „Auto- oder Mobiltelefone” betroffen. Deren Bedienung am Steuer war schon damals verboten oder nur eingeschränkt erlaubt. Die neue Fassung verbietet Dir aber nicht nur die Nutzung Deines Smartphones, wenn Du selbst der Fahrer bist. Auch alle anderen elektronischen Geräte, die der Kommunikation, Information oder Organisation dienen, sind seit dem 19. Oktober 2017 davon betroffen.

Du darfst also während der Fahrt keine eingebauten Touchscreens im Wagen bedienen, ebenso kein Tablet, Navigationsgerät, Fernseher oder Audiorekorder und ähnliches. Damit ist mehr als nur das Telefonieren verboten: Du darfst keine Textnachrichten lesen oder selbst verfassen, Du darfst auch das Navigationsziel nicht während der Fahrt eintippen. Sogar, wenn Du nur das heruntergefallene Handy aufheben oder einen Anruf wegdrücken möchtest, kann es ein Bußgeld geben.

Das mag Dir übertrieben vorkommen, doch schon ein kurzer Blick auf Dein Navi kann bei Tempo 100 auf der Autobahn bereits zu lang sein: Eine Sekunde Ablenkung bedeuten hier 28 Meter Blindfahrt – bei Tempo 50 in der Stadt bist Du in einer Sekunde schon 14 Meter weiter.

Mit diesen Bußgeldern wird das Handy am Steuer geahndet

Wenn Du von der Polizei dabei erwischt wirst wie Du mit dem Handy, Smartphone oder einem anderen Gerät hantierst, während Du am Steuer sitzt, musst Du mit einem Bußgeld rechnen:

  • Autofahrer, die am Steuer mit dem Handy in der Hand telefonieren oder ein anderes elektronisches Gerät bedienen, werden mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg bestraft.
  • Falls dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden, sind sogar 150 Euro, zwei Punkte und außerdem ein Monat Fahrverbot als Strafe vorgesehen.
  • In der nächsten Stufe steigt das Bußgeld auf 200 Euro in Verbindung mit zwei Punkten sowie einem Monat Fahrverbot: Wenn es nämlich zu einer Sachbeschädigung kommt, etwa durch einen Unfall.

Für Radfahrer gilt das Handy-Verbot übrigens ebenfalls. Wer auf dem Fahrrad mit dem Smartphone in der Hand erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 55 Euro rechnen – allerdings ohne Punkt in Flensburg.

Hier gehts zum aktuellen Bußgeldkatalog

So ist die Nutzung vom Smartphone im Auto erlaubt

Es gibt enge Rahmenbedingungen, unter denen Du Dein Smartphone oder ein anderes elektronisches Gerät auch als Autofahrer am Steuer nutzen darfst. Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Für die Bedienung darfst Du das Handy, Smartphone oder ein anderes Gerät nicht aufnehmen oder in der Hand halten, während Du am Steuer sitzt. Es kann beispielsweise in einer geeigneten Halterung stecken oder in einer Ablage liegen.
  • Mit Sprachsteuerung und Vorlesefunktion darfst Du Dein Smartphone daher bedienen, denn dazu muss es nicht in die Hand genommen werden. Mit einer Freisprechfunktion kannst Du also auch während der Fahrt telefonieren, sofern es Dich nicht vom Verkehr ablenkt.
  • Navigationsgeräte oder auch die Informationen auf Multimedia-Displays dürfen genutzt werden, sofern nicht mehr als eine „kurze Blickzuwendung” nötig ist, die den „Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen” angepasst ist.
  • Das Handy und andere Geräte darfst Du am Steuer übrigens benutzen, wenn das Fahrzeug steht und der Motor vollständig ausgeschaltet ist. Die Start-Stopp-Automatik, die oft in neuen Autos verbaut ist, zählt dabei nicht. Das bedeutet, die Handy-Nutzung ist an roten Ampeln verboten, auch wenn die Start-Stopp-Automatik den Motor kurzzeitig abschaltet.

Ganz auf der sicheren Seite bist Du, wenn Du Dein Smartphone als Fahrer gar nicht benutzt. Wenn Du das Gerät zur Navigation brauchst, solltest Du das Ziel vor Fahrtbeginn eingeben und das Handy in einer Halterung in Deinem Sichtbereich anbringen.

Zusammenfassung – das geht und das geht nicht mit Handy im Auto

  • Ablenkung am Steuer ist eine der häufigsten Unfallursachen.
  • Der Paragraf 23 StVO verbietet Autofahrern die Bedienung von elektronischen Geräten.
  • Ausnahmen sind die Benutzung über Sprachsteuerung und Vorlesefunktion.
  • Navis dürfen während der Fahrt nur kurz angesehen werden.
  • Die Bußgelder fallen inzwischen höher aus.

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/digital-life/mobility-cars/smartphone-am-steuer-das-sind-die-regeln-fuers-handy-im-auto/#/

CarPlay unter iOS 16: Diese Neuerungen erwarten Dich

Apple hat auf der WWDC 2022 auch iOS 16 vorgestellt und dabei einige (kleinere) Neuerungen für CarPlay angekündigt. Auf dem Event gab es zudem einen ersten Ausblick auf die nächste Generation des CarPlay-Systems. Sie wird allerdings nicht schon gemeinsam mit iOS 16 im Herbst 2022 erscheinen.

Ein iPhone komfortabel und sicher im Auto verwenden: Das ermöglicht Apple mit CarPlay bereits seit 2014. Auf der WWDC 2022 hat Apple nun iOS 16 näher vorgestellt. Das große Update für das iOS-Betriebssystem hält nicht nur neue Funktionen für das iPhone bereit – es hat auch einige Neuerungen für Autofahrer:innen im Gepäck.

Tanken und Co.: Mit iOS 16 sind neue Apps für CarPlay im Anmarsch

Eine dieser Neuerungen: Mit iOS 16 landen Tank-Apps in CarPlay. Bist Du mit dem Fahrzeug unterwegs, kannst Du Dir zukünftig also anzeigen lassen, wo es die günstigsten Benzinpreise gibt.

Neben den Tank-Apps erscheinen mit iOS 16 auch Anwendungen für Fahraufgaben. Darunter versteht man zum Beispiel Programme, die Details über den Straßenverlauf geben oder einen Abschleppdienst rufen können. Auch diese lassen sich zukünftig mit CarPlay nutzen.

Siri: Apple beschleunigt den Versand von Nachrichten

Damit Du während der Autofahrt nicht auf Dein iPhone schauen musst, um zum Beispiel auf eine wichtige WhatsApp-Nachricht zu antworten, kannst Du mit CarPlay auf Siri zugreifen und Nachrichten diktieren.

Für iOS 16 hat Apple die Sprachassistenz dahingehend noch einmal verbessert: So kannst Du Mitteilungen zukünftig automatisch versenden lassen, ohne dass Siri vorab noch eine Bestätigung fordert.

Podcast-App: Das ist neu in CarPlay unter iOS 16

Auch die Podcast-App in CarPlay soll mit iOS 16 optimiert werden. Apple hat bei der WWDC zum Beispiel angekündigt, dass Du gespeicherte oder heruntergeladene Podcast-Episoden zukünftig noch leichter finden kannst.

Eine neue CarPlay-Generation? Erst ab Ende 2023

Auf der WWDC 2022 hat Apple auch über die neue Generation von CarPlay gesprochen. Zukünftig soll sich die Software über alle Bildschirme des Autos erstrecken und dort wichtige Daten zu Fahrgeschwindigkeit, Tankfüllung oder Klimaanlage anzeigen können. Sogar das im Fahrzeug verbaute Radio könnte dann gesteuert werden.

Zu den Autoherstellern, die dafür mit Apple zusammenarbeiten wollen, gehören auch deutsche Unternehmen wie Mercedes oder Audi.

Allerdings dauert es noch eine ganze Weile, bis Autofahrer:innen die neue CarPlay-Generation live erleben können. Sie soll nämlich erst in Fahrzeugen zur Verfügung stehen, die ab Ende 2023 angekündigt werden.

Quelle:

https://www.vodafone.de/featured/digital-life/carplay-unter-ios-16-die-neuerungen-im-ueberblick/#/

Was ist ein Funkloch?

Mobilfunkgeräte arbeiten nach dem s.g. Sender-Empfänger-Prinzip. Zwischen zwei Mobilfunkgeräten wird mittels elektromagnetischer Strahlung eine Verbindung hergestellt. Man spricht von einem Funkloch oder Funkschatten, wenn diese Verbindung aufgrund umweltbedingter Faktoren nicht hergestellt werden kann. Auslöser hierfür können ein zu schwach ausgebautes Mobilfunknetz, als auch optische Hindernisse sein.

Was sind die Ursachen für ein Funkloch ?

Auf der einen Seite gibt es optische Hindernisse, die eine Ausbreitung der für die Mobilfunkverbindung benötigten elektrischen Strahlung verhindern. Hierzu zählen Höhlen, Tunnel, hohe Gebäude, Senken oder Berge. Vereinfacht gesagt: Die Strahlen erreichen den Empfänger nicht länger und der Verbindungsaufbau wird unterbrochen oder kann gar nicht erst aufgebaut werden. Der Sender oder Empfänger befindet sich in einem Funkloch.
Auf der anderen Seite ist es auch möglich, dass man sich zu weit von der nächsten Basisstation befindet und so das mobile Endgerät keine Verbindung aufbauen kann – auch in diesem Fall ist durch den schlechten Netzempfang eine Datenübermittlung nicht möglich und man spricht von einem Funkloch.

Welche Auswirkungen hat ein Funkloch ?

Wenn man sich in einem Funkloch befindet, dann kann keine Verbindung zwischen der Basisstation und dem Sendegerät hergestellt werden. Mit anderen Worten –  eine Kommunikation zwischen Sender und Empfänger ist zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.
Hiervon ist das sowohl die Telefonie betroffen, als auch die Nutzung von mobilen Datendiensten, da diese ebenfalls von einer stabilen Funkverbindung abhängig sind.
Textnachrichten, wie SMS und MMS gehen übrigens nicht verloren – sobald  man seine  Position ändert und auch wieder telefonieren kann werden diese verschickt und man empfängt all jene Nachrichten, die er aufgrund des Funklochs nicht angekommen sind.

Ein Beispiel für die Schließung von Funklöchern !

2019 hat die Deutsche Telekom die Aktion „Wir jagen Funklöcher“ gestartet. Sie schließt dabei Mobilfunklücken in Gemeinden, in denen sich eine Versorgung wirtschaftlich eigentlich gar nicht realisieren lässt. Ein Beispiel aus dem Pfälzerwald.

Zukünftige Entwicklung des Mobilfunknetzes in Deutschland

Was bedeutet eigentlich gut ausgebautes Mobilfunknetz ?
Darunter verstehen wir, dass durch viele Sendemasten eine flächendeckende Versorgung gewährleistet wird, so dass es  nahezu keine Orte gibt, an denen ein Mobilfunkgerät zu weit von einer Basisstation entfernt ist.
Die Bundesnetzagentur hat die Mobilfunkbetreiber verpflichtet, bis Dezember 2022 mindestens 98 % der Privathaushalte, alle Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen und Schienenwege sowie bis Dezember 2024 alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 MBit/s zu versorgen.
Darüber hinaus sollen bis Ende 2024 alle Landes- und Staatsstraßen, die wichtigsten Seehäfen, das Kernnetz der Wasserstraßen sowie alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s versorgt werden. Ferner sind bis Ende 2022 jeweils 1.000 „5G-Basisstationen“ und 500 Basisstationen mit mindestens 100 Mbit/s in „weißen Flecken“ in Betrieb zu nehmen

Wer hat das beste Netz ?

Im April haben die großen Fachmedien wieder einen Netztest gemacht und das Ergebnis könnt Ihr hier nachlesen.

 

Erfolgreiche Funkloch-Jagd im Jägerthal

2019 hat die Deutsche Telekom die Aktion „Wir jagen Funklöcher“ gestartet. Sie schließt dabei Mobilfunklücken in Gemeinden, in denen sich eine Versorgung wirtschaftlich eigentlich gar nicht realisieren lässt. Doch bei der Funklochjagd belohnt die Telekom die Eigeninitiative von Kommunen, die sich aktiv bei ihr beworben haben, mit dem Vorschlag für einen geeigneten Mobilfunkstandort. Weil das Interesse in ganz Deutschland so enorm groß war, wurde die Zahl der Projekte von ursprünglich geplanten 50 auf 100 verdoppelt. Nun läuft die Umsetzung mit dem Aufbau der neuen Standorte auf Hochtouren. Das gilt auch für den Pfälzerwald, in dem die Telekom eines der längsten und am längsten bestehenden deutschen Funklöcher stopft.

Das 15 Kilometer lange Funkloch

Selten hat der Name eines neuen Standortes so gut zur Funklochjagd der Telekom gepasst wie hier im Pfälzerwald. Das romantische Jägerthal (nur echt mit dem alten „h“ im Namen), das zum Weinbau-Mekka Bad Dürkheim an der Deutschen Weinstraße gehört, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Hier gibt es exzellente Hotels und Gasthöfe mit Pfälzer Spezialitäten – aber (zumindest bisher) keinen Mobilfunk. Die Bundesstraße B37, die sich an der Isenach entlang schlängelt, war praktisch ein einziges Funkloch. Mit rund 15 Kilometern Länge hat das XXL-Loch auch überregional Bekanntheit erlangt. Doch damit ist nun Schluss, dank der Funklochjagd der Telekom.

Mobilfunk mit Hindernissen

Von der Schönheit der Landschaft im Jägerthal schwärmte bereits 1831 der berühmte amerikanische Schriftsteller James Fenimore Cooper. Der Autor des „Lederstrumpf“ war bei einer Deutschland-Reise so beeindruckt vom Jägerthal, dass er es in seiner Novelle „Die Heidenmauer oder Die Benediktiner“ erwähnte. Buchstäblich schön ist das Jägerthal bis heute – aber auch schwierig, zumindest für Funknetzplaner. Wer auf Online-Karten über das Tal „fliegt“ oder selbst durchfährt, begreift, warum hier bislang ein Funkloch klaffte. Links und rechts des schlauchartigen Tals ragen die Berge in die Höhe, der grüne Pfälzerwald dominiert die Landschaft. Schwierigere Bedingungen für den Aufbau einer Mobilfunkversorgung sind kaum denkbar. Man muss kein Funknetzplaner sein, um zu verstehen, dass hier nur ein im wahrsten Sinne des Wortes „überragender“ Standort mitten im Wald Mobilfunk zu den Menschen bringen kann. Aber: Herausforderung angenommen, so die Telekom.

Ein langer Weg bis zum Mobilfunk(mast)

Einen Mobilfunkmast mitten in den Wald zu bauen – das ist eine durchaus sportliche Aufgabe. Um zum Standort zu kommen, der selbstverständlich mit den Behörden und dem Naturschutz abgestimmt ist, geht es von der Straße aus einige Kilometer hinein in den Wald. Eine besonders enge Kehre ist selbst für einen Pkw nur mit Mühe passierbar. Die Baufahrzeuge kommen hier nicht um die Kurve und mussten einen guten drei Kilometer langen Umweg fahren. Auf dem Waldweg wurde eigens Schotter gestreut, damit die Räder besseren Halt finden. Und weil hier kein GPS mehr funktioniert, zeigen bunt angemalte Holzstöcke am Wegrand die richtige Route an – Low-Tech, die aber funktioniert hat. Denn mittlerweile steht der Mobilfunkriese vom Pfälzerwald. Der 50-Meter-Stahlgittermast reckt sich am 454 Meter hohen Hahnackerkopf 50 Meter in die Höhe und blickt über das Tal.

Vorletzte Herausforderung: die Antennenmontage

Wenn es darum geht, an so einem Mast die Mobilfunkantennen nach oben zu hieven und zu befestigen, sind schwindelfreie Kletterkünstler*innen gefragt. In diesem Fall steigt Andreas mit umfangreicher persönlicher Schutzausrüstung (PSA) nach oben, zu der unter anderem Sicherungsgurte und Helm gehören. Von unten hievt Kollege Rudolf am Seilzug das Werkzeug in die Höhe. Bei den gut 60 Kilo schweren Antennen hilft eine motorisierte Winde. Während Klettermaxe Andreas auf gut 50 Metern Höhe die Antennen im exakt richtigen Winkel sturmfest montiert, bereitet Rudolf unter anderem die Halterungen und Schellen vor, mit denen die HF-Kabel später am Mast befestigt werden. Alles klappt so programmgemäß, dass das lange Loch vom Jägerthal fast schon geschlossen ist.

Letzte Herausforderung: die Stromversorgung

Benedikt Albers ist Unternehmenssprecher der Deutschen Funkturm, die für die Mobilfunkstandorte der Telekom zuständig ist. Er bringt die Herausforderungen beim Aufbau einer Versorgung fürs Jägerthal so auf den Punkt: „Das liegt daran, dass hier zwei Dinge zusammenkommen. Zum einen ist das die ausgeprägte Tallage, und zum anderen die dichte Bewaldung in der Umgebung.“ Es ging also darum, einen Standort zu finden, von dem aus man über die Bäume hinweg möglichst jeden Winkel mit Mobilfunk erreicht. Diese Fläche haben die Deutsche Funkturm und die Telekom in enger Abstimmung mit den verschiedensten Behörden mitten im Pfälzerwald gefunden.

Als letzte Herausforderung blieb am Ende noch die Stromversorgung der Anlage. Denn, so Benedikt Albers: „Der Mast kann natürlich nur funken, wenn dort auch Strom liegt. Und der Strom liegt nicht mitten im Wald, den müssen wir über mehrere Kilometer vom Tal aus holen.“ Aber auch diese Anstrengung lohnt sich, damit das Jägerthal mit bestem Mobilfunk ausgestattet wird. Wenn die Gäste erfahren wollen, dass es hier in den Gasthöfen Pfälzer Spezialitäten wie das Schweinerückensteak „Jägerthaler Waldschrat“ oder den „Jägerthaler Räuberteller“ gibt – dann können sie die Speisekarten künftig auch mit dem Handy aufrufen. Wohl bekomm’s!

Quelle:

https://www.telekom.com/de/blog/netz/artikel/erfolgreiche-funkloch-jagd-im-jaegerthal-1017618

 

Smart Logistics dank Precise Positioning und IoT

Ob es darum geht, Bestellungen per Kurier auszuliefern oder Waren, Rohstoffe und Materialien über das Schienennetz zu transportieren: IoT-Technologien machen zuverlässige und effiziente Logistik möglich.

Mehr als 4,5 Milliarden: So viele Paket-, Kurier- und Expresssendungen haben die Zustellunternehmen im Jahr 2021 laut Bundesverband Paket & Express Logistik (BIEK) in Deutschland ausgeliefert. Deutsche Post DHL beförderte dabei allein 1,8 Milliarden Pakete zu den Menschen an die Haustür. Gewaltige Zahlen, die auch erklären, warum der Markt für autonome Lösungen wie Zustellroboter rasant wächst, mit denen sich die sogenannte Letzte-Meile-Logistik (Last Mile Logistics oder Last Mile Delivery) leichter und effektiver bewältigen lässt. Mit der letzten Meile ist die finale Lieferung einer Sendung an die Endkunden gemeint. Noch ist der flächendeckende Einsatz solcher autonomer Lieferfahrzeuge Zukunftsmusik, aber Unternehmen auf der ganzen Welt arbeiten bereits an entsprechenden Systemen. Bis 2027 soll das Marktvolumen auf rund 50 Milliarden US-Dollar wachsen, von etwa 12 Milliarden im Jahr 2020.

Doch gerade die letzte Meile stellt die Logistik vor Herausforderungen: Vor allem in Innenstädten sind die Straßen oft eng und verstopft, was es schwierig macht, Pakete rechtzeitig auszuliefern. Das hohe Sendungsaufkommen tut sein Übriges dazu. Indes ist eine pünktliche und reibungslose Zustellung entscheidend für die Kundenzufriedenheit – und im Zweifelsfall werfen negative Erfahrungen nicht nur ein schlechtes Licht auf den Logistikdienstleister, sondern auch auf den Händler. Autonome Lösungen können die Last Mile Delivery vereinfachen, bringen aber eigene Schwierigkeiten mit sich – zum Beispiel bezüglich der Navigation. Hier kann das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) mit Precise Positioning Abhilfe schaffen, wie etwa das britische Unternehmen Level Five Supplies zeigt.

Roboter im Einsatz für die perfekte Zustellung

Level Five Supplies entwickelt zurzeit einen Lieferroboter, der sich zuverlässig auf Bürgersteigen einsetzen lässt und die Logistik hier optimieren soll. Problem: Exakte Karten von Bürgersteigen sind oft nicht vorhanden, Hindernisse und Kurven erschweren Routenplanung und Navigation zusätzlich. Dazu ist der Platz begrenzt. Klassische Positioning Solutions wie die GNSS-Systeme (Global Navigation Satellite System) GPS in den USA beziehungsweise Galileo in Europa liefern hier nicht die erforderliche Präzision. Immerhin soll der Roboter nicht nur sein Ziel auf dem kürzesten Weg erreichen, sondern auch nicht gegen Hindernisse fahren und dabei beschädigt werden.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, testete Level Five Supplies die Navigationslösung Precise Positioning mithilfe einer PGM-Evaluation-Plattform (Precise GNSS Module) an einem Lieferroboter. Precise Positioning von Telekom und Swift Navigation setzt zur Standortbestimmung zum einen auf GNSS-Positionsdaten, zum anderen auf Daten des cloudbasierten Korrekturdienstes Skylark. Und in diesem Zusammenspiel liegt auch die hohe Genauigkeit von Precise Positioning begründet. Viele hundert Messstationen auf verschiedenen Kontinenten werten kontinuierlich Störungen in der Satellitennavigation aus. So entstehen Korrekturdaten, durch die sich die GNSS-Informationen präzisieren lassen (Stichwort: GNSS Corrections). IoT-Hardware und GNSS-Receiver am Roboter nehmen beide Signale – normale Positions- und Korrekturinformationen – auf und führen sie zusammen. Die Starling Positioning Engine von Swift ermöglicht hier die benötigte Präzision: Statt bei 3 bis 15 Metern wie bei GPS oder Galileo liegt die Genauigkeit bei Precise Positioning bei wenigen Zentimetern.

Wie Unternehmen in der Branche profitieren können

Level Five Supplies war von dem Ergebnis der IoT-Technologie überzeugt: Der Roboter bewältigte die Teststrecke problemlos mit der erforderlichen Präzision. Wie genau die Firma Precise Positioning getestet hat, welche Herausforderungen es zu lösen galt und welche Vorteile die Technologie Level Five Supplies konkret bietet, zeigt auch der entsprechende Use Case.

Neben der exakten Positionsbestimmung bietet Precise Positioning den Briten genau wie anderen Unternehmen aus der Logistik noch weitere Vorteile: etwa einen geringen Energieverbrauch und einen attraktiven ROI (Return of Investment), ist also besonders wirtschaftlich. Zudem lässt sich die Technologie leicht skalieren, weil sie sich sehr gut für die Massenproduktion eignet – ein wertvoller Pluspunkt angesichts der vielen Lieferungen bei der Last Mile Delivery. Zumal die Entwicklung weiter nach oben geht: Im Onlinehandel erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) in diesem Jahr einen Umsatz von mehr als 97 Milliarden Euro, rund 11 Milliarden mehr als 2021. Das bedeutet auch noch mehr zu transportierende Pakete.

Bahn frei für Smart Logistics

Indes ist die letzte Meile nicht alles in der Logistik. Schließlich gilt es vorher, Waren, Produkte und andere Güter zum Beispiel vom Erzeuger zum Händler oder verarbeitenden Betrieb zu transportieren. Die Schiene ist dabei einer der Haupttransportwege. Laut Statistischem Bundesamt beförderten Eisenbahnen in Deutschland 2021 mehr als 357 Millionen Tonnen Güter von A nach B. Ausfälle des Schienennetzes stören die Lieferkette und können rasch wirtschaftliche Schäden verursachen. Um das zu verhindern, hat die deutsche PANTOhealth GmbH ein System zur Überwachung der Infrastruktur entwickelt. Mithilfe von Live-Überwachung, vorausschauenden Datenauswertungen oder auch künstlicher Intelligenz (KI) in der Software berechnet es mögliche Ausfälle im Voraus. Das ermöglicht Predictive Maintenance, also vorausschauende Wartung der Strecken. So lässt sich der ideale Zeitpunkt für Instandhaltungsarbeiten und Reparaturen ermitteln.

Damit die Instandhaltungsteams stets den richtigen Einsatzort kennen, ist es notwendig, die kritischen Stellen im Schienennetz exakt zu lokalisieren. Mit herkömmlichen GNSS-Systemen ist das schwer umzusetzen. Vor allem, wenn zwei Fehlerorte nah beieinander liegen. Auf der Suche nach einer besseren Lösung implementierte PANTOhealth ein Precise-Positioning-Evaluation-Kit in seinem bestehenden System. In der Praxis zeigten sich die Vorzüge von Precise Positioning schnell: Da die Positionsbestimmung bis auf zehn Zentimeter genau ist, kann PANTOhealth für jede Problemstelle eine positionsabhängige Kennung im System anlegen. Diese Angaben verbessern die Prozesse und sparen Zeit, weil das Instandhaltungspersonal zielgerichtet ausrücken kann.

Das Fazit des Unternehmens: Durch Precise Positioning lässt sich das Schienennetz leichter und effizienter warten, was schlussendlich nicht nur der Zuverlässigkeit, sondern auch der Sicherheit zugutekommt. Weitere Details zum Einsatz von Precise Positioning bei PANTOhealth hält der Use Case bereit.

Ob letzte Meile oder an einer früheren Stelle der Supply Chain: Intelligente IoT-Technologie wie zur präzisen Positionsbestimmung ist ein Faktor, der der Logistik den Weg zu Smart Logistics (siehe Extrakasten) ebnet. Daneben nutzen zahlreiche andere Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen Precise Positioning, um ihre Leistung und Services zu verbessern. Einblicke bieten sowohl die Teile 1 bis 4 der Precise-Positioning-Reihe im Blog als auch entsprechende Use Cases.

Quelle:

https://iot.telekom.com/de/blog/smart-logistics-dank-precise-positioning-und-iot

Vernetzte Schmierstofftanks für optimalen Service

Effizient, wirtschaftlich, zukunftssicher: Die Ernst Meister GmbH hat Tankfässer im IoT vernetzt und ihre Lieferkette so optimiert. Auch sein Geschäftsmodell konnte der Mittelständler dank der Vernetzung erweitern.

Ob in der Zerspanung, der Metallbearbeitung oder der Automobilbranche: Ohne professionellen Kühlschmierstoff können Fertigungsmaschinen nicht zuverlässig arbeiten. Denn um zu verhindern, dass Werkzeug und Werkstück in der Produktion überhitzen, gilt es, diese mithilfe von Schmiermitteln zu kühlen. Das reduziert den Verschleiß des Werkzeugs und verbessert gleichzeitig die Bearbeitungsgenauigkeit. Die Ernst Meister GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Plettenberg sorgt bei ihren lokalen Bestandskunden seit mehr als 30 Jahren für Lieferung, Entsorgung und Recycling solcher Schmierstoffe.

Leert sich der Tank und das Schmiermittel wird nicht rechtzeitig aufgefüllt, steht die Produktion still. Beim Kunden können so innerhalb kürzester Zeit hohe Kosten entstehen. „Manchmal verbrauchen unsere Kunden mehr und manchmal weniger Schmiermittel als gewohnt. Deshalb müssen wir frühzeitig wissen, wann neues Schmiermittel benötigt wird, um die Lieferkette rechtzeitig anstoßen zu können“, sagt Daniel Schulte, Mitarbeiter der Ernst Meister GmbH.

Überflüssige Lieferfahrten und hoher Aufwand forcieren Lösung

Bis vor kurzem war der Füllstand der Tanks jedoch weder für Ernst Meister noch für seine Kunden einsehbar. So vereinbarten Kunden bislang turnusmäßig per Telefon einen Liefertermin beim Mittelständler. Das verursachte sowohl beim Dienstleister als auch bei seinen Kunden einen hohen administrativen Aufwand. Bei der Schmierstofflieferung stellte der Dienstleister zudem oft fest, dass Tanks noch halb voll waren. Das wiederum erzeugte überflüssige Lieferfahrten samt zusätzlichem Kraftstoffverbrauch. Zumal Ernst Meister bei jeder Lieferung das gesamte Volumen für den Kundentank geladen hatte und dessen Alt-Schmierstoff somit nicht mit demselben Tankwagen wieder mitnehmen und entsorgen konnte. Das nicht benötigte Schmiermittel wiederum musste nach jeder Fahrt zurückgepumpt und der Tankwagen gereinigt werden.

Vernetzte Schmierstofftanks optimieren die Lieferkette

Das kleine Familienunternehmen aus dem Sauerland suchte daher nach einer Lösung, bei der Schmierstoffe nur geliefert werden, wenn der Füllstand eines Kundentanks das zweifelsfrei nötig macht. Die Lösung: Vernetzung per Mobilfunk. Dafür entwickelte der Mittelständler mithilfe des IoT-Füllstandsmesser der Telekom ein Nachrüstsystem. Für die Installation bohrte Ernst Meister ein Loch in die Serviceklappe der Tanks. Der Füllstandsmesser ist nun ins Innere der Behälter gerichtet und erfasst die Füllhöhe per Ultraschall. Der IoT-Sensor meldet nun füllstandsabhängig, wenn ein definierter Messwert erreicht ist.

Die Daten des Füllstandssensors greift das Gateway io-key des Telekom-Partners Autosen ab. „Wir müssen die Tanks im Außenbereich unserer Produktionsstätte lagern, da sie Gefahrenstoffe enthalten. Damit die nachgerüstete Hardware verschiedenen Witterungsbedingungen standhält, haben wir sie deshalb in einem spritzwassergeschützten Schaltkasten an den Tanks installiert“, erklärt Daniel Schulte. Über den Mobilfunkstandard LTE sendet das Gateway die Sensordaten zuverlässig und hochsicher in die Cloud of Things, die IoT-Plattform der Telekom.

Mehr Effizienz für Dienstleister und Kunden dank Füllstandsmessung

In der Cloud kann Ernst Meister nun über ein zentrales Dashboard den Füllstand der einzelnen Behälter einsehen. Bei Erreichen vordefinierter Grenzmarken erhält das mittelständische Unternehmen eine Benachrichtigung via E-Mail. Die IoT-Lösung löst somit die persönliche Übermittlung des geschätzten Füllstands ab. Dank der Vernetzung fährt das Unternehmen seine Kunden erst an, wenn der Füllstand des Tanks das zweifelsfrei nötig macht. Zu frühe – oder zu späte – Schmierstofflieferungen gehören damit der Vergangenheit an.

Ein Vorteil für Dienstleister und Kunden: Denn dank der bedarfsorientierten Lieferung kann Ernst Meister seine Routenplanung optimieren. Die Zahl der monatlichen Fahrten und somit der CO2-Ausstoß sind dadurch bereits deutlich gesunken. Ein enormes Einsparpotenzial für beide Seiten, denn jede Schmierstofflieferung verursacht Kosten. Durch die IoT-Lösung profitieren Kunden zudem von mehr Sicherheit in der Produktion. Denn durch die Vernetzung wird die Lieferkette frühzeitig angestoßen, sodass es künftig zu keinen Ausfällen in der Produktion kommt.

Neuer Service durch neue Lösung

Auch sein Geschäftsmodell kann der Mittelständler dank der Vernetzung erweitern. „Mithilfe der IoT-Anwendung zur kontinuierlichen Füllstandmessung können wir unseren Kunden einen deutlich effizienteren Service anbieten. Sowohl bei unseren Bestandskunden als auch im Neukundengeschäft verzeichnen wir dank der Vernetzung bereits positive Effekte“, sagt Daniel Schulte. Zudem erhält der Mittelständler Vergleichswerte zum Verbrauch seiner Kunden. Den Bedarf von potenziellen Neukunden aus der gleichen oder einer vergleichbaren Branche kann der Dienstleister somit besser einschätzen. Auch Alt-Öl kann der zertifizierte Entsorgungsdienstleister nun bei jeder Lieferung direkt mitnehmen, aufbereiten oder umweltgerecht entsorgen.

Quelle:

https://iot.telekom.com/de/blog/vernetzte-schmierstofftanks-fuer-optimalen-service

Kleiner IoT-Sensor – große soziale Wirkung

Von geretteten Lebensmitteln bis zur Unwetterwarnung: Wie IoT menschliche Grundbedürfnisse sichert – besonders in Gebieten, in denen der Klimawandel schon seine volle Wirkung zeigt.

115,3 Liter pro Quadratmeter: So stark hat es im Ahrtal im Juli 2021 an nur drei Tagen geregnet. Normalerweise fällt etwa die Hälfte dieser Regenmenge – und zwar innerhalb eines gesamten Monats, heißt es vom Deutschen Wetterdienst. Die Folge: 134 Tote, 766 Verletzte – und mehr als 3.000 oft erheblich beschädigte Gebäude. Forschende kamen zu dem Ergebnis: Ursache der Flut ist der Klimawandel. Dass die Katastrophe die Region so unvermittelt treffen und die seit Jahrzehnten höchsten Schäden anrichten konnte, hatte einen weiteren Grund: Frühwarnsysteme existierten entweder nicht oder waren nicht smart genug, um die Bewohner zu warnen und eine rechtzeitige Evakuierung einzuleiten.

IoT und Klimaadaption

Eine Katastrophe, die zu verhindern gewesen wäre: Ob Überschwemmung, Wassermangel oder Lebensmittelknappheit – für Menschen, die in ihrer Grundsicherung bedroht sind, kann das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) einen entscheidenden Beitrag leisten, um Hab und Gut, ja Menschenleben zu retten. Denn es beschleunigt die Übertragung von gemessenen Umweltdaten – und somit die Reaktionszeit, um wichtige Vorkehrungen für die Sicherheit der Bevölkerung zu treffen. In zwei Einsatzbereichen spielt IoT eine ganz besondere Rolle: bei der rechtzeitigen Rettung aus Katastrophengebieten und der intelligenten Regulierung von Ressourcennutzung. Vor allem dort, wo der Klimawandel schon längst seine volle Wucht entfaltet, sind Technologien gefordert, die dazu beitragen können, neben den ökologischen Schäden auch die sozialen Folgen derselben abzufedern. Denn diese Ereignisse werden immer intensiver und häufiger: Laut einer Untersuchung der Welthungerhilfe hat sich die Zahl der Katastrophen, die der Klimawandel zu verantworten hat, seit 1960 fast verzehnfacht.

Katastrophenschutz: Frühzeitige Warnung

Dabei ist der Aufwand, um diese Folgen zu mindern, vergleichsweise überschaubar: Helfen kann zum Beispiel ein IoT-Sensor mit integrierter Telekom-SIM-Karte: An einem Flussarm oder einem Gebäude befestigt, ist ein solches System in der Lage, die Überschreitung eines Grenzwerts zu registrieren. Er sendet die digitalen Messdaten in kürzester Zeit per LTE-M oder 5G-Netz an eine Online-Plattform, die die Daten analysiert und einen Alarm versendet. Steigt der Wasserpegel zu schnell? Droht eine Überschwemmung ganzer Wohnsiedlungen? Im besten Fall lassen sich solche Gefahren schon so frühzeitig erkennen, dass Kommunen, Behörden und Unternehmen vorausschauend eingreifen und die Bevölkerung durch passende Gegenmaßnahmen oder Evakuierung schützen können.

IoT-Sensoren kommen bei den unterschiedlichsten Szenarien zum Einsatz. Bei kleinsten Veränderungen kann die Technologie per App vor Hochwasser, Unwetter ebenso wie vor Waldbrand durch eine Trockenperiode warnen. Beispielsweise sammelt die Deutsche Telekom gemeinsam mit dem Unternehmen divirod weltweit regelmäßig Wasserdaten von Seen, Flüssen, Küsten und auf Dächern – um das Risiko von Hochwasser oder einstürzenden Dächern bei Schnee oder Eis vorherzusagen. Nach dem Prinzip Data-as-a-Service (DaaS) können Unternehmen die Messdaten von Dienstleistern gegen Bezahlung zur Vorsorge nutzen.

Das zeigt: IoT-Anwendungen für den Katastrophenschutz zu nutzen, kann die Wirkkraft von Alarmierungssystemen deutlich verstärken. Seit 1970 haben Warnsysteme die Zahl der Todesopfer drastisch gesenkt: 2019 kamen im Jahresschnitt weniger als halb so viele Menschen durch Umweltkatastrophen zu Tode als noch 50 Jahre zuvor, stellte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und das UN-Büro für Katastrophenvorsorge (UNDRR) fest.

Mit der Digitalisierung gegen Wasser- und Lebensmittelverschwendung

IoT-basierte Kontrollplattformen können aber auch helfen, überlebenswichtige Lebensmittel und Wasser sparsam einzusetzen oder zu schützen. Denn für Gebiete, die unter Wetterextremen leiden, ist ein schonender Umgang mit Ressourcen essenziell. In Süd- und Nordeuropa sowie zukünftig in Nord- und Südamerika reguliert das Internet of Things beispielsweise die Bewässerung von Plantagen und Ackern durch vernetzte Wassermessgeräte. Die IoT-Lösung entwickelt von der Firma Hidroconta und ausgestattet mit Embedded Connectivity von der Telekom sendet automatisch und regelmäßig Informationen über den Wasserverbrauch via NB-IoT an eine Cloud-Plattform. Agrarunternehmen können daraufhin individuelle Bewässerungszeiten festlegen, um die Ressource nachhaltig einzusetzen und nicht zu verschwenden.

Ähnlich lassen sich IoT-Systeme im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen: Heute vernichten wir bis zu 40 Prozent der weltweit produzierten Lebensmittel. Damit Obst, Gemüse, Milchprodukte und Fleisch möglichst lange frisch bleiben und nicht verfrüht in den Müll wandern, sind Transport und Lagerung bei angemessener, konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit unverzichtbar. Tracking-Sensoren können hier aushelfen: Sie überwachen die Kühlkette und warnen verlässlich, bevor sich der Zustand der Waren verschlechtert. Mitarbeitende können so frühzeitig reagieren und beispielsweise die Temperatur nachregeln. Der Effekt ist gewaltig: Supermärkte müssen auf diese Weise sieben Prozent weniger Lebensmittel wegwerfen – übers Jahr gerechnet Tonnen wertvoller Nahrungsmittel, allein in Deutschland.

Quelle:

https://iot.telekom.com/de/blog/kleiner-iot-sensor-grosse-soziale-wirkung